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Full text of "As-Salat. Asrar wa-Ahkam - Das Gebet. Geheimnisse und Regeln"

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'Abdalhahm Mahmud 

As-Salät Asrär wa-Ahkäm 
Das Gebet. Geheimnisse und Regeln 

Übersetzt von 
Andreas Ismail Mohr 



Dr. Wbdalhahm Mahmuds Buch 

As-Salät Asrär wa-Ahkäm 

mm m 

„Das Gebet. Geheimnisse und Regeln 



cc 



Übersetzt, kommentiert und mit einer Einleitung 

sowie einer Zusammenfassung im Vergleich mit 

den europäischen Darstellungen des Themas versehen 



von 



Andreas Ismail Mohr 

Magisterarbeit, vorgelegt der Fakultät für 

Orientalistik und Altertumswissenschaft 

der Ruprecht-Karls-Universität 

zu Heidelberg [1988] 



Berlin 2013 



Meine Magisterarbeit vom Jahre 1988 wurde bislang nicht veröffentlicht. Dies 
soll jetzt geschehen. Der Hauptteil — die Übersetzung einer kurzen Schrift 
eines Saih al-Azhar über das islamische Gebet (saläh) — soll somit deutschen 
Lesern zugänglich gemacht werden. 

Meine Anmerkungen zur Übersetzung, die den Text erläutern und ahädit 
nachweisen, wären sicherlich durchzusehen, die Einleitung müsste überarbeitet 
werden, wichtige Literatur (viel dürfte seit 1988 nicht erschienen sein!) sollte 
ergänzt werden. Diese Aufgabe bleibt bestehen. 

Es erscheint mir jedoch sinnvoll, die Arbeit nun in unveränderter Form zu 
veröffentlichen. Eine neue Einleitung sowie ergänzende Anmerkungen müssen 
einer künftigen Überarbeitung vorbehalten bleiben. 



Anmerkung: Am Schluss dieser Arbeit — nach dem Literaturverzeichnis 
(nach Seite 203) — findet sich hier ein Anhang mit verschiedenen Notizen, 
unter anderem zur Biografie von Dr. Abdalhalim Mahmud. Dieser gehörte 
nicht zur ursprünglichen Magisterarbeit. 

Andreas Ismail Mohr 
Berlin, im Februar 2013 



DR. C ABDALHALIM MAHMUDS BUCH 
AS-SALÄT. A S R A R WA-AHKAM. 

• • • 

"DAS GEBET. GEHEIMNISSE UND REGELN. " 

ÜBERSETZT, KOMMENTIERT UND MIT EINER EINLEITUNG 
SOWIE EINER ZUSAMMENFASSUNG IM VERGLEICH MIT 
DEN EUROPÄISCHEN DARSTELLUNGEN DES THEMAS VERSEHEN 

VON 
ANDREAS MOHR 

MAGISTERARBEIT, VORGELEGT DER FAKULTÄT FÜR 
ORIENTALISTIK UND ALTERTUMSWISSENSCHAFT 
DER RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT 
ZU HEIDELBERG 



NOVEMBER 1988 



Es gibt nur einen Weg, 

beten zu lernen: 

Beten! 

Bilmek seydir s 
olmak baska! 



Ein _türki saher 
SüfZ-Sai}}, 

Berlin t 1987 



VORBEMERKUNG 

Ich lege hiev eine Übersetzung des Buches "As-Salat. 
Asrar wa-ahkam" (Das Gebet. Geheimnisse und Regeln.) 
des ehemaligen Saih al-Azhav 

Dr. c Abdalhalim Mahmud (1910-1078) 
vor. Der Übersetzung folgt ein Kommentar in der Form von 
Anmerkungen zum Text, die neben Erläuterungen zum Inhalt 
der Übersetzung auch die Verifizierung der zahlreichen 
im Text zitierten ahadit (s.u.) enthalten. 
Eine Zusammenfassung des Textes im Vergleich mit den 
bekanntesten europäischen Darstellungen des Themas rundet 
die Arbeit ab. 

Gliederung: Seite 
Vorbemerkung 
I EINLEITUNG 5 



A. Das Thema: Die salUt. 

B. Der Text : Das Buch "As-Salat. Asrar 

wa-ahkam" 
Anmerkungen zur Einleitung 

II ÜBERSETZUNG : 2 5 

des Buches "As-Salat. Asrar wa-ahkäm.* 1 
Vorbemerkung zu den Zahlen im Text der 

Übersetzung 
Übersetzung : Vorwort 

Erster Abschnitt 

Zweiter Abschnitt 

Dritter Abschnitt 

Vierter Abschnitt 

Schluß 

Fußnote (arab.Text S. 14 f) 

III KOMMENTAR 123 

Vorbemerkung zur Verifizierung der ahadit 
Anmerkungen zur Übersetzung 

IV ZUSAMMENFASSUNG UND VERGLEICH 179 

Vorbemerkung 

Zusammenfassung und Vergleich 

V Literaturverzeichnis 192 



Zur Umschrift: 

Die Transkription arabischer Eigennamen und Begriffe 
erfolgt nach den Regeln der Deutschen morgenländischen 
Gesellschaft bzw. nach den Richtlinien in "Die Translitera- 
tion der arabischen Schrift in ihrer Anwendung auf die 
Haupt3praahen der islamischen Welt". Leipzig, 1935. 

Arabische Begriffe wurden, wenn nicht am Satzanfang stehend, 
klein geschrieben, z.B. salat, rak c a. Ausnahme: Buchtitel, 
Personentitel (z.B. Imam) u.a., die wie Personennamen 
behandelt wurden. 

In der arabischen Schrift zwar 'lang' geschriebene, aber 
kurz gesprochene auslautende Vokale vor Doppelkonsonanz 
wurden als 'lang' transkribiert, z.B. Abu d-Darda* , illa 
11 ah. 



Abkürzung en : 
.1 



EI' 

EI 2 

GAL 

GAS 

HI 

Q 

Q 2:238 

WZ KM 
ZDMG 



Enzyklopädie des Islam. 
Encyalopaedia of Islam. 

C. Brockelmann: Geschichte der arabischen Litteratur. 
F. Sezgin: Geschichte des arabischen Schrifttums. 
Handwörterbuch des Islam. 
Qur'an. 

Qur'än, Sura 2, Vers 238. 

Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. 
Zeitschrift der Deutschen morgenländischen 
Gesellschaft. 



EINLEITUNG 



EINLEITUNG 



In dieser Einleitung , die iah wegen des Umfangs der Über- 
setzung mit Kommentar so kurz wie möglich fassen will, 
möchte iah auf den Begriff salat - der das rituelle Gebet 
im Islam bezeichnet - eingehen, auf die Formen des Betens 
überhaupt im Islam, auf die Verrichtung der salat und beson- 
dere Arten derselben s sowie auf den Autor, den Text und meine 
hier vorgelegte Übersetzung des Buches "As-Salat. Asrar wa- 
ahkam". 

* 

A. Das Thema: DIE SALÄT 



1. Der Begriff ' s alat' 

Der Begriff salat bezeichnet das rituelle Gebet im Islam. 
Die Grundbedeutung des Wortes ist jedoch zunächst ganz all- 
gemein "Gebet", was im Qur 3 an an Stellen wie 9:103 und 24:41 
noch durchscheint. Da8 Verb salla yusalli "beten" (mit Parti- 

zipialformen) und das Nomen salat kommen im Qur* an insgesamt 

2 — ' — — 

99 mal vor , davon salat (pl. salawat) 83 mal: salat heißt 

jedoch auch 'Segen' (z.B. Qur 3 an 2:157 , 33:56) und an einer 

Stelle wird es als Plural in der Bedeutung ' Synagogen' (? ) 

3 — 

gebraucht (22:40) ; an den meisten Stellen bezeichnet salat 

jedoch das rituelle Gebet, über vierzig mal kommt es in Verbin- 
dung mit aqama "verrichten" vor. 

Der Plural zu salat ist salawat und sollte in wissenschaftlichen 
Texten nur so verwendet werden. 

Das Wort salat ist, wie unter anderem aus der Schreibung & aJL^o 
(im Qur 3 an und auch später) ersichtlich, ein Lehnwort aus dem 
aramäischen slota (syroaramäisch J},Gä,} ~ jüdisch-aramäisch 
^ X) 1 v"S» ) 3 was ebenfalls 'Gebet' bedeutet, und zwar sowohl 
rituelles als auch freies, persönliches Gebet. 

Im Islam hat der Begriff salat schließlich die Bedeutung "ritu- 
elles Gebet " angenommen, weshalb gelegentlich darauf hingewiesen 
wurde , daß salat nicht ohne weiteres mit "Gebet" übersetzt wer- 
den könne. Da jedoch salat in seiner ursprünglichen Bedeutung 
sowohl im Aramäischen als auch im Arabischen (as-salat wird er- 
klärt als ad-du c ä 3 , vgl. z.B. Tag al-^arüs,X, 213, Z. 6) 'Gebet' 
ganz allgemein bedeutet, ist die Übersetzung im Deutschen durch 



"Gebet" immer noch gerechtfertigt und erscheint so im Text der 
hier vorgelegten Übersetzung . Gerade die Schrift Mahmuds macht 
ja deutlich, daß die salat auch Gebet im eigentlichen Sinne 
dieses Wortes ist, wenn er über die 'Bitte um Hilfe durch das 
Gebet' , das 'Gebet zur Erfüllung des Wunsches' und das 'Gebet 
um die richtige Eingebung ' handelt (arabischer Text S. 17-21, 
Übersetzung S, 33-H2. ; U nd außerdem anhand zahlreicher ahadit 

belegt, daß und wie freie, persönliche Gebete und Bitten (ad c iya, 

— 9 — 

adkar) innerhalb der salat gesprochen werden können (besonders 

S. 92-102, Übersetzung S. 33 -40%), Es sei noch angemerkt, daß 

salat im christlich-arabischen Sprachgebrauch der Verwendung 

des deutschen Wortes 'Gebet', frz. 'priere' etc. entspricht. 

Hierzu sollte außerdem bemerkt werden, daß das persische Wort 

namaz die Bedeutung von salat ganz und gar angenommen hat und 

so im Persischen, Türkischen und im Urdu ausschließlich verwendet 

12 
wird. Auch im Malaiischen (und somit in der Bahasa Indonesia) 

ist neben "shalat" (so gewöhnlich geschrieben! ) eine einheimische 
Bezeichnung für das rituelle islamische Gebet in Gebrauch, näm- 
lich sembahyang *i J _Q a _,_fr ^ , so auch (etwas verstümmelt) im 
Afrikaans der muslimischen Kapmalaien: sumbaing und andere Formen . 
Doch haben etliche Sprachen, die mit dem Arabischen unmittelbar 
Kontakt hatten, das Wort salat auch direkt übernommen, z.B. Haussa: 
salla / salati , Spanisch^ (Aljamiado) : ( \^> , cala, acala, azala 
£= as-salahij - pl. iy>)tX^2 , calaes, azalaes usw. (Kontzi, Zet- 
tersteen) . Höchst interessant ist eine Form wie ' ghasalaat ' (d.h. 
geSALATet, also ' gebetet' l ) in der Sprache der Kapmalaien, wo das 

Wort salat in eine germanische, ja eigentlich eine deutsche (im 

' 14 

weitesten Sinne dieses Begriffes) Verbalform umgewandelt wurde! 

Ähnliches gilt übrigens für den Begriff wudu* , die Bezeichnung 
für die rituelle Waschung zum Gebet (s.u. S.-fö ), welcher in eini- 
gen Sprachen durch ein einheimisches Wort ersetzt, in anderen 
selbst übernommen wurde. 

2. Formen des Betens im Islam 

Neben der salat gibt es im Islam auch das freie, persönliche 
Gebet - du c a 3 -, welches vom dikr, dem 'Gedenken (Gottes) ' kaum 
zu trennen ist. Grundsätzlich können solche ad c iya und adjcar 
(Plural zu du c a* bzw. dikr) frei gesprochen werden, doch gibt es 
unzählige Muster und Formulare derselben im Qur* an, hadit, den 



Handbüchern mystischer wie volkstümlicher Frömmigkeit etc. 
So können der du c a* und der dikr - und sie tun es auch - sehr 
wohl rituelle Formen annehmen, während ja auch andererseits 
die salat Raum für dikr, du c ä* (auch freiformulierte Bitten! - 
s.u. S.^^ ) bietet. Von daher ist auch die salat nicht ein in 
allen Einzelheiten und Texten festgelegtes Ritual, weshalb man 
sich nicht auf eine radikale Trennung von du c a* als ' freies 
Gebet' und salat als 'Formgebet' o.a. versteifen sollte. Beim 
zentralen Teil der salat - der darin unerläßlichen Rezitation 

* 

der ersten Sura, Surat al-Fatiha - handelt es sich schließlich 
um einen du e a', während es für das Sprechen der ad c iya wiederum 

geradezu Vorschriften oder zumindest Empfehlungen gibt, wie 
man diese zu formulieren habe, so z.B. daß man sie mit dem Lob- 
preis Gottes und dem Segen über den Propheten beginnen solle, 

iß 
sich in die Richtung der qibla wende etc. 

Man kann die Formen des Gebetes im Islam - mit Wiesel - in die 

— — 17 

drei Kategorien salat - du c a* - dikr einteilen , doch greifen 

diese, wie bereits angedeutet , ineinander über; so sind dikr 

und du c a* kaum voneinander zu trennen und zudem sind ja beide 

Bestandteil der salat! 

Andererseits könnte man die Formen der Gebete, welche nicht 

salat sind, inhaltlich weiter unterteilen in istigfar ('Bitte 

um Vergebung' ) , tauba ( 'ReuefgebeteJ' ) , isti c ada/ta c awwud ( ' Zu- 

fluchtnahme ' vor bestimmten Dingen) usw. Auch das Rezitieren 

(tilawa) des Qur' ans oder der tawaf (die Umschreitung der Ka c ba) 

sind Formen des Gottesdienstes, die beide untrennbar mit der 

salat, der Niederwerfung (sag"da), der rituellen Reinheit usw. 

verbunden sind. 

In der hier vorliegenden Übersetzung verwende ich daher 'Gebet' 

stets für salat, 'beten' für salla usw.; du c a* übersetze ich 

mit 'Bittgebet', wobei ich 'du^a*' in Klammern hintansetze. 

3. Zur Entstehung der s alat und zur s alat im islamischen Recht 
Zur Entstehung der salat, über die zwar wichtige Vorarbeiten 
europäischer Islamwissenschaftler vorliegen, über deren Geschichte 
jedoch bislang kein umfassendes Werk geschrieben wurde, verweise 
ich auf S.A%® -432, (Zusammenfassung und Vergleich) und die dort 
zu diesem Thema angeführten Studien von Goitein, Mittwoch, Becker 
usw. sowie den Artikel SALAT in der EI 1 , S. 103 ff, bzw. HI, S. 
636ff. 



Das hier in der Übersetzung vorgelegte Buch enthält lediglich 
eine traditionell-theologische Deutung der Entstehung der 

'fünf Gebete ' , die auf den Aussagen des hadit beruht; siehe S . 

35" -38 der Übersetzung. 

— 18 

Die salat ist vor allem ein Thema des fiqh , des islamischen 

religiösen Rechts, und steht hier an erster Stelle. Es wird 
meistens in die Kapitel 'Reinheit' (tahara - dazu gehören Ab- 
schnitte über Wasser, Menstruation, die Waschungen etc. } und 
'Gebet' (dazu Abschnitte über Gebetszeiten, die obligatorischen 
und nicht-obligatorischen Bestandteile desselben, die superero- 
gativen Gebete, das Totengebet etc.) aufgeteilt. Im Sahih al- 
Buhari beispielsweise, bei dem es sich um die bekannteste und 
anerkannteste in der Form eines fiqh-Kompendiums angeordnete 
hadZt-Sammlung handelt, füllen die zur salat gehörenden Tradi- 

tionen ca. 300 Seiten (Ausgabe Krehl/Juynboll) ; dem stehen 

L —19 — 

praktisch nur die Überlieferungen üoer den fiihad und die maga- 

zl (' Kriegszüge' ) nach (ca. 250 S.). -Im Zusammenhang mit salat 
und gihad sei an die bei at-TabarZ (Ta* r1h,1 ,4, S. 2126 ,Z. 1-6 ) 
überlieferte Geschichte erinnert, nach der der byzantinische 
Gouverneur (al-qubuqlar) einen arabischen Spion für einen Tag 
und eine Nacht unter die Muslime schickt, welcher dann nach sei- 
ner Rückkehr die Muslime als "Mönche in der Sacht, (aber) Reiter 
(d.h. Krieger) am Tage" beschreibt (bi-l-laili ruhban wa-bi-n- 
nahari fursan ). 

Schließlich sei erwähnt, daß nach der Theorie des Gesetzes das 
absichtliche Unterlassen (Nichtv errichten) des Gebetes zum Un- 
glauben (kufr) führt; vgl. dazu Übersetzung 5.32,/ und Anm. 25 
auf 5.-123 ; auch S.4Z1 . Nach ad-Dahabl: Kitab al-kaba 1 ir (S.17- 
22) gilt das Unterlassen des Gebetes nach der Beigesellung (Üirk) 
anderer Wesen zu Gott, dem Mord und der Zauberei als die vierte 
der großen Sünden (kaba 3 ir) . 

4 . Die Verrichtung der s alat 

Ich möchte hier in aller Kürze die Art und Weise der Verrichtung 
der salat zkizzieren. Für vollständigere Darstellungen verweise 
ich auf: Lane, Manners and Customs,! ,S. 76-107 ; Calverley : Worship 
in Islam, S. 6-18: Art. SALAT im HI ,S . 6Z8a-640a; Rassoul: As-Salah. 
Das Gebet im Islam (Es handelt sich hierbei um die ausführlichste 
und anschaulichste Darstellung der salat in deutscher Sprache! ) ; 



10 

Balib: Ruf vom Minarett ( 1984) ,S. 40-57 , und andere Darstellungen, 
Einführungen, Lehrbüchlein der salat (s. Literaturverzeichnis ) , 

Vorbedingungen einer gültigen salat sind in erster Linie die 
rituelle Reinheit (tahara) des Körpers, der Kleidung und des 
Gebetsplatzes. Nach einer 'größeren rituellen Verunreinigung ' 
(al-hadat al-akbar) , hervorgerufen beim Mann durah Samenerguß, 
bei der Frau durah Menstruation und im Wochenbett, außerdem bei 
beiden durch Geschlechtsverkehr, ist ein rituelles Bad ('Ganz- 
waschung' - gusl ) notwendig, bei dem der ganze Körper gewaschen 
und mit Wasser übergössen werden muß. Die 'kleinere rituelle Ver- 
unreinigung' (al-hadat al-asgar) entsteht durah Aufsuchen des Ab- 
orts, Abgehen von Blähungen u.a.; nach dieser ist die einfache 
rituelle Waschung (wudu* ) erforderlich, bei der Gesicht, Hände, 
Unterarme und Füße zu waschen sind sowie das Kopfhaar mit nassen 
Händen überstrichen werden muß. 

Ist der Zustand der rituellen Reinheit (tahara) solchermaßen 
hergestellt, so hält er an, bis er wieder durch eine 'größere' 
oder 'kleinere' Verunreinigung aufgehoben wird. 
Zweite Voraussetzung einer salat ist das Einhalten der Gebets- 
zeit, deren es fünf gibt, entsprechend den fünf Pflichtgebeten: 
Die Zeit des Frühgebetes (salat as-subh/al-fatfr): 

vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenaufgang . 

Die Zeit des Mittagsgebetes (salat az-zuhr) : 

" • • • 

kurz nachdem die Sonne ihren Höchststand überschritten hat 
bis zur Zeit für das: 

Nachmittagsgebet (salat al- c asr) : 

20' 
dessen Zeit bis kurz vor Sonnenuntergang reicht. 

Die Zeit für das Gebet nach Sonnenuntergang (salat al-magrib) : 

vom vollendeten Sonnenuntergang bis zum Einbruch der Dunkel- 
heit. 

Die Zeit für das späte Abend-(bzw. frühe Nacht-)Gebet (salat al- 
c iha 3 : solange die Dunkelheit der Nacht währt, d.h. zwischen 
dem Ende der Abend- und dem Beginn der Morgendämmerung . 

Siehe hierzu die Abbildung auf der nächsten Seite, 



11 



Abbildung 



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Ramadan 1406 n. H. - Mai 1986 n. Ch. 
Ramazan 1406 Hier! - Mayis 1986 Miladi 



Ramadan 1406 n. H. - Mai/Juni 1986 n. Ch. 
Ramazan 1406 Hicri ■ Mayis / Haziran 1986 Miladi 



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27 Ramazan 14 Haziran 1986 Carsamba Ak$ami): Kadir Gecesi 
27. Ramadan (Mittwoch 4. Juni 1986 am Abend): 
Lailatu'1-Qadr 



Die hier wiedergegebene Doppelseite (Originalgröße) aus dem 
'Gebetskalender für Berlin. 1406 n.H. = 1985 n.C. ' (herausgegeben 
von den 'Freunden des Islams Berlin e.7.' 3 Berlin, 1985) 
gibt die Gebets- und gleichzeitig Fastenzeiten des Monats Ramadan 
1406 (= 10.5.-8.6.1985 n.Chr.) an. Zu den Spalten (die iah hier 
mit 1-10 nummeriert habe): 
Sp. 1: Wochentag (deutsch, türkisch, arabisch) . 

2. Datum des abendländischen Kalenders. 

3. Datum des hig~ra-Kal ender s . 

4. Zeit des Fastenbeginns . 

5. Beginn der Zeit für die salat al-fa§r. 

6. Sonnenaufgang, d.h. Ende der Zeit für die salat al-fa$r. 

7. Beginn der Zeit für die salat az-zuhr. 

• • • 

8. Ende der Zeit für die salat az-zuhr/ Beginn der Zeit für 

die salat al- c asr. 

9. Sonnenuntergang : Beginn der Zeit für die salat al-magrib; 

gleichzeitig Zeit des Fastenbrechens. 
10: Ende der Zeit für die salat al-magrib/ Beginn der Zeit für 
die salat al- c is'a i . 



12 



(weiter zur Abbildung: ) 

Die Zeit für die salat al- c asr endet eine Weile (ca. 20 min.) 
vor Sonnenuntergang . - Die salat al- isa 3 kann Dom Beginn ihres 
Zeitraumes (Sp.10) ab bis zum Anbruch der Morgendämmerung (Sp.5) 
verrichtet werden. - Man beachte, daß die Zeit für den Fasten- 
beginn (imsak) rein mathematisch berechnet ist: er ist hier 
täglich zwanzig Minuten vor dem Beginn der fafir-Zeit angesetzt 
(Sp.4/5) ; manchmal wird der imsak auch mit dem Beginn der Zeit 
für die salat al-fa^r gleichgesetzt. 

Diese fünf Gebetszeiten sind für die entsprechenden Pflicht- 

21 
gebete einzuhalten. 

Jedes (Pflicht-) Gebet besteht aus zwei, drei oder vier 'Gebets- 
einheit en' a ' Zyklen' , die man rak c a/pl. raka c at (wörtlich 'Rumpf- 
beugung') nennt. Gemeint ist damit eine 'Einheit' bestehend aus 
Rezitation des Qur* ans im Stehen, Rumpfbeugung und zweimaliger 
Niederwerfung . 

Hier die Beschreibung einer aus zwei raka c at bestehenden salat. 
£" Die Ziffern (1) , (2) . . . beziehen sich auf die untenstehende 

Abbildung aus Juynboll : Handbuch, S.76; sie stammt aus Lane: 

Manners and Customs,I,S.88f. _7 

(1) Der Betende stellt sich zum Gebet hin und faßt die Absicht 
(niyya) , z.B. die salat al-fa$r mit zwei raka c at zu verrichten. 

(2) Er erhebt die Hände in die Höhe der Ohren und spricht: ' Alla- 
hu akbar' ("Gott ist sehr groß"); es handelt sich hierbei um die 
takbirat al-ihram, durch die der Weihezustand (ihram) der salat 
eröffnet wird. (2) Darauf legt er die rechte Hand über die linke 

iS 16 i; 





13 

und rezitiert so im Stehen (qiyam) die Surat al-Fatiha sowie 
eine andere Stelle (z.B. eine kurze Sura) aus dem Qur 3 an. 
(4) Dann beugt er sieh vornüber (ruku c = 'Rumpfbeugung ' ) , wobei 
er die Handflächen auf die Knie legt, und spricht einige Lobes- 
worte (s. Übersetzung S, 31 ), worauf er (5) sich wieder auf- 
richtet, um (6) sich zu prosternieren, sich danach kurz auf- 
zurichten (7) und sich zum zweitenmal zu prosternieren (8), 
wobei er jeweils mit Stirn, Nase, Handflächen, Knien und Zehen- 
spitzen den Boden berührt und wiederum Gott mit bestimmten Wor- 
ten lobpreist. 

Nach dieser zweimaligen Niederwerfung (sagda/sugud) ist die 
erste rak c a beendet. Der Betende erhebt sich nun zur zweiten 
rak c a und rezitiert wie in der ersten im Stehen aus dem Qur* an 
(9), beugt sich (10), richtet sich wieder auf (11) und wirft 
sich zweimal nieder (12-14). 

Im Anschluß an diese beiden raka c at bleibt er auf den Beinen 
sitzen (15) und rezitiert das ' Glaubens Zeugnis ' (tatahhud, s. 
Übersetzung S. QZ f) und Segnungen über den Propheten, worauf 
er nach rechts (16) und links (17) den 'Heilsgruß' (tasllm) 
spricht. - Damit ist ein Gebet mit zwei rakacat vollendet. 
Bei einer salat mit drei rakacat steht der Betende nach dem 
Sitzen zum 'Glaubenszeugnis' (tatahhud) (15), ohne den 'Heils- 
gruß' zu sprechen, wieder auf, vollzieht eine dritte rak c a, 
spricht wiederum das 'Glaubenszeugnis ' , den Segen über den Pro- 
pheten und beendet das Gebet mit dem 'Heilsgruß' . Entsprechend 
bei einem Gebet mit vier raka c at. Der tasahhud ist also nach 
der zweiten und nach der letzten rak c a zu sprechen, d.h.: 
bei einem Gebet mit zwei raka c at (wie die salat al-fagr) nach 
der zweiten (=letzten) rak c a, bei einem Gebet mit drei raka- 
c at (wie die salat al-magrib) nach der zweiten und nach der 
dritten (=letzten) rak c a, und bei einem Gebet mit vier raka- 
cat (wie die salat az-zuhr, al- c asr und al- c isa s ) nach der zwei- 
ten und nach der vierten rak c a. 

Die Sürat al-Fatiha ist im Stehen (3) einer jeden rak^a zu 
rezitieren, zusätzliche Suren oder ayat im Anschluß daran jedoch 
immer nur in den ersten beiden raka c at. Die Rezitation der Fa- 
tiha (und weiterer Qur < J anstellen) erfolgt in der salat al-fagr, 
al-magrib und al- i£a' - in den ersten beiden raka c at! - laut, 



14 

22 
in allen anderen Fällen unhörbar. 

Das Sprechen der Worte "Allahu akbar" ('Gott ist sehr groß') 
beim Hinübergehen von einer Gebetshaltung in die jeweils fol- 
gende, sowie einige andere kurze Sätze (ad c iya) sind empfohlen 
(sunna) , aber nicht obligatorisch. 

In der Niederwerfung (6,8,12,14) sowie im Sitzen (15) zwischen 
tasahhud und taslim (16-17) können ad c iya (Bittgebete) - auch 

fr ei formulierte (theoretisch auch in einer anderen Sprache als 

23 — 

Arabisch! ) gesprochen werden. Die Qur* anrezitation im Gebet 

sowie das Sprechen der obligatorischen Gebetstexte (deren nur 
wenige sind) hat jedoch in allen Fällen auf arabisch zu erfol- 
gen. 

Das Gebet von Mann und Frau unterscheidet sich nur in unbedeu- 
tenden Einzelheiten der Körperhaltung, z.B. heißt es, die Frau 
brauche sich beim rukü c (4,10) nicht ganz so weit vornübeitjbeu- 
gen wie der Mann; bei der Frau hat außer Gesicht und Bänden 
der ganze Körper bedeckt zu sein, beim Mann alles zwischen Knien 
und Babel, obwohl es empfohlen ist, die salat nur ordentlich 
und vollständig bekleidet zu verrichten. 

Beim Gemeinschaftsgebet fungiert eine Person als Vorbeter (Imam), 
dem die hinter ihm Stehenden in allen Bewegungen folgen müssen. 
Die laut zu rezitierenden Texte werden dann nur vom Imam vor- 
getragen, die leise zu sprechenden Texte unhörbar von jedem Be- 
tenden selbst. 

5. Besondere Arten der salat 

Neben den fünf Pflichtgebeten gibt es eine Reihe von empfohlenen 
salawat (tatawwu c , nafila, sunna), die vor oder nach den Pflicht- 
gebeten sowie zu bestimmten anderen Zeiten verrichtet werden 
sollen. Diese unterscheiden sich von den Pflichtgebeten nur da- 
durch, daß sie von jedem Betenden für sich verrichtet werden, 
als auch dadurch, daß alle Texte darin leise gesprochen werden. 
Nur bei der freiwilligen salat in der Nacht (tahaggud, qiyam al- 
lail, im Ramadan: salat at-tarawih) , die gewöhnlich gemeinschaft- 

• • • 

lieh verrichtet wird und aus acht oder mehr raka c at besteht, 
werden die Qur 3 ant exte in jeder rak c a laut rezitiert. 
Daneben gibt es Gebete bei Naturereignissen, das Gebet der 'Bitte 
um Regen' (istisqa 3 ) , das Gebet zur 'Erfüllung des Wunsches' und 
'das Gebet um die richtige Eingebung' (siehe Übersetzung Seite 



15 



35 - ^2. ) usw.; außerdem das gemeinschaftliche Gebet am Freitag 
(welches wie die fünf Pflichtgebete obligatorisch ist) und an 

den beiden Festtagen ( c id al-fitr "Fest des Fastenbrechens" und 

— — 24 

c id al-adha "Fest des Opferns") . Die am Freitag zur Mittags- 
zeit gemeinschaftlich verrichtete salat al-gumu c a tritt an die 

Stelle der salat az-zuhr; diejenigen, welche sie versäumen, ver- 

' • • _ 25 

richten wie an anderen Taqen die salat az-zuhr. Schließlich 

sei noch das Totengebet (salat al-tfanaza/tfinaza) erwähnt, welches 

eine ihm eigentümliche Form hat: es wird nur stehend verrichtet 

und ist nicht in raka c at aufgeteilt. 

6. Sinn und Bedeutung der s alat 

Zum Sinn und Bedeutung der salat als Mittel zur Verbindung mit 
Gott, als Möglichkeit, von ihm zu erbitten, als Demutsbezeigung 
und als Mittel zur Sündenvergebung siehe die Übersetzung S.3"1- 
6 1 * ; siehe auch HI (SALAT) ,S. 643-45. 

Mahmuds Buch verfolgt vor allem die Absicht, dem Leser den Sinn 
und die Bedeutung des Gebetes vor Augen zu führen, weshalb es ja 
den Titel 'das Gebet - GEHEIMNISSE (das meint die innere Bedeu- 
tung) und Regeln' trägt. 

Das Motiv der Sündenvergebung aufgrund des Gebetes, durch die 
vorhergehende Reinigung usw. ist in den von Mahmud zitierten 
ahadit in besonders starkem Maße vertreten: 

Das Gebet bewirkt Vergebung der Sünden, die Sünden fallen vom Be- 
tenden ab, er wird durch das Gebet so rein wie am Tag seiner Ge- 
burt; Gott vergibt dem, der die fünf Gebete verrichtet, es löscht 
seine Sünden aus; sogar der wudu* sowie das zur Moschee Schreiten 

« 

bewirken Aufhebung der Sünden; bei jeder Niederwerfung und bei 
jedem Schritt zur Moschee wird dem Betenden eine Sünde abgenom- 
men, dies unterstreichen die zahlreichen Bittgebete (ad c iya) um 
Sündenvergebung im letzten Abschnitt des Textes. 

7. Literatur über die salat 

Zur salat gibt es eine umfangreiche muslimische Literatur . Wich- 
tig sind vor allem die fiqh-Kompendien, welche jeweils zu Anfang 
die gesetzlichen Bestimmungen für die Reinigung , die salat etc. 
enthalten; ferner mystisch geprägte Abhandlungen über die salat 
wie z.B. al-Gazzalis 'Buch' über die salat in seinem Werk Ihya' 
c ulum ad-din , und schließlich zahlreiche Handbücher der c ibadat 



16 



und Lehrbüchlein der salat in verschiedenen Sprachen (auch 
europäischen wie Serbokroatisch, Albanisch, Englisch, Franzö- 
sisch, Deutsch usw.). Außerdem fügt praktisch jeder muslimi- 
sche Autor einer Einführung in den Islam seiner Darstellung 
eine kurze Gebetslehre bei, wie z.B. Smail Balic: Ruf vom Mina- 
rett ( 1984) , S. 40-63, und Muhammad Hamidullah: Der Islam (...), 
S. 292-331. Ein Teil der mir vorliegenden derartigen Literatur 
wurde ins Literaturverzeichnis aufgenommen. 

Für die Darstellungen, Abhandlungen und Studien europäischer 
Islamwissenschaftler über die salat verweise ich auf 'Zusammen- 
fassung und Vergleich' , unten S.1%0 - 492 (bes.JBo -482. ). 



B. Der Text: DAS BUCH "AS-SALAT. ASRAR WA-AHKÄM" 

. . • 

1. Der Verfasser Dr. c Abdalhal1m Mahmud (1910-1978) 
c Abdalhalim Ali Mahmud wurde 1910 auf dem Landgut c Izbat 
Abu (!) Ahmad in der Nähe der ägyptischen Stadt Bilbis (ca. 
5sUw> [lOP) km. nordöstlich von Kairo) geboren. Er studierte an der 
al-Azhar-Universität u.a. bei Mahmud Saltüt und Muhammad 
Muspafa al-Maragi bis zur Erlangung der c alimiyya (der durch 
Diplom verliehenen Gelehrtenwürde) der al-Azhar-Universität. 
Danach reiste er auf eigene Kosten nach Frankreich, wo er von 
1932 bis 1938 an der Universität von Paris sein Studium fort- 
setzte und schließlich bei Louis Massignon über al-Harit al- 
Muhasibi promovierte: "Al-Mohasibi, un mystique musulman reli- 
gieux et moraliste - These pour le Doctorat. Paris, 1940. " 
Zwischen 1941 und 1951 lehrte Mahmud als Professor Philosophie 
an der al-Azhar-Universität und von 1951 bis 1964 Psychologie. 
1964 wurde er Dekan des College of Religion , 1968 General- 
sekretär der Islamia Research Academy. Ab 197o bekleidete er 
das Amt des Ministers für Azhar- Angelegenheiten, bis er schließ- 
lich 1973 Groß-SaiJ} der al-Azhar (Universität und Moschee) wur- 
de, und zwar als Nachfolger von Dr. Muhammad Muhammad Fahham. 

• • • • 

c Abdalhalim Mahmud starb 1978 in Kairo, sein Nachfolger im Amt 

y _ _ _ ? 7 

des Saih al-Azhar wurde Muhammad c Abdarrahman Bisar. 

• • • 

Mahmud hat eine große Anzahl von Schriften verfaßt. Dazu gehören 
etliche Schriften zur Mystik und die Herausgabe der Werke ein- 
zelner Mystiker, so z.B. al-Gazzalis "al-Munqid min ad-daläl", 



17 



außerdem einige Schriften über die c ibädat: 1968/9 erschien 

sein zweiteiliges Werk "Al- C Ibada. Ahkam wa-asrar" über dikr. 

---- - 32 ~ 

du c a' , salat, zakat, siyam, hagtf und gihad , und 197 das 

Buch "As-Salat. Asrar w a- ahkam" , dessen dritte Ausgabe ich hier 

' 33 
in der Übersetzung vorlege. 

Es fällt auf, daß Mahmud sich viel mit der Mystik beschäftigt 

hat, großen Eindruck muß auf ihn auch die Bekanntschaft mit 

dem französischen SufZ Rene Guenon ( c Abdalwahid Yahyä) gemacht 

haben, über den er 1954 geschrieben hat. 

Mahmud verkörperte sicherlich das Mittelmaß zwischen einem SufZ 

und einem Rechtsgelehrten (faqZh), der neben Abhandlungen über 

die Mystik auch religiös begründete Rechtsgutachten (fatawa) 

herausgab, Aufsätze über den Kommunismus veröffentlichte usw. 

2. Das Buch "AS-SALAT. Asrär wa-ahkam" 

So beschreitet Mahmud auch in seinem Buch über die salat. wel- 
ches bereits 1970 erschien (s ,o. )*einen Mittelweg zwischen einer 
rein juristischen Darstellung der kultischen Vorschriften und 
einer mystischen Abhandlung über das Beten. Sein Buch handelt 

vor allem über die innere Bedeutung , die 'Geheimnisse' des Gebe- 

35 
tes, sowie die sunna-treue Verrichtung ( 'Regeln' ) desselben, 

wie dies im Titel "Das Gebet. Geheimnisse und Regeln" angedeutet 
ist. Mahmuds Buch ist weder ein Lehrbuch der salat noch will es 
den Leser mit den im fiqh festgelegten Regeln für sie vertraut 
machen, vielmehr setzt es die Bekanntschaft mit allen die Reini- 
gung, die Gebetszeiten, die Anzahl der raka c at bei jeder salat, 
den Ablauf einer rak c a etc. betreffenden Grundregeln voraus. Doch 
ist es auch keine wissenschaftliche Darstellung oder eine gelehr- 
te Studie zu irgendwelchen Aspekten der salat. Das Buch verfolgt 
vielmehr die Absicht , den muslimischen Beter zu einem tieferen 
Verständnis seiner salat zu führen. Es will ihn dazu anleiten, 
die salat bewußt abzuhalten und sich darüber im Klaren zu werden, 
wozu er sie eigentlich verrichtet. Im zweiten bis vierten Abschnitt 
geht es um die' Regeln' der salat, doch wie gesagt weniger um die 
allgemein bekannten Grundregeln als vielmehr um die Dinge, die 
sunna-treues Beten ausmachen, vor allem um die freiwilligen, su- 

— 2 6 

pererogativen Gebete und um die im hadit überlieferten Bittgebete 
(ad c iya, adkar), die man innerhalb, vor oder nach der salat spre- 
chen kann. 



18 



Die Sprache des Buches ist in Mahmuds eigenen Partien zwar ein 
mit klassischen Wendungen und Zitaten durchsetztes modernes Hoch- 
arabisch, doch besteht das Buch zu mehr als der Hälfte aus aha- 

— 37 ' 

dit , die ja zur ältesten arabischen Prosa gehören und deren 

Sprache z.T. "vorklassisch" und oft sehr schwierig zu verstehen 
ist. 

Von daher stellt sich die Frage nach dem Personenkreis , den Mah- 
mud ansprechen will. Offensichtlich ist ein breites Publikum 
angesprochen (das Buch ist ja auch zu einem billigen Preis im 
womöglich populärsten Verlagshaus Ägyptens erschienen) 3 doch 
wird nur derjenige seinen Inhalt voll und ganz begreifen, der es 
mit einer gründlichen Kenntnis der klassischen arabischen Sprache 
aufmerksam studiert. 

übrigens enthält das Buch einige (die Bedeutung teilweise entstel- 
lende) Druckfehler, auf die ich in den Anmerkungen zur jeweils 
berichtigenden Übersetzung aufmerksam gemacht habe. 

3. Zur Übersetzung 

Der arabische Text des angegebenen Buches wurde hier vollständig 
übersetzt, einschließlich Fußnoten des Autors. {Die Ab schnit te 
jkvw^K^ (I-IV) sowie~]die Überschriften der zahlreichen Absätze wurden 
von mir nummeriert. 

Alle Qur*anzitate wurden an ihrem Ende mit der entsprechenden 
Stellenangabe versehen, weshalb Fußnoten des Autors, die ledig- 
lich eine Qur 3 anstell enang ab e enthalten, bei der Übersetzung weg- 
gelassen wurden. Qur* anzi täte erfolgen (z.T. frei) nach Paret, 
oft auch nach den in Parets Fußnoten gegebenen wörtlicheren 

Formulierungen. Parets Übersetzung erschien mir oft zu frei (was 
ich zu entsprechenden Stellen vermerkt habe), zudem werden die 
Qur* anstellen im vorliegenden Buch (z.B. bezüglich des mi c ra§/ 
die Stellen aus Sura 53) oft anders verstanden als dies bei Paret 
der Fall ist, weshalb ich dann dementsprechend übersetzt habe. 
Parets Übersetzung diente aber in allen Fällen als Grundlage. 
Bei den zahlreichen ahadit wurden auch Formeln wie "salla llahu 
c alaihi wa-sallama" (welche im arabischen Text nur wenig: £&£ - 
in der deutschen Übersetzung aber sehr viel Raum einnehmen) an 
allen Stellen mitübersetzt, die Fußnoten des Autors zu den aha- 
dit, welche meistens grobe Quellenangaben enthalten, wurden in 
C eckigen J Klammern in den Text der Übersetzung integriert 



^Urf-t-J 



l 9 

(siehe Vorbemerkung zur Übersetzung, S.%$). Die hadZt -kriti- 
schen Termini 'sahih', 'hasan' usw. habe iah stets wörtlich 
übersetzt, doch wurde in allen Fällen der arabische Ausdruck 
in Klammern hinzugefügt; dies gilt auch für andere übersetz- 
bare arabische Begriffe im Text (z.B. rak c a, ta&ahhud etc.). 
Im allgemeinen habe iah so wörtlich und textnah wie möglich 
übersetzt ; in Fällen , wo iah mich der deutschen Formulierung 
wegen etwas freier ausdrücken mußte, habe iah in den entsprechen- 
den Anmerkungen die wörtliche Übersetzung gegeben (so wie auch 
Paret in seiner Qur J anÜbersetzung) . Iah habe soweit sinnvoll 
bei der Übersetzung Ergänzungen in Klammern hinzugefügt, die 
den Text verständlicher und leserlicher machen sollen. Nicht 
in allen Fällen gelang mir dies in einer Art und Weise, die 
(wie in Parets Qur* anÜbersetzung) eine Lesung mit und eine 
ohne die Zusätze in Klammern verträgt. In einigen Fällen sind 
also die erklärenden Zusätze in Klammern unbedingt mitzulesen, 
da sonst ein unvollständiger deutscher Satz entstünde. 



•o- 



20 



Anmerkungen zur Einleitung 



1. Suva 9 : Vers 103: salli c alaihim: 'bete für sie' oder 'segne 
sie', vgl. Paret (Koran, S. 163). - 24:41: Hier ist vom Ge- 
bet (salat!) und Lobpreis aller Geschöpfe die Rede. Im Qur- 

' an kommt an einer Stelle auch 'beten für' (salla li-) vor: 
108:2; wo wohl noch nicht an das rituelle Gebet zu denken ist; 
vgl. Paret: Kommentar, S. 526. 

2. Siehe c Abdalbaqi: al-Mu c gam al-mufahras, S. 312-314. 

3. Vgl. Parets Übersetzung der Stelle, und seinen Kommentar, 

S. 350. Vgl. auch Gesenius, Handwörterbuch, S. 922b: "südar. 
Tl iVS Kapelle". 

4.. Vgl. dazu Brockelmann: Iqamat as-salat (s. Literaturverzeich- 
nis). 

5. Doch ist dies bislang nicht üblich. Dagegen findet man in der 

Literatur Pluralformen wie "Salats" (Juynboll, Wensinck) , 

"Salat's" (Mittwoch) und "salat" (vi. t - Watt/Welch: dt. von 

Dr. S. Höfer). Goldziher behandelt die salat (wegen des dt. 

'das Gebet' ?) sogar als ein Neutrum: "das salat" (Vorlesun- 

* e 

gen, S. 21,7 8; Muh. Stud. ,11 ,S. 22,29 f) , Wiesel (Achmed ibn Taj- 

mtja, S.7-10) schreibt sogar "Das Salat", "Das Dikr", "Das 
Du c a (sie!)". Ähnlich durcheinander geht es beim Plural für 
rak c a (s.dazu S.^*-'^) zu und beim Geschlecht des Wortes 
hadit, was wiederum von Goldziher (Muh.Stud. ,11 ,S.4ff) und 
sogar von Lech (Geschichte des islam. Kultus, S. XI, XIV) neu- 
trisch behandelt wird: "das hadit", was keineswegs zu recht- 
fertigen ist. - Warum kann man denn nicht 'die salat', 'die 
salawat' ; 'die raka e at' (pl. ) ; 'der hadit' sagen, wie das ein- 
zig sinnvoll und richtig ist? 

6. Vgl. zur Etymologie und Orthographie des Wortes 'salat': 
EI 1 , IV, (SALAT) S.103 (=) HI, S. 636; Jeffery: The Foreign 
Vocabulary of the Qur 3 an,S.197f; Hebbo: Die Fremdwörter in 

der arab. Prophetenbiographie. .. ,S. 24 2ff; Spitaler: Die Schrei- 
bung des Typus Sjb& im Koran, in: WZKM 56 (1960) ,S. 212-226 ; 
auch: Calverley : Worship in Islam, S. 3-6; Wright: Grammer, I, 
S.12.A. ,121. C. ; Gesenius: Handwörterbuch, S. 922 (aram.XP~S ). 



21 



7. Z.B. EI ,IV,S.loZo; Calverley ,S. 3; Juynboll: Handbuch, S. 66; 
Mittwoch, S. 6. 

8. Zum hadit (pl. ahadit) s.u. Anm.22 auf S.42-3 . 

9. Zu diesen Begriffen s.u. S. 7-f . 

10. Z.B. as-salat ar-rabbaniyya: das Gebet des Herrn, das Vater*? 
unser! 

11. Neupersisch namaz ^V-o-* aus mittelpers. namac = 'Verehrung', 
'Huldigung', 'Niederwerfung' , 'Gebet' (Nyberg; MaaKenzie) . 

Interessanterweise ist das mittelpers. Ideogramm für nama<i 
im Pahlawi: SGDH / C SGDH, was auf das aramäische äsgadeh 
("seine Niederwerfung" ) zurückgeht (so Nyberg: A Manual of 
Pahlavi,II,S. 2, 5,135) , welches wiederum mit dem arabischen 
sag'da/sufiud 'Niederwerfung (im rituellen Gebet) ' zusammen- 
hängt; siehe zur sagda S.'fZ-f. 

12. Das Wort salat wird in diesen Sprachen so gut wie gar nicht 
verwendet (obwohl es natürlich in den Wörterbüchern aufge- 
führt ist). 'Beten', 'die salat verrichten' heißt im Persi- 
schen und Urdu 'namaz lesen (rezitieren) ' : namaz h(w)andan 

O ,Xi ]j^~ Jy—*-* bzw. namaz parhna \^J^J Jt\*& > im Türki- 
schen: namaz q-tlmaq /namaz kilmak 'das Gebet verrichten' ; na- 
türlich ist das Wort namaz über das Türkische auch in den 
Sprachgebrauch der muslimischen Bosnier, Albanesen usw. ein- 
gedrungen. Im Paschto heißt salat /namaz: Imondz q*^> &^J . 

13. Vgl. Kahler über die, Kapmalaien in: Handbuch der Kulturge- 
schichte, Abt. 2, die Kultur des Islams, S. 441f. 

14. Kahler, ibid. So auch ' gesunnat ' = "beschnitten" (von sunna, 
hier in der Bedeutung 'Beschneidung'; auch im Türkischen 
heißt diese ja ' sünnet' ) . Vgl. dazu auch' asa§ (e) dar se (< as- 
sag"da + Infinitiv endung -ar + Reflexivsuffix -se) = "sich 
niederwerfen", "die sa$da (in der salat) ausführen" im Alja- 
miado (Kontzi,I,S. 228 ) ; mod.Span.: prosternarse: "niederknien". 

15. Z.B. Haussa: lullo und alwalla (beides < al-wudu* ) . Im Persi- 
sehen (Iran!) und Urdu verwendet man 'wudu* ' (gesprochen: 
vuzü) , dagegen im afghan.Pers. (Dari) und Türkischen das per- 
sische Wort abdast i™«^\ t y A bzw, abdest/aptes; im Paschto: 
audas (^y^ei • **>"/• ^i-^^-^,^^"^'"- 1 - 1 ^ «^.^/M^j 



** 



22 



' 5ft/«Ljr*^^ /H69,ß««. - 4 fy'^i ^"^' M ' W" 1 -"// MaU^^ 

16. Vgl. darüber z.B. al-Gazzalis zehn Regeln für den du c ä 3 u^^ - 
bei S.Balic: Ruf vom Minarett ( 1979), S. 59. JU^u«^ 



U;„j4J 



17. H.Wiesel: Achmed ibn Tajmtja. . . Gebete der Mohammedaner, 
S.7-10. 

die 

18. Zum fiqh, der islamischen Gesetzeswissenschaft, -d-ste- sich 

auf religiöse Belange ebenso wie auf öffentliche, staat- 
liche usw. erstreckt, wobei die die salat betreffenden 
Bestimmungen besonders minuziös anmuten, siehe HI, Art. 
FIK.H, S. 120-126. 

19. Zum ^ihad vgl. HI, Art. DJIHAD, S. 112; Juynboll: Handbuch, 
S. 226-244. 

20. Der Beginn der Nachmittagszeit wird im fiqh unterschiedlich 
definiert; vergleiche die §äfi c itische Definition bei Juyn- 
boll: Handbuch, S. 67. 

21. Jedoch können auf Reisen und aus anderen Gründen die salat 
az-zuhr mit der salat al- c asr und die salat al-magrib mit 
der salat al- c i%a* zusammengelegt werden (wobei zwischen 
den Rechtsschulen erhebliche Meinungsverschiedenheiten 
auf diesem Gebiet bestehen) . Vgl. dazu HI (SALAT) ,S. 627b 
unten - 628a oben, und S.642a Mitte. 

22. Vgl. dazu Mittwochs interessante Erklärung: Zur Entstehungs- 
geschichte des islamischen Gebets und Kultus, S.17. 

22. Von zwei in Sachen der salat bewanderten Muslimen erhielt 

m 

ich auf die Frage, ob im Gebet (salat!) nur Arabisch ver- 
wendet werden dürfe, die Antwort, daß dem nicht so sei. Tat- 
sächlich, so die eine Auskunft, seien die verpflichtenden 
Texte (wie die Surat al-Fatiha oder der Text des tatahhud) 

• 

in arabisch zu sprechen, alles andere aber dürfe z.B. auch 
auf deutsch gesagt werden. Die andere Auskunft ging sogar 
dahin, daß nur die zu rezitierenden Qur*antexte auf ara- 
bisch gesprochen werden müßten. Siehe auch M. Hamidullah: 
Der Islam, S. 208-215, der in etwa die mir erteilten Aus- 
künfte bestätigt (S.212). Vgl. dazu auch Goldziher: Vorle- 
sungen^. 54 f. {y4-^ A E^:P«^./M.7 ,<^2^. ^-^TrTI^^o^.^u^lJ 

24. Siehe HI,S.194f: C ID. 

25. Vgl. HI, S. 115: DJUM C A. Iah ziehe die Form gumu*a (Q 62:9!) 

— der Form g'um c a in dieser Arbeit stets 
vor! 



23 



26. Siehe zur Totensalat: HI (SALAT) S S. 642. 

27. Übersetzt von E. E. Calverley: Worship in Islam. London, 1957. 

28. Meine Informationen zur Person c Abdalhalim Mahmuds entnehme 
ich den wenig ergiebigen Quellen, die hier angeführt sind: 

- Who's who in the Arab World. Seventh edition. 1984-1985. Hrsg. 
von Gabriel M. Bustros, Beirut. Seite 907: MAHMOUD ALY (Abdel 
Halim) ; obwohl das Buch 1984/85 erschienen ist, gibt es keinen 
Hinweis auf den Tod Mahmuds 1978! 

- Ein freundliches Schreiben von Muhammad Kamal Isma c il, Direk- 
tor der 'Public Relations ' (al- c alaqat al-^amma) der Azhar- 
Universität Kairo, vom 21.7 .1988; 

- und die bisher nur unvollständig erschienene autobiographische 
Schrift Mahmuds: "Al-Hamdu Ifölah, hadihl hayatZ", I.Teil (3. 
Aufl. ), Kairo 1985, die bis zu seinem Studium in Paris reicht. 

v - v. - L um£_. .} 

29. Vgl. zu Saltut: W.D. Lemke: Mahmud Saltut (1893-1963) und die 

Reform der Azhar. Frankfurt a.M. ,1980. 

30. Die arabischen Hamen dieser Institutionen sind mir nicht be- 
kannt. Diese Informationen stammen aus dem obengen. "Who 's 
who in the Arab World". 

31. Der derzeitige Saih al-Azhar ist (seit 1982) der 1917 geborene 
lad al-Haqq c AlZ lad al-Haqq. Ü 17 ^ ^-^.^-r.T,!.«.^^;^ 

32. Der Titel dieses Werkes bedeutet: 'Der Gottesdienst. Regeln 
und Geheimnisse' - über das Gedenken Gottes (dikr) , das Bitt- 
gebet (du c a 3 ), das rituelle Gebet (salat) , die Almosensteuer 
(zakat) , das Fasten (siyam) , die Wallfahrt (hagg) sowie den 
gihad (s.o. Anm. 19). 

33. Vgl. zu c Abdalhalim Mahmuds Schriften die Auflistung in: The 
National Union Catalog, Ausgabe 1968-1972 (Band 60) unter 
"Mahmud". 

34. Anscheinend ein Buch(?), der Titel lautet: "Al-Failasuf al- 
muslim Rene Guenon, au c Abdalwahid Yahya", Kairo, 1954; vgl. 
auch Mahmud "Al-Hamdu li-llah, hadihi hayati", S. 161. 

35. Sunna meint die 'Gewohnheit' Muhammads, wie sie im hadit zum 

Ausdruck kommt. Die sunna ist sozusagen der Inhalt des hadit; 



24 



Vgl. HI,S. 704-6 (SUNNA); S. 146-151 (HADITH); EI 2 ,111, 
S. 23-29 (HADITH), 

36. Siehe Anm. 35. 

37. Im vorliegenden Text werden rund 170 verschiedene ahadit 
(pl. von hadit , siehe dazu Anm. 22 auf S.A13 ) zitiert, 
dazu kommen Wiederholungen. 

Die meisten dieser ahadit stammen aus der Sammlung 
al-Oami as-sahih des Imam Muslim (kurz Sahih Muslim), 
dann aus dem Sahih al-Buhari, den Sunan des Abu Dawüd 
und at-Tirmidi. Siehe dazu die Vorbemerkung zum Kommen- 
tar, über die Verifizierung der ahadit, S.Ht -4%6 . 



25 



II ÜBERSETZUNG 



26 



II Übersetzung des Buahes 

"DAS GEBET - Geheimnisse und Regeln" 
von Dr. C AbdalhalZm Mahmud (1910-1978) 

(Originaltitel: as-Salät. Asrär wa-ahkäm) 

Erschienen 198 S im Verlag Dar al-Ma^arif 3 
Kairo (Z.Auflage) . 



27 



Inhaltsverzeichnis zur Übersetzung 



Seite 

Vorwort 31 

Erster Abschnitt: 

über die Lichtstrahlen des Gebets 34 

Zweiter Abschnitt: 

Die Waschung (wu d u 1 ) 65 

Dritter Abschnitt: 

Die Moscheen 78 

Vierter Abschnitt: 

Von den Regeln des Gebets 83 

Das Gebet! Das Gebet! 83 

Verschiedenes bezüglich des Gebets 97 

Schluß 116 

Fußnote zu S. 37. 221 



28 



Vorbemerkung 
zu den ZAHLEN im Text der Übersetzung 

Außer den Seitenzahlen der Übersetzung (oben) enthält 
der Text folgende Zahlenangaben: 

Die Seitenzahlen des arabischen Textes : Der Beginn einer 
,7 eden Seite im arabischen Text ist am rechten Rand der 
Übersetzung durch die entsprechende Seitenzahl im arabi- 
schen Text in eckigen Klammern f J gekennzeichnet , Z.B.: 
f99j 

Den im arabischen Text fettgedruckten Überschriften der 
unterschiedlich langen Absätze wurden in der Übersetzung 
Nummern in runden Klammern vorangesetzt , z.B.: 
(26) Die Frau und die Moscheen 

Die hochgesetzten Zahlen beziehen sich auf die Anmerkungen 

S. 127 - 178 (Kommentar) 3 z.B.: 

33 
Wie kommt es , daß. . . 

27 
f (1) 'Übereinstimmend anerkannt' ,J 

Zu den Fußnoten des Autors: 



Wo die Fußnoten des Autors sich auf die Angabe von Qur 3 an- 
stellen beschränken, wurden diese in der Übersetzung weg- 
gelassen, da ohnehin alle Qur* anstellen (auch solche, die 
von Mahmud nicht näher bezeichnet wurden) in folgender 
Weise angegeben wurden: 
(29:3), (20:130-132) usw. 

Die Zahl vor dem Doppelpunkt ist die Nummer der Sura, die 
Zahl nach ihm die Nummer des Verses (aya) . 

Alle übrigen Fußnoten wurden an den entsprechenden Stellen 
in den Text integriert. Da es sich meist nur um (grobe) 
Quellenangaben zu ahadit an deren Ende handelt, wurden 
diese in eckigen Klammern unmittelbar nach den ,j eweiligen. 
ahadit in den Text eingebaut; in Fällen, wo sich die An- 
merkung auf Worte innerhalb eines hadit bezog, wurde (n) 
die Anmerkung ( en) ebenfalls unmittelbar nach dem betreffen- 
den hadit in den Text integriert. Die Anmerkungsziffer des 



29 



Autors wurde in allen Fällen beibehalten. 

Von '"■Abdallah Wasser!" (2) 

/" (2) Dies überlieferte Muslim. J 



30 



Im Namen Gottes des 

Allerbarmers des Barmherzigen 

Das Lob sei Gott t dem Herrn der Welten, 

und der Segen und das Beil seien auf dem edelsten der 

1 2 

Gesandten, unserem Meister Muhammad, dem ungelehrten 

Propheten, und auf seiner Familie und seinen Gefährten 

allesamt. 



31 



VORWORT fsj 

4 — 

Gott - er ist erhaben!- sagt (im Qur 3 an) : 

"Ich habe die ginn und die Menschen nur dazu geschaffen, 
daß sie mir dienen." (51:56) 

Der Zweck des Dienstes der Menschen und der g"inn ist nicht 
der, daß aus ihm heraus ein Nutzen entstünde, welcher Gott - 
er ist gepriesen und erhaben!- erreicht, denn er - er ist 
gepriesen!- bedarf der Welten nicht; weder nützt ihm Gehor- 
sam, noch schadet ihm Ungehorsam, vielmehr hat er sie Men- 
schen und §inn) nur um seines Dienstes willen erschaffen, um 
sie durch diesen Dienst zu vervollkommnen und um durah ihn 
Verbindung zu ihnen zu haben, damit sie würdig werden, ihm - 
er ist erhaben! - zu begegnen, und damit er sich ihnen offen- 
bare, wenn sie sich mit seinen Lichtstrahlen und am Überfluß 
seiner Gnade reinigen. 

o 

Nun hat er - er ist gepriesen!- den Gottesdienst für sie 
(Menschen und §-Cnn) verschiedenartig gestaltet und so hat er 
ihn nicht nur auf eine einzige Art und Weise festgelegt - 
damit sie (des Gottesdienstes) nicht überdrüssig würden und 
damit seine Verschiedenartigkeit auch eine Reinigung enthalte 
für zahlreiche Aspekte und verschiedene Seiten der menschli- 
chen Natur, und damit er in Übereinstimmung stehe mit allen 
Veranlagungen und Fähigkeiten - aufgrund der zwischen ihnen 
bestehenden Ungleichmäßigkeit. 

Ein Teil der Menschen verstand die Absicht Gottes - er ist ge- 
priesen!- und sie verstanden, daß er die Menschheit auf die 
Vollkommenheit hin ausrichtet, zu der seder gelangen muß, der 
die Begegnung mit Gott - er ist gepriesen!- erhofft, und sie 
wußten, daß die Glückseligkeit, die vollständige Glückselig- 
keit, nur darin besteht, daß man unter dem göttlichen Banner 
erleuchtet wird und die himmlischen^Gefielde betritt, und so 
drückten sie ihrem Leben den Stempel des Gottesdienstes auf, 
und machten (all) ihre Taten zu einem Gottesdienst, ihre fBj 

Bewegungen zu einem Gottesdienst, ihre Ruhepausen zu einem 
Gottesdienst, ja sogar ihre Atemzüge zu einem Gottesdienst, 
und sie machten aus der Werkstatt eine Gebetsnische und aus 
dem Arbeitsplatz einen Ort der Gottesverehrung, und so wurde 
ihr ganzes Leben zum Gottesdienst. 



32 

Sie versuchten und bemühten sich, dem Ideal näher zu kommen, das 
Gott - er ist gepriesen! - seinem Gesandten (Muhammad) - die Seg- 
nungen Gottes und sein Eeil seien über ihm!- zu sein befahl: 
"Sag: Mein Gebet und meine Opferung, mein Leben und mein Tod ge- 
hören Gott, dem Herrn der Welten, Er hat keinen Teilhaber (an der 
Herrschaft) . Dies (zu bekennen) wurde mir befohlen, und ich bin 
der erste von denen, die sich (Gott) ergeben haben. " (6 : 162-163 ) 

Das Gebet ist der Stützpfeiler der Religion, wer es verrichtet, 

der erhält die Religion aufrecht, und wer es zerstört, der zer- 

1 2 
stört die Religion ; wenn es in seiner richtigen Art und Weise 

verrichtet wird, und wenn es auf die Art und Weise verrichtet wird, 

mit der Gott und sein Gesandter zufrieden sind, dann hält es von 

1 3 
Abscheulichem und Verwerflichem ab und führt den Menschen zur 

Verbindung mit Gott. 

— 14 

Denn das 'Gebet' (salat) kommt von der 'Verbindung' (sila) ,und 

es verbindet den Knecht (den Menschen) mit seinem Herrn (Gott) 

und führt ihn zu seinem Wohlgefallen und es ebnet ihm den Weg zur 

göttlichen Fürsorge; und es wird für den Menschen wegen seiner 

15 
Wichtigkeit selbst im Kriegsfalle nicht hinfällig , beim Zusam- 
menprall der (feindlichen) Heere und auf dem Schlachtfeld. 
Und der Gesandte Gottes - die Segnungen Gottes und sein Heil seien 

auf ihm! - sagt: 

Iß 
"Seid aufrichtig - aber ihr werdet es nicht tun können! -und 

handelt, wobei die beste eurer Taten das Gebet sei; und niemand 

- 17 

hält sich beständig an die Waschung (wudu* ) außer einem Muslim." 

Aus der folgenden Geschichte gewinnen wir Klarheit über das Aus- 

18 
maß der Besorgnis eines Muslims um sein Gebet: 

Der Imam Malik erzählt von Hiham ibn'Urwa (und dieser wiederum) 
von dessen Vater, daß al-Miswar ibn Mahrama ihm berichtete, {7J 

daß er in der Nacht, da c Umar ibn al-Hattab erstochen wurde, bei 
diesem eingetreten sei, um e Umar zum Morgengebet zu wecken . Da 
sagte Umar: 

"Ja! Und keinen Anteil am Islam hat der, welcher das Gebet unter- 
läßt. " 21 

_ 22 
Indessen muß jeder Muslim über die beiden folgenden hadite nach- 
denken: 

Muslim überlieferte von Gabir - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
(der) sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - sagen: 



33 

23 7 24 

"Zwischen einem Mann und deilBeig es eilung (anderer Wesen zu Gott) 

25 

und dem Unglauben liegt das Unterlassen des Gebets. " 

— — P ß 

At-Tirmidl überlieferte in einem' guten 1 (hasan) ,' gesunden' (sahih) 

hadlt von Buraida - Gott habe Wohlgefallen an ihm - , vom Propheten - 

* 

Gott segne ihn und schenke ihm Heil - , welcher sagte: 

"Der Vertrag (oder: das Bündnis), der zwischen uns und ihnen ist, 

27 
ist das Gebet; wer es also unterläßt , der ist ungläubig geworden. " 

Von Saqlq ibn "Abdallah, dem Nachfolger , über dessen erhabenen 
Rang und hohes Ansehen man (allgemein) einer Meinung ist, - Gott 
erweise ihm umfassende Barmherzigkeit - ist auf uns gekommen, 
"daß er zu den Leuten zu sprechen pflegte, wobei er sie vor dem 
Unterlassen des Gebetes warnte - da betete c Umar, während seine 
Wunde blutete" - oder (daß er sie vor) der Nachlässigkeit (im 

Gebet warnte), indem er sagte: 

"Nach der Meinung der Gefährten Muhammads - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - gab es nichts unter den Taten, dessen Unterlas- 
sung Unglaube gewesen wäre, mit Ausnahme der Unterlassung des 
Gebetes. " 

Dies berichtete at-TirmidZ von ihm im "Buch des Glaubens" mit 

— " — 31 
einem 'gesunden ' (sahih) isnad. 

Um all dessentwillen haben wir dieses Buch geschrieben, damit Gott 
vielleicht Nutzen durch es verleihe und zu ihm (hin) führe und durah 
es rechtleite. Er - gepriesen ist er! - ist derjenige, der zum 
Guten leitet "und dein Herr genügt als Führer und Helfer". (25:31) 



34 
ERSTER ABSCHNITT: 
ÜBER DIE LICHTSTRAHLEN DES GEBETS 

(1) Der Rang des Gebetes unter den islamischen Pflichten ' ■* 

Der Rang des Gebetes kommt - innerhalb der Grundverpflichtungen 

(arkan) des Islams unmittelbar nach dem Glauben an Gott und 

seinen Gesandten (Muhammad) : es ist die zweite der "Säulen" 

(arkan) des Islams. 

Von c ümar ibn al-Hattab (wird überlief ert t daß) er sagte: 

Während wir eines Tages bei Gottes Gesandtem - Gott segne ihn 

und schenke ihm Heil - waren, erschien plötzlich ein Mann vor 

uns, dessen Kleider ganz weiß waren und dessen Haar ganz schwarz 

war t an dem keine Spur der Reise zu sehen war und den niemand 

von uns kannte; schließlich setzte er sich zum Propheten - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - dann lehnte er seine beiden 

Knie gegen dessen Knie und legte seine beiden Handflächen auf 

dessen Schenkel. (Dann) sagte er: 

Muhammad , gib mir Kunde über den Islam! 

Da sagte der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil: 

Der Islam (besteht darin) 3 daß du bezeugst^ daß es keinen Gott gibt 

außer (dem einen) Gott und daß Muhammad der Gesandte Gottes ist, 

' . — 32 

und daß du das Gebet verrichtest, daß du die zakat entrichtest, 

daß du den (Monat) Ramadan (hindurch) fastest, und daß du zum 

' .33 

Hause (Gottes) pilgerst, wenn du dazu imstande bist. 

(Der Fremde) sagte: Du hast die Wahrheit gesagt. 

( e Umar) sagte: Da verwunderten wir uns über ihn, daß er ihn (zu- 
erst) fragte und ihm (dann) rechtgab. 

(Dann) sagte (der Fremde): Nun gib mir Kunde über den Glauben! 
(Der Gesandte Gottes) sagte: 

(Glaube heißt,) daß du an Gott glaubst und an seine Engel und an 
seine Bücher und an seine Gesandten und an den Jüngsten Tag und 
(daß) du an die Bestimmung in ihrem Guten und in ihrem Bösen 

glaubst. 
(Der Fremde) sagte: Du hast die Wahrheit gesagt, (und) er , sagte {12J 

(weiter) : 

— 35 
Dann gib mir Kunde über die Aufrichtigkeit (ihsan) ! 

(Der Prophet) sagte: (Dies ist,) daß du Gott so dienst, als ob 

du ihn sähest, denn (auch) wenn du ihn nicht siehst, so sieht er 

(doch) dich! 



35 

(Der Fremde) sagte: Gib mir Kunde über die 'Stunde' (des Jüngsten 
Gerichts) ! 

(Der Prophet) sagte: Der über sie Befragte ist nicht wissender 
als der Fragende (d.h. er weiß nicht mehr darüber als der Fra- 
gende) . 

(Der Fremde) sagte: Dann gib mir Kunde über ihr Anzeichen! 
(Der Prophet antwortete: (Das Anzeichen 'der Stunde' ist) 3 daß 
die Magd ihre Herrin gebiert und daß du die barfüßigen, nackten, 
armen Schafhirten anmaßend beim Bauen siehst. 
( Umar) sagte: Darauf ging (der Fremde) fort und ich blieb 
eine längere Weile; dann sagte (der Prophet) zu mir: 
*Umar, weißt du, wer der Fragende war? 

Ich sagte: Gott und sein Gesandter wissen es besonders gut! 
Er sagte: Es war Gabriel; er kam zu euch, um euch eure Religion 

zu lehren. (1) 

— — 3 ff 

f(l) Dies überlieferte der Imam Muslim in seinem Sahih.J 

(2) Wie wurde das Gebet zur Pflicht gemacht? 

Es war die allgemeine Regel im bezug auf die Verkündigung der 
religiösen Pflichten und Vorschriften, daß Gabriel - das Beil 
sei über ihm! - mit der Offenbarung von Gott - er ist gepriesen 
und erhaben! - zu seinem Gesandten - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - mit dem Befehl oder Verbot, entweder in Einzelheiten 
oder allgemein gehalten, hinabstieg . 

Als nun die Zeit kam, da das Gebet vorgeschrieben werden sollte, 
beschloß die Weisheit Gottes - er ist gepriesen und erhaben! - 
daß die(se) Angelegenheit anders als nach der allgemeinen Regel 
verlaufen sollte: flZJ 

Gottes Gesandter - Gott segns ihn und schenke ihm Heil - wurde 
eingeladen, um selbst in der göttlichen Gegenwart zu sein. 
Ohne einen Vergleich oder eine genaue Beschreibung von Nähe 
oder Ferne anstellen zu wollen, sagen wir: Wenn beispielsweise 
der Präsident der Republik von einem Minister aus dem Ministerium 
eine gewöhnliche Sache will, so sendet er ihm einen Brief oder 
beauftragt den Leiter seines Büros damit, mit dem Minister Kon- 
takt aufzunehmen, oder er benutzt das Telefon, aber er lädt den 
Minister (persönlich) vor, wenn die Angelegenheit von größter 
Wichtigkeit ist, um unmittelbar mit ihm gelbst) zu sprechen. 



36 

Genauso verhielt es sich in der Angelegenheit des Gebets: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
wurde vorgeladen, um selber in der göttlichen Gegenwart zu 
sein; und es war (dies) für den Gesandten Gottes - Gott segne 

ihn und schenke ihm Heil - eine gewaltige Nacht der Ehrung, 

37 

die damit begann, daß ihm seine Brust aufgespalten wurde 

und er (selbst) mit Glauben und Weisheit erfüllt wurde. Der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil- sagt - 
nach dem, was die beiden Saihe überliefert haben - von 

dieser Nacht: 

- Abu Darr pflegte zu erzählen, daß Gottes Gesandter - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - gesagt hat: 

"Während iah in Makka war, wurde das Dach meines Hauses geöff- 
net; da stieg Gabriel herab und öffnete meine Brust, dann wusch 

39 
er sie mit dem Wasser der Zamzam (-Quelle) , dann brachte er 

eine goldene Schale voller Weisheit und Glauben und entlehrte 

4o 
sie in meine Brust, sodann schloß er sie (wieder) . " 

Dann wurde der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - in die Höhe gehoben, und es wurden ihm die Tore der 
Himmel geöffnet. So begann er, sie zu durchqueren, Himmel um 
Himmel, begann sie räumlich hinter sich zu lassen und begann sie 
an Rang hinter sich zu lassen - das heißt, er nahm die geistigen 
Ränge ein, die sich in jenen verkörpern, welche sich in diesen 
Himmeln befinden, nachdem er die geistigen Ränge derjenigen {14j 

hinter sich gelassen hatte, welche sich in den auf der Erdober- 
fläche befindlichen Wesen (d.h. den Menschen und den Tieren) 
verkörpern. 

Er durchschritt den Rang Adams - das Heil sei über ihm - im 
ersten Himmel in Momenten, (so kurz) "wie ein Augenblick oder 
(noch) kürzer" , und so (ging er weiter) bis er im siebten 
Himmel (auch noch) den Rang Abrahams - das Heil sei über ihm - 
hinter sich ließ und er - die Segnungen und das Heil Gottes seien 
über ihm - zum "Lotosbaum an der äußersten Grenze" (sidrat al- 
muntaha) gelangte, das heißt (zur) Grenze, die die Welt des 

(sichtbaren) "Reiches" (mulk) von der Welt der (unsichtbaren) 
"Gottesherrschaft" (malakut) trennt, und diese Scheidegrenze 

hatte vor dem Gesandten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
niemand von den Söhnen des Menschengeschlechts überschritten. 



37 

Gott gewährte seinem Gesandten Huld, und der Gesandte Gottes 

überquerte sie in Richtung eines hocherhabenen Standortes , und 

damit ließ er das gesamte Dasein räumlich und an Rang hinter 

sich und war somit in der Welt des Lichts. (1) 

Der Gesandte - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - ging {1 5j 

auch (noch) über den "Lotosbaum an der äußersten Grenze" hinaus 

- 44 

bis zur Stätte von "zwei Bogenlängen" (qab qausain) , dann 

durchschritt er die Stätte von "zwei Bogenlängen" zu einem (noch) 

näheren (Ort) als diese (d.h. er gelangte in die nächste Nähe 

Gottes) . 

Als Gott - er ist gepriesen und erhaben! - sagte: 

"und er war (schließlich nur noch) zwei Bogenlängen (entfernt) , 

oder noch näher (da)" (53:9), wußten die Frommen, daß die Huld, 

die Freundlichkeit und die Güte Gottes, ja daß seine Gnade und 

sein Wohlwollen - daß all dies bei (der Entfernung von) "zwei 

Bogenlängen" nicht stehenbleiben wird, sondern vielmehr diesen 

Ort erreichen und ihn dann überqueren wird bis zu(r Entfernung) 

4 5 
"oder noch näher (da) ". 

Als der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

das entfernteste erreichte, was ein Mensch erreichen kann, am 

Ort der (Gottes-) Nähe - da erreichte der Gesandte Gottes - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - eine Ebene, auf der das Kratzen 

4 6 Y — ~ 

der Schreibrohre zu hören ist. .Die beiden Saihe (al-Buhari 
und Muslim) haben folgendes überliefert - der Wortlaut (ist hier 
derjenige) nach Muslim: 

Ibn Sihab hat gesagt: Es berichtete mir Ibn Hazm, daß Ibn c Abbas 
und Abu Habba al-AnsarT zu sagen pflegten: der Gesandte Gottes - 
Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 

"Dann stieg er mit mir höher, bis ich auf eine Ebene hinaufkam, 

4 8 
auf der ich das Kratzen der Schreibrohre hörte. " 

Und (anschließend) wurde der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 

schenke ihm Heil - in den Paradiesgarten eingelassen. 

Die beiden Saihe überlieferten in einem langen hadit (folgen- [16J 

4 9 
des): Er (der überlief erer ) sagte: der Gesandte Gottes - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 

Dann ging Gabriel mit mir weiter, bis er zum 'Lotosbaum an der 

äußersten Grenze' kam - da bedeckten ° ihn (den Baum) Farben, die 



* Die Übersetzung der hierzu angefügten Fußnote (1) siehe unten, 
Seite 121 f. 



38 

ich nicht kenne. " 

Er sagte (weiter) : "Dann wurde iah in den Paradiesgarten einge- 
lassen und siehe, da waren in ihm Kuppeln (ganabid) aus 
Perlen (1), und siehe da, seine Erde war der Moschus! " 
Z~(l) (Fußnote des Autors:) al-ganabid : al-qibab (Kuppeln). J 

Wir sagen: Als der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - zu einer ßtufe) gelangt war 3 die weder ein (Gott) 
nahestehender (muqarrab) Engel erreicht hat noch ein entsandter 
Prophet - zu diesem Zeitpunkt sagt Gott - er ist gepriesen und 
erhaben! - diesbezüglich: 

"Und er (d.h. Gott) gab seinem Diener (Muhammad) das ein, was er 
eingab 52 . " (53:10) 

Zu dem, was er ihm eingab, gehört die Angelegenheit des Gebets. 
Es wurde ihm am höchsten Horizont eingegeben und es wurde ihm 
auf unmittelbarem Wege eingegeben - er wurde vorgeladen, um selbst 
in der göttlichen Gegenwart zu sein und die Freudenbotschaft des 
Gebets selbst zu erhalten - des Gebetes mit allem, was es an 
symbolischen Zeichen einschließt, und mit allem, was es an deut- 
lichen Handlungen und an höchst erhabenen Worten einschließt. Der 
Gesandte - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - empfing all dies 
in der gesegneten Nacht, in der er " (einige) von den größten 
Zeichen seines Herrn" (53:18) gesehen hat. 

(3) Das Gebet ist eine Verbindung zwischen dem Knecht und seinem 
Herrn 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - stieg 

hinab, um die Freudenbotschaft des Gebets auf der Erdoberfläche zu 

53 
verkünden, um zu ihm aufzurufen als eine Verbindung zwischen dem 

Knecht (d. h. dem Menschen) und seinem Herrn. 

Das Gebet ist - nach dem Brauch der Muslime - das Mittel der Ver- 
bindung mit Gott und es ist. ihre 'Himmelfahrt' (mi c rä§) zu {17J 
Gott - er ist gepriesen und erhaben. Einer der Frommen hat darü- 
ber gesagt: 

Das Stehen im Gebet ist wie die Nachtreise (isra 3 ) nach Jerusalem 
(bait al-maqdis) , die Verbeugung (ruku c ) ist wie die Ankunft 
am "Lotosbaum an der äußersten Grenze", und die Niederwerfung 
(sug'üd) ist wie "zwei Bogenlängen oder (noch) näher (da)". 



39 
(4) Die Bitte um Hilfe durah das Gebet (oder: die Zufluaht- 

C ff 

nähme zum Gebet) 

Wenn dem Gesandten (Gottes ) - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
etwas zustieß oder eine Sache ihn betrübte, nahm er seine Zuflucht 
zum Gebet. 

Der Imam Ahmad und Abu Dawud berichteten von Hudaifa - Gott habe 
Wohlgefallen an ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn 
und schenke ihm Heil -, wenn ihn eine Sache betrübte t betete; und 

nach einer (anderen) Überlieferung : 

57 
"Wenn ihm etwas zustieß, betete er gewöhnlich" ; wobei 'betrüben' 

CO 

(hazana) und 'zustoßen' (hazaba) sich in der Bedeutung nahestehen. 
Es ist (auch) bekannt von ihm - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil -, daß er (gewöhnlich) , wenn ihn etwas bekümmerte, zu Gott 
seine Zuflucht nahm, indem er durch das Gebet (ihn) um Hilfe bat 

und (ihn) anflehte. 

" 59 
Denn das Gebet ist ein Hilfegesuch (ifafa e a) bei Gott inbetreffs 

des Beschlusses der Dinge und ein Mittel zu Gott inbetreffs der 

Linderung der Nöte 

Hierher gehört die Legitimität des "Gebetes zur Erfüllung des 

— — — ßp 

Wunsches" (salat qada 3 al-ha^a) und über dieses Gebet sagt der 

Imam ad-Dihlawi: 

"Der Ursprung bei ihm ist der, daß das Verlangen (einer Sache) von 
den Menschen und das Erbitten des Notwendigen von ihnen ein Anlaß 
(für den Menschen) ist, zu vermuten, daß er glaubt, irgendeine 
Hilfe könne von einem anderen als Gott - er ist erhaben! - kommen, 
so daß er die Einheit (Gottes) im bezug auf das um Hilfe Bitten 
verletzt; - so hat (Gott) ihnen (d.h. den Menschen) Gebet (salat) 
und Bitte (du e a* ) vorgeschrieben, um dieses Übel von ihnen zu ent- 
fernen, und damit das Eintreffen (der Erfüllung) des Bedürfnisses 
sie (die Einheit Gottes) bestätigend verläuft in dem, was an Aufrich- 

ff 7 

tigkeit auf seinem Wege liegt. " 

(Es wird überliefert) von ^Abdallah ibn abl Aufa - Gott habe 8 7 

64 
Wohlgefallen an beiden -; er sagte: Der Gesandte Gottes - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 

Wer ein Bedürfnis hat (mit dem er sich) zu Gott (wenden will) oder 
an einen von den Söhnen Adams, der soll die Waschung (wudü 3 ) vor- 
nehmen, und er soll die Waschung gut durchführen, und (dann) soll er 

ff c . 

zwei Gebetseinheiten (rak c a) beten. Dann soll er Gott loben und 
den Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - segnen; dann 



40 
soll er sagen: 

6 6 

"Es gibt keine Gottheit außer Gott, dem Langmütigen, dem Edlen ; 
gepriesen sei Gott, der Herr des gewaltigen Thrones; Lob sei Gott, 
dem Herrn der Welten. Iah bitte dich um Taten, die deine Barmher- 
zigkeit hervorrufen, und um die Entschlüsse deiner Vergebung , um 
die Beute an j eglicher Reahtsohaffenheit (die man erreichen kann) 
und um das Unversehrtsein von jeglicher Sünde. Laß mir keine Misse- 
tat, ohne daß du sie verziehen hast, und keine Sorge, ohne daß 
du sie vertrieben hast, und keine Sache, die dir wohlgefällig ist, 
ohne daß du sie durchgeführt hast, o Barmherzigster der sich 

Erbarmenden! " (1) 

— 67 
Cd) dies überlieferte at-Tirmidi. J 

In einer Überlieferung nach Ibn Mag" ah (heißt es zusätzlich) : 
"Dann soll er von der Sache des Diesseits und des Jenseits das 
erbitten, was er will; denn (dann) wird es (von Gott für ihn) 

bestimmt toerden) . . " (2) 

— — 68 

£~ (2) Dies überlieferten Ibn Maljah und al-Hakim. J 

Es gibt noch eine andere Form des Gebetes um die Erfüllung eines 
Wunsches (salat qada' al-hafia) , die vielleicht besonders für die 
größeren Bedürfnisse und die schwereren Nöte bestimmt ist: 
Ibn Mas c üd - Gott habe Wohlgefallen an ihm - berichtete vom 
Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, (daß) er sagte: 

Es gibt zwölf Gebetseinheiten (rak c a) , die du bei Nacht oder am fl9J 

Tage verrichtest und (wobei du) jeweils zwischen zwei Gebetsein- 

69 
heiten das Glaubenszeugnis (taSahhud) sprichst ; und wenn du 

am Ende deines Gebetes das Glaubenszeugnis gesprochen hast (1), 

dann preise Gott - er ist mächtig und erhaben! - und segne den 

Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - und rezitiere, 

während du dich in ( der Stellung ) der Niederwerfung befindest 

(2), sieben mal die 'Eröffnerin der Schrift' (d.h. die erste sura 

des Qur* ans ) und siebenmal den ' Thronvers ' (3 ) , und sprich dann) 

zehnmal: 

"Es gibt keinen Gott außer (dem einen) Gott allein, er hat keinen 

Teilhaber (an seiner Göttlichkeit) . Ihm gehört das Reich und ihm 

gebührt das Lob, und er hat Macht über jedes Ding!" - dann sprich: 

"0 Gott, siehe, ich bitte dich bei den Verknüpfungspunkten der 

71 
Macht bei deinem Thron, und bei deiner höchsten Barmherzigkeit 

(wie sie) von deinem Buch (ausgeht) , und (bei) deinem größten 



41 

72 

Namen und deiner höchsten Majestät (§add) und bei deinen voll- 
kommenen Worten! " - dann bitte um dein Bedürfnis, dann erhebe 
deinen Kopf (aus der Niederwerfung ) , dann gib den Heilsgruß nach 
rechts und nach links! 

Einer der Altvorderen (salaf) sagte: Lehrt es nicht die Toren, 
denn sie werden dadurch (Gott) anrufen und darauf erhört werden! 

£ (Fußnoten des Autors:) 

(1) Das heißt: wenn das Gebet zuende ist und du es mit dem 
Heilsgruß (salam) abgeschlossen hast. 

(2) Diese Niederwerfung (su^ud) soll nach dem Gebet sein. 

(3) Dies ist der Vers 255 von der Surat al-Baqara (sura 2). J 

— 73 
Dies überlieferte al-Hakim , und er sagte: Ahmad ibn Harb 

hat gesagt: Ich habe es ausprobiert und es wahr gefunden! - 

und Ibrahim ibn c Ali ad-Daibuli sagte (ebenfalls) : 

Ich habe es ausprobiert und es wahr gefunden! . 

Al-Hakim sagte (weiter ) ; Abu Zakariyya hat uns gesagt: 

Ich habe es ausprobiert und es wahr gefunden! 

Al-Hakim (selber) sagte (schließlich) : Ich habe es ausprobiert 

und es wahr gefunden! 

Diesen(Bericht) hat nur c Amir ibn Hida% (überliefert) , 

und er ist eine vertrauenswürdige, zuverlässige Person. 

(5) Das Gebet der Reue D-oJ 

Hierher gehört auch das Gebet der Reue. Der Mensch fleht durch 

es zu Gott - er ist gepriesen und erhaben!- um Vergebung der 

Sünden, und es ist wie folgt: 

Von Abu Bakr - Gott habe Wohlgefallen an ihm -; er sagte: 

Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - sagen: 

Es gibt keinen Mann, der eine Sünde begeht, sich dann hinstellt 

und sich reinigt, dann betet und dann Gott um Verzeihung bittet, 

ohne daß Gott ihm vergibt. - Dann rezitierte er diesen Qur* an- 

vers: "Und diejenigen, die, wenn sie etwas Abscheuliches getan 

oder gegen sich selber gefrevelt haben, Gottes gedenken und für 

ihre Sünden um Vergebung bitten - und wer vergibt die Sünden 

außer Gott? - und nicht in dem, was sie getan haben, beharren, 

wo sie wissen (daß es Sünde ist)." (3:135) (1) 



42 



/" (1) Dies überlieferte Ibn Hibban in seinem Sahih, und al-Baihaqi: 

und Ibn Huzaima erwähnte es ohne isnad, und ebensolches 

* 75 

überlieferten at-Tirmidi und andere. J 

( 6 ) Das Gebet um die richtige Eingebung 

— — 7 ß 

Auch das Gebet um die richtige Eingebung (salat al-istihara) 

gehört hierher, welches der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 

schenke ihm Heil - die Gefährten zu lehren pflegte, so wie er sie 

7 
einen 

folgt: 



7 7 — 

einen Vers aus dem ehrwürdigen Qur* an lehrte, und es ist wie 



- - - - 7 8 %- 

Der Imam Ahmad und der Imam al-Buhari überlieferten von Gabir 

— 79 

ibn ^Abdallah - Gott habe Wohlgefallen an ihnen beiden - (der) 

sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - f21j 

pflegte uns die Bitte um die richtige Eingebung bei allen Dingen 
zu lehren, so wie er uns (auch) die sura aus dem Qur* an lehrte, 
indem er sagte: 

Wenn einer von euch eine Sache vorhat, so soll er zwei Gebets- 
einheiten außerhalb des Pflichtgebetes (farida) verrichten, dann 
soll er sagen: 

" Gott, ich bitte dich um die rechte Eingebung durch dein Wissen 
und ich bitte dich um Kraft durch deine Kraft und iah bitte dich 
um etwas von deiner großen Huld, denn du bist mächtig und ich habe 
keine Macht, und du weißt, aber ich weiß nicht, und du bist der 
Wisser der verborgenen Dinge. 

Gott, wenn du weißt, daß diese Sache gut für mich ist in betreff 
meiner Religion und meiner Lebensführung und des Ausgangs meiner 
Sache - oder er sagte: (in betreff) meiner jetzigen und zukünftigen 
Angelegenheit - so bestimme sie für mich und mache sie mir leicht, 
dann segne sie mir! 

Gott, und wenn du weißt, daß diese Sache schlecht für mich ist 
in betreff meiner Religion und meiner Lebensführung und des Ausgangs 
meiner Sache - oder er sagte: (in betreff) meiner jetzigen und 
zukünftigen Angelegenheit - so wende sie von mir ab und wende mich 
von ihr ab, und bestimme mir das Gute, wo (immer) es sich befindet, 

dann mache mich damit zufrieden! " - und (dann) soll er sein Bedürf- 

8o 
ms nennen. 



43 

(7 ) D-Ce Vorzüglichkeit des Gebetes 

Hierzu gehört (schließlich) die ungeheure Vorzüglichkeit, 
bezüglich derer der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schen- 
ke ihm Heil - vom Gebet sprach. 
Der Imam Muslim überlieferte mit seiner überlief er erkette (sanad) 

von r Utman ibn Äff an - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, der 
sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schen- 
ke ihm Heil - sagen: 

"Es gibt keinen Mann, bei dem sich (die Zeit für) ein vorgeschrie- 
benes Gebet einstellt, (und der) daraufhin die Waschung dafür 
gut durchführt und (ebenso) die Demut in ihm (dem Gebet) und die 
Beugung (ruku c ) dabei, außer daß es eine Sühne für das ist, was 
sich davor (bei dem Mann) an Sünden befand, solange man sich 

keiner großen Sünde nähert, und dies (gilt) die ganze Zeit 

.., „81 
über. " 

Und von c Abdallah ibn c Amr ibn al-^As, vom Propheten - Gott segne 

ihn und schenke ihm Heil -, daß er eines Tages das Gebet erwähnte 

und sagte: 

"Wer es beständig einhält, dem wird es am Tage der Auferstehung 

Licht, Beweis und Rettung sein; wer es aber nicht einhält, für 

den wird es weder Licht noch Beweis noch Rettung sein; (vielmehr) 

wird er am Tage der Auferstehung mit Korah, Pharao, Haman und 

:mmt 
82 



R 7 /T 

Ubayy ibn Halaf Zusammensein. " 



Dies überlieferte Ahmad. 

(8) Von dem, wodurch sich das Gebet auszeichnet 

Dieser erhabene Rang des Gebetes erfordert, daß es sich durch 
(verschiedene ) Dinge auszeichnet. Zu diesen Dingen gehört, daß 
ihm (gewisse) Dinge vorausgehen, und zu diesen vorausgehenden Dingen 
gehört die Reinheit (tuhur). 

Die Reinheit selbst, auch wenn sie ein Mittel zum Gebet ist, hat 
doch schon aus sich selbst heraus einen Wert; so ist sie von sich 
aus schon erstrebenswert. Sie ist um ihrer selbst willen erstre- 
benswert wie sie auch erstrebenswert ist als ein Mittel zum Gebet, 
und Gott - er ist gepriesen und erhaben! - verkündet, daß er die 
sich Reinigenden liebt. Er - er ist gepriesen! - sagt in der 
Surat at-Tauba: 
"Und Gott liebt diejenigen, die sich reinigen." (9:lo8) 



44 

Und der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm f23j 

Heil - verkündet, daß die Reinheit die Hälfte des Glaubens 
sei: Der Imam Muslim - Gott habe Wohlgefallen an ihm - über- 
lieferte in seinem Sahih von Abu Malik al-As c ari, der sagte: 

• • * 

Gottes Gesandter - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat 
gesagt: : 

"Die Reinheit (tuhur) ist die Hälfte des Glaubens, und (das 

83 
Wort) 'das Lob sei Gott!' füllt die Waage (am Jüngsten Tag) *, 

und 'Gepriesen sei Gott und das Lob sei Gott!' füllen - oder: 

füllt - (alles) was zwischen den Himmeln und der Erde ist. Das 

Gebet ist ein Licht und das Almosen ist ein Beweis, die Geduld 

ist ein Glanz und der Qur* an ist ein Argument für oder gegen 

dich. Alle Menschen stehen morgens auf und (jeder) verkauft 

(dann) seine Seele und schenkt ihr so die Freiheit oder richtet 

j i<84 
sie zugrunde. " 

Der Imam an-Nawawi erklärt den hadit und sagt: 

Dies ist ein großartiger hadit, einer der Grundsätze des Islams, 

der (einige) wichtige Dinge aus den Grundlagen des Islams umfaßt. 

Was nun die Reinheit (tuhur) angeht, so ist damit die Handlung 

(also die Reinigung) gemeint, und es (das Wort tuhur) ist mit 

dem u-Vokal nach dem (Buchstaben) ta* (zu lesen, also: tuhur), 

nach dem, was vorzuziehen ist und(nach) der Ausaage der meisten 

(Gelehrten.) , aber auch der a-Vokal bei ihm (dem ta 3 ) ist zuläs- 

85 v ' 

sig (also: tahür), wie oben dargelegt. Und as-s"atr (= die 

Hälfte) bedeutet ursprünglich: an-nisf (die Hälfte) und es bestand 
Meinungsverschiedenheit in bezug auf das Wort (des "Propheten) - 
Gott segne ihn und schenke ihm Heil -: "Die Reinheit ist die 
Hälfte des Glaubens. " So wurde gesagt: es bedeutet, daß die Ver- 
doppelung der Belohnung (von Gott) dafür bis zur Hälfte des Lohnes 
für den Glauben hinaufreicht. Man sagte (auch): es bedeutet, daß 
der Glaube das tilgt, was vor ihm an Sünden vorhanden war, und 
ebenso die Waschung (wudü 3 ), weil die Waschung nur mit ( der 
Voraussetzung ) des Glaubens gültig ist, und so bekam sie wegen 
ihrer Abhängigkeit vom Glauben die Bedeutung der Hälfte. 
Es .wurde (auch) gesagt: mit dem Glauben ist hier das Gebet ge- 
meint, so wie Gott - er ist erhaben! - gesagt hat-: "Gott kann 
niemals euren Glauben verloren gehen lassen" (2:143) ; und die 
Reinheit (tahara) ist eine Voraussetzung (tart) für die Gültig- 
keit des Gebetes und wurde so wie zur Hälfte (satr) - und die 



45 

Hälfte Chatr) muß nicht unbedingt eine wirkliche Hälfte (nisf) 
sein; und diese Aussage ist am naheliegendsten von allen. Es f24j 

ist (ßber auch) denkbar, daß es bedeutet, daß der Glaube Fürwahr- 
halten mit dem Herzen und Gehorsam (Gott gegenüber) mit dem 
Äußeren ist (also auch im Handeln - hier: der Reinigung) , und 
beides sind zwei Hälften des Glaubens. Die Reinigung schließt 
das Gebet mit ein und somit ist sie der Gehorsam im Äußeren, 
doch Gott weiß es besonders gut! 

Dann sagt der Imam an-Nawawi über das Wort des Gesandten Gottes - 
Gott segne ihn und schenke ihm Heil -: "Das Gebet ist Licht": 
Seine Bedeutung ist, daß die Belohnung dafür am Tag der Auferstehung 
für den, der es verrichtet, ein Licht sein wird, und es wurde 
gesagt: dies bedeutet, daß es vor Sünden schützt und "abhält 
von Abscheulichem und Verwerflichem" (29:45) und zum Richtigen 
führt, so wie man vom Licht Erhellung (des Weges) verlangt. 
Es wurde auch gesagt: weil es (das Gebet) eine Ursache ist für 
das Aufstrahlen der Lichter der Erkenntnisse und (für) das sich 
öffnen des Herzens und die Enthüllungen der Wahrheiten (und) 
dafür, daß das Herz dabei (d.h. im Gebet) leer wird (von welt- 
lichen Dingen) und sich zu Gott - er ist erhaben! - hinwendet mit 
seinem Äußeren und seinem Inneren. Gott - er ist erhaben! - hat 
(ja) gesagt: 

"Und suchet Hilfe in der Geduld und im Gebet!" (2:45) 
Man sagte auch: es bedeutet, daß es am Tage der Auferstehung ein 
klares Licht auf seinem (d. h. des Betenden) Gesicht sein wird, und 
- auch im Diesseits - wird der Glanz auf seinem Gesicht sein, im 

Gegensatz zu dem, der nicht gebetet hat. 

— 87 

(an-Nawawi-Zitat Ende. ) 

über die Vorzüglichkeit dieses Mittels (zum Gebet) - die Waschung 

(wudu 3 ) - sagt (der Prophet) - Gott segne ihn und schenke ihm Heil-: 

"Meine Gemeinde wird am Tage der Auferstehung gerufen werden, mit 

88 89 

hellen Stirnflecken , mit hellen Füßen und Händen von den 

Spuren der Waschung (wudu*). Wer nun von euch seinen Stirnfleck 

ausdehnen kann (indem er sich noch gründlicher reinigt) , der soll 

es tun!" (1) 

/"" (1 ) Dies überlieferten al-Buhari und Muslim ; fundjwa-l-gurr 

al-muhag'g'alun (= diejenigen, die helle Stirnflecken 

und helle Hände und Füße haben): diejenigen, welche 

auf ihrer Stirn und an ihren Schenkeln Helligkeit haben, und 

(damit) ist das Licht gemeint. J 



46 

Muslim hat (eine Überlieferung ) von Abu Eazim - Gott habe Wohl- 
gefallen an ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - zum Friedhof kam und sagte: 

Das Heil sei über euah t (ihr Bewohner) der Stätte gläubiger /25/ 

Leute! - und wir werden - so Gott will - euch bald nachfolgen. 
Ich wünschte , wir hätten unsere Brüder schon gesehen. 
Sie (d.h. die Gefährten des Propheten) sagten: Sind wir denn 
nicht deine Brüder, o Gesandter Gottes? 

Er antwortete: Ihr seid meine Gef arten, und unsere Brüder sind 
diejenigen, welche noch nicht gekommen sind. 

Sie sagten: Wie (kannst) du den von deiner Gemeinde kennen, der 
noch nicht gekommen ist, o Gesandter Gottes? 

ein Mann Pferde 

92 



91 
Er antwortete : Was meinst du wohl! - wenn ein Mann Pferde mit 



weißem Stirnfleck und weißen Füßen zwischen ganz schwarzen 1 
Pferden hätte, würde er nicht seine Pferde erkennen? 
Sie sagten: Doch, o Gesandter Gottes! 

Er sagte: So kommen sie (die Brüder) denn (am Tage der Auferste- 
hung) mit hellen Stirnflecken, Armen und Füßen von der Waschung 

— 93 

(wudu* ) , und ich gehe ihnen zum Teich (haud) voraus! (1) 

* ' * gg 

f (1) Dies überlieferte Muslim und (auch) andere ; und al- 
farat (w. der Vorausgehende) : derjenige, der (etwas) für 
den Rest der Gemeinschaft herrichtet und in Ordnung bringt. J 

Zu den dem Gebet vorausgehenden Dingen gehört auch der Gebetsruf 
(adan), das heißt die Verkündigung (der Zeit) des Gebets. Der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - betete 

für die Gebetsrufer und sagte: 

9 5 
"0 Gott, vergib den Gebetsrufern! " 

Und der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
verkündete, daß der auf Gottes Lohn hoffende (muhtasib) Gebets- 
rufer sich am Tage der Auferstehung auf einer Düne von Moschus 

befinden wird, um die ihn die Früheren und die Späteren (d.h. 

96 
alle Menschen) beneiden werden. 

( 9 ) Was die Würde des Gebetes erfordert 

Die Würde (oder: der Rang - makana) des Gebetes erfordert die 
Reinheit der Kleidung, in der der Mensch betet, die Reinheit des 
Gebetsplatzes , das Reinsein (tahara) des Körpers des Menschen von 
allem, was mit der Reinheit unvereinbar ist, sowie das Reinsein /"26J 
des Menschen von der 'kleineren Verunreinigung' (al-hadat al- 



47 

asgar) und seine Reinigung durah Baden von der 'größeren Verunrei- 

'. 9 7 

nigung ' (al-hadat al-akbar) 

Die Atmosphäre des Gebetes ist ganz Reinheit: -physische Reinheit 
und geistige Reinheit. Zu dem, was auf die geistige Reinheit hin- 
weist und zu ihr auffordert, gehört die Absicht (niyya) beim 
Gebet und die Vergegenwärtigung des Ausspruches des Gesandten 
Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil: 

"Die Taten sind nur gemäß den Absichten (zu beurteilen) , und jedem 
Manne wird nur das zuteil, was er beabsichtigt hat. Wessen Aus- 
wanderung also zu Gott und seinem Gesandten ist, dessen Auswan- 
derung ist zu Gott und seinem Gesandten. Wessen Auswanderung aber 
um einer weltlichen Angelegenheit willen ist, die er erlangen will, 
oder (wegen) einer Frau, die er heiraten will, dessen Auswanderung 

ist zu dem, wozu er ausgewandert ist. " 

— — 98 

f Dies überlieferten al-Buhari und andere. J 

(Man vergegenwärtige sich) auch seinen - Gott segne ihn und schen- 
ke ihm Heil - Ausspruch: 

"Gott - er ist erhaben! - blickt nicht auf eure Gestalten und 
eure Besitztümer, sondern er blickt auf eure Herzen und eure 

Taten. " 

— 99 

£~ Dies überlieferten Muslim und Ibn Macfah.J 

als auch seinen - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - Ausspruch 
bezüglich dessen, was er (selbst) von seinem Herrn berichtete 
"Ich bedarf von den (mir) beigesellten Wesen am wenigsten der Bei- 
gesellung ° . Wer also eine Tat für mich vollbringt, in der er 
etwas außer mir beigesellt hat, so bin ich ihrer (der Tat) los und 

1 . n 

ledig, und sie gehört dem, den er (mir dabei) beigesellt hat. " (1) 
£ (1) Dies überlieferten Ibn Matfah - und der Wortlaut ist (hier) 

der seiniqe - und Ibn Huzaima in seinem Sahih und al-Baihaqi; 

und die überlief erer von Ibn Mafiah sind vertrauenswürdig ij 

All diese edlen hadlte stimmen mit dem Wort Gottes - er ist geprie- 

senl - überein: 

lo4 
"Gebührt nicht Gott (allein) die aufrichtige Religion?" (39:3) /277 

Dies bedeutet, daß Gott an dem, was nicht aufrichtig ist, keinen 

Anteil hat. Ich meine, daß er es nicht annimmt und nicht belohnt. 

(10) Die Verrichtung des Gebetes 



Aus diesem Grunde ist die ' Verrichtung ' (iqama) des Gebetes 

unbedingt notwendig . 

Wenn Gott - er ist gepriesen und erhaben! - im ehrwürdigen Qur 3 an 



48 

über das Gebet spricht, und wenn der Gesandte Gottes - Gott segne 
ihn und schenke ihm Heil - in den edlen prophetischen haditen 
darüber spricht, dann sprechen - sie beide vom 

"verrichteten Gebet". (Gott) - er ist gepriesen! - sagt an der 
Stelle, wo er über die Demütigen spricht: 

"Diejenigen, deren Herzen sich ängstigen, wenn Gott erwähnt 
wird, und die, die geduldig ertragen, was sie zu erleiden 
haben, die das Gebet verrichten und von dem, womit wir sie ver- 
sorgt haben, Spenden geben." (22:35) 
Und er sagt: 

"Aber denen von ihnen, die im Wissen festgegründet sind, und 
den Gläubigen, die an das glauben, was (als Offenbarung) zu dir 
herabgesandt worden ist und was vor dir herabgesandt worden 
ist, und denjenigen, die das Gebet verrichten. .. " (4:162) 
Und er - er ist gepriesen! - sagt weiter: 

"Sag meinen Dienern, die gläubig sind, sie sollen das Gebet 
verrichten!" (14: ZI) 

Und er - er ist gepriesen! - sagt zu seinem Gesandten - Gott £28j 

segne ihn und schenke ihm Heil - : 

"Und verrichte das Gebet an den beiden Enden des Tages und zu 
frühen Zeiten der Nacht!" (11:114) 
- und er sagt zu ihm: 

"Verlies, was dir von der Schrift (als Offenbarung) eingegeben 
worden ist, und verrichte das Gebet!" (29:45) 
Er redet die Gläubigen an und sagt zu ihnen: 

"Und sprecht freundlich zu den Leuten! Und verrichtet das Gebet 
und entrichtet die zakat!" (2:83) 

Und genauso (verhält es sich) bei den Qur 3 anv er s en , die über das 
erforderliche Gebet sprechen - sie fügen dem Wort 'Gebet' das 
Wort 'er verrichtete' (aqama) hinzu, oder 'verrichtet! ' oder 
'sie verrichten' . Wenn sie aber über das Gebet der Heuchler 
sprechen, so erwähnen sie es ohne dieses (Wort) : 
"Wehe den Betenden, die auf ihr Gebet nicht achten!" (lo7:4-5) 

Was ist (nun aber) das "verrichtete Gebet"? 

Es ist das Gebet, wie Gott und sein Gesandter (es) wünschen. 

Doch wie? 

Wenn der Mensch sich Gott zuwendet und sich vor ihm hinstellt, 

Infi 

indem er sich nach der Gebetsrichtung (qibla) ausrichtet und 

7 /i 7 

"Gott ist (unvergleichlich) groß!" (Allahu akbar) sagt, womit 



49 

— 7 o R 

er das Gebet eröffnet, so hat bereits der Weihe zustand (ihram) 

des Gebetes begonnen, und diese takbira (d.h. dieses einmalige 

— — lo9 

"Allahu akbar" Sagen) ist die takbira des Weihezustandes . 

Wenn immer der Mensch sich (solcherart) in den Weihezustand für 
das Gebet begibt, so richtet er sich ganz und gar auf Gott aus, 
wobei er (die Aussage des Qur 3 ans) wahrmacht:" 

"Ich habe mein Angesicht in lauterem Glauben (hanifan) demje- /297 

nigen zugewandt, der die Himmel und die Erde geschaffen hat, 
und ich bin keiner derer, die (Gott andere Wesen) beigesellen. " 
(6;79) llQ - 

- und wobei er sein Wort - er ist erhaben! - verwirklicht: 
"Sag: Mein Gebet und meine Opferung, mein Leben und mein Tod gehö- 
ren Gott, dem Herrn der Welten. Er hat keinen Teilhaber (an der 
Herrschaft) . Dies wurde mir befohlen, und ich bin der erste der 
Gottergebenen". (6:162-163) 

Dies verwirklicht er nach Maßgabe seines Könnens. 
Das heißt, daß er ab (dem Wort) "Gott ist (unvergleichlich) 
groß!" (Allahu akbar) nicht (mehr) an die Verpflichtung (en) oder 
das Vermögen, die Familie oder die Freunde, den Ruhm oder die 
Macht denkt; er denkt nicht (mehr) an die materielle Welt, (denn) 
er hat sich bereits Gott zugewandt, um sein Denken auf ihn zu be- 
schränken, indem er sein Angesicht auf ihn ausrichtet. 
Und er beginnt mit der "Eröffnenden" (al-Fatiha) - jener süra, 
welche alle verschlossenen Tore öffnet. Sie ist die "Eröffnende" 
und sie ist die"Mutter des Qur* ans" (umm al-Qur 3 an) , die Grundlage 

(asl) des Qur 3 ans und sie ist "die sieben oft wiederholten (Verse) 

111 
und der gewaltige Qur 3 an" . 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird überlie- 
fert), daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - zu Ubayy ibn Ka c b hinausging; da sagte er: 
Ubayy! - während dieser betete; da wandte Ubayy sich um, aber 
er antwortete ihm nicht; und Ubayy betete (weiter) und machte 
(sein Gebet) kurz. Dann wandte er sich dem Gesandten Gottes - 
Gott segne ihn und schenke ihm Heil - zu und sagte: 
Das Heil sei über dir, o Gesandter Gottes, 

Da sagte der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil: 

Und über dir sei Heil! Was hat dich, o Ubayy, davon abgehalten, 
mir zu antworten, als ich dich rief? 



so 

Da sagte er: Gesandter Gottes, siehe ich war im Gebet. £30/ 

Er sagte: Hast du denn in dem, was Gott mir offenbarte, nicht 

112 
gefunden, daß (er sagt): "Antwortet Gott und dem Gesandten, 

wenn er euch zu etwas ruft, was euch Leben verleiht !" (8: 24)- ? 

Ubayy sagte: Doch; und iah werde es - so Gott will - nicht 

noaheinmal tun! 

(Der Prophet) sagte: Möchtest du, daß iah dich eine sura lehre, 

dergleichen weder in der Thora noch im Evangelium noch im Psalter 

— 113 
noch im Furqan herabgesandt wurde? 

Er sagte: Ja, o Gesandter Gottes. 

Da sagte der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil -: Wie rezitierst du im Gebet? 

Er sagte: Ich rezitiere die "Mutter des Qur' ans" (= die erste 
sura) . 

Da sagte der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil: 

Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist! - Gott hat weder in 
der Thora noch im Evangelium noch im Psalter noch im Furqan 
ihresgleichen herabgesandt, und sie ist "sieben von den oft wie- 
derholten (Versen) und der gewaltige Qur' an" , der mit gegeben 
wurde. (1) 

£ (1) Dies überlieferte at-Tirmidl und er sagte: ein 'guter' 
(hasan). 'gesunder' (sahih) hadlt; auch Ihn Huzaima und 

Ibn Hibban überlieferten ihn in ihren Sahih (-Werken) , und al- 
. . . . 

Hakim in verkürzter Form von Abu Huraira von Ubayy; und al-Hakim 

- 114 

sagte: 'gesund' (sahih) nach der Bedingung des (Imam) Muslim. J 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen ihm - (wird weiterhin 
berichtet, daß) er sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - sagen: 

Gott - er ist erhaben! - hat gesagt: "Ich habe das Gebet zwischen 
mir und meinem Knecht in zwei Hälften geteilt, und meinem Knecht 
wird zuteil, was er erbittet. " - und in einer (anderen) Überlie- 
ferung: "So gehört seine Hälfte (d.h. die Hälfte des Gebetes) 
mir und seine (andere) Hälfte meinem Knecht. " 

Wenn nun der Knecht sagt: "Das Lob sei Gott, dem Herrn der Wel- £ZlJ 

ten!" (1:2), sagt Gott: "Mein Knecht hat mich gelobt." 

Und wenn er sagt : "Dem Allerbarmer dem Barmherzigen" (1:3), sagt er: 

"Mein Knecht hat mich gepriesen. " 

Und wenn er sagt: "Dem Herrscher am Tage des Gerichts" (1:4), sagt 

er: "Mein Knecht hat mich gerühmt. " 



51 

Und wenn er sagt: "Dir dienen wir und dich bitten wir um 

Hilfe" (1:5), sagt er: "Dies ist zwischen mir und meinem Knecht, 

und meinem Knecht wird zuteil, was er erbittet. " 

Wenn er nun sagt: "Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, 

denen du Gnade erwiesen hast, und die nicht dem Zorn (Gottes) 

verfallen sind und nicht irregehen! " (1:6-7), sagt (Gott) : 

"Dies ist für meinen Knecht und meinem Knecht wird zuteil, was 

er erbittet. " (1) 

£ (1) Dies überlieferte der Imam Muslim. J 

Es ist nicht verwunderlich, daß die "Eröffnende" (sura 1) diesen 
Rang einnimmt - sie beginnt mit dem Lob für Gott, den Herrn der 
Welten. 

Und es besteht kein Zweifel daran, daß das Lob insgesamt Gott 
zusteht, denn alle Gnade kommt von ihm, er ist die Quelle der 
innerlichen Wohltaten und er ist die Quelle der äußerlichen 
Wohltaten: 

"Und (alles) was ihr an Gnade erlebt, kommt von Gott. " (16: 53) 

Sie ist von Gott, auch wenn sie vermittels der Menschen kommt, 
und zwar deshalb, weil die Menschen bei der Erweisung der Wohl- 
taten nur in den Dienst gestellt sind; Gott - er ist gepriesen! - 
hat sie in (seinen) Dienst gestellt, denn die Gnade ist von ihm 
und er ist es, der ihr die Umstände bereitet, ihr die Zusammen- 
hänge erzeugt, und ihr die Anlässe (bei denen sie zutage tritt) 
verursacht, und wenn er - er ist gepriesen! - es wollte, würde 
er sie sicherlich zurückhalten: 

"Wenn Gott den Menschen seine Barmherzigkeit öffnet, gibt es {Z2J 

niemand, der sie zurückhalten könnte. Und wenn er etwas zurück- 
hält, gibt es niemand, der es nach ihm loslassen würde, und er 
ist der Mächtige und Weise." (25:2) 

Er allein - er ist gepriesen! - ist der Schützer (al-muhaimin) , 
der, der unbeschränkt (über alles) verfügt, der den Lebensunterhalt 
gewährt, der Gebende und der Vorenthaltende, der Sahaden Bringende 
und der Nutzen Verleihende. Niemand vermag neben ihm etwas von 
(all) dem zu tun. So gebührt das Lob ihm, alles Lob ihm. 
Und wenn er uns (nun) geboten hat, dem zu danken, der die Ursache 
ist für das Gelangen der Gnade zu uns, so läßt uns dies nicht ver- 
gessen, daß er allein der Eigentümer (aller) Wohltaten ist, der, 
der sie in freundlicher Güte erweist, sie in seiner Weisheit 
schenkt: "Das Lob sei Gott, dem Herrn der Welten." (1:2) 



52 

117 
Dann kömmt der zweite Vers: "Dem Allerbarmer, dem Barmherzigen" 

(1:3) - und er besteht aus zwei Eigenschaften von den Eigen- 
schaften Gottes - er ist erhaben! -, die Gott mit (dem Attribut) 
der Barmherzigkeit beschreiben; er ist allerbarmend ( rahman ) 
und barmherzig ( rahim ). 
Der Imam as-Sawi sagt: 

"In der Erwähnung 'des Allerbarmers, des Barmherzigen' nachdem 
er (Gott) als 'Herr der Welten' beschrieben wurde, liegt eine 
Wunsch er weckung nach einer Furchtein flößung, denn es verhilft dem 
Menschen eher zum Gehorsam und hält ihn eher von Ungehorsam ab. " 

Wenn du nun eine entscheidende Abgrenzung zwischen diesen beiden 
Eigenschaften (nämlich zwischen dem 'Allerbarmer ' und dem 'Barm- 
herzigen' - vornehmen) willst, so ist der Verstand dazu nicht 
imstande, denn wenn du über den Qur 3 an nachsinnst, findest du 
Verwendungen für "den Allerbarmer", von denen es unmöglich ist, 
daß sie auf "den Barmherzigen" zutreffen, und auch das Gegenteil 
ist wahr: 

Denn zu den besonderen Eigenschaften des "All erb armers" gehört, 
daß er den Qur'än lehrte, daß er den Menschen erschuf, und daß er 
ihn die Beredsamkeit lehrte. Er - er ist geipriesen! - sagt in der 
süra, deren Überschrift "der Allerbarmer" lautet: 

"Der Allerbarmer, er hat den Qur'an gelehrt. Er hat den Menschen {33J 
geschaffen und ihn die Beredsamkeit gelehrt. " (55:1-4) 
Und der Allerbarmer hat Diener - diese sind die "Diener des All- 
erbarmers". Der Allerbarmer hat sie auserwählt und ihre Eigenschaf- 
ten dargelegt und hat gesagt: 

"Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die demütig auf der 
Erde umhergehen, und die, wenn die Toren sie ansprechen, 'Heil/' 
sagen." (25:63) - bis zum Ende der Verse, die am Ende der edlen 

süra kommen, welche unterscheidet zwischen dem geraden Weg und 

— — 119 

dem schiefen Weg: der Surat al-Furqan ("die Unterscheidung" ). 

Betrachte den Qur'an, damit du viele Feinheiten beim Gebrauch (des 
Begriffes) "der Allerbarmer" siehst und beim Gebrauch (des Begriffes) 
"der Barmherzige". 

Was aber die Gelehrten der Qur 3 anauslegung angeht - Gott habe Wohl- 
gefallen an ihnen -, so haben sie gesagt: 

"Der Allerbarmer - das ist der, der die bedeutsamen Wohltaten er- 
weist, und der Barmherzige - das ist der, der die feinen Wohltaten 
erweist" - und diese Auslegung findet für sich wohl (einiges) an 



53 

Belegstellen, was sie rechtfertigt . 

"Die Eröffnende (sura) " ist im allgemeinen reich an Bedeutungen, 
und jeder Vers in ihr erfordert vom Betenden (immer wieder) erneu- 
tes Nachsinnen, und ihre Bedeutungen versiegen für den, dessen 
Herz rein ist, nicht. 

Und (so) fährt der Betende fort, über das nachzusinnen, was er 
rezitiert, bis sich die Zeit für die Beugung (ruku c ) einstellt, 
und die Beugung ist ein Ausdruck der Demut und (Gottes-) Furcht, 
und es ist, als ob sie eine Einleitung zur Niederwerfung (sug"ud) 
wäre, welche (wiederum) ein Zeichen der äußersten Demut und 
Unterwürfigkeit unter Gott - er ist gepriesen! - ist. Die Beu- 
gung und die Niederwerfung - beide sind die Zeichen der (Gottes-) 
Furcht und Demut - wurden unter den lobenswerten, erforderlichen 
Eigenschaften der Gläubigen erwähnt. Zu den Eigenschaften der £34j 

Gläubigen gehören, wie Gott von ihnen gesagt hat: 

"diejenigen, die bußfertig und fromm sind, (Gott) loben, asketisch 
leben, die sich (im Gebet) verbeugen und sich niederwerfen, und 
die gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist, 
und auf die Gebote Gottes achten. - Und bring den Gläubigen gute 
Nachricht!" (9:112) - 

und er hat bereits von Maria - das Heil sei über ihr - verlangt, 
daß sie sich (im Gebet) niederwerfe und beuge: 

"0 Maria! Sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich (vor ihm) 
nieder und beuge dich mit den sich Beugenden! " (3:43); 
und er hat schon unserem Meister Abraham und unserem Meister 

Ismael - das Heil sei über ihnen beiden - geboten, das Haus (d.h. 
die Ka c ba) zu reinigen: 

"Und wir verpflichteten Abraham und Ismael (mit den Worten): 
Reinigt mein Haus für die (es) Umwandelnden und die sich dem Kult 
hingebenden und die sich Beugenden und sich Niederwerfenden! " 
(2:12 5) 

Weil die Niederwerfung die äußerste Demut vor Gott - er ist erha- 
ben! - darstellt, ist sie das Mittel der Annäherung an ihn - er 
ist gepriesen! -, und die Annäherung an Gott - er ist gepriesen! - 
ist nicht anders möglich, als auf dem Wege der demütigen Verehrung, 
und wenn immer die demütige Verehrung in lauterer Absicht Gott 
zugewandt ist, erweist er - er ist gepriesen! - freundliche Güte 
und führt seinen Diener näher zu sich. Und es ist den (Gott) 



54 

Nahegestellten kaum möglich, (solch) Nahegestellte zu sein, 
außer durch die Aufrichtigkeit der demütigen Verehrung ihm gegen- 
über - er ist gepriesen! -, und die Sache, bei der dies an ihnen 
sichtbar wird, ist die Niederwerfung : die äußerliche und die inner- 
liche Niederwerfung - das heißt die Niederwerfung des Herzens. 
Das Herz hat eine Niederwerfung wie die Niederwerfung der Körver- 
glieder, und wenn das Herz sich niederwirft, werfen sich in Wirk- 
lichkeit (auch) die Körperglieder nieder, und die Körperglieder 
werden sich nicht wirklich niederwerfen, außer wenn das Herz fZ57 

sich niedergeworfen hat, und diese Niederwerfung des Herzens 
gehört zu den Endzielen des Weges zur Verwirklichung des Islams 
(= der Unterwerfung, Hingabe an Gott). c Amr ibn Abasa hat 

den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - nach 
dem Islam gefragt, und dieser sagte: 

"(Islam heißt,) daß sich dein Herz Gott ergibt (unterwirft) und 
daß die Muslime durch deine Zunge und deine Hand unversehrt 
bleiben. " 

Und die Hingabe (islam) des Herzens an Gott ist die Niederwer- 
fung in der vorbildlichsten Form der Niederwerfung. 
Von daher ist die wahre Niederwerfung vor Gott die aufrichtige 
Hingabe (islam), und deshalb ist die Niederwerfung der Weg der 
Annäherung an Gott - er ist gepriesen! Er - er ist erhaben! - 
sagt : 

"Und wirf dich nieder und nahe dich (in Demut deinem Herrn) !" '(96:19) 
Und er (-der Prophet)- Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagt: 
"Der Diener ist seinem Herrn (dann) am nächsten, wenn er sich 

7 ? 9/7 

(gerade) niederwirft . " (2) 

— — — — — 1 23 

£ (2) Dies überlieferten Muslim, Abu Dawud und an-Nasa' i.7 

Zu den Feinheiten dessen, was in der Angelegenheit der Nieder- 
werfung überliefert wird, gehört das folgende: 

Der Imam Muslim - Gott habe Wohlgefallen an ihm - überlieferte 
in seinem Sahlh von Abu Firas Rab1 c a ibn Ka"b al-Aslami, dem 

• • • 

Diener des Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

1 24 
Heil - und (er war einer) von den 'Leuten der Veranda' 

Gott habe Wohlgefallen an ihm -, (daß) er sagte: 

Ich pflegte beim Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - zu übernachten und ihm das Wasser für die Waschung zu 

bringen und das, was er brauchte,, und so sagte er zu mir: 

Bitte mich (um etwas)! 

12 5 
Da sagte ich: Iah bitte dich um deine Gesellschaft im Paradies. 



55 

Da sagte er: Oder etwa (doch) etwas anderes? £36j 

loh sagte: Dies ist alles! 

Er sagte: " (So) hilf m j, r (dies) für dich (zu erreichen), indem 

7 96 
du dich viel der Niederwerfung widmest! " 

Die Niederwerfung gehört dann also zu dem, was die Seele darauf 

trainiert, sich zu reinigen, und sie gehört somit zu den Mitteln, 

die zum Paradies führen. 

Und in dieser Bedeutung überliefert (ebenfalls) Muslim von Abu 

— — — 7 9 7 

c Abdarrahman Tauban, dem maula des Gesandten Gottes - Gott 

segne ihn und sehende ihm Heil -(daß) er sagte: 
loh hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Beil - sagen: 

"Du mußt dich häufig niederwerfen, denn du wirst keine Nieder- 
werfung für Gott vollziehen, ohne daß Gott dich durah sie um eine 

128 
Stufe erhöht und dir durch sie eine Sünde abnimmt. " 

Die Niederwerfung , die der Gesandte Gottes - die Segnungen 
Gottes und sein Heil seien über ihm - in diesen haditen wünscht, 
ist nicht bloß die bekannte Körperbewegung, sie ist vielmehr - 
zusammen mit dieser Körperbewegung - der tiefe Ausdruck in der 
Seele, in dem sich die Erhabenheit Gottes und seine Majestät, 
seine Barmherzigkeit und seine Liebe manifestieren, und in dem 
sich die Demut vor dieser Erhabenheit und dieser Majestät mani- 
festiert und das absolute sich Fügen in die Barmherzigkeit Gottes, 
welche sich in der islamischen Botschaft verkörpert, (in) ihren 
Geboten und ihren Verboten. 

129 
Das Gebet endet mit dem Glaubenszeugnis (tatahhud) und wird 

mit dem Heilsgruß (salam) abgeschlossen, und das "verrichtete 

Gebet" ist somit das Gebet, wie es Gott und sein Gesandter 

wünschen. 

Und so wie Gott - er ist gepriesen! - das Verrichten des Gebetes 

befohlen hat, so hat er auch die (regelmäßige) Einhaltung 

desselben befohlen: 

"Haltet die Gebete ein, (besonders) auch das mittlere Gebet!" f37j 

(2:238) 

Und die Einhaltung des Gebets verkörpert sich nicht lediglich in 

seiner Durchführung, sondern vielmehr in seiner Durchführung zu 

Beginn seiner Zeiten (d.h. zu Beginn der jeweiligen Gebetszeit) ; 

und der Beginn der (Gebets-) Zeit ist das Wohlgefallen Gottes 

(für den, der in ihr betet), ihre Mitte ist die Barmherzigkeit 

.131 
Gottes und ihr Ende ist seine Vergebung - er ist erhaben! 



56 

Gott - er ist gepriesen und erhaben! - hat auch die Beständigkeit 

(Ausdauer) beim Gebet empfohlen: 

"Und diejenigen, die in ihrem Gebet ausdauernd sind." (70:23) 

Die Ausdauer beim Gebet ist, daß der Mensch sich fortwährend in 

seiner Atmosphäre befindet, daß er sich in der Atmosphäre des 

Gebetes befindet, auch wenn er nicht im Gebet (steht); daß er 

(selbst) an seinem Arbeitsplatz oder in seiner Fabrik oder auf 

seinem Feld ein 'Betender' ist, daß er in seinem Schweigen und 

in seinem Reden ein 'Betender' ist, in seiner Bewegung und wenn 

er stillsteht, (ja) daß sein (ganzes) Leben Gebet ist. 

Gott - er ist gepriesen! - befahl auch die Demut im Gebet, und 

er beschrieb die Gläubigen als: 

"diejenigen, die in ihrem Gebet demütig sind". (23:2) 

Über die Demut im Gebet sind einige hadite (auf uns) gekommen; so 

überlieferte al-HakTm at-Tirmidi in (seinem Werk) Nawadir al- 

— 13 2 — ~" 

usul von Abu Huraira, vom Gesandten Gottes - Gott segne vhn 

und schenke ihm Heil -, daß dieser einen Mann sah, der im Gebet 

an seinem Bart spielte; da sagte er: 

"Wenn das Herz dieses (Mannes) demütig wäre, würden sich auch 

133 
seine Körperglieder demütigen. " 

Der Imam al-Buharl, Abu Dawud und an-Nasa* i überlieferten von 

C I J iSa - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (daß) sie sagte: 

Ich fragte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - nach dem sich Umdrehen im Gebet; da sagte er: 

"Es ist ein Diebstahl, den der Satan am Gebet des Knechtes (d.h. 

des Menschen) verübt. " 

13 S 
Die dritte Sache , die die Wichtigkeit des Gebetes verdeut- 
licht, ist die, daß das Gebet nicht hinfällig wird, wenn sich kein 
Wasser findet, mit dem der Mensch die Waschung zum Gebet vornehmen 

f 7 ff 

könnte, vielmehr nimmt dann die ' Sandwasahung ' (tayammum) den 

Platz der Waschung (wudu' ) ein. 

Und die vierte Sache ist die, daß Gott - er ist gepriesen und 
erhaben! - im Hinblick auf kriegführende Soldaten - dem Gebet 
eine spezielle Beschaffenheit verliehen hat; die Situation des 
Krieges macht es (das Gebet) also weder hinfällig noch hebt es 
sie auf. 



S38J 



57 

(11 ) Das Gebet ist eine Sühne für die Sünden 

._ 137 
At-Tabarani überlieferte in 'al-Ausat ' und ' as-Saqir ' mit seiner 

überlief ererkette (sanad) von Ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (daß) er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat 

gesagt: 

"Keinen Glauben hat derjenige, der keine Treue besitzt; und kein 

Gebet hat derjenige, der keine Reinheit hat; Die Stellung des 

Gebetes in der Religion ist nämlich wie die Lage des Kopfes am 

v * r/139 

Körper. " 

In diesem edlen hadit spricht der Gesandte Gottes - Gott segne 
ihn und schenke ihm Heil - demjenigen, der das Gebet unterläßt , 
die Religion (din) ab; und es besteht kein Zweifel daran, daß 
derjenige, der es unterläßt, indem er es verwirft, keine Religion 
hat; und wer es aus Verachtung ihm gegenüber unterläßt, (der) 
hat keine Religion, und wer es unterläßt, indem er sich nicht 
darum kümmert, (der) hat keine Religion. 

Was aber den angeht, der es einhält und mit seinen Voraussetzungen 
durchführt, so spricht der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Eeil - über ihn in dem, was der Imam Muslim mit 
seiner Überliefererkette (sanad) von c Utman ibn ^Affan - Gott 
habe Wohlgefallen an ihm - überlieferte: 

Er sagte: ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - sagen: 

"Es gibt keinen Mann, bei dem sich (die Zeit für) ein vorge- 
schriebenes Gebet einstellt, (und der) daraufhin die Waschung 
(wudu* ) dafür (möglichst) gut durchführt und (ebenso) die Demut 
in ihm (dem Gebet) und die Beugung (rukü c ) dabei, außer daß es 
eine Sühne für das ist, was sich davor (bei dem Mann) an Sünden 

befand, solange man sich keiner großen Sünde nähert, und dies 

14o 
(gilt) die gesamte Zeit über. " 

Wenn das Gebet auf diese Art und Weise, die der Gesandte Gottes 

- Gott segne ihn und schenke ihm Heil - erwähnt hat, verrichtet 

wird, so braucht sich der Betende (w. sein Inhaber) nicht vor dem 

Begehen großer Sünden zu fürchten, denn Gott wird ihn vor ihnen 

schützen, und dies (ist so), weil Gott - er ist gepriesen und 

erhaben! - sagt: 

"Und verrichte das Gebet! Das Gebet verbietet (zu tun), was 

abscheulich und verwerflich ist. " (29:45) 



/297 



^Füge ein: 'und keine Religion (din) hat derjenige, der kein 

Gebet hat. ' 



58 

Das Gebet in dieser Art und Weise ist in Wirklichkeit gerade 
das Gebet, das der es Durchführende (w. sein Inhaber) (wirklich) 
' verrichtet ' hat, es ist das Gebet, das Gott zu verrichten befohlen 
hat; und die Bedeutung seiner 'Verrichtung ' , mit der es im Qur 3 an 
verknüpft ist, ist in Wirklichkeit nur, daß der Mensch es so 
durchführt, wie Gott und sein Gesandter es wünschen, (daß) er 
also zuerst die Waschung gut durchführt, diese Waschung, von der 
der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Eeil - nach 

dem, was der Imam Muslim überlieferte, gesagt hat: 

141 
"Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens" ; f407 

- und er - die Segnungen Gottes und sein Heil seien über ihm - hat 

darüber in dem, was die beiden Saihe (al-Bufaari und Muslim) 

überlieferten, gesagt: - von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (der) sagte: 

Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - sagen: 

"Meine Gemeinde wird am Tag der Auferstehung gerufen werden, mit 

hellen Stirnflecken, mit hellen Füßen und Händen von den Spuren 

der Waschunq (wudü* ) . Wer nun von euch seinen Stirnfleck ausdehnen 

142 
kann (indem er sich noch gründlicher reinigt) , der soll es tun!" 

Das heißt, wer sich von euch mit (Fleiß und) Ausdauer der Waschung 
widmen kann, (so daß er) jedesmal, wenn er die Toilette aufgesucht 
hat (ahdata) die Waschung vornimmt, der soll es tun. 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - er- 

— — c 144 

wähnte auch die "schöne Demut" (ihsan al-husu ) im Gebet; und 

die Quelle der Demut der Körperglieder ist nichts anderes als die 

Demut des Herzens, denn wenn das Herz des Menschen demütig ist, 

demütigen sich auch seine Körperglieder. Die Demut des Herzens 

resultiert deutlich aus der Stellung des Gebetes im Geist des 

Betenden, seiner Stellung im bezug auf die Religion, und (daraus), 

daß es die Stütze der Religion ist: 

wer es also verrichtet, hält die Religion aufrecht, und wer es 

zerstört in irgendeiner Art von den Formen der Zerstörung, der 

zerstört die Religion, und wer nicht auf es achtet - wehe ihm! 

Er ist (dann) jemand, der die Religion leugnet. 

(Gott) - er ist gepriesen! - sagt: 

"So, wehe den Betenden, die auf ihr Gebet nicht achten! "( lo7 : 4-5 ) 



59 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
spricht auch über die gute Durchführung der Beugung (rukü c ), und 
diese schließt (hier) die gute Durchführung der Niederwerfung mit 
ein, und die gute Durchführung dieser beiden(Dinge) ist nur das 
Beugen des Herzens und seine Niederwerfung , denn wenn auch immer 
sich das Herz vor Gott - er ist gepriesen! - niederwirf 't, zu- 
gleich mit der Niederwerfung der Stirn vor ihm, so vollzieht sich 
in diesem die Annäherung an Gott - er ist gepriesen! 
Gott - er ist erhaben! - sagt: 
"Wirf dich nieder und nahe dich (in Demut deinem Herrn)!" (96:19) 

Und der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - f41j 

sagt: 

"Der Anfang der Sache ist der Islam, ihre Säule ist das Gebet, 

und ihr höchster Gipfel ist der Kampf (g"ihad) auf dem Wege Gottes" 

Und er sagt - nach dem, was der Imam Muslim überliefert hat - 

über den, der die Waschung (wudu 3 ) gut durchführt: 

"Wenn er dann hinsteht und betet und Gott - er ist erhaben! - 

lobt und preist und ihn rühmt mit dem, was ihm zusteht, und sein 

147 
Herz für Gott - er ist erhaben! - leer macht , so verläßt er 

148 
seine Sünde (und wird) wie an dem Tage, da ihn seine Mutter gebar" 

Was aber das Gebet als eine "(auf bestimmte Zeiten) festgelegte 
Vorschrift" (4:loS) angeht, so bedeutet dies, daß es eine 
Pflicht '(fard) ist, eine bestimmte Zeit hat, das heißt (daß es) 
festgelegt ist auf (genau) definierte Zeiten, die wir nicht über- 
schreiten dürfen, ohne es verrichtet zu haben, und dies meint 
seine fünf genau definierten Zeiten im islamischen Gesetz (sari e a) . 
Diese genaue zeitliche Festlegung bleibt gemäß den Grundlagen des 
Gesetzes bestehen, solange der Mensch am Leben bleibt; sie wird in 
keinem Lebensalter hinfällig, was auch der Mensch an geistigen 
Stufen erreichen mag. Vielmehr treiben die geistigen Stufen den 
Menschen in überaus starkem Maße zur Einhaltung des Gebetes an! 

Aus diesem Grunde (gilt): wer also auch immer behauptet, daß er eine 
Stufe erreicht habe, auf der das Gebet für ihn hinfällig werde, 
der ersinnt eine Lüge wider die Wahrheit und veruntreut das von 
seiten der Religion (ihm) anvertraute Gut. 

Ehemals erwähnte ein Mann die (mystische) Erkenntnis (ma c rifa) 

k 149 
vor al-Gunaid und sagte: 

"Die Leute der (mystischen) Erkenntnis gelangen zu (der Stufe) der 
Unterlassung der (körperlichen) Bewegungen (des Gebetes) aus dem 



60 

Grunde der Rechtschaffenheit und der Annäherung an Gott - er 

ist mächtig und erhaben!" 

Da sagte al-Gunaid: 

"Dies ist der Ausspruch von Leuten, die der Unterlassung (w. dem 

Hinfälligmachen) der Taten das Wort redeten, und dies ist 

meiner Ansicht nach ein gewaltiges Ding; und der, welcher stiehlt 

und Unzucht treibt, ist besser als der, der solches sagt. " 

Gott - er ist erhaben! - sagt: f42j 

"Das Gebet ist für die Gläubigen eine (auf bestimmte Zeiten) 

festgelegte Vorschrift." (4:lo3) 

(1.2) Die Demut im Gebet 

Gott - er ist erhaben! - sagt: 

"Wohl ergeht es den Gläubigen, die in ihrem Gebet demütig sind. " 
(23:1-2) 

Die Demütigen verrichten ein Gebet, in dem sich die Demut wahr- 
haftig verkörpert, so daß es rechtschaffen und annehmbar ist, 

und so hat at-Tabarani in ' al-Ausat ' von ^Abdallah ibn Qurt 
. . • • 

überliefert, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - gesagt hat: 

"Das erste, worüber am Tage der Auferstehung mit dem Knecht (d.h. 
mit dem Menschen) abgerechnet wird, ist das Gebet. Wenn es in 
Ordnung ist, ist sein restliches Tun in Ordnung, und wenn es 
nichtig ist, ist sein restliches Tun nichtig . " 
At-Tabarani überlieferte auch, daß der Gesandte Gottes - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - in einem von ihm (überliefer- 
ten) hadit gesagt hat: 

"Die Stellung des Gebetes in der Religion ist genau wie die 
Lage des Kopfes am Körper. " 

Aus diesem Grunde versuchten die Demütigen in ihrem Gebet sein 
Wort - er ist erhaben! - zu verwirklichen: 
"Und stehet demütig ergeben vor Gott!" (2:238) - 
und diese 'demütige Ergebung' (qunut) ist die Demut in sämtli- 
chen Bewegungen des Gebets, nämlich im Aufrechtstehen, (in) 
der Rezitation, der Beugung und der Niederwerfung . Und es gibt £43/ 
wohl zwei Männer, die sich im Gebet befinden, wobei zwischen 
ihnen an Vorzug (des einen über den anderen) (so viel) liegt 

(wie das), was zwischen dem Himmel und Erde (an Entfernung ) 

7 . ,151a 
l^egt 



61 

was den einen angeht, so ist er demütig , von der Welt abgekehrt, 
Gott - er ist gepriesen! - zugewandt mit seinem Denken und sei- 
nem Geist, und was den anderen betrifft: dessen Körper ist im 

Gebet, aber sein Denken außerhalb davon. 

— — 1 52 
Al-Muhasibi überlieferte, daß man zu einem der ' Nachfolger ' 

(tabi c un) sagte: 

"Wir verspüren im Gebet Einflüsterung (waswasa) . " 
Er sagte: " (Auch) iah verspüre dies." 

Da sagte man zu ihm: "Was ist es, das du verspürst? " 
Er sagte: "Iah verspüre die Erinnerung an den Paradiesgarten und 
das Höllenfeuer, und es ist so, als ob iah vor meinem Herrn 
stünde. " 

Da sagten sie: "Wir verspüren die Erinnerung an die Welt und 
ihre Bedürfnisse. " 

Da sagte er: "Daß iah vom Himmel auf die Erde falle, ist mir 
wahrlich lieber, als daß Gott dies in meinem Herzen wüßte!" 
Das Gebet der Demütigen ist das Gebet, während dessen die Sünden 
abfallen wie die Blätter der Bäume im Winter abfallen. 
Der Imam Ahmad überlieferte mit seiner Überliefererkette (sanad) 
von Abu Darr - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Prophet 
- Gott segne ihn und schenke ihm Heil - im Winter hinausging, 
während die Blätter fielen. Da ergriff er einen Zweig von einem 
Baum - (und Abu Darr) sagte: da begannen jene Blätter abzufal- 
len, dann sagte er: "0 Abu Darr!" 

Ich sagte: "Zu deinen Diensten, o Gesandter Gottes!" 
Er sagte: "Der gottergebene (muslim) Diener verrichtet wirklich 
das Gebet, indem er dadurch nach Gottes Antlitz strebt, und dann 
fallen seine Sünden von ihm ab, so wie diese Blätter von diesem 
Baum abfallen. " 

Der Diener, der mit seinem Gebet nach dem Antlitz Gottes - er 
ist erhaben! - strebt , ist derjenige, der so gut er kann darauf 
achtet, daß sein Stehen vor Gott - erhaben ist seine Majestät! - r^^j 
sich in seinem Gebet verkörpert, und daß er in seinem Gebet auch 
(mit ganzem Herzen) bei seinem Gebet ist, durah Rezitation, 
Verherrlichung (Gottes) und Lobpreisung , und (der darauf achtet) , 
daß er die Zeit zu ihrem Beginn einhält. So überlieferte 
ad-Daraquini , daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - gesagt hat: 

"Der Beginn der Zeit (für das Gebet) ist das Wohlgefallen Gottes, 
die Mitte der Zeit ist die Barmherzigkeit Gottes und das Ende der 



62 

Zeit ist die Vergebung Gottes - er ist mächtig und erhaben!" 

Das Gebet, das von dieser Art ist, ist das Gebet, welches 
"abhält von dem, was abscheulich und verwerflich ist" (29:45), 
und um dieser Sache willen betritt der, der es verrichtet, 
das Paradies : 
Von c Ubada ibn as-Sämit (heißt es) in dem, was Ibn Hibban in 

• • • ■ 

seinem Sahih überliefert hat: 

• • • 

Ich bezeuge, daß ich Gottes Gesandten - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - sagen hörte: 

"Fünf Gebete sind es, die Gott - er ist mächtig und erhaben - 
zur Pflicht gemacht hat; wer die Waschung (wudu 3 ) für sie gut 
durchführt und sie in ihrer Zeit betet und ihre Beugung, ihre 
Niederwerfung und die Demut in ihnen vollständig ausführt, dem- 
gegenüber obliegt Gott das Versprechen, ihm zu vergeben, und wer 
(dies) nicht tut, demgegenüber obliegt Gott kein Versprechen; 
wenn er will, verzeiht er ihm, und wenn er will, straft er 
thn. " 

Wir suchen Zuflucht bei Gott vor seiner Strafe und erhoffen von 
ihm, daß er uns allesamt durch seine Barmherzigkeit unter die 
'Diener des Allerbarmers ' (25:63) einführe. 

(13) Die Zerstreutheit im Gebet 

Das Gebet gehört zu den größten Wohltaten, die Gott der islami- 
schen Gemeinschaft erwiesen hat, damit sie die Verbindung zu ihm £45j 
- er ist gepriesen! - verwirkliche. 

Es (das Gebet) ist die Art und Weise, und es ist der Weg, und es 
ist das Mittel, und es ist (gleichsam) die erhabenen Augenblicke, 
in denen sich die Verbindung (mit Gott) vollzieht und verwirklicht. 
Es ist ein Zeitabschnitt vertraulicher Zwiesprache (mit Gott), ein 
Zeitabschnitt vollständigen Abgeschnittenseins - und es muß voll- 
ständig sein! - von der Welt der Materie, von der Welt der Begier- 
den und von der Welt der Verlockung , damit sich die Seele frei- 
mache für den Schenker der Wohltaten, so daß sie im Bereich seiner 
Großmut mit dem Glück der Verbindung mit ihm und der Nähe zu ihm 
beschenkt werde. 

Und wer das Gebet verrichtet, der hat bereits die Religion aufrecht- 
erhalten, und wer es zerstört, der hat bereits die Religion 
zerstört. 



63 

Die Aufrecht er Haltung (bzw. Verrichtung - iqama) des Gebetes - 
oder die Aufrechterhaltung der Religion - ist Ja gerade die Auf- 
rechterhaltung der Verbindung mit Gott, und dies zu verwirkli- 
chen ist das Ideal und das höchste Ziel und die vollkommene Glück- 
seligkeit 3 die die Gläubigen zu gewinnen suchen, um dadurch ihren 
Aufstieg (mi c ra§) zu Gott - er ist erhaben! - zu verwirklichen. 
Und es besteht kein Zweifel daran, daß das Gebet, wenn der Mensch 
es so verrichtet, wie Gott und sein Gesandter gewollt haben, zu 

den erfolgreichsten Mitteln bei der Annäherung an Gott gehört; 

— 1 58 
es ist der Buraq , mit dem der Gläubige in hoher Geschwindig- 
keit die Stufen der Entfernung von Gott - er ist gepriesen! - 
durchschreitet, um zu ihm - er ist erhaben! - zu gelangen, so daß 
er im Bereich seiner Großmut (Gottes) Huld erwiesen bekomme. 

Trotz (alle)dem ist die gedankliche Beschäftigung (mit anderen 
Dingen) im Gebet eine Sache, die bei vielen von den Muslimen in 
der heutigen Zeit verbreitet zu sein scheint. Hierüber wird 
häufig und vielfach geklagt und es ist unvermeidlich, daß man 
bei Gott seine Zuflucht sucht bei der Abwendung dieses Zustan- 
des, und daneben ist es unbedingt erforderlich, aufrichtige Ver- 
suche zu unternehmen, sich dieses (Zustandes ) zu entledigen. 
Diese Sache ist in Wirklichkeit nicht sehr schwer, denn wenn der 
Mensch sich fest dazu entschließen würde, seine zerstreuten f46j 

Gedanken zu sammeln, und dabei seine Absicht aufrichtig wäre - 
dann wird er zu dem gelangen, was er wünscht, wenn Gott - er ist 
erhaben! - es will. 

Es gehört zum (allgemein) Bekannten im islamischen Millieu, daß 
der Mensch von seinem Gebet nichts (wirklich) hat, außer das, 
was er begreift, und daß sein Lohn nur dem Maß seiner Aufmerk- 
samkeit und seiner Einsicht in bezug auf das Gebet entspricht, 
oder dem Maß der "Verrichtung" des Gebetes gemäß dem qur* ani sehen 
Ausdruck, und seine"Verrichtung" entspricht ja gerade seiner 
Durchführung im vollständigsten Maße, die die Durchführung besitzen 
kann. 

Es ist sicherlich von Nutzen, daß der Mensch vor dem Eintritt in 

— — 1 59 

das Gebet mehrere Male die Surat an-Nas rezitiert und daß er 

spricht: 

"Herr, ich suche bei dir Zuflucht vor den Einflüsterungen der 

Satane; mögest du, Herr, mich davor behüten, daß sie sich bei mir 

einstellen." (23:97-98) 



64 

Wenn nun der Mensch hierdurch zum Gebet befähigt und darauf vor- 
bereitet ist, steht Gott ihm bei und verleiht ihm Erfolg. 
Hierbei ist es auch nützlich, daß er ein tägliches Training in 
Gottesgedenken durchführt, wobei er für einen Zeitraum von fünf 
Minuten seine zerstreuten Gedanken sammelt. 

Wenn er dann bei dieser Sache Erfolg hat, so wird er durch den 
Beistand Gottes ganz gewiß bei der Konzentration seines Geistes 
(und seiner Gedanken) im Gebet erfolgreich sein. 
Wenn er sich indessen allmählich daran gewöhnt, zu versuchen, 
über das nachzusinnen, was er vom Anfang des Gebetes bis zu seinem 
Ende spricht und was er tut, dann wird dies seinen Geist vom 
Diesseits hinweg - zu dem hinwenden, worin er sich befindet, und 
dies ist das Gebet. 

Es ist (allgemein) bekannt, daß die Gedanken dessen, der Wert 
auf eine (bestimmte) Sache legt, auf (eben) diese Sache gerichtet 
sind, und zwar so sehr, daß er, wenn er versucht, seine Gedanken 
davon abzuwenden, dies nicht vermag. Wenn das Gebet der Gegen- 
stand des Interesses des Menschen wäre, so könnte er seine Gedan- 
ken nicht von ihm abwenden, und wenn er Wert darauf legen würde, 
so wäre es ihm ein Augentrost, und seine Ruhe wäre darin. 



£4 77 



65 

ZWEITER ABSCHNITT: 

DIE WASCHUNG (WUDÜ 3 ) 

• 

Gott - er ist erhaben! - sagt: £51/ 

"Ihr Gläubigen! Wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht 
euch (vorher) das Gesicht und die Hände bis zu den Ellbogen und 
streicht euch über den Kopf und (wascht) euch die Füße bis zu 
den Knöcheln. Und wenn ihr unrein seid, dann nehmt eine (ent- 
sprechende) Reinigung vor ! Und wenn ihr krank seid oder (wenn 
ihr euch) auf einer Reise (befindet) oder (wenn) einer von euch 
vom Abort kommt oder (wenn) ihr mit Frauen in Berührung gekom- 
men seid und kein Wasser findet (um die Waschung vorzunehmen) , 
dann sucht einen sauberen hochgelegenen Platz auf und streicht 
euch (mit etwas Erde) davon über das Gesicht und die Hände! 
Gott will euch nichts auferlegen, was (euch) bedrückt. Vielmehr 
will er euch rein machen und seine Gnade an euch vollenden. 
Vielleicht würdet ihr dankbar sein." (5:6) 

ANWEISUNGEN VOR DER WASCHUNG 

(1) Sich Hüten vor den "beiden Verfluchenden" 

(Es wird überliefert) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen 
an ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - sagte: 

Hütet euch vor den beiden Verfluchenden! 

Sie sagten: Und was sind die beiden Verfluchenden, o Gesandter 
Gottes? 

Er sagte: Derjenige, der seine Notdurft auf den Wegen der Men- 
schen oder in ihrem Schatten (wo sie zu sitzen pflegen) ver- 
richtet. (2) 
£ (2) Dies überlieferten Muslim, Abu Dawud und andere. J 

Das Wort ( des Propheten ): "die beiden Verfluchenden" meint £52/ 
die beiden Dinge, die die Verfluchung nach sich ziehen, und 
dies deshalb , weil derjenige, der diese beiden Dinge ( - das 
Verrichten der Notdurft auf den Wegen oder an Sitzplätzen im 
Schatten) tut, verflucht und geschmäht wird; und da diese bei- 
den Dinge der Grund für dies (d.h. für Verfluchung und Schmä- 
hung) sind, wurden sie mit dem Verbum in Verbindung gesetzt, 



66 

und so ist es, als ob sie (selbst) die "verfluchenden (Dinge)" 

wären. (1) 

£ (1) Siehe das Buch 'at-Targib wa-t-tarhib .J 

(2) Das Verbot, in stehendes Wasser zu urinieren 

(Es wird überliefert) von Gabir - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, 
vom "Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, daß er 

verboten hat, in stehendes Wasser zu urinieren. (2) 

— — - 3 

f (2) Dies überlieferten Muslim, Ibn Mafiah und an-Nasa* i. J 

(3) Das Verbot, in fließendes Wasser zu urinieren 

Von Üäbir - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat 

verboten, in fließendes Wasser zu urinieren. (3) 

f (3) Dies überlieferte at-labaranl in al-Ausat mit gutem (gayyid) 

4 * 

isnad. J 

(4) Die Strafe für die Verleumdung und das sich-niaht-R einhalten 
von Urin 

Von Ibn c Abbäs - Gott habe Wohlgefallen an beiden -, daß der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - an zwei 
Grabern vorüberging und sagte: 

Die beiden (in diesen Grabern) werden gepeinigt, und sie werden 
nicht um einer gewichtigen Sache willen gepeinigt, aber es ist 
doch etwas gewichtiges: Was den einen der beiden angeht, so /53/ 

pflegte er Verleumdungen auszustreuen, was aber den anderen 
betrifft, so pflegte er sich nicht von seinem Urin reinzuhalten. (1) 
£~(1) Dies überlieferte al-BuharT - und dies ist einer seiner 
Wortlaute (d.h. eine der von ihm aufgeführten Varianten) 

-, (ferner:) Muslim, Abu Dawüd, at-TirmidJ, an-Nasa' i 

— 7 ~ 

und Ibn Magah. J 

In einer Überlieferung von al-Buhari und Ibn Huzaima in seinem 
Sahlh (heißt es), daß der Prophet - der Segen und das Heil seien 

* • • 

über ihm - an einer der Mauern Makkas oder Madinas vorbeiging, da 

hörte er die Stimme zweier Menschen, die in ihren Gräbern gepeinigt 

wurden. Da sagte der Prophet - der Segen und das Heil seien über 

ihm: 

Die beiden werden fürwahr gepeinigt, und sie werden nicht wegen 

einer großen (Sache) gepeinigt! 

Dann sagte er: Doch! Der eine der beiden pflegte sich nicht von 



67 

seinem Urin rein zuhalten, und der andere pflegte Verleumdungen 

auszustreuen. (2) 

£ (2) Diesen hadit hat al-Buhari unter die Überschrift gestellt: 

"Kapitel: Es gehört zu den großen Sünden, daß man sich 

8 
nicht von seinem Urin reinhält" ,J 

Al-Hattabi sagte: 

Sein Ausspruch: "und sie werden nicht wegen einer großen (Sache) 
gepeinigt" bedeutet, daß sie nicht wegen einer Sache gepeinigt 
wurden, die ihnen bedeutend schien, oder deren Verrichtung schwer 
gefallen wäre, wenn sie es hätten tun wollen; und (damit gemeint) 
ist das sich Freihalten von Urin und das Unterlassen der Ver- 
leumdung. Er (der Prophet) wollte damit nicht (ausdrücken) , daß 
das Vergehen (welches) in diesen beiden Eigenschaften (d.h. Taten) 
(liegt) nicht groß, wäre hinsichtlich der Religion, oder daß die 
Sünde in ihnen unbedeutend und leicht wäre. 

— — 8h 

Al-Hafiz c Abdal c azim sagte: 

• • ■ • 

Und aus Furcht vor einer derartigen Vermutung fügte er (etwas) 
hinzu, und er - der Segen und das Heil seien über ihm - sagte: 
"Aber es ist doch etwas gewichtiges ! " (3) 
£ (3) Siehe das Buch x at-Targib wa-t-tarhib ,J 

— 9 

Und von Abu Bakra - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird über- 
liefert, daß) er sagte: 

Während der Gesandte Gottes - der Segen und das Heil seien über 
ihm - (einmal) zwischen mir und einem anderen Mann ging, da kam 
er an zwei Gräber, dann sagte er: 

Die zwei Inhaber dieser beiden Gräber werden gepeinigt, so 
bringt mir eine Palmgerte! 

Abu Bakra sagte: Da lief iah mit meinem Gefährten um die Wette £54j 
und brachte ihm (dem Propheten) eine Palmgerte. Da spaltete er 
sie in zwei Hälften, legte dann auf dieses Grab eine und auf 
dieses Grab eine und sagte: 

Vielleicht wird (ihnen) die Pein erleichtert, solange die beiden 
(Palmgerten) noch frisch sind. Sie werden um keiner gewichtigen 
Sache willen gepeinigt: (wegen) der Verleumdung und dem Urin! (1) 
£ (1) Dies überlief er ten Ahmad und at-Tabarani in 'al-Ausat', 
und der Wortlaut ist nach ihm. J 



68 

(5) Die Vorzüglichkeit der Waschung (wu d u* ) 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird über- 
liefert, daß) er sagte: loh hörte den Gesandten Gottes - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - sagen: 

Meine Gemeinde wird am Tage der Auferstehung gerufen werden, 
mit hellen Stirnflecken, mit hellen Füßen und Bänden von den 
Spuren der Waschung . Wer nun von euch seinen Stirnfleck aus- 
dehnen kann, (indem er sich noch gründlicher reinigt) , der soll 
es tun! (2) 

C (2) Dies überlieferten al-Bufyari und Muslim. Es wurde gesagt, 
sein Ausspruch "Wer (nun von euch,..) kann" bis zu sei- 
nem Ende sei lediglich von den Worten Abu Hurairas 

'eingefügt' (mudrag ) , sei nur auf ihn zurückzuführen 

— 11 —12 13 

(mauquf) ; mehrere der huffaz haben dies erwähnt. J 

Und (der Imam) Muslim hat (eine überlief erung) von Abu Hazim - 
Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - zum Friedhof kam und sagte: 
Das Heil sei über euch, (ihr Bewohner der) Stätte gläubiger 
Leute! - und wir werden, so Gott will, euch bald nachfolgen. 
Ich wünschte, wir hätten unsere Brüder schon gesehen. 
(Die Gefährten des Propheten) sagten: Sind wir denn nicht deine 
Brüder, o Gesandter Gottes? 

Er antwortete : Ihr seid meine Gefährten, und unsere Brüder sind 
diejenigen, welche noch nicht gekommen sind. 

Sie sagten: Wie (kannst) du den von deiner Gemeinde kennen, der 
noch nicht gekommen ist, o Gesandter Gottes? 

Er sagte: Was meinst du wohl! - wenn ein Mann Pferde mit weißem £55J 
Stirnfleck und weißen Füßen hätte, zwischen ganz schwarzen Pfer- 
den, würde er nicht seine Pferde erkennen? 
Sie sagten: Doch, o Gesandter Gottes! 

Er sagte: So kommen sie (die Brüder) denn (am Tag der Auferstehung ) 
mit hellen Stirnflecken, Armen und Füßen von der Waschung (wu- 

du* ) , und ich gehe ihnen zum Teich (haud) voraus! (1) 

— . ' 14 

£~ ( 1 ) Das überlieferte der Imam Muslim und andere. J 

Und von Abu Malik al-A&^ari - Gott habe Wohlgefallen an ihm -; 

er sagte: Gottes Gesandter - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

hat gesagt: 

Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens, und (das Wort) "das 

Lob sei Gott!" füllt die Waage (am Jüngsten Tag) (als gutes 



69 

Werk) und "Gepriesen sei Gott und das Lob sei Gott!" füllen - 
oder: füllt - (alles) was zwischen dem Himmel und der Erde ist. 
Das Gebet ist ein Lieht und das Almosen ist ein Beweis, die 
Geduld ist ein Glanz und der Qur s an ist ein Argument für dioh 
oder gegen dioh. Alle Menschen stehen morgens auf, und (jeder) 
verkauft (dann) seine Seele und schenkt ihr so die Freiheit oder 

richtet sie zugrunde. (2) 

— T 1 5 

Z~ (2) Dies überlieferten der Imam Muslim und at-Tirmidi. J 

Von Tauban - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat 

gesagt: 

Seid aufrichtig - aber ihr werdet es nicht tun können; und 

wisset, daß die beste eurer Taten (die ihr verrichten könnt) 

das Gebet ist, und niemand wird sich beständig an die Waschung 

halten, außer einem Gläubigen. (3) 

— — — 1 R 

£~(3) Dies überlieferte Ibn Mag"ah mit 'gesundem' (sahih) isnad.J 



• • • 



(6) Vor der Waschung £.56 'J 

(Es wird überliefert) von Ibn c Umar, daß der Prophet - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: 

Wenn einer von euch aus seinem Schlaf erwacht, so soll er seine 
Hand nicht in das (Wasser-) Gefäß (für die Reinigung) tauchen bis 
er sie dreimal gewaschen hat, denn er weiß nicht, wo seine Hand 
übernachtet hat, oder wo seine Hand sich umherbewegt hat. (1) 
/T (1) Dies berichtete ad-Daraqutni, und er sagte: sein isnad 
ist 'gut' (hasan) . J 

(7 ) Die Art und Weise (der Verrichtung) der Waschung 

(Es wird überliefert) von c Abdallah ibn Zaid ibn c Äsim, daß zu 

ihm gesagt wurde: 

Verrichte vor uns die Waschung so wie es der Gesandte Gottes - 

Gott segne ihn und schenke ihm Heil - getan hat! 

Da verlangte er nach einem Gefäß (mit Wasser) , dann goß er aus 

ihm (Wasser) auf seine beiden Hände und wusch sie beide dreimal. 

Dann tauchte er seine Hand (in das Gefäß) und führte sie (mit 

Wasser in der Handfläche wieder) heraus, dann spülte er den 

Mund und zog aus einer Handfläche Wasser in die Nase, und dies 

tat er dreimal. 



70 

Dann tauchte er seine Hand ein und führte sie (wieder) heraus 
und wusch dreimal sein Gesicht. Dann tauchte er seine Hand 
(wieder) ein, führte sie dann heraus und wusch zweimal seine 
Bände (d.h. seine Unterarme) bis zu den Ellenbogen. 
Dann tauchte er seine Hand (wieder) ein, führte sie heraus und 

strich sich über den Kopf, und er begann (dabei) mit seinen 

1 8 
Händen vorne und führte sie (dann) nach hinten , dann wusch er 

seine beiden Füße bis zu den Knöcheln. 

Dann sagte er: So war die Waschung des Gesandten Gottes - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil! (2) 

r 19 

£ (2) 'übereinstimmend anerkannt' (muttafaqun ^alaihi) ; der 

p _ 

Wortlaut ist nach Ahmad (ibn Hanbai) ,J 

• « ' 

(Es wird weiter überliefert) von Abu R~a.fi , daß der Gesandte £S7j 
Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, wenn er die 
Waschung verrichtete, seinen Ring (am Finger) bewegte (damit 

das Wasser den ganzen Finger benetze) . (1) 

— — — 22 

£ (1) Dies berichteten Ibn Mafiah und ad-Daraqutni. J 

Und von c Abdallah ibn c Amr (!) ; er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
blieb während einer Reise (hinter uns) zurück und holte uns dann 
ein, wobei wir das Nachmittags (gebet) verzögert hatten. So 
begannen wir die Waschung vorzunehmen und über unsere Füße zu 
streichen (statt sie zu waschen) . 

( c Abdallah ibn c Amr) sagte: Da rief er (der Prophet) mit seiner 
lautesten Stimme zwei oder drei mal: 
Wehe den Fersen wegen des (Höllen) f euer s ! (2) 

£ (2) 'übereinstimmend anerkannt' (muttafaqun c alaihi) ; arhaqna 
l- c asra (bedeutet): wir zögerten es (das Nachmittagsgebet) 

hinaus; es wird auch überliefert: arhaqana l- c asru, was 

24 ' 

bedeutet: seine Zeit ist herangenaht. J 

Und unser Meister c Utman verlangte nach Wasser für die Waschung 3 
dann vollzog er die Waschung : er wusch zuerst dreimal seine 
Handflächen, dann spülte er (den Mund) aus und zog Wasser in die 
Nase (um sie zu reinigen) . Dann wusch er dreimal sein Gesicht; 
dann wusch er seine rechte Hand (einschließlich des Unterarms ) 
bis zum Ellenbogen dreimal, dann wusch er seine linke Hand eben- 
so, dann strich er über seinen Kopf; dann wusch er seinen rech- 
ten Fuß bis zu den Knöcheln dreimal, dann wusch er den linken 
ebenso . 



71 



Danach, sagte er: Ich sah den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - die Waschung so verrichten, wie ich sie hier- 
mit verrichtet habe, und der Gesandte Gottes - Gott segne ihn 
und schenke ihm Eeil - sagte dann: 

Wer die Waschung (zum Gebet) gemäß dieser meiner Waschung vor- 
nimmt, sich dann hinstellt und zwei Gebetseinheiten (rak c a) ver- 
richtet und sich in ihnen nicht mit anderen Dingen (als dem 
Gebet) beschäftigt , dem wird vergeben, was von seiner Sünde 
vorausging (d. h. dem werden die bereits begangenen Sünden ver- 
geben) . 
Ibn Sihab sagte: Unsere Gelehrten pflegten zu sagen: 

Diese (Art der) Waschung ist die vollkommenste Art und Weise, 

27 
auf die sich jemand zum Gebet waschen kann. 

c Utman sagte, nachdem er die Waschung verrichtet hatte: /58J 

Bei Gott! Ich werde euch einen hadit berichten; bei Gott! - 
wäre im Buche Gottes (d.h. im Qur J an) nicht ein (bestimmter) 
Vers, so würde ich es euch nicht berichten! Ich hörte den Ge- 
sandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagen: 
Kein Mann wäscht sich (zum Gebet) und führt seine Waschung gut 
durch und betet dann das Gebet, ohne daß ihm (an Sünden) das 
vergeben würde, was zwischen ihm liegt und dem Gebet, welches 
dem (eben verrichteten) folgt. 
c Urwa sagte: Der (besagte) Vers ist: 

"Diejenigen, die verheimlichen, was wir an klaren Beweisen und 
Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem wir es den Menschen in 
der Schrift klar gemacht haben, werden von Gott verflucht und 
von (allen) denen, die (überhaupt) verfluchen (können)." 
(2:159) (1) 

Cd) (Surat) al-Baqara/2: 159 ; den hadit überlieferte Muslim 
%n dieser Art. J 



(8) Das Wasser ist rein 

Von Abu Umama al-BahilT - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird 

überlief ert, daß) er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

sagte : 

Nichts verunreinigt das Wasser, außer das, was seinen Geruch, 

seinen Geschmack und seine Farbe verändert (w. das, was über 

seinen Geruch. , . vorherrscht, dominiert) . (2) 



72 

/" (2) Dies überlieferte Ibn Matfah, und Abu Hatim (ibn Hibban) 

29 ' 
erklärte es für 'schwach' (da if). J 

Al-Baihaqi sagt: Das Wasser ist rein 3 es sei denn, daß sich sein 

Geruch, sein Geschmack oder seine Farbe durch etwas Unreines 3 

das hineingelangt (w. durch eine Unreinheit, die darin verursacht 
wird), verändert. 

— 30 
(9 ) Das Zahnholz (siwak) 

(Es wird überliefert) von C A* isa - Gott habe Wohlgefallen an ihr -, 
daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
gesagt hat: 

Das Zahnholz ist ein Mittel zur Reinigung des Mundes und ein /'S 9/ 

Mittel (zur Erlangung) des Wohlgefallens des Herrn. (1) 



/~(1) Dies überlieferten an-Nasa'i, und Ibn Huzaima und Ibn 
Hibban in ihren beiden Sahih-Werken; und at-Tabarani 

• « • • • • 

überlieferte es in ' al-Ausat ' und ' al-Kabir ' als hadit 

des Ibn c Abbas und fügte hinzu: 

31 
' - und ein Mittel zur Aufhellung des Blickes . 'J 



Und von Abu Huraira, vom Propheten - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - , der sagte: 

Wenn es nicht so wäre, daß ich (damit) die Gläubigen - und im 
hadit des Zuhair: meine Gemeinde - zu sehr belasten würde, so 
hätte ich ihnen sicherlich bei jedem Gebet (die Benutzung ) des 

Zahnholzes befohlen. (2) 

3 2 
f (2) Dies überlieferte Muslim. J 

Es berichtete uns Abu l-Mutawakkil , daß Ibn Abbas ihm berichtet 

habe, daß er eines Nachts beim Propheten - Gott segne ihn und 

schenke ihm Heil - übernachtete. Da stand der Prophet Gottes - 

Gott segne ihn und schenke ihm Heil - im letzten Teil der Nacht 

auf, dann ging er hinaus und betrachtete den Himmel (w. blickte 

zum Himmel) , dann rezitierte er diesen Vers in der surat Äl c Im- 

ran: 

"In der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Wechsel von 

Tag und Nacht liegen Zeichen für diejenigen, die Verstand haben, 

die im Stehen, Sitzen oder Liegen Gottes gedenken und über die 

Erschaffung der Himmel und der Erde nachsinnen (und sagen): Unser 



73 

Herr! Du hast das (alles) nicht umsonst geschaffen. Geprie- 
sen seist du! Bewahre uns vor der Strafe des Höllenfeuers!" 
(3:19o-191) 

Dann kehrte er ins Haus zurück, reinigte (seine Zähne) mit 
dem Zahnholz und vollzog die Waschung , dann stellte er sich 
hin und betete; danach legte er sich nieder. 
Hierauf stand er (wieder) auf, ging hinaus, betrachtete den 
Himmel und las diesen Vers, dann kehrte er zurück, reinigte 
(seine Zähne) mit dem Zahnholz und wusch sich zum Gebet, 
dann stellte er sich hin und betete. (3) 
£ (3) Dies überlieferte Muslim. J 

(10) Das Beginnen mit rechts 33a 

(Es wird überliefert) von C Ä' i£a: sie sagt«: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
liebte es fürwahr, bei seiner Reinigung , wenn er sich reinig- fSOj 
te, bei seinem Kämmen, wenn er sich kämmte, und beim Anzie- 
hen seiner Sandalen, wenn er diese anzog, von rechts zu be- 
ginnen. (1) 
f (1) Dies überlieferte Muslim in seinem Sahih. J 

Der Imam an-Nawawi sagt hierüber in seinem Kommentar zum 
Sahih Muslim: 

• • • 

"(Der Prophet -) Gott segne ihn und schenke ihm Heil - liebte 
das Beginnen mit rechts bei seiner Reinigung , wenn er sich 
reinigte, bei seinem Kämmen, wenn er sich kämmte, und beim 
Anziehen seiner Sandalen, wenn er diese anzog. (2) 
f~ ( 2 ) Dies überlieferte Muslim in seinem Sahih (s.o.) .7 

• • • 

Dies ist eine bleibende Regel im Religionsgesetz (h"ar c ) ,und 
sie besteht darin, daß es bei dem, was aus der Absicht der 
Ehrung (des Menschen) heraus getan wird, erwünscht ist, daß 
man dabei rechts beginne , wie (beispielsweise) das Anziehen 
des Gewandes , der Hosen oder der Schuhe, das Betreten der 
Moschee, (die Benutzung) des Zahnholzes , das Schwärzen der 
Augenlider (mit Kollyrium) und das Nägelschneiden, das Kür- 
zen des Schnurrbartes , das Frisieren (w. Kämmen - targil) 
des Haares - und das heißt, es zu kämmen (mast) -, das Ent- 
fernen der Haare in der Achselhöhle, das Rasieren des Kopfes, 
der Heilsgruß beim Gebet, das Waschen der Körperglieder (die 



74 

bei) der Reinigung (zu waschen sind), das Heraustreten aus der 

Toilette, das Essen und Trinken, die Begrüßung durah Hände- 

3 5 
druck, das Berühren des schwarzen Steines und dergleichen 

mehr von dem, was diesem gleichbedeutend ist. 

Was aber das angeht, was dem entgegengesetzt ist, wie das Betre- 
ten der Toilette, das Heraustreten aus der Moschee, das Schneu- 
zen, die Reinigung der Ausscheidungsorgane (nach dem Aufsuchen 
der Toilette) , das Ausziehen des Gewandes , der Hosen und der Schuhe, 
und was dem gleicht, so ist es erwünscht, hierbei von links zu 
beginnen, und dies alles (tut man) um der Würde der rechten 
Seite und ihrer Ehre willen; doch Gott weiß es (gewiß) beson- 

* +, 36 
ders gut! 

Die Gelehrten sind sich einig (in der Meinung) , daß das Vorzie- 
hen der rechten Seite vor der linken im bezug auf die beiden 

— 37 

Hände und Füße bei der Waschung (wudu* ) eine sunna ist, die - 

3 8 ' 

wenn jemand ihr zuwiderhandelt - (ohnehin nur) das Vorzu- 

39 
ziehende ist , und seine Waschung ist (jedenfalls) korrekt 

(d. h. gültig ) . " 

(11) Was die Waschung nicht aufhebt £ß 17 

Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - hat gesagt: Es gibt 

keine Waschung (d.h. sie ist bei nichts verpflichtend) außer 

41 
aufgrund einer Ausscheidung (hadat) . 

Und es wird (aufgrund der Autorität) von £abir berichtet, daß 

sich der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - auf dem 

— — c 42 

Kriegszug von Bat ar-riqa befand, als ein Mann (während des 

Gebetes) von einem Pfeil getroffen wurde und sehr viel Blut ver- 
lor. Dann beugte (dieser Mann) sich und warf sich nieder und 
fuhr in seinem Gebet fort. 

Und al-Hasan sagte: Die Muslime hörten in ihren Wunden nicht 
auf, zu beten. 

Tawüs, Muhammad ibn c Ali, c Ata* und die Leute des Higaz sagten: 

• * • * 

Beim (Ausfließen von) Blut ist keine (erneute) Waschung (zum 

Gebet erforderlich) : 

Ibn c Umar drückte eine Pustel aus und es trat Blut aus ihr 
heraus, und er verrichtete keine (erneute) Waschung . 
Und Ibn abi Aufa spie Blut aus und fuhr in seinem Gebet fort. 
Ibn c Umar und al-Hasan sagten bezüglich dessen, der sich schröp- 
fen läßt: Es obliegt ihm nur (!) , die Schröpf stellen am 



75 
Körper zu waschen. (1) 

£ (1) Dies (d.h. alle Überlieferungen dieses Abschnitts ) über- 

- - 44 
lieferte al-Buhari. J 

Und Gabir ihn ^Abdallah sagte: 

Wenn er (d.h. jemand) im Gebet lacht, wiederholt er das Gebet, 

aber die Waschung wiederholt er nicht. (2) 

— — 4 5 
£ (2) Dies überlieferte al-Buhari. J 

Und vo/i Talq ibn c Ali - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 3 er 

sagte: Ein Mann sagte: Ich habe meinen Penis berührt; - oder 

4 6 
er (Talq) sagte: Ein Mann berührt seinen Penis - im Gebet ; 

muß er (nun erneut) die Waschung vornehmen? 

Da sagte der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil: £S2J 

Nein, (denn) er (der Penis) ist (ja) nur ein Teil von dir. (1) 

-47 - 

C (1) Dies überlieferten die fünf (Imame) , und Ibn Hibban 

erklärte es für 'gesund' (sahih), und Ibn al-Madini 

sagte: Er (dieser hadit) ist besser als der hadit der 

Busra. J 

(12) Keine Waschung hat der, welcher eine Stelle (von der 
Größe) eines Fingernagels ausläßt 

Von c Umar ibn al-Hattab - Gott habe Wohlqef allen an ihm - 
(wird überliefert) , daß ein Mann die Waschung vollzog und 
(dabei) eine Stelle (von der Größe) eines Fingernagels an 
seinem Fuß ausließ, und der Prophete - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - beobachtete ihn und sagte dann: 

Kehre zurück und verrichte deine Waschung besser! 

49 
So kehrte er ; dann betete er. 

(13 ) Die Vorzüqlichkeit dessen, der im (Zustand) der Waschung 
die Nacht zubringt 

Von al-Bara' ibn c Azib (wird überliefert, daß) er sagte: 
Der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: 
Wenn du zu Bett gehst, so nimm die Waschung vor wie du sie 
zum Gebet vornimmst, dann lege dich nieder auf deine rechte 
Seite, dann sprich: "0 Gott, ich habe mein Angesicht dir er- 
geben, und ich habe dir meine Sache überlassen, und ich habe 
meinen Rücken dir zum Schutze anvertraut, im Verlangen nach - 
und in Ehrfurcht vor - dir. Es gibt keinen Zufluchtsort und 
keine Sicherheit vor dir, außer zu dir! Gott, ich glaube 



76 



an die Schrift, die du herabgesandt hast, und (an) deinen 
Propheten, den du entsandt hast!" - und wenn du (dann) in 
dieser Nacht stirbst, so befindest du dich in der 'natür- 
lichen Veranlagung ' (fitra) ; und mache sie (d.h. diese 
Worte) zum letzten, was du (vor dem Schlafen) sprichst. 
Er (d.i. al-Bara 3 ) sagte: 

So wiederholte ich sie (d.h. diese Worte) vor dem Propheten 
- Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, und als ich (die 
Stelle:) "0 Gott, ich glaube an die Schrift, die du herab- 
gesandt hast" erreichte, sagte ich: 

"und (an) deinen Gesandten, den du entsandt hast", (aber) 
er sagte: 

Nein, (sondern: ) "und (an) deinen Propheten, den du ent- 
sandt hast". (2) 
£ (2) Dies überlieferte der Imam al-Buhari. J 

(14) Das Gebet nach (dem Verrichten) der Waschung f& zj 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird 

überliefert) , daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 

schenke ihm Eeil - zu Bilal gesagt habe: 

Bilal, berichte mir über die hof 'fnungsv erheiß endste Tat, 

die du im Islam verrichtet hast, (denn) ich habe das Auftre- 

52 
ten (1) deiner Sandalen vor -mir im Paradies gehört. 

Er antwortete: Ich habe keine Tat verrichtet, die in meiner 

Sicht ho f fnungsv erheißender wäre, als daß ich niemals zu 

(irgend) einer Stunde des Nachts oder am Tage die Reinigung 

vorgenommen habe, ohne mit dieser Reinigung (das) zu beten, 

was mir vorherbestimmt war, daß ich es beten würde. (2) 

f (1) Ad-duff, mit dem u-Vokal: das Geräusch der Sanda- 
len beim Gehen. 

— — 53 

(2) Dies überlieferten al-Buhari und Muslim. J 



77 
(15) Das Bad (gu'sl) am Freitag 

Von Samura ibn Gundub (wird überliefert) , daß der Prophet 
Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: 
Wenn jemand für (das Gebet) am Freitag die Waschung (wudu 3 ) 
vornimmt 3 so ist es gut, und (zwar) sehr gut; und wenn jemand 
sich badet (igtasala) 3 so ist dies besonders vorzüglich. ( 3 ) 
£ (3) Dies überlieferten Ahmad, Abu Dawud, at-Tirmidi und 
an-Nasa* i. J 

Und (man überliefert) von al-Fakih ibn Sa c d - und er hatte 
(den Rang der) Gefährtenschaft (suhba) - 3 daß der Prophet 

- Gott' segne ihn und schenke ihm Heil - am Freitag zu 

57 
baden pflegte, und (ebenso) am Tag von 'Arafa , am Tag des 

58 59 — 

Fastenbrechens und am Tag des Opferns . Und al-Fakih 

ibn Sa c d pflegte seiner Familie an diesen Tagen das Baden 

zu befehlen. (4) 

£~ (4) Dies überlieferte ^Abdallah ibn Ahmad im Musnad. J 



78 



DRITTER ABSCHNITT: 
DIE MOSCHEEN 



(1) Die Moscheen Gottes £67j 

C — c — 

(Es wird überliefert) von Utman ihn Affan - Gott habe Wohl- 
gefallen an ihm - (daß) er sagte: 

loh hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - sagen: 
Wer für Gott eine Moschee baut, dem baut Gott ihresgleichen im 

Paradiesgarten. (1) 

— — 2 

f (1) Dies überlieferte Ibn Hibban in seinem Sahih J 

• • • • 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - (zu 
seinen Gefährten) sagte: 

Soll ich euch nicht auf das hinweisen, womit Gott die Sünden 
auslöscht und wodurch er (die Menschen) um Stufen erhöht? 
Sie sagten: Doch, o Gesandter Gottes! 

Er sagte: Reichlich die Waschung vornehmen, trotz der wider- 
wärtigen Umstände (in denen man sich befinden mag) und viel 
Schritte machen zu den Moscheen; und das Erwarten des (nach- 
folgenden) Gebetes nach dem Gebet. Denn dies ist (euch) die 

— .3 

Verteidigung (ribat), denn dies ist (euch) die Verteidigung ! 

(2) 

— 4 

£ (2) Dies überlieferte der Imam Muslim. J 

Und von Abu Sa c id al-Hudri - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
vom Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - (der) 
sagte : 



Wenn ihr einen Mann seht, der daran gewöhnt ist, die Moscheen 

zu besuchen, so bezeuget ihm seinen Glauben! - Gott - er ist 

mächtig und erhaben! - hat gesagt: 

"Die Moscheen Gottes sollen von denen aufgesucht u/erden, die 

an Gott und den Jüngsten Tag glauben, das Gebet verrichten, die 

Almosensteuer geben und niemand fürchten außer Gott. Vielleicht 

gehören (eben) sie zu denen, die rechtgeleitet sind. (9:18)" 

(3) 

£ (3) Dies überlieferte at-Tirmidi und er sagte: ein 'guter' 

(hasan) hadit; der Qur* an-Vers ist Nr. 18 in der Surat 

at-Tauba (9).J 8 



79 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - , daß £68/ 

der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

gesagt hat: 

Einer von euch (d.h. jeder von euch) bleibt solange im Gebet , 

wie das Gebet ihn (tatsächlich ganz und gar) in Anspruch 

nimmt (und) nichts außer das Gebet ihn daran hindert, sich 

seiner Familie zuzuwenden. (1) 

g 

/" ( 1 ) 'Übereinstimmend anerkannt' .J 

Und (ebenfalls) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an 
ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - sagte: 

Die Engel segnen einen (jeden) von euch 3 solange er sich an 
seinem Gebetsplatz befindet, an dem er betet, (und) solange 
er nicht 'etwas tut, das den Zustand der rituellen Reinheit 
aufhebt' (yuhdit) . Sie sagen: "0 Gott, vergib ihm! Gott, 

sei ihm barmherzig!" (2) 

— — 11 
f (2) Dies überlieferte al-Buhari.J 

(Es wird überliefert) von Abu d-Darda 3 - Gott habe Wohlgefallen 
an ihm -, vom Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -; 
er sagte: 

Wer in der Dunkelheit der Nacht (zu Fuß) zur Moschee geht, der 
wird am Tage der Auferstehung Gott - er ist mächtig und erha- 
ben - mit Licht antreffen. 

Dies überlieferte at-Tabarani in al-Kabir mit einem 'guten' 

-12 - - 

isnad , und Ibn Hibban in seinem Sahih, und sein Wortlaut 



• • • 



(ist folgendermaßen) : Er sagte: 

Wer in der Dunkelheit der Nacht (zu Fuß) zur Moschee geht, dem 

13 
wird Gott am Tage der Auferstehung Licht geben. 

( 2 ) Verschiedenes bezüglich der Moscheen 

Von c A'isa - Gott habe Wohlgefallen an ihr -; sie sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

hat den Bau der Moscheen inmitten der Häuser befohlen, und £69j 

daß sie sauber gehalten und wohlriechend gemacht würden. (1) 

£ (1) Dies überlieferten Ahmad und Abu Dawud und at-Tirmidl, 

und (letzterer) erklärte seinen irsal für 'gesund' 

(sahih) .J 



80 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird 

überliefert) daß c Umar - Gott habe Wohlgefallen an ihm - an 

— Iß 
Hassan vorbeiging, als dieser in der Moschee (Gedichte) 

rezitierte; da blickte ( Umar vorwurfsvoll) zu ihm hin, aber 

(Hassan) sagte : 

Ich habe schon darin (d.h. in der Moschee) rezitiert, während 

1 7 
darin jemand war , der besser ist als du ! (2) 

1 8 
C (2) 'Übereinstimmend anerkannt ' ,J 

(Ebenfalls) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, 

daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil 

- sagte: 

Wenn ihr jemanden seht, der in der Moschee verkauft oder 

kauft, so sagt zu ihm: Gott möge deinen Handel nicht einträg- 
ig 
lieh sein lassen! (3) 

£~ (3) Dies überlieferten an-Nasa 3 i und at-Tirmidi, und (letz- 

terer) erklärte ihn für 'gut' (hasan) .7 

Von Anas - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat gesagt: 

Mir wurden die Belohnungen (für die guten Taten der Angehöri- 
gen) meiner Gemeinde vorgeführt, (und zu diesen guten Taten 
gehörte) sogar das Hälmchen, das der Mann aus der Moschee 
trägt. (4) 

£ (4) Dies überlieferten Abu Dawud und at-Tirmidi - und er 

- -21 

erklärte ihn (den hadit) für 'fremd' (garib) j und 

' ~ " -22 

Ibn Huzaima erklärte ihn für 'gesund' (sahih) .7 

Von Abu Qatada - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der") sagte: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat gesagt: 

Wenn einer von euch die Moschee betritt, so soll er sich 
nicht hinsetzen, bis er zwei Gebetseinheiten (rak c ataini) 

gebetet hat. (5) 

23 

£ (5) 'übereinstimmend anerkannt' .7 

Von Gabir - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat gesagt: 
Wer Zwiebeln oder Knoblauch gegessen hat, der soll sich von 



81 

uns fernhalten - oder: der soll sich von unseren Moscheen 
fernhalten, und er soll in seinem Haus sitzen (bleiben) ! (1) £70j 

£~ (1) Dies überlieferten al-Buhari, Muslim, Abu Dawud, at- 

— — — *24 

Tirmidi und an-Nasa 3 i. J 

- Und nach einer (Parallel-) Überlieferung : 

Wer die Zwiebel, den Knoblauch und den Lauch ißt, der soll 

sich keinesfalls unserer Moschee nähern, denn (auch) die 

Engel werden durch das gekränkt, wodurch die Söhne Adams 

2 5 
gekränkt werden. 

(3 ) Das Gemeinschaftsgebet 

Zu dem, was aufs engste mit den Moscheen im Zusammenhang 
steht, gehört das Gemeinschaftsgebet. 

(Es wird überliefert) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefal- 
len an ihm - (daß) er sagte: Der Gesandte Gottes - Gott 
segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 
Das Gebet des Mannes in einer Gemeinschaft wird (hinsicht- 
lich seines Wertes und Lohnes) fünfundzwanzig fach über 
sein Gebet in seinem Haus oder auf seinem Markt vervielfacht. 
Und dies deshalb, weil er - wenn er sich (zum Gebet) wäscht 
und die Waschung (möglichst) gut durchführt, dann zur Moschee 
hinausgeht, wobei ihn nichts außer das Gebet hinaustreibt - 
(weil er dann) keinen Schritt tut, ohne daß ihm dadurch eine 
Rangstufe (die er innehat) erhöht würde und ihm dadurch eine 
Sünde abgenommen würde. Wenn er nun betet, hören die Engel 
nicht auf, ihn zu segnen, solange er sich an seinem Gebets- 
platz befindet und solange er nicht 'etwas tut, das den Zu- 
stand der rituellen Reinheit aufhebt' (yuhdit) , (indem) 
sie sagen: "0 Gott, segne ihn! Gott, sei ihm barmherzig ! " 
Und er bleibt (nachdem er gebetet hat) weiter im (Zustande 
des) Gebet ( es ) , solange er das (nachfolgende) Gebet erwartet. 
(2) 

£ ( 2) 'Über einstimmend anerkannt'; und dies ist der Wortlaut 

— — 27 
nach al-Buhari. _J 

Von Ibn Massud - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Wenn es jemanden erfreut, daß er (falls er stürbe) Gott - 
er ist erhaben! - morgen als Gottergebener (muslim) begegne, 
dann soll er diese Gebete einhalten, wo sie ausgerufen /? ' lj 



82 

werden. Denn Gott hat eurem Propheten - Gott segne ihn und 

2 8 

schenke ihm Heil - die 'Handlungsweisen' (sunan) der Recht- 
leitung zum Gesetz gegeben, und sie (d.h. die Gebete) gehö- 
ren zu der Reahtleitung . Und wenn ihr (nun) in euren Häusern 
beten würdet, wie dieser Zurückbleibende in seinem Haus betet, 
so würdet ihr (ja) die Handlungsweise (sunna) eures Propheten 

unterlassen, und wenn ihr die Handlungsweise eures Propheten 

29 
verließet, würdet ihr fürwahr irregehen! Ich habe eine Zeit 

erlebt , wo keiner (vom Gemeinschaftsgebet) fernblieb , außer 

ein für seine Heuchelei bekannter Heuchler; (ga) man pflegte 

(sogar) den (alten, schwachen) Mann auf zwei Männer aufgestützt 

herbeizubringen, so daß er in die Reihe (der Betenden) gestellt 

würde. (1) 

3 1 
£~ (1) Dies überlieferte Muslim. _7 

Und in einer (anderen) Überlieferung (heißt es): 

32 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

33 

lehrte uns die 'Handlungsweisen der Rechtleitung' , und zu 

den 'Handlungsweisen der Rechtleitung ' gehört das Gebet in 

34 

der Moschee , in welcher der Gebetsruf ausgerufen wird. 

Und von c Utman ibn ^Affan - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
(der) sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn 
und schenke ihm Heil - sagen: 

Wenn einer das späte Abendgebet (al-isa*) in der Gemeinschaft 

3 5 
verrichtet , so ist das, als ob er die halbe Nacht (im Gebet) 

3 6 
gestanden hätte, und wenn jemand das Morgengebet in einer 

Gemeinschaft verrichtet, so ist das, als hätte er die ganze 

Nacht gebetet. (2) 

3 7 
£ (2) Dies überlieferte Muslim. J 

In der Überlieferung des (Imam) at-Tirmidi (heißt es): 
Von c Utman ibn c Affan - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 
sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - hat gesagt: 

Wer beim späten Abendgebet (al- c isa 3 ) in einer Gemeinschaft an- 
wesend ist, für den ist es (so wie) das (im Gebet) Stehen einer 
halben Nacht, und wer beim späten Abendgebet und (dem) Gebet 
der Morgendämmerung in einer Gemeinschaft anwesend ist, für den 

ist es wie das (im Gebet) Stehen (während) einer ganzen Nacht. (3) 

— — — 3 8 

/"(3) At-Tirmidi sagte: ein 'guter' (hasan) ' gesunder '( sahih) hadit.J 

~ 9 • • • * 



83 



VIERTER ABSCHNITT: 



VON DEN REGELN 2 DES GEBETS 



DAS GEBET! DAS GEBET.' 2 {7 5/ 

(1 ) Das Gebet und die Sühne der Sünden 

(Es wird überliefert) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (daß) er sagte: 

Iah hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - sagen: 

Was meint ihr, wenn an der Tür des einen von euch ein Fluß wäre, 

von dem (d.h. von dessen Wasser) er sich jeden Tag fünfmal 

waschen würde (oder: baden würde), bliebe dann (noch) etwas von 

seinem Schmutz (an ihm)? 

Sie (d.h. die Gefährten des Propheten) sagten: 

Es bliebe nichts von seinem Sahmutz (anihm). 

Er sagte: Dies ist das Gleichnis der fünf Gebete; Gott wischt 

durah sie die Sünden aus! (1) 

£ (1) 'übereinstimmend anerkannt' . J 

Und (ebenfalls) von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an 

ihm -, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - sagte: 

Die fünf Gebete und der Freitag bis zum (nächsten) Freitag sind 

eine Sühne für das, was zwischen ihnen (an Sünden) liegt, 

solange man sich nicht großen Sünden nähert. (2) 

£ (2) Dies überlieferte der Imam Muslim. J 

Und von c Utman ibn c Affän - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
(der) sagte: 

Iah hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - sagen: 

Es gibt keinen muslimischen Mann, bei dem sich (die Zeit für) 
ein vorgeschriebenes Gebet einstellt, (und der) daraufhin die 
Waschung dafür (möglichst) gut durchführt und (ebenso) die De- 
mut in ihm (dem Gebet) und die Beugung (ruku c ) dabei, außer daß 
es eine Sühne für das ist, was sich davor (bei dem Mann) an 
Sünden befand, solange man sich keiner schweren Sünde nähert, 



84 



und dies (gilt) die gesamte Zeit über. (3) 
/" (3) Dies überlieferte Muslim. J 

(2) Das Gebet und die Schau Gottes f7 6j 

Von Garir ibn ^Abdallah al-Bag*ali - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (der) sagte: 

Wir waren beim Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - 3 da schaute er in der Vollmondnacht zum Mond und sagte 

dann : 

Ihr werdet euren Herrn sahauen 3 wie ihr diesen Mond seht 3 

wobei euch (dann) bei seiner Schau nicht Unrecht zugefügt 

g 

wird. Wenn ihr also dazu imstande seid 3 euch nicht von einem 

Gebet vor dem Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang 

g 
abhalten zu lassen 3 so tut es! (1) 

/" (1) 'übereinstimmend anerkannt ' ,J 

Und in einer (Parallel-) Überlieferung (heißt es): 

Da schaute er in der Nacht (da der Mond) vierzehn (Tage alt 

1 1 
ist) zum Mond. 

1 2 

(3) Die Wichtigkeit des Nachmittagsgebetes 

Von Buraida - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Der Gesandte Gottes. ~ .Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat gesagt: 
Wer das Nachmittags gebet unterläßt 3 dessen Werke sind zunichte 

geworden. (2) 

— — 13 
/T ( 2 ) Dies überlief e vte al-Buhari.J 

(4 ) Zeiten 3 in denen es kein Gebet gibt 

Von Abu Sa id al-Hudri - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

(der) sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn 

und schenke ihm Heil - sagen: 

Es gibt kein Gebet nach dem Morgen(gebet) 3 bis die Sonne 

aufgeht; und es gibt kein Gebet nach dem Nachmittag ( sgebet) 3 

bis die Sonne untergeht. (3) 

£ (3) 'übereinstimmend anerkannt 1 ; und der Wortlaut von 

Muslim: Es gibt kein Gebet nach dem Gebet der Morgen- 

dammerung . J 



85 

Und er (d.h. der Imam Muslim) hat (eine Überlieferung) von [77j 

c Uqba ihn c Ämir: 

(Es sind) drei Zeiten, in denen zu beten und unsere Toten zu 
begraben uns der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 
ihm Heil - zu verbieten pflegte: Zum Zeitpunkt, da die Sonne 
aufgehend heraufsteigt, bis sie (etwas) höher steht; und zum 
Zeitpunkt, da die Sonne im Meridian steht, bis sie (wieder) 
sinkt; und zum Zeitpunkt, da die Sonne sich neigt um unterzuge- 
hen. (1) 
f (1) Dies überlieferte Muslim. J 

(5) Das Gerademachen der Reihen (der Betenden beim Gemein- 
schaftsgebet) 

Von Anas - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, vom Propheten - 

Gott segne ihn und schenke ihm Beil - (der) sagte: 

Macht eure Reihen gerade, denn das Gerademachen der Reihen 

7 R 

gehört zur Verrichtung des Gebetes. 

Und von an-Nu c man ibn BaUir (der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

pflegte unsere Reihen geradezumachen, wenn wir uns zum Gebet 

hinstellten, und (erst) wenmoir in geraden Reihen standen, 

— 17 18 

sagte er "Allahu akbar" (und trat somit in das Gebet ein). (2 !) 

— — — 19 

£ (2) Dies überlieferte Abu Dawud. J 

(6 ) Das zur Ruhe Kommen im Gebet 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Pro- 
phet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - die Moschee betrat, 
da trat ein Mann ein und betete. Danach kam er und grüßte den 
Propheten - Gott segne ihn- und schenke ihm Heil - und der Pro- 
phet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - erwiederte ihm 
gegenüber (den Gruß), dann sagte er: 

Kehre zurück und bete (von neuem), denn du hast nicht gebetet. 
- Da betete er, dann kam er und grüßte den Propheten - Gott [7 8J 

segne ihn und schenke ihm Heil - , dann sagte (dieser) - drei- 
mal - : 

Kehre zurück und bete, denn du hast nicht gebetet. 
(Und) er sagte (weiter) : Wenn du dich zum Gebet hinstellst , 



86 

dann sage "Gott ist sehr groß!" , dann rezitiere vom Qur'än, 
was dir leichtfällt. Dann beuge dich, bis du in der Beugung zur 
Ruhe kommst, dann richte dich (wieder) auf, bis du gerade (und) 
aufrecht stehst, dann wirf dich nieder, bis du in der Niederwer- 
fung zur Ruhe kommst, dann erhebe dich, bis du im Sitzen zur 
Ruhe kommst, dann wirf dich (ein zweites Mal) nieder, bis du 

in der Niederwerfung zur Ruhe kommst, (und) dann tue dies in 

21 
deinem ganzen Gebet! 

(7) Über die Art und Weise (der Verrichtung) des Gebetes (1) 

Z~ ( 1 ) Diese hadite über die Art und Weise des Gebetes ergänzen 
sich gegenseitig und einige von ihnen erwähnen das, was andere 
nicht erwähnen, und sie stimmen überein in der Deutlichkeit der 
Art und Weise des Gebetes .7 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Pro- 
phet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: 
Wenn du zum Gebet hinstehst, dann verrichte zuerst die Waschung 

(wudu* ) in vollständiger Weise, dann stelle dich in Richtung der 

* 22 
qibla hin und sage: "Gott ist sehr groß!" Dann rezitiere vom 

Qur 3 an, was dir leicht fällt, dann beuge dich, bis du in der 

Beugung zur Ruhe kommst, dann richte dich (wieder) auf, bis du 

gerade (und) aufrecht stehst. Dann wirf dich nieder, bis du in 

der Niederwerfung zur Ruhe kommst, dann erhebe dich, bis du im 

Sitzen zur Ruhe kommst, dann wirf dich (ein zweites Mal) nieder, 

bis du in der Niederwerfung zur Ruhe kommst, und dann tue dies 

in deinem ganzen Gebet! (2) 

— 23 
r (2) Dies überlieferten die sieben (Imame) , und der Wortlaut 

ist (hier) nach al-Buhari; und Ibn Magah hat mit dem isnäd 

24 
von Muslim: "bis du im Aufrechtstehen zur Ruhe kommst". J 

Und ebenfalls von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

.(der) sagte: 

Wenn der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

sich zum Gebet hinstellte, pflegte er zum Zeitpunkt, da er aufrecht 

— 2 S 
stand (und das Gebet eröffnete) takbir (d.h. die Worte "Gott 

ist sehr groß!") zu sagen, dann sagte er takbir zum Zeitpunkt, 

da er sich beugte, dann sagte er "Gott hört den, der ihn preist" 

zu dem Zeitpunkt , da er sein Rückgrat aus der Beugung erhob, 

dann sagte er, während er (wieder) aufrecht stand, "Unser Herr!- 



/79J 



87 

Und dir sei das Lob!" Dann sagte er takbir zum Zeitpunkt, da 
er niederfiel, dann sagte er takbir wenn er seinen Kopf (aus 
der Niederwerfung) erhob; dann sagte er takbir zum Zeitpunkt , 
da er sich (zum zweitenmal) niederwarf , dann sagte er takbir, 
wenn er (wieder) seinen Kopf erhob; (und) dann tat er dies in 
seinem ganzen Gebet, bis er es vollendet hatte; und er sagte 
takbir, wenn er (in einem Gebet mit mehr als zwei Gebetseinhei- 
ten) von den (ersten) zwei (Gebetseinheiten) nach dem Sitzen 

(wieder) aufstand. (1) 

27 
£ (1) 'übereinstimmend anerkannt' ,J 

Und ebensolches (findet sich) in dem hadit des Rifa c a ibn Rafi c 
bei Ahmad und . Ibn Hibban: 

- Bis du im Aufrecht stehen zur Ruhe kommst. 
Und Ahmad hat: 

- So richte dein Rückgrat auf, bis die Knochen (in ihre richtige 

28 
Stellung ) zurückkehren. 

An-Nasä'i und Abu Dawüd haben in dem hadit des Rifa c a ibn Rafi c 

(folgendes) : 

Das Gebet des einen von euch (d.h. eines jeden von euch) ist 

nicht vollständig , bis er die Waschung reichlich durchführt, 

wie Gott - er ist erhaben! - es ihm befohlen hat, (und) dann 

er 
Zo 



29 
Gott - er ist erhaben! - verherrlicht , ihn lobt und ihn 



preist. 

Und Abu Dawud hat: 

Dann lies (rezitiere) die 'Mutter der Schrift' (d.h. die erste 

— .ZI 

sura) und das, was Gott will! 

Und Ibn Hibban hat: 

Z2 
Dann (rezitiere) was du willst! (2) 

/~(2) D.h. nach der 'Mutter der Schrift ' .J 

Und von Anas, vom Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - (der) sagte: 

z z 

Wie kommt es , daß Leute in ihrem Gebet ihre Blicke zum Himmel 

erheben? 

- und seine Rede verstärkte sich dabei, bis er sagte: 

Sie sollen (damit) aufhören , sonst wird fürwahr ihr Augen- 

* . . , Z 5 ,Z 6 

licht weggenommen ! 



88 



Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) f80j 

sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

3 7. — 

pflegte , wenn er im Gebet (zu Beginn) takbir sagte, (hiernaah s 

d.h.) vor der Rezitation (der Surat al-Fatiha) eine kurze Weile 

zu schweigen; da sagte iah: 

Gesandter Gottes, du bist mir so teuer wie Vater und Mutter! 

- was meinst du bezüglich deines Schweigens zwischen dem takbir 
und der Rezitation (1); was sagst du (in dieser Zeit)? 

Er antwortete: 

Ich sage: "0 Gott, lege eine Entfernung zwischen mich und 

meine Sünden, so wie du eine Entfernung zwischen den Osten und 

38 
den Westen gelegt hast . Gott, reinige mich von meinen 

Sünden wie man das weiße Gewand vom Schmutz reinigt! Gott, 

wasche mich rein von meinen Sünden mit Schnee und Wasser und 

Hagel!" (2) 

"Gepriesen seist du, o Gott, und dein ist das Lob; segensreich 

39 
ist dein Name und erhaben ist deine Majestät , und es gibt 

keinen Gott außer dir. " (3) 

£ (1) D.h.: der Rezitation (der Surat) al-Fatiha. 

(2) Dies überlieferte die Gesamtheit (der Imame) außer 

— 4o 

at-Tirmidi. 

(3) Dies überlieferte Muslim mit unterbrochenem isnad; und 
ad-Daraqutni überlieferte es als 'verbunden' (mausul) 
und 'unterbrochen ' (mauquf) . J 

(8) Das Gebet und die "Eröffnerin der Schrift" (f atihat al-kitab) 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird überlie- 
fert, daß) er sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und 
schenke ihm Heil - hat gesagt: 

Wenn einer ein Gebet verrichtet, in dem er nicht die 'Eröff- 

4 2 43 

nerin der Schrift' rezitiert, so ist dies (Gebet) gescheitert ! 

- und er sagte dies dreimal. 

So sagte man zu Abu Huraira: Wir befinden uns (aber im Gemein- 
schaftsgebet) hinter dem Imam (- sollen wir auch in diesem Falle 
jene sura rezitieren) ? 

Er sagte: Rezitiere sie in deiner Seele (d.h. im Stillen) , denn 
ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - sagen: 



89 



Gott - er ist allmächtig und erhaben - hat gesagt: £817 

Iah habe das Gebet zwischen mir und meinem Knecht in zwei 

Hälften geteilt , und meinem Knecht wird zuteil, was er erbittet. 

Wenn nun der Knecht sagt: "Das Lob sei Gott dem Herrn der 

Welten" (1:2), sagt Gott: Mein Knecht hat mich gelobt! 

Und wenn er sagt: "Dem Allerbarmer, dem Barmherzigen" (1:3) t 

sagt Gott: Mein Knecht hat mich gepriesen! 

Und wenn er sagt: "Dem Herrscher am Tage des Gerichts" (1:4) , 

sagt er: Mein Knecht hat mich gerühmt! - und einmal sagte er: 

Mein Knecht hat mir (seine Sache) anvertraut. - 

Und wenn (der Knecht) sagt: "Dir dienen wir und dich bitten 

wir um Hilfe" (1:5), sagt er: Dies ist zwischen mir und meinem 

Knecht, und meinem Knecht wird zuteil, was er erbittet ! 

Wenn er nun sägt: "Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, 

denen du Gnade erwiesen hast, und die nicht dem Zorn (Gottes) 

Verfallen sind und nicht irregehen" (1:6-7), sagt (Gott) : Dies 

ist für meinen Knecht, und meinem Knecht wird zuteil, was er 

44 
erbittet. 

Und von c Ubada ibn as-Samit; er sagte: Der Gesandte Gottes - 

Gott segne ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 

Kein Gebet (verrichtet) hat der, der nicht (dabei) die 'Mutter 

des Qur 3 ans ' (d.h. die erste sura) rezitiert hat. (1) 

£~ (1) 'übereinstimmend anerkannt 1 . _7 

Und in einer Überlieferung von Ibn Hibban und ad-Daraqutni 
(heißt es) : 

Ein Gebet, in dem die ' Eröffnerin der Schrift ' nicht rezitiert 

4 6 
wurde, wird nicht belohnt. 

Und in einer anderen (Überlieferung) von Ahmad, Abu Dawud, 
at-Tirmidi und Ibn Hibban: 

Rezitiert ihr vielleicht hinter eurem Imam (im Gemeinschafts- 
gebet)? 

Wir sagten: Ja! 
Er sagte: Tut (es) nicht, außer die 'Eröffnerin der Schrift' , 

denn der hat kein Gebet (verrichtet) , der sie nicht rezitiert 

z. + 47 
hat. 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß 

der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

gesagt hat-:- 

Wenn der Imam sagt: "die nicht dem Zorn (Gottes) verfallen 



90 

sind und nicht irregehen" (1 : 7 ) , so sagt Amen!, denn wessen 

Wort ("Amen") mit dem Wort der Engel zusammenfällt, dem wird 

a- j .48 

vergeben, was von seiner Sunde vorausging . 

(9) Die rechte Hand über die linke legen /~82j 

Von Ibn Mas c üd (wird überliefert) , daß er zu beten pflegte 

und seine linke Hand (dabei) auf die rechte legte. Da sah 

ihn der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - und 

legte seine rechte Hand über die linke. (1) 

— — — — — — 49 

£ (1) Dies überlieferten Abu Dawud, an-Nasa 3 i und Ibn Magah.J 

(10) Wann man sich niederwirft 

Von al-Bara 3 ibn c Azib; er sagte: 

Wir pflegten hinter dem Propheten - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - zu beten, und wenn er (beim sich Wiederaufrichten 

aus der Beugung) sagte: "Gott hört den, der ihn preist", dann 

beugte keiner von uns seinen Rücken (um sich niederzuwerfen) , 

bis der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - seine 

Stirn auf die Erde legte. (2) 

£~ (2) Dies überlieferte Muslim dementsprechend. J 

(11) Der dem Imam Folgende erhebe seinen Kopf nicht vor dem 
Imam (aus der Niederwerfung ) 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, vom Pro- 
pheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - (der) sagte: 

Fürchtet euereins (denn) nicht - o.der: fürchtet nicht euer- 

5 1 — 

eins -, wenn er seinen Kopf vor dem Imam (aus der Nieder- 
werfung) erhebt , daß Gott seinen Kopf zu einem Eselskopf 

mache? - oder: (daß) Gott seine Gestalt zu einer Eselsge- 

52 

stalt mache? 

53 

(12) Das Gedenken (Gottes) in der Beugung und der Nieder- [8ZJ 

werfung 

Von c Uqba ibn c Amir (der) sagte: 

Als (der Qur'anvers) "So preise den Namen deines Herrn, des 
Gewaltigen" (56:74) herabgesandt wurde, sagte der Gesandte 
Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - zu uns: 
Macht sie (d.h. diese Worte) in eure Beugung ; 



91 



und als (der Qur* anvers ) "Preise den Namen deines Herrn, des 

Allerhöchsten" (87:1) herabgesandt wurde, sagte er; 

Macht sie in eure Niederwerfung ! (1) 

— — — — 55 

C (1) Dies überlieferten Ahmad und Abu Dawud und Ibn Mafiah.J 

• 

Und von Hudaifa (der) sagte: 

Ich betete mit dem Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - und er pflegte in seiner Beugung zu sagen: "Gepriesen 
sei mein Herr, der Gewaltige! " , und in seiner Niederwerfung: 
"Gepriesen ist mein Herr, der Allerhöchste" . Und es kam ihm 
kein 'Gnadenvers ' (in seiner Rezitation) vor, ohne daß er 

bei ihm innehielt, um (um Gnade) zu bitten, und kein 'Vers 

57 
der Strafe' , ohne daß er Zuflucht vor ihr (d.h. vor der 

58 
Strafe) suchte. 

Und von c Aun ibn c Abdallah ibn c Utba, von Ibn Mas c ud, daß der 
Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: 
Wenn einer von euch sich beugt und dann während seiner Beu- 
gung dreimal sagt: "Gepriesen ist mein Herr, der Gewaltige !" , 

so ist seine Beugung vollständig , und dies ist am besten 

59 
geeignet ; und wenn er sich niederwirft und während (des 

Verharrens in) seiner Niederwerfung dreimal sagt: "Geprie- 
sen ist mein Herr, der Allerhöchste!", so ist seine Nieder- 
werfung vollständig , und dies ist am besten geeignet. 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß 
daß der Gesandte. Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - sagte: 
Wenn der Imam sagt: "Gott hört den, der ihn preist", so 

R 7 

sprecht: "Unser Herr! Und dir sei das Lob!", denn wessen 

Wort mit 'dem Wort' der Engel zusammenfällt, dem wird 

x. -.. j .63 

vergeben, was von sevner Sunde vorausging . 

Und von Ibn c Abbas - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 

sagte : 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

schob den Vorhang (seiner Haustür) beiseite, während die [84] 

Leute (in der Moschee in) Reihen hinter Abu Bakr (standen 

und beteten) . Da sagte er: 

ihr Leute, von den Verkünderinnen des Prophetentums ist 

nichts übriggeblieben außer dem frommen Traum, den der Muslim 

sieht, oder der ihm gezeigt wird. Es wurde mir doch fürwahr 



92 

verboten, in der Beugung oder der Niederwerfung verharrend 
den Qur 3 an zu rezitieren. Was nun die Beugung angeht , so 
verherrlicht in ihr den Herrn, und was die Niederwefung an- 
geht, so befleißigt euch (darin) des Bittgebetes , (denn) so 
ist es würdig, daß es euch erhört werde. (1) 

C (1) dies überlieferten Ahmad, Muslim, an-Nasa' i und Abu 

n - - , -766 
Dawud. J 

(13) Das Bittgebet beim sich Erheben aus der Beugung 

Von c Abdallah ibn abi Aufa - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

(der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

pflegte, wenn er seinen Rücken aus der Beugung erhob, zu 

sagen: 

"0 Gott, unser Herr, dir (gebührt) das Lob so viel wie die 

Himmel und die Erde fassen (können) , und so viel wie irgend- 

ff 7 

eine Sache, die du danach (noch) willst, fassen kann. 

Gott, reinige mich von den Sünden und Missetaten, so wie 

man das weiße Gewand vom Schmutz reinigt. 

Gott, reinige mich mit Schnee und Hagel und kaltem Wasser ! " 

(2) 

C (2) Dies überlieferte Muslim. J 

Und von Abu Huraira; er sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne 
ihn und schenke ihm Heil - hat gesagt: 

Gott schaut nicht auf das Gebet eines Mannes, der sein Rückgrat 
zwischen der Beugung und der Niederwerfung nicht (gerade) auf- 
richtet. (3) 

—>6 9 
/T(2) Dies überlieferte Ahmad.j 

* 

(14) Das Bittgebet zwischen den beiden Niederwerfungen /5 5/ 

Von Ibn c Abbäs - Gott habe Wohlgefallen an ihnen beiden -, 
daß der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - zwi- 
schen den beiden Niederwerfungen zu sprechen pflegte: 

"0 Gott, vergib mir und sei mir barmherzig, und hilf mir (immer 

71 
wieder) auf und leite mich recht und versorge mich!" (1) 

/* (1) Dies überlieferten at^Tirmidi und Abu Dawud, außer daß 

dieser "und heile mich" anstelle von "und hilf mir auf" dabei 

72 

gesagt hat. J 



93 

(15) Über' die Art und Weise des sich Niederwerfens 

Von al-Bara 3 ihn c Äzib - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 
sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - hat gesagt: 
Wenn du dich niederwirfst , so lege deine beiden Handflächen 

(auf die Erde) und halte deine Ellenbogen nach oben. (2) 

73 
£ (2) Dies überlieferte Muslim. J 

(16 ) Über die Art und Weise des Bekenntnisses (talsahhud) 

Von c Abdallah ibn az-Zubair - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

(der) sagte: 

Wenn der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

Heil - beim Bekenntnis in sitzender Stellung verharrte , legte 

7 5 
er gewöhnlich seine rechte Hand auf seinen rechten Schen- 
kel , und ' und seine linke Hand auf seinen linken Schenkel, 

7 R 
und er gab Zeichen mit dem Zeigefinger , und sein Blick 

7 7 
reichte nicht über sein Zeichen hinaus. (3) 

— — — — — 78 

£ (3) Dies überlieferten Ahmad, an-Nasa 3 i und Abu Dawud.J 

• 

Und von Wa 3 il ibn Hu$r - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
daß der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, £BGJ 

wenn er sich beugte, seine Einger (die er auf die Knie gelegt 
hatte) spreizte, und (daß er) seine Einger, wenn er sich 

niederwarf , aneinander fügte. (1) 

— 79 

£ (1) Dies überlieferte al-Hakim.7 

(17 ) Die Form des Bekenntnisses (tas'ahhud) 

Von Ibn Mas c üd - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat mich - meine Handfläche zwischen seinen beiden Handflächen - 
das Bekenntnis (im Gebet) gelehrt, so wie er mich auch (sonst) 
die sura aus dem Qur* an zu lehren pflegte: 

"Die Ehrenbezeigungen gebühren Gott und die Gebete und die 
guten Dinge. Das Heil sei über dir, o Prophet, und die Barm- 
herzigkeit Gottes und seine Segnungen. Das Heil sei über uns 
und über den rechtschaffenen Knechten Gottes. Iah bezeuge, 
daß es keine Gottheit gibt außer Gott, und ich bezeuge, daß 
Muhammad sein Diener und Gesandter ist. " 



94 

— 82 
Dies überlieferte die Gesantheit (der Imame) , und in einem 

Wortlaut (heißt es): daß der Prophet - Gott segne ihn und 

schenke ihm Heil - sagte: Wenn einer von euch im Gebet (zum 

Bekenntnis) sitzt, so soll er sprechen: 

"Die Ehrenbezeigungen sind für Gott. . . " und er erwähnte es 

83 
(vollständig ) j und darin (d.h. in diesem Wortlaut) (heißt 

es): bei seinem Wort "und über den rechtschaffenen Knechten 

Gottes": 

Denn wenn ihr dies tut, dann habt ihr jeden rechtschaffenen 

84 
Knecht Gottes im Himmel und auf der Erde gegrüßt. 

Und in einem anderen (Wortlaut) : 

8 5 
Dann soll er von der Bitte (an Gott) auswählen, was er will. 

(2) 

ZT (2) 'übereinstimmend anerkannt' . J 

Und Ahmad hat (folgenden Wortlaut) in dem hadit des Abu c Ubaida, 

von c Abdallah (ibn Mas c ud) : 

Daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

ihn das Bekenntnis lehrte, und ihm auftrug, es die Leute zu 

lehren: "Die Ehrenbezeigungen gebühren Gott. . . " und er £87J 

o a 

erwähnte es (vollständig) 

At-TirmidZ sagte: Der hadit des Ibn Massud ist der 'gesündeste' 

(asahh) hadit über das Bekenntnis (im Gebet) , und bei den 

. . . . — 

meisten Gelehrten von den (Propheten-) Gefährten (sahaba) und 
(deren) Nachfolgern (tabi c un) (findet man), daß sie danach 
handelten. 

(18 ) Über das Gebet der Morgendämmerung des Freitags 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Gottes Gesandter - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - pflegte 

freitags im Gebet der Morgendämmerung (die Suren) "alif-lam-mim 

— —RR 

tanzil u " ( = ) as-sagda (=Sura 32) und "Kam nicht über den Men- 

schen eine Zeit" (= Sura 76) zu rezitieren. (1) 

89 
JT(D 'übereinstimmend anerkannt' ,J 

Die Rezitation dieser sura - Surat as-sagda - während (des Gebe- 
tes) der Morgendämmerung am Freitag ist nicht verpflichtend , und 
dem Betenden steht es frei, eine andere zu rezitieren, und es 
steht ihm (ebenso) frei, einen Teil von ihr zu rezitieren: einen 
Vers oder zwei Verse - je nach dem, was ihm leichtfällt. 



95 

Und von Hudaifa - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 

Iah betete mit dem Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm 

9o 
Heil -, und -es kam ihm kein 'Gnadenvers' (in seiner Rezita- 
tion) vor 3 ohne daß er bei ihm innehielt , um (um Gnade) zu bitten, 

91 
und kein 'Vers der Strafe', ohne daß er Zuflucht vor ihm 

suchte. (2) 

<C (2) Dies überlieferten die fünf (Imame) und at-Tirmidi 

92 ~ 

erklärte es für 'gut' (hasan) . J 

(19 ) Von den Formen des Bittgebetes bei der Niederwerfung 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, von C Ä 3 i&a 

- Gott habe Wohlgefallen an ihr - (die) sagte: 

Ich fand den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm £887 

Heil - eines nachts nicht im Bett 3 so sucht ich ihn, und da 

trafen meine Hände auf seine beiden Fußsohlen, wobei er (gerade) 

in der Niederwerfung verharrte und beide (Fußsohlen) aufge- 

93 
richtet waren , und er sagte (dabei): 

"0 Gott, ich suche bei deiner Zufriedenheit Zuflucht vor deinem 

Zorn, und bei deiner Vergebung vor deiner Strafe, und ich suche 

bei dir Zuflucht bei dir. Iah vermag nicht, dich zu preisen, 

94 " 
so wie du dich selbst gepriesen hast. (1) 

9 5 
£~ ( 1 ) Dies überlieferte Muslim. J 

_ g ff Qj 

(20) Die ' Gottergebenheit' (qunut) des witr (-Gebetes ) 

- 98 

Von al-Hasan ibn Q Ali - Gott habe Wohlgefallen an den beiden 

(wird überliefert) , daß er gesagt hat: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
lehrte mich Worte, die ich in (dem Bittgebet) der 'Gottergeben- 
heit' des witr (-Gebetes ) sprechen sollte: 

"0 Gott, leite mich mit denen, die du rechtgeleitet hast, 

99 
und heile mich mit denen, die du geheilt hast, 

und beschütze mich mit denen, die du beschützt hast, 

und segne mir das, was du mir beschert hast, 

und bewahre mich vor dem Übel dessen, was du bestimmt hast, 

denn du bestimmst, und es wird nicht über dich bestimmt ; 

ja, wen du beschützt, der ist nicht verachtet; 



t " 



Segensreich bist du, unser Herr, und du bist erhaben! 

Dies überlieferten die fünf (Imame) ° , und at-Tabaranl und 



96 

al-Baihaqi fügten hinzu: 

"und wem du feind bist, der ist nicht angesehen, " 

An-Nasa* i fügte in einer anderen Gestalt (dieser Überlieferung) 

an seinem Ende (noch) hinzu: 

lo4 
"Und Gott - er ist erhaben - segne den Propheten!" 

(21) Bittgebet (du c ä 3 ) im Gebet (salat) 

Von Abu Bahr dem besonders Wahrheitsliebenden ( as-Siddiq ) - 

Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß er zum Gesandten Gottes - 

Gott segne ihn und schenke ihm Heil - sagte: £%9] 

Lehre mich ein Bittgebet, mit dem ich in meinem Gebet (Gott) 

bitten kann! 

(Der Prophet) sagte: Sprich: 

"0 Gott, ich habe an meiner (eigenen) Seele sehr viel gefrevelt, 

und niemand vergibt die Sünden außer dir. So gewähre mir 

Vergebung von dir und erbarme dich meiner, denn du bist der 

Vergebende , der Barmherzige ! " (1) 

£ (1) 'Übereinstimmend anerkannt 1 . J 

Und von c Ali - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Wenn sich der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - zum Gebet hinstellte, war gewöhnlich das letzte, was er 
zwischen dem Bekenntnis (ta^ahhud) und dem (abschließenden) 
Heilsgruß sagte, (dieses Bittgebet) : 

"0 Gott, vergib mir (alles), was ich vorausgeschickt habe 
und was ich später getan habe, und was ich verheimlicht habe 
und was ich offengelegt habe, und wobei ich (das Maß) über- 
schritten habe, und das, was du besser weißt als ich. Du bist 
der, der vorausschickt, und du bist der, der verzögert 
Es gibt keinen Gott außer dir!" (2) 
.£ (2) Dies überlieferte Muslim. J 

- lo9 

(22) Der Heilsgruß (taslim) 

Von Wa'il ibn Hugr - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Ich betete mit dem Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil -, und er pflegte den Heilsgruß zu seiner Rechten zu sprechen: 
"Das Heil sei über euch und die Gnade Gottes und seine Segnungen! " 
und zu seiner Linken: "Das Heil sei über euch und die Gnade Gottes 
und seine Segnungen! " (3) 



97 



/T(3) Dies überlieferte Abu Dawud mit einem 'gesunden' 
(sahih) isnad. _7 



(23) VERSCHIEDENES BEZUGLICH DES GEBETES 112 £90j 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (wird über- 
liefert, daß) er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
hat verboten, daß der Mann mit den Händen an den Hüften 
Hüften 11Z bete. (1) 
£(1) 'übereinstimmend anerkannt', und der Wortlaut ist nach 

Muslim; dies bedeutet , daß er seine Hand an seine 

Hüften legt. JUS 

Und von Anas - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Ge- 
sandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - gesagt 
hat: 
Wenn das Abendessen aufgetragen wird, dann beginnt damit, 

7 7/? 

bevor ihr (das Gebet) des Sonnenuntergangs betet. (2) 

117 
£ (2) 'Übereinstimmend anerkannt' . J 

Und von C A* i§a - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (die) gesagt 

hat: 

Ich fragte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - nach dem sich Umwenden im Gebet. Da sagte er: 

Es ist ein Diebstahl , den der Satan am Gebet des Knechtes 

(Gottes) verübt. (3) 

— — 118 
£ (3) Dies überlieferte al-Buhari.J 

Und at-Tirmidi überlieferte - und er erklärte es für 'gesund' 

— 119 

(sahih) - von Anas: er sagte: 



• • • 



Hüte dich vor dem Umwenden im Gebet, denn es ist ein Verder- 
ben. Wenn es aber unumgänglich ist, so (tue es) im freiwilli- 
gen Gebet (tatawwu c ) . 

Und von Gabir ibn Samura - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
(der) sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schen- 
ke ihm Heil - hat gesagt: 

Leute, die ihre Blicke im Gebet zum Himmel erheben, sollen 
(damit) aufhören, oder sie (d.h. die Blicke) kehren nicht 



98 



(mehr) zu ihnen zurück. (4) 

121 
/" (4) Dies überlieferte Muslim. J 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß {91j 

der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - gesagt 

hat: 

Das Gähnen ist vom Satan. Wenn nun einer von euch gähnt, so 

soll er (es) unterdrücken, so sehr er kann. (1) 

£~(D Dies überlieferten Muslim und at-Tirmidi und (dieser) 

122 

fügte hinzu: im Gebet. J 

Und von Mu c awiya ibn al-Hakam - Gott habe Wohlgefallen an 
ihm - (der) sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn 

und schenke ihm Heil hat gesagt! 

1 23 
In diesem Gebet taugt nichts vom Reden der Leute, es 

ist vielmehr die Lobpreisung (tasbih) und die Verherrli- 

124 ' - 

chung (Gottes) und die Rezitation des Qur 3 ans . (2) 

— 7 P ^ 

f(2) Dies überlieferte der Imam Muslim. J 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 
sagte: Gottes Gesandter - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - hat gesagt: 

— 7 9 fi 

Die Lobpreisung (tasbih) ist für die Männer und das 

Händeklatschen für die Frauen. (3) 

- das heißt: wenn der Betende (den Imam) auf etwas auf- 
merksam machen will. 

£ (3) 'übereinstimmend anerkannt' . Muslim fügte hinzu: 

. _ , . 7 127 
im Gebet. J 

Und von Abu Qatada - Gott habe Wohlgefallen an ihm -: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

pflegte zu beten, während er Umama bint Zainab trug; 

wenn er sich niederwarf, setze er sie ab, und wenn er 

(wieder) aufstand, trug er sie (wieder) . (4) 

129 
C (4) 'übereinstimmend anerkannt' J 

Und Muslim hat {noch zusätzlich) : während er den Leuten 

in der Moschee vorbetete. 

Und von Abu Guhaim ibn al-Harit - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (der) sagte: Der Gesandte Gottes - Gott segne 

ihn und schenke ihm Heil - sagte: 

Wenn derjenige, welcher vor einem Betenden vorübergeht, 

wüßte, welch (große) Sünde auf ihm lastet, so wäre es besser 



99 

für ihn, vierzig a 'zu warten, als vor ihm vorüberzugehen. (1) {92J 

/C ( 1 ) 'übereinstimmend anerkannt' , und der Wortlaut ist nach 

— — — 131 

al-Buhari. Bei al-Bazzar (!) kommt er in einer anderen Ge- 

stalt vor: (so wäre es besser für ihn) vierzig Herbste (zu 
warten. . . ) . J 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen ihm -, daß der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
sagte : 

Wenn einer von euch betet, so soll er gegenüber seinem Ge- 
sieht etwas hintun; vienn er aber nichts findet, dann soll 

er einen Stock aufstellen, und wenn er nicht (dazu in der 
Lage ) ist, so soll er eine Linie ziehen, danach wird (der) 
ihm nicht schaden, der vor ihm (während des Gebetes) vorüber- 
geht. (2) 

C (2) Dies überlieferten Ahmad und Ibn Magah, und Ibn Hibban 
erklärte es für 'gesund' (sahih)j und wer behauptet hat, 

\rib t 
r 135 



— 1 34 

daß (dieser hadit) 'schwankend' (mudtarib) sei, hat nicht 



recht, vielmehr ist er 'gut' (hasan) ,J 

(24) das Bittgebet (du c ä J ) des Gesandten Gottes - Gott segne 
ihn und schenke ihm Heil - im (rituellen) Gebet und danach 

Wir haben (schon) zuvor im Zusammenhang mit der Eröffnung 
des Gebetes und anderen (Teilen desselben) einige der Bitt- 
gebete des Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 
Heil - wiedergegeben, und wir erwähnen jetzt das an Bitt- 
gebeten, was wir zuvor (noch) nicht erwähnt haben. Zu dem, 
worauf (unbedingt) aufmerksam gemacht werden sollte, (gehört) 
daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
diese Bittgebete, welche wir aufgeführt haben, nicht allesamt 
in einer Gebetseinheit (rak^a) oder in einem (einzigen) Gebet 
zu sagen pflegte, sondern er sprach davon im Gebet gemäß 
dem, wofür Gott ihm seine Brust öffnete , und entsprechend 
dem, was Gott ihm eingab. Der Betende kann (daher) so viel 
davon ausw endiglernen, wie Gott ihm Erfolg dazu verleiht, daß 
er es auswendig lerne, und (er kann) sich mit dem Bittgebet 
zu Gott wenden, sooft er in seiner Seele ein sich öffnen und 
eine Eingebung (dazu) verspürt. 



100 

Von Abu Humaid und Abu Sa c id (wird folgendes überliefert) : 

Sie sagten: Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - hat gesagt: 

Wenn einer von euch die Moschee betritt, so soll er sprechen: 

"0 Gott s öffne uns die Pforten deiner Barmherzigkeit ! '" ', und- 

wenn er hinausgeht , so soll er sprechen: "0 Gott, ich bitte 

dich (um etwas) von deiner Huld!" (1) /~9Zj 

£ (1) Dies überlieferten Ahmad und an-Nasa* i, und ebenso 

— — — 137' 

Muslim und Abu Dawud. J 

_ —138 

Und von Fatima az-Zahra* - Gott habe Wohlaef allen an ihr - 

(die) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

pflegte, wenn er die Moschee betrat, zu sagen: 

"Im Namen Gottes! Und das Heil ' sei über den Gesandten Gottes! 

Gott, vergib mir meine Sünden und öffne mir die Pforten 

deiner Barmherzigkeit!" 

Und wenn er (aus der Moschee) hinausging , sagte er: 

"Im Namen Gottes! Und das Heil sei über dem Gesandten Gottes! 

Gott, vergib mir meine Sünden und öffne mir die Pforten 
deiner Huld!" (2) 

Z" (2) Dies überlieferten Ahmad und Ibn Magah. J 

Und von Mu c ad ibn Gabal, er sagte: 

Ich begegnete dem Propheten - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil -, da sagte er (zu mir): 

Ich lege dir (einige) Worte ans Herz, die du bei jedem 

Gebet sprechen sollst: 

"0 Gott, verhilf mir dazu, deiner zu gedenken und dir zu 

danken und dir aufs beste zu dienen. " (3) 

£~ (3) Dies überlieferten Ahmad, an-Nasa' 1 und Abu Dawüd.J ° 

Und von c A'isa - Gott habe Wohlgefallen an ihr- , daß sie 
den Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
(eines Nachts) nicht in ihrem Bett fand, so suchte sie ihn 
mit ihren beiden Händen, da traf sie ihn, während er sich 
in (der Stellung ) der Niederwerfung befand , und er sagte 
(dabei) : 
"Mein Herr, gib meiner Seele ihre Gottesfurcht und reinige 

sie! Du bist der beste, der sie (je) gereinigt hat. Du bist 

14 2 
ihr Beschützer und ihr Herr." (4) 

1 (4) Dies überlieferte Ahmad. J 



101 

Und von Ihn e Abbas - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß f94j 

der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
(einmal) betete und in seiner Niederwerfung zu sagen begann: 
"0 Gott, mache in meinem Herzen ein Licht und in meinem Ge- 
hör Licht, und in meinem Blick Licht, und zu meiner Rechten 
Licht, und zu meiner Linken Licht, und vor mir Licht, und 
hinter mir Licht, und über mir Licht und unter mir Licht, 

und mache mir Licht!" - oder er sagte (am Ende): 

144 
und mache mich zu einem Licht. " 

Und von ^Abdallah ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen 

(der) sagte: Der Gesandte Gottes - Gott s.egne ihn und schenke 

ihm Heil - hat gesagt: 

(Es gibt) zwei Eigenschaften , die ein muslimischer Mann 

nicht besitzt, ohne daß er (ihretwegen) den Paradiesgarten . 

betritt , und sie sind beide leicht (zu erlangen) , aber 

es sind (nur) wenige, die (diese) beiden (Dinge) verrich- 

14 8 
ten, nämlich: daß man Gott am Ende eines jeden Gebetes 

zehnmal preist, ihn zehnmal verherrlicht und ihn zehnmal 

lobt. 149 

Er (d.i. c Abdallah ibn c Umar) sagte: Dann sah ich den 

Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

. 15o 
ste 

sagte) : 

15 2 
So sind dies einhundertundfünfzig auf der Zunge und 

1 53 
eintausend fünf hundert in der Waage (des Jüngsten Gerichts) 

Und wenn man zu Bett geht, preist und lobt und verherrlicht 

(zi 

155 



sie (für mich) an seiner Hand abzählen (indem er 



man Gott (je) hundertmal , so sind dies (zwar) hundert 



mit der Zunge, aber tausend in der Waage. 

Und Sa c d ibn abi Waqqas - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

(der) sagte 3 er habe seine Söhne diese Worte zu lehren 

— 7 ^ & 

gepflegt , wie der Lehrer die Jungen (al-gilman! ) das 

Schreiben lehrt; und er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil- 

157 

pflegte durch sie am Ende des Gebetes Schutz zu suchen 

"0 Gott, ich suche Zuflucht bei dir vor dem Geiz, und ich 
suche Zuflucht bei dir vor der Feigheit, und iah suche 

Zuflucht bei dir (davor), daß ich in das erbärmlichste 

1 58 
Alter zurückversetzt werde, und ich suche Zuflucht bei 

dir vor der Versuchung des diesseitigen Lebens und ich 



'füy eiv>: env\ beiö^«.^ 



102 

1 59 
suche Zuflucht bei dir vor der Strafe des Grabes " (1) f9 5/ 

/" (1) Dies überlieferten al-Buhari und at-Tirmidi und (dieser) 

7 ff r\ "™ 

erklärte es für 'gesund* (sahih). J 

^ • • • 

Und von Saddad ibn Aus - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß 

der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

in seinem Gebet zu sagen pflegte: 

"0 Gott, ich bitte dich um die Festigkeit in der Sache, um die 

1 ß 1 
Entschlossenheit zur Rechtschaffenheit ; und ich bitte dich 

(um die Möglichkeit) , deiner Güte zu danken und dir aufs Beste 

zu dienen; und ich bitte dich um ein heiles Herz und um eine 

wahrhafte Zunge; und ich bitte dich um das Gute dessen, was 

du weißt, ' und ich suche Zuflucht bei dir vor dem Übel dessen, 

was du weißt, und ich bitte dich um Vergebung für das (von 

mir) , was du weißt. " (2) 

— — 7 R 2 
Z~ (2) Dies überlieferte an-Nasa* i. J 

Und von C I* iSa - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (die) sagte: 
Der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - pflegte 
bei seiner Beugung und Niederwerfung viel und häufig zu spre- 
chen: "Gepriesen bist du, Gott, unser Herr, und dein ist das 

Lob! Gott, vergib mir!", indem er (so) den Qur' an (praktisch) 

t, 7 ... 163 
erklarte. 

- 164 
( Er erklärt den Qur 3 an ) 

Und von c AlZ ibn abl Talib - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

« 

(wird überliefert, daß) er sagte: 

Der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - pflegte, 

7 R ^ 

wenn er sich zum Gebet hinstellte, zu sagen: 

"Ich wende mich nunmehr demjenigen zu, der die Himmel und die 

Erde geschaffen hat, als ein gottergebener Rechtgläubiger 

— IRR 

(hanifan musliman) , und ich bin keiner derer, die (Gott 

* 1 R 7 

andere Götter) beigesellen. Mein Gebet und meine Opferung , 

mein Leben und mein Tod gehören Gott, dem Herrn der Welten. 

Er hat keinen Teilhaber (an der Herrschaft) . Dies wurde mir 

IRR 
befohlen, und ich gehöre zu den Gottergebenen. 

Gott, du bist der König; es gibt keinen Gott außer dir. Du /96J 

bist mein Herr, und ich bin dein Knecht. Ich habe an meiner 

eigenen Seele gefrevelt, und ich habe meine Sünde eingestanden, 

so vergib mir meine Sünden allesamt; denn niemand vergibt die 

Sünden außer dir. 



103 

Und leite mich zu den besten Wesensarten, (denn) niemand 
leitet zu ihren besten außer dir; und wende ihren schlechten 
(Teil) von mir ab, (denn) niemand wendet ihren schlechten 

(Teil) von mir ab außer dir. 

1 69 
(Hier bin ich, ) zu deinen Diensten und dir zur Ehre 

Das Gute ist insgesamt in deinen beiden Händen, doch das 

Böse ist nicht dir (zuzuschreiben) . Ich bin durch dich 

171 
und auf dich hin ausgerichtet . Segensreich bist du und 

erhaben bist du! Ich bitte dich um Vergebung und wende mich 
reuig dir zu!" 

Und wenn er sich beugte, sagte er; 

"0 Gott, dir beuge ich mich und an dich glaube ich und dir 
ergebe ich mich. Mein Gehör und mein Blick und mein Gehirn 
und mein Gebein und meine Nerven demütigen sich vor dir. " 
Und wenn er seinen Kopf (aus der Beugung) erhob , sagte er: 
"0 Gott, unser Herr, dir sei das Lob, so viel wie die Him- 
mel und die Erde fassen können und soviel wie zwischen 

173 
ihnen beiden (an Raum) ist , und soviel wie irgendeine 

Sache (fassen kann), die du danach (noch) willst!" 

Und wenn er sich niederwarf, sagte er: 

"0 Gott, vor dir werfe ich mich nieder und an dich glaube 

ich und dir ergebe ich mich. Mein Gesicht wirft sich nieder 

vor dem, der es geschaffen hat und es geformt hat und ihm 

174 
Gehör und Augen eingepflanzt hat. Segensreich ist Gott, 

175 
der beste der Erschaffenden. !" 

Dann gehört zum letzten, was er sagt(e): 

"0 Gott, vergib mir (alles), was ich vorausgeschickt habe 

und was ich später getan habe, und was iah verheimlicht 

habe und was ich offengelegt habe, und wobei ich das Maß 

überschritten habe, und das, was du besser weißt als ich. 

Du bist der , der vorausschickt, und du bist der, der ver- 

7 7 R 

zögert. Es gibt keinen Gott außer dir!" (1) 

£ (1) Dies berichteten der Imam Ahmad, Muslim und at-Tir- 

midl und (dieser) sagte: dies ist ein 'guter 1 (hasan) , 'ge- 

~ - - 177 

sunder ' (sahih) hadit . J 

« • • • ~ • 

Und von c Ali ibn abi Talib - Gott habe Wohlgefallen an 
ihm - (der) sagte: 

Der Prophet - Gott , erhaben ist er!, segne ihn und schenke 
ihm Heil - pflegte, wenn er in (seinem) Gebet den Heilsgruß 



104 

.178 ' 179 

sprach zu sagen: 

"0 Gott, vergib mir (alles), was iah vorausgeschickt habe und f97j 

was iah später getan habe, und was iah verheimlicht habe und 

was iah offengelegt habe, und wobei iah das Maß überschritten 

habe, und das, was du besser weißt als ich. Du bist der, der 

vorausschickt und du bist der, der verzögert. Es gibt keinen 

Gott außer dir!" (1) 

£ (1) Dies überlieferte Abu Dawud. J 

Und von Zaid ibn Arqam - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 
sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

181 
pflegte am Ende eines jeden Gebetes zu sagen: 

"0 Gott, unser Herr und Herr jeder Sache! Ich bin Zeuge dessen, 
daß du allein der Herr bist, du hast keinen Teilhaber (an dei- 
ner Herrschaft) . Gott, unser Herr und Herr jeder 
Sache! Ich bin Zeuge dessen, daß Muhammad dein Knecht und dein 
Gesandter ist. 



Gott, unser Herr und Herr jeder Sache, ich bin Zeuge dessen, 

182 
daß die Knechte allesamt Brüder sind. 

Gott, unser Herr und Herr jeder Sache, mache mich dir aufrioh- 

183 
tig ergeben und (ebenso) meine Familie, in jedem Augenblick 

des Diesseits und des Jenseits . 

1 84 
Herr der Erhabenheit und Ehre , höre und erhöre (meine 

Bitte)! 

18 5 
Gott ist der größte, Gott ist der größte ! 'Gott ist das 

Licht der Himmel und der Erde' (24:35), der Herr der Himmel 

7 8 fi 
und der Erde. Gott ist sehr groß ! 'Gott ist mir genug, welch 

18 7 
vortrefflicher Sachwalter ist er!' Gott ist sehr groß!" (2) 

— — — 188 
£(2) Dies überlieferte Abu Dawud. J 

Und von Ibn c Abbas - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) 

sagte: 

Ich hörte den Gesandten Gottes - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - eines Naahts, als er sein Gebet beendigt hatte, 

189 
sagen: 

"0 Gott, iah bitte dich um Barmherzigkeit von dir, durch die 

du mein Herz rechtleitest , und durch die du meine Sache zusam- /98J 

menbringst und durch die du meine Verhältnisse ordnest (1) , 

und durah die du mein Verborgenes in Ordnung bringst und durah 

die du mein Sichtbares aufrichtest, und durah die du mein Tun 



loS 

19o 
reinigst und durah die du mir Geradheit meines Handelns ein- 

gibst , und durah die du meine 'Vertrautheit ' (ulfa) (2) zurück- 
führst und durah die du mich vor j egliahem Übel schützt. 

Z~ ( 1 ) Das heißt: und daß du durah sie das von meiner Sache, 
was sich zerstreut hat, (wieder) zusammenfügst. 

(2) Das heißt: diej enigen, mit denen iah vertraut geworden 

bin und die mit mir vertraut geworden sind, von denen, 

1 91 
die iah liebgewonnen habe. J 

Gott, gib mir aufrichtigen Glauben und Gewißheit , auf die 
kein Unglaube (meinerseits mehr) folgt, und Barmherzigkeit, 
durah die ich die Ehre deiner Großmut im Diesseits und im Jen- 
seits erlange. Gott, iah bitte dich um den Erfolg in der 

192 .193 

Bestimmung und um das (jenseitige) Quartier der Märtyrer 

und das Leben der Glückseligen, und um den Sieg über die 

Feinde. 

19 5 
Gott, ich werfe auf dich meine Not , und wenn meine Sicht 

unzulänglich wird und mein Tun schwach wird, (dann) bedarf ich 
deiner Barmherzigkeit ! So bitte iah dich, o Entsaheider der An- 
gelegenheiten, o Heiler der Herzen, daß du - so wie du zwischen 

19 6 
den Meeren Schutz gewährst - (auch) mich vor der Strafe der 

197 
Höllenflamme schützt und vor dem Ruf des Untergangs (3) und 

198 
vor der Versuchung der Gräber. 

Z~(3) Der Untergang (tubur): das ist das Verderben. _/ 

Gott, das, wohin mein Blick nicht reiaht und was mein Bestre- 
ben nicht erreicht von einer guten Sache, die du einem von dei- 
nen Geschöpfen versprochen hast, oder einer guten Sache, die du 
einem deiner Knechte gewähren willst - siehe, ich wünsche sie 
(indem ich meinen Wunsch) zu dir (trage) und ich bitte um sie, 

durch deine Barmherzigkeit , o Herr der Welten! 

1 99 
Gott, Herr des festen Seiles und des vernünftigen (richti- 

gen) Gebotes , iah bitte (dich) um die Sicherheit am Tag der Ver- 

p — -. 

heißungen , und um das Paradies am Tag des ewigen Lebens, mit 
den (Gott) Nahestehenden, den Bezeugenden, den sich Verbeugenden 
und sich Niederwerfenden, denen, die ihre Verpflichtungen erfül- 
len; denn du bist barmherzig und liebreich, und du tust, was du 
willst. 

Gott, mache uns zu Rechtleitenden, die (selber) rechtgeleitet f99j 
sind, nicht Irrenden, und nicht zu Irreführenden. Mache uns 
friedfertig gegenüber deinen Freunden und zum Feind deinen 



106 

Feinden, (und gib, daß) wir durah deine Liebe diejenigen lie- 
ben, welche dich lieben, und mit deiner Feindschaft denjenigen 
feind sind, die dir zuwiderhandeln. 

Gott, dies ist die Bitte , und dir obliegt es, (sie) zu er- 
hören, und dies ist die Bemühung (unsererseits) und auf dir 
ruht das Vertrauen. (1) 

r (1) Die* Bemühung' (guhd) ist die (aufgewandte) Kraft, und mit 
dem 'Vertrauen* (tuklän) ist das sich Verlassen auf Gott - er ist 
gepriesen! - gemeint. _7 

Gott, mache mir ein Licht in mein Grab, und Licht in mein 
Herz, und Licht vor mich und Licht hinter mich, und Licht zu mei- 
ner Rechten und Licht zu meiner Linken, und Licht über mich und 
Licht unter mich, und Licht in mein Gehör und Licht in meinen 
Blick, und Licht in mein Haar und Licht in meine Haut, und Licht 
in mein Fleisch und Licht in mein Blut und Licht in meine Gebei- 
ne. Gott, verleihe mir großes Licht und gib mir Licht und 

mache mir Licht! 

Gepriesen ist der, der sich in Macht gewandet hat und durch sie 
spricht. (2) 

Gepriesen ist der, der sich mit Ruhm bekleidet hat und sich da- 
durch gütig gezeigt hat. 

Gepriesen ist der, außer dem jemanden zu preisen sich nicht 
ziemt. 

Gepriesen ist der Herr der Güte und der Wohltaten. 
Gepriesen ist der Herr des Ruhmes und der Großmut. 
Gepriesen ist der Herr der Erhabenheit und Ehre !" (3) 
/" (2) "Er hat sich in Macht ( c izz) gewandet" meint: er hat sich 
damit bekleidet und ausgezeichnet. Und dies (d.h. diese Aus- 
drucksweise) ist ihn - er ist erhaben! - betreffend im über- 
tragenen Sinne (zu verstehen) . 

(3) Dies überlieferte at-Tirmidi und er sagte: ein 'guter' 

(hasan) 'fremder' (garib) hadit, den wir vom hadit des Ibn 

i — t • i — 2o 7 . •>• „ _l-tj_i -)2o 8 

ab% Lavla nur w dieser Gestalt kennen. J 

Und von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - vom Ge- {100/ 

sandten Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - (der) 

sagte : 

Wer am Ende eines jeden Gebetes Gott dreiunddreißigmal preist, 

und Gott dreiunddreißigmal lobt, und Gott dreiunddreißigmal 

2o9 
verherrlicht und zur Vollständigkeit der Hundert (zahl ) noch 



lo? 

hinzufügt: 

"Es gibt keinen Gott außer Gott allein, er hat keinen Teil- 
haber (an der Herrschaft) ; sein ist die Herrschaft und sein 
ist das Lob, und er hat Macht über jedes Ding" - dem werden 
seine Sünden verziehen, auch wenn sie so (viel) wie der 
Schaum des Meeres sind. (1) 
r (1) Dies überlieferte Muslim. J 

Und von Sa c d ibn abi Waqqas - Gott habe Wohlgefallen an ihm 

-, daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm 

211 
Heil - am Ende der Gebete mit diesen Worten Schutz zu suchen 

pflegte: 

"0 Gott, ich suche Zuflucht bei dir vor der Feigheit und dem 

Geiz, und iah suche Zuflucht bei dir davor, daß iah in das 

212 
erbärmlichste Alter zurückversetzt werde ; und ich suche 

Zuflucht bei dir vor der Versuchung des diesseitigen Lebens, 

und ich suche Zuflucht bei dir vor der Versuchung des 

Grabes 213 ." (2) 

. — — 214 

l (2) Dies überlieferte al-Buhari. J 

Und von Mu c ad - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Ge- 
sandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - seine 
Hand ergriff und sagte: 

Mu c ad, bei Gott, ich liebe dich fürwahr! 

Dann sagte er: Ich lege dir (etwas) ans Herz: Unterlasse es 
niemals am Ende eines jeden Gebetes, (daß) du sagst: 
"0 Gott, verhilf mir dazu, deiner zu gedenken und dir zu danken 
und dir aufs Beste zu dienen. " (3) 

f (3) Dies überlieferte Abu Dawud mit einem 'gesunden ' (sahZh) 
vsnad. J 

Und von Tauban - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

PIß 
pflegte, wenn er sich von seinem Gebet wegwandte (Gott) 

dreimal um Vergebung (der Sünden) zu bitten, und (dann) sagte 

er: 

217 

"0 Gott, du bist das Heil und von dir ist das Heil. 

Segensreich bist du, o Herr der Erhabenheit und Ehre . " 

Und man sagte zu al-Auza c i - und dieser ist einer der Über- flolj 

-219 
Ixeferer (dieses) hadit : Wie bittet man (in diesem Falle) 

um Vergebung? 



108 
Er sagte: Man sagt: 

"Ich bitte Gott um Vergebung . Ich bitte Gott um Vergebung . "(1) 

221 
f (1) Dies überlieferte Muslim. J 

Und von al-Mugira ibn Su c ba - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, 
daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil -, 
wenn er mit seinem Gebet fertig war und den Heilsgruß gespro- 
chen hatte, zu sagen pflegte: 

"Es gibt keinen Gott außer Gott allein, er hat keinen Teilhaber 
(an der Herrschaft) ! Sein ist die Herrschaft und ihm gebührt 



das Lob, und er hat Macht über jedes Ding. 

Gott, niemand kann zurückhalten, was du gibst, und niemand 

kann geben, was du zurückhältst. Und dem Glücklichen nützt 

223 
vor dir das Glück nichts. " (2) 

f (2) 'Übereinstimmend anerkannt' .J 

Und von c Abdallah ibn az-Zubair - Gott habe Wohlgefallen an 

22 5 
ihnen beiden - (wird überliefert) , daß er am Ende eines je- 

den Gebetes zum Zeitpunkt, da er den Heilsgruß sprach, zu 
sagen pflegte: 

"Es gibt keinen Gott außer Gott allein; er hat keinen Teilha- 
ber (an der Herrschaft) . Sein ist die Herrschaft und ihm ge- 
bührt das Lob und er hat Macht über jedes Ding. Es gibt keine 

O C 

Macht und keine Stärke außer durch Gott! Es gibt keinen Gott 

außer Gott, und wir dienen nur ihm! - Sein ist die Huld und die 

Güte, und ihm gebührt das schöne Lob. Es gibt keinen Gott außer 

227 
Gott! - indem wir uns im Glauben ganz auf ihn einstellen, 

p p o 

auch wenn es den Ungläubigen mißfallen sollte ! " 

Ibn az-Zubair sagte: Und der Gesandte Gottes - Gott segne ihn 

und schenke ihm Heil - pflegte durch sie (d.h. durch diese 

Q 

Worte) am Ende eines jeden Gebetes (Gott) zu lobpreisen . " 

(3) 

f (3) Dies überlieferte Muslim. J 2Zo 

Und von al-Mugira ibn $u c ba - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, {102J 
daß der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - am Ende 
eines jeden vorgeschriebenen Gebetes zu sagen pflegte: 
"Es gibt keinen Gott außer Gott allein, er hat keinen Teilhaber 
(an der Herrschaft) ! Sein ist die Herrschaft und ihm gebührt 
das Lob und er hat Macht über jedes Ding. Gott, niemand kann 
zurückhalten, was du gibst, und niemand kann geben, was du 
zurückhältst; und dem Glücklichen nützt vor dir sein Glück 



109 

nichts. " (1) 

/" (1) 'Übereinstimmend anerkannt ' ,J 

Und von Sa z d ihn abi Waqqas - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, 
daß der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 
am Ende eines jeden Gebetes Schutz zu suchen pflegte, indem er 
sagte : 

"0 Gott, ich suche Zuflucht bei dir vor dem Geiz, und ich suche 
Zuflucht bei dir vor der Feigheit, und ich suche Zuflucht bei 
dir davor, daß ich in das erbärmlichste Alter zurückversetzt 
werde; und ich suche Zuflucht bei dir vor der Versuchung des 
diesseitigen Lebens und ich suche Zuflucht bei dir vor der 

Strafe des Grabes. " (2) 

— — 23 2 
£ (2) Dies überlieferte al-Buhari. J 

(2 5) Von den Erscheinungsformen seiner (d. h. des Propheten) 

233 
- Gott segne ihn und schenke ihm Heil - Barmherzigkeit 

im Gebet 

Von Abu Euraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der 
Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - gesagt 
hat: 

Wenn einer von euch den Leuten (als Imam) vorbetet, so soll er 

234 
es kurz machen , denn unter ihnen sind Schwache, Kranke und 

23 5 
Greise ; wenn euereins aber für sich selbst betet, so soll 

er (das Gebet) in die Länge ziehen so sehr er will. 

Und von Anas ibn Malik - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß 
der Prophet - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - gesagt 
hat: 

Ich trete fürwahr in das Gebet ein, wobei ich es in die Länge fl03j 

237 
z%ehen will, dann höre ich (aber) das Weines eines Kindes , 

23 8 

und so mache ich mein Gebet kurz , weil ich weiß, daß seine 

Mutter durch sein Weinen heftig leidet. (1) 

£ (1) Dies überlieferten Ahmad und die beiden Saihe (al-Buhä- 

— '239 

ri und Muslim) und andere. J 

Und (ebenfalls) von Anas ibn Malik - Gott habe Wohlgefallen 

an ihm - (der) sagte: 

Ich habe hinter einem Imam niemals ein so kurzes aber (doch) 

p A >-, 

so vollständiges Gebet wie (das) des Propheten - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - gebetet, und siehe , er 
hörte gewöhnlich das Weinen eines Kindes und machte das Gebet 



110 

leicht (d.h. kurz) aus Furcht, daß seine Mutter versucht werde 

242 
(das Gebet abzubrechen) . 

Und von Abu Mas c ud al-Ansari - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 

(der) sagte: 

Gesandter Gottes, ich bleibe fürwahr dem Gebet der Morgen- 

24 3 
frühe fern wegen des Soundso , weil er dabei mit uns in die 

Länge geht. 

(Abu Massud) sagte (weiter) : Und ich habe den Propheten - Gott 

segne ihn und schenke ihm Heil - niemals in einer Mahnrede so 

zornig gesehen wie an diesem Tag, und dann sagte er (d.i. der 

Prophet) : 

244 
ihr Leute! Unter euch sind welche, die (andere) verscheuchen ! 

Welcher von euch also auch immer den Leuten vorbetet , der soll 

(es) kurz machen, denn unter ihnen sind Alte, Schwache und Not- 

i >* j 245 
Leidende . 

(26) Die Frau und die Moscheen 

Von Ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, vom Propheten 

- Gott segne ihn und schenke ihm Keil: 

Wenn einen von euch eine Frau um Erlaubnis bittet, in die 

? 4 fi 

Moschee (gehen zu dürfen) , so soll er sie nicht daran hindern. 

24 7 

(27) Das freiwillige Gebet fl04j 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

hat in einigen haditen das Minimum an freiwilligen Mehrleistun- 

— . 24 8 ~ . ... 24 9 

gen (nawafil) verdeutlicht und in einigen anderen machte 

er das über das Minimum hinausgehende deutlich für den, der die- 
se Vermehrung im Guten will. 

Von c Abdallah ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen an ihnen bei- 
den - (wird überliefert, daß) er sagte: 

Ich habe vom Gesandten Gottes - Gott segne ihn und seine Familie 

und schenke (ihnen) Heil - (folgendes ) bewahrt (:) 

2 52 
zwei Gebetseinheiten vor dem Mittag (sgebet) und zwei Gebets- 

einheiten nach dem Mittag ( sgebet ) , und zwei Gebetseinheiten nach 

2 52 
dem Sonnenuntergang und zwei Gebetseinheiten nach dem (spä- 

2 53 
ten Abend(gebet) und zwei Gebetseinheiten vor der Morgenfrü- 

2 54 
he ; (und die Morgenfrühe) war eine Zeit, zu der ich nicht beim 

Gesandten Gottes - Gott segne ihn und seine Familie und schenke 

2 55 
(ihnen) Heil - eintrat; so berichtete mir Hafsa , daß er, wenn 



111 

die Morgendämmerung anbrach und der Rufer (zum Gebet) rief, 

zwei Einheiten (rak c atain) zu beten pflegte. (1) 

« r « 

/T ( 1 ) 'übereinstimmend anerkannt' . J 

(28) Das Gebet in der Nacht 257 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

wurde gefragt : Welches Gebet ist nach dem vorgeschriebenen 

besonders vorzüglich? 

Er sagte: Das Gebet mitten in der Nacht. 

Man sagte: Und welches Fasten ist nach dem (Fasten im Monat) 

Ramadan besonders vorzüglich? 

Er sagte: (Das Fasten in) dem geheiligten (muharram) Monat 

n j. j. 2 58 

Gottes . 

Und von Ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen an ihnen beiden - 

(der) sagte: 

Ein Mann stand auf und sagte: Gesandter Gottes, wie ist das /~105j 

Gebet in der Nacht (zu verrichten) ? 

Da sagte der Gesandte Gottes: 

2 59 
Das Gebet in der Nacht ist je zwei und zwei , und wenn du 

(das Herannahen) des Morgens fürchtest, so runde (deine Gebete) 

mit einer (Gebetseinheit) ab. 

Dies überlieferte die Gesamtheit (der Imame) a , und Ahmad fügte 

in einer Überlieferung hinzu: 

Und das Gebet in der Nacht ist je zwei und zwei, (wobei) du in 

9 R 7 

je zwei Gebetseinheiten den Heilsgruß sprichst - 

— 9 R 9 

und (Ahmad) erwähnte den (ganzen) hadit. 

Und Muslim hat (noch folgendes) : 

Man sagte zu Ibn c Umar: Was (bedeutet ) 'je zwei'? 

Er sagte: (Daß) man in je zwei Gebetseinheiten den Heilsgruß 

sprvcht. 

(29) Das witr-(Gebet) 

(Es wird überliefert) von Abu Ayyub - Gott habe Wohlgefallen an 
ihm: er sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und seine Familie und 
schenke ihnen Heil - sagte: 

o c 

Das witr (-Gebet) ist eine Pflicht (haqq) . Wer nun das witr 
mit fünf (Gebetseinheiten) verrichten will, der soll es tun, 



112 

und wer es mit drei, verrichten will , der soll es tun, und wer 

p ß & 
es mit einer verrichten will, der soll es tun. 

Und in einem Wortlaut des Abu Dawud (heißt es): 

P ft 7 
Das witr ist eine Pflicht (haqq) für jeden Muslim. 

Auch Ihn al-Mundir überlieferte es und sagte diesbezüglich: 
Das witr ist eine Pflicht (haqq) , aber es ist nicht obliga- 
torisch (wagib). 

Und von Hariga ibn Hudafa - Gott habe Wohlgefallen an ihm - 
(der) sagte: 

Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und seine Familie und 

2 69 
schenke ihnen Heil - kam eines Morgens zu uns heraus und /106J 

sagte : 

Gott hat euch ein Gebet gegeben, das besser für euch ist als 

v i 27o 
rote Kamele. 

Wir sagten: Und was ist das (für ein Gebet), o Gesandter 

Gottes? 

27 1 
Er sagte: Das witr (-Gebet ) in dem, was zwischen dem spä- 

ten Abendgebet (salat al- c i%a' ) und dem Heraufsteigen der 

'.272 
Morgendämmerung (liegt) . 

273 

(30) Das freiwillige (Gebet) der Morgendämmerung 

Von c A i isa - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (wird überliefert, 
daß) sie sagte: 

Der Prophet - Gott segne ihn und seine Familie und schenke 
ihnen Heil - war auf nichts von den freiwilligen Gebeten 

(nawafil) sorgsamer bedacht als er es auf die beiden Gebets- 

27 4 

e%nheiten der Morgendämmerung war. (1) 

275 

f (1) 'übereinstimmend anerkannt' '. J 

Und (ebenfalls) von ihr, ..vom Propheten - Gott segne ihn und 

seine Familie und schenke ihnen Heil: 

P 7 ß 
Die beiden Gebetseinheiten der Morgendämmerung sind besser 

als die diesseitige Welt und (alles) was in ihr ist. (2) 

C (2) Dies überlieferten Ahmad und Muslim und at-Tirmidi und 

— 27 7 ~ 

(dieser) erklärte es für 'gesund' (sahih). 7 

* ** . . . 

27 8 

(31) Das freiwillige (Gebet) des Vormittags 

Von c Ä'is'a - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (die) sagte: 
Der Prophet - Gott segne ihn und seine Familie und schenke 



113 

ihnen Heil - pflegte (das Gebet) des Vormittags in vier Gebets- 
einheiten zu beten und hinzuzufügen, was Gott wollte. (3) 
/" (3) Dies überlieferten Ahmad, Muslim und Ibn Mag* ah. J 

(32 ) Das freiwillige (Gebet) des Mittags /l 7J 

— 2 8 o 
Von Umm Habiba - Gott habe Wohlgefallen an ihr - (die) sagte: 

Iah hörte den Propheten - Gott segne ihn und schenke ihm Heil - 

sagen: 

Wer vor dem Mittag ( sgebet) vier Einheiten (eines freiwilligen 

2 81 
Gebetes ) verrichtet und nach ihm (nooheinmal ) vier, den macht 

282 
Gott dem Feuer verwehrt. 

(33 ) Das freiwillige (Gebet) des Nachmittags 

Von Ibn c Umar - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der Pro- 
phet - Gott segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Heil - 
gesagt hat: 

Gott möge einem Manne Barmherzigkeit erweisen, der vor dem Nach- 
mittag ( sgebet ) vier (Einheiten) betet. (1) 

— — — —283 

C(l) Dies überlieferten Ahmad, Abu Dawud und at-Tirmidi.J 

(34 ) Die Begrüßung der Moschee 

Von Abu Qatada - Gott habe Wohlgefallen an ihm - (der) sagte: 
Der Gesandte Gottes - Gott segne ihn und seine Familie und 
schenke ihnen Heil - hat gesagt: 

Wenn einer von euch die Moschee betritt, so soll er sich nicht 

2 84 
(in ihr) hinsetzen, bis er zwei Einheiten betet. 

_ 2 8 S 
Dies überlieferte die Gesamtheit (der Imame) . 

Und es wurde von ihm - dem Gott Segen und Heil geben möge - 
auch (folgendes ) überliefert : 

O Q ff 

Gebt den Moscheen ihr Recht! 

Sie (d.h. die Gefährten des Propheten) sagten: 
Was ist ihr Recht? 

Er sagte: Daß ihr zwei Einheiten betet, bevor ihr euch (in f!08j 

ihnen) hinsetzt . (1) 
£ (1) Dies überlieferte Ibn abi Saiba mit einem 'guten' 
(hasan) isnad. J 



114 

2 88 
(3 5) Das freiwillige (Gebet) im (eigenen) Haus und das 

289 
Pflicht (gebet) in der Moschee 

Von Zaid ibn Tabit, daß der Prophet - Gott segne ihn und seine 
Familie und schenke ihnen Heil - sagte: 

Das vorzüglichste Gebet ist das Gebet des Mannes in seinem 

2 So 
Haus 3 außer das vorgeschriebene (Gebet) . 

(36) Der Freitag 291 

Von Abu Ayyub - Gott habe Wohlgefallen an ihm: 

Ich hörte den Propheten - Gott segne ihn und seine Familie 

und schenke ihnen Heil - sagen: 

29 2 293 

Wer sich am Freitag badet , Parfüm benutzt , wenn er wel- 
ches hat, und (etwas) von seinen besten Gewändern anzieht, 

294 
dann hinausgeht , während sich auf ihm' die Ruhe befindet, 

bis er zur Moschee kommt t dann sich beugt, wenn es ihm an- 

29 5 
gebracht erscheint, und niemanden belästigt , und dann 

— 29 6 

schweigt, wenn sein Imam herauskommt , bis er betet - (so) 

297 
ist dies für ihn eine Sühne für das, was zwischen ihm 

(d. h. diesem) und dem nächsten Freitag (sich bei ihm an 

Sünden ansammelt) . (2) 

298 

f (2) Dies überlieferte Ahmad. J 

299 

(37 ) Die Vorzüglichkeit der Niederwerfung 

Von Abu Huraira - Gott habe Wohlgefallen an ihm -, daß der 

Gesandte Gottes - Gott segne ihn und seine Familie und schenke 

ihnen Heil - sagte: 

Der Knecht (d.h. der Mensch) ist seinem Herrn (dann) am nach- /~109J 

sten, wenn er sich (gerade) niederwirft; so widmet euch (dabei) 

viel dem Bittgebet! 300 (1) 

/" (1) Dies überlieferten Ahmad, Muslim, Abu Dawud und an-Nasa'z.J 

Und von c Amr ibn c Abasa - Gott habe Wohlgefallen an ihm - , daß 
er den Propheten - Gott segne ihn und seine Familie und schenke 
ihnen Heil - sagen hörte: 

Der Herr ist seinem Knecht mitten im letzten (Teil) der Nacht 
am nächsten. Wenn du also unter denen sein kannst, die in jener 
Zeit Gottes gedenken, dann sei (es) ! (2) 

f (2) Dies überlieferte at-Tirmidi und erklärte es für 'gesund' 
(sahih). J 

• • • w 



115 



Und Gott segne unseren Meister Muhammad^ den 
ungelehrten Vro i pheten 3 und seine Familie und 
seine Gefährten und schenke ihnen Beil. 



116 

SCELUSS 



I1117 



Gott - er ist gepriesen und erhaben! - erwähnt das Gebet an 
vielen Stellen im ehrwürdigen Qur* an 3 indem er seinen Nutzen 

deutlich macht. Es gehört beispielsweise zu den Faktoren der 

1 . 2 

Heilung in Fällen von Unruhe , Angst und Gier. Er sagt: 

3 

"Der Mensch ist von Natur aus kleinmütig ; wenn Unheil über 

ihn kommt, ist er ängstlich, wenn er zu Vermögen kommt, ent- 
hält er (es anderem) vor . - Ausgenommen diej enigen, die das 
Gebet verrichten und in ihren Gebeten beständig sind , die 
sich verpflichtet fühlen, einen bestimmten Anteil von ihrem 
Vermögen dem Bettler und Unbemittelten zu überlassen, an den 
Tag des Gerichts glauben, sich vor der Strafe ihres Herrn 
ängstigen - vor der Strafe ihres Herrn darf sich (in der Tat) 
niemand sicher fühlen -, und ihre Scham bewahren, außer ge- 
genüber ihren Gattinen, oder was sie (an Sklavinnen) besitzen, 
(denn) dann sind sie nicht zu tadeln. - Diejenigen aber, die 
darüber hinaus (andere Frauen) für sich haben wollen, machen 
sich (offensichtlich) einer Übertretung schuldig. - Und (aus- 
genommen diejenigen) die das ihnen anvertraute Gut treu ver- 
walten, ihre Verpflichtungen erfüllen, ihr Zeugnis ablegen 
(wenn^sie dazu aufgerufen sind) und ihr Gebet einhalten. Sie 
(die sich durch diese Eigenschaften auszeichnen) werden (der- 
einst) in (paradiesische) Gärten ehrenvoll aufgenommen." 
(70:19-35) 

Und es (das Gebet) ist auch ein Heilmittel für den schlechten 
Charakter ; (Gott) - er ist erhaben! - sagt: 
"Das Gebet verbietet (zu tun), was abscheulich und verwerf- 
lich ist. " (29:45) 

Gott - er ist gepriesen und erhaben! - erwähnt auch Ismael - 
das Heil sei über ihm! - und sagt von ihm: 

"Und er war bei seinem Herrn wohlgelitten." (19:55) - /ll 2/ 

Was den Grund dafür angeht, daß er diesen Hang (der Wohlgefäl- 
ligkeit) bei Gott - er ist gepriesen und erhaben! - eingenom- 
men hat, so gehörte es zu seinen Eigenheiten, daß er seinen 
Angehörigen (die Verrichtung) des Gebetes zu befehlen pflegte. 
(Gott) - er ist erhaben! - sagt: 



117 

"Und gedenke in der Schrift des Ismael! Er war einer, der hält, 
was er verspricht , und ein Gesandter und Prophet. Er befahl 
seinen Angehörigen das Gebet (zu verrichten) und die Almosen- 
steuer (zu geben). Und er war seinem Herrn wohlgefällig." 
(19:54-55) 

Gott befiehlt (außerdem) , daß wir durch es (das Gebet) in al- 
lem, was uns bekümmert, Hilfe suchen, denn er sagt: 
"Und suchet Hilfe in der Geduld und im Gebet! Es ist zwar 
schwer (was man von euch verlangt) , aber nicht für die Demüti- 
gen. " (2:45) - 
und er sagt: 

"0 ihr, die ihr glaubt, suchet Hilfe in der Geduld und im 
Gebet! Gott ist mit denen, die geduldig sind." (2:153) 
Zu den Mitteln des Satans zur Verführung gehört das Abhalten 
vom Gebet. (Gott) - er ist gepriesen - sagt: 
"Der Satan will durch Wein und das Losspiel nur Feindschaft 
und Haß zwischen euch aufkommen lassen und euch vom Gedenken 
Gottes und vom Gebet abhalten. Wollt ihr denn nicht (damit) 
aufhören?" (5:91) 

Und (ein Teil) von dem Bittgebet (du^a 3 ) Abrahams - das Heil 
sei über ihm - (lautet) : 

"Herr! Mach, daß ich das Gebet (salat) verrichte, (ich) und 
(auch) Leute aus meiner Nachkommenschaft, Herr, und nimm mein 
Bittgebet (du c a 3 ) an!" (14:40) 

Und zu den herrlichen, erhabenen freundschaftlichen Ermahnun- 
gen, die Gott seinem Gesandten und dem liebsten seiner Geschöp- 
fe Muhammad - Gott segne ihn und schenke ihm Heil! - erteilt 
hat (gehören folgende Verse): 

"Ertrage nun geduldig, was sie sagen! Und lobpreise deinen [1157 

Herrn vor dem Aufgang und vor dem Untergang der Sonne! Und prei- 
se (ihn) zu gewissen Zeiten der Nacht, und an den Enden des Ta- 
ges! Vielleicht bist du (dann) zufrieden (und beruhigt) . Und 
laß deine Augen ja nicht (in Begierde) nach dem abschweifen, 
was wir einzelnen von ihnen als Glanz des diesseitigen Lebens 
zur Nutznießung gegeben haben, um sie damit einer Prüfung aus- 
zusetzen! Was dein Herr beschert, ist besser und hat eher Be- 
stand. Und befiehl deinen Angehörigen das Gebet (zu verrichten) , 
und harre ( selber ) darin aus! Wir verlangen von dir keinen 



118 

Unterhalt. Wir bescheren (umgekehrt) dir (den Unterhalt) . 
Und das Ende fällt (dereinst) zugunsten der Gottesfurcht aus. " 
(20:130-132) . 

Das Gebet gehört zu den Faktoren, durch die die Hilfeleistung 
Gottes für seine gläubigen Diener hervorgerufen wird, und es 
ist auch (eine) von den Äußerungs formen des Dankes Gott gegen- 
über dafür, daß er (ihnen) auf der Erde einen festen Stand 
verliehen hat. Er - er ist gepriesen! - sagt: 

"Aber bestimmt wird Gott denen, die ihm helfen, (ebenfalls ) 

o 
helfen, (denn) Gott ist fürwahr stark und mächtig . (Ihnen) 

9 
die, wenn wir ihnen auf der Erde einen festen Stand verleihen , 

das Gebet verrichten, die Almosensteuer geben, gebieten, was 

recht ist, und verbieten, was verwerflich ist ; und das Ende 

der Angelegenheiten steht Gott zu." (22:40-41) 

Und es ist (eines) von den Mitteln, sich bittend - um das 

Herabsteigen der Barmherzigkeit im Diesseits , (schon) vor dem 

1 1 
Jenseits - an Gott zu wenden 

"Gott hat denj enigen von euch, die glauben und tun, was recht 
ist, versprochen, daß er sie (der jetzt lebenden Generation) 
auf Erden nachfolgen lassen wird, so wie er die j enigen, die vor 
ihnen lebten^ (seinerzeit einer früheren Generation) hat nach- 
folgen lassen, und daß er ihnen ihre Religion, die er für sie 
gut gefunden hat, (überall) zur Geltung bringen, und daß er 
sie (selber ) , nachdem sie in Furcht gelebt haben, in den Zu- 
stand der Sicherheit versetzen wird. Sie dienen mir (allein) 
und gesellen mir nichts (als Teilhaber an meiner Göttlichkeit) 
bei. Diejenigen aber, die nachträglich (immer noch) ungläubig 
sind, sind die wahren Frevler . Und verrichtet das Gebet, gebt 
die Almosensteuer und gehorchet dem Gesandten! Vielleicht wer- 
det ihr (dann) Erbarmen finden." (24 : 55-56) [114J 

-12 
Zu den Ermahnungen des Luqman an seinen Sohn - er verdeut- 
licht ihm (darin), daß das Gebet etwas von der (guten) Art 

1 3 

ist, Entschlossenheit zu zeigen - gehört sein Ausspruch: 

"Mein Sohn, verrichte das Gebet, gebiete, was recht ist, und 

1 4 
verbiete, was unrecht ist! Und ertrage geduldig , was du zu 

erleiden hast ! Das ist eine (gute) Art, Entschlossenheit zu 

zeigen. Und zeig den Leuten nicht die kalte Schulter und 

schreite nicht ausgelassen (und überheblich) auf der Erde ein- 



119 

her! Gott liebt keinen, der eingebildet und prahlerisch 
ist." (31:17-18) 

Und das Gebet ist - zusätzlich zu (alle) dem - (eines) von 
den Mitteln, die (innere) Unreinheit vom Menschen zu ent- 
fernen. (Gott) - er ist gepriesen! - sagt, indem er die 
Frauen seines auserwählten Geliebten - Gott segne ihn 
und schenke ihm Heil - anredet: 

"Ihr Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie (sonst) je- 
mand von den Frauen. Wenn ihr gottes fürchtig sein wollt, 
dann seid nicht unterwürfig im Reden (mit fremden Männern) , 
damit nicht (etwa) einer, der in seinem Herzen eine Krank- 
heit hat, (nach euch) Verlangen bekommt! Sagt (vielmehr 
nur), was sich geziemt! Und bleibt in euren Häusern, putzt 
euch nicht heraus, wie man das früher im Heidentum zu tun 
pflegte, verrichtet das Gebet, gebt die Armensteuer und 

gehorchet Gott und seinem Gesandten! Gott will (damit, daß 

1 7 
er euch solche Gebote und Verbote erläßt) die Unreinheit 

1 R 
von euch entfernen, ihr Leute des Hauses , und euch wirk- 
lich reinmachen. Und behaltet im Gedächtnis , -was von den 
Zeichen Gottes und von der Weisheit in euren Häusern ver- 
lesen wird! Gott findet (immer) Mittel und Wege und ist 
(über alles) wohl unterrichtet. " (33:32-34) 
Und es (das Gebet) ist auch ein "Handel" mit Gott: Er - er 
ist erhaben! - sagt: 

"Diejenigen, die die Schrift Gottes lesen, das Gebet ver- 
richten und von dem, was wir ihnen (an Gut) beschert haben, 

geheim oder offen Spenden geben, dürfen auf einen Handel 

19 
hoffen , dem kein Niedergang drohen wird." (35:29) 

Und zu dem schönsten und tiefsinnigsten ° , was Gott - er 
ist gepriesen und erhaben! - bezüglich der Vögel erwähnt 
hat, (gehört dies) daß sie, während sie sich zwitschernd fllS? 

in den Lüften des Himmels aufhalten (und) sich ihrer Frei- 
heit im Raum Gottes erfreuen, Gott - er ist aepriesen! - 

21 
anbeten. (Gott) - er ist erhaben! - sagt: 

"Hast du denn nicht gesehen, daß (den einen) Gott (alle 
Wesen) preisen, die in den Himmeln und auf Erden sind, 
ebenso die Vögel (wenn sie) im Schwebeflug (die Flügel aus- 
gebreitet halten)? Jedes (Wesen) weiß, wie es (seiner Art 



12o 

2 2 
entsprechend) zu beten und (Gott) zu preisen hat. Gott 

weiß Besaheid über das 3 was sie tun. Und Gott hat die 

Herrschaft über die Himmel und die Erde. Bei ihm wird 

(schließlich alles) enden. " (24:41-42) 

23 
Das Lob sei Gott zuerst und zuletzt 3 und Gott 

24 
segne unseren Meister Muhammad am Anfang 

2 S ' 

und am Ende ; und Gott habe Wohlgefal- 

len an der Familie des Hauses und 

27 P 8 

an den Gefährten und Nachfolgern 

Und wir bitten Gott um den guten 
Ausgang für uns und für alle 
unsere Brüder in Gott. 



121 

Übersetzung der zu S.37 gehörigen Fußnote des 
Autors (arabischer Text S. 14/15): 



(1) (Gott) - er ist erhaben! - hat gesagt; 

"Ein Licht und eine offenkundige Schrift sind von 

Gott zu euch gekommen." (5:15) 

(Dazu) sagt der Imam al-Alusi : 

(Das heißt:) Ein herrliches Licht ist von Gott zu 

euch gekommen , und es ist das Licht der Lichter und 

der auserwählte Prophet - Gott segne ihn und schenke 

ihm Heil - ; und diese Ansicht vertrat auch Qatada, 

und az-Zaa'g'ag' hat ebenfalls (diese Auslegung) gewählt. 

— 2 
Ibn Haldun ging - während er über die Horizonte der 

Lebewesen sprach und darüber, daß sie alle sich dem 
ergeben, was ihnen nahe ist - bei der Erklärung des- 
selben dahin, daß er zur menschlichen Seele (nafs) 
gelangte und sagte: 

Daraus geht zwingend hervor, daß die Seele die Veran- 
lagung besitzt, sich von der Menschennatur loszulösen 
(und) zur Engelnatur (zu gelangen) , damit sie tat- 
sächlich zu einer ganz bestimmten Zeit in einem ganz 
gewissen Augenblick (zu einem Wesen) von der Art der 
Engel wird, und dies (geschieht) nachdem sie ihr spi- 
rituelles Wesen (dataha r-ruhaniyyat ) wirklich ver- 
vollkommnet (hat). 
Und Ibn Haldun sagt (weiter) : 

Eine Klasse (von Menschen) ist durch diese gedankliche 
Bewegung (Übung) auf den spirituellen Intellekt und 
die Wahrnehmung ausgerichtet, welche aller körperlichen 
Organe entbehren kann weaen der Veranlagung , die (hier- 
für) in sie (die Wahrnehmung? die Menschenklasse? ) 
hineingelegt wurde; so weitet sich der Umfang ihrer 
Wahrnehmung über die grundlegenden Dinge hinaus aus, 
welche den Umfang der ersten menschlichen Wahrnehmung 
ausmachen, und reicht in die Sphäre der inneren Anschau- 
ungen hinein, und sie (die inneren Anschauungen) sind 



122 

gänzlich Seelenkraft (wifidan) ohne eine Begrenzung an 
ihrem Anfang oder an ihrem Ende. Dies sind die Wahrnehmungs- 
fähigkeiten der Gelehrten ( c ulama* ) und der Heiligen (auli- 
ya 3 ) , der Leute der religiösen Wissenschaften und göttlichen 

Erkenntnisse, und sie sind nach dem Tod das Ergebnis für die 

4 
Leute der Glückseligkeit in der Grabeswelt . 

Eine (andere) Klasse (von Menschen) hat eine natürliche 
Veranlagung , sich gänzlich von der Menschennatur loszulösen, 
(von) ihrer Körperlichkeit als auch ihrer Geistigkeit , hin 
zu den Engeln am höchsten Horizont, so daß er (d.h. ein 
solcher Mensch) in einem ganz bestimmten Augenblick tatsäch- /l 57 
lieh ein Engel wird und ihm in jenem Augenblick der Anblick 
der höchsten Rats Versammlung (al-mala 1 al-a c la) an ihrem 
höchsten Horizont zuteil wird wie auch das Anhören der see- 
lischen Rede und der göttlichen Ansprache; und dies sind die 
Propheten - die Segnungen Gottes und sein Heil seien mit 
ihnen; Gott verleiht ihnen in jenem Augenblick die Loslö- 
sung von der Menschennatur, und er (d.h. dieser Augenblick) 
ist die Situation (der Zustand) der Offenbarung (wahy), eine 
natürliche Art, in der Gott sie (die Propheten) erschaffen 
hat , eine Natur (Konstitution) , nach der er sie gebildet 
hat; und er hielt sie rein (fern) von Hindernissen und 
Schranken des Körpers , solange sie noch Berührung mit diesen 
in der Menschennatur haben, (und zwar hielt er sie davon- rein) 
durch die in ihre Naturtriebe eingefügte Genügsamkeit und 
Aufrichtigkeit, mit der sie diese Richtung einschlagen. 



123 



III KOMMENTAR 



124 



111 KOMMENTAR 



Anmerkungen zur Übersetzung 
mit 
Verifizierung der im Text zitierten ahadit 



Abkürzungen: EI : Enzyklopädie des Islam. 

2 
EI : Enayalopaedia of Islam, 

HI : Handwörterbuch des Islam. 

Die oft verkürzten Literaturangaben bitte iah für Genaueres 
im Literaturverzeichnis nachzuschlagen. 



Vorbemerkung zur Verifizierung der ahadit 

1. Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnten die im Text zitier- 
ten ahadit anhand von Wensinck: ' Concordance et indices de 
la tradition musulmane ' und den entsprechenden hadit-Samm- 
lungen verifiziert werden, wenn auch der in unserem Text 
zitierte Wortlaut mit dem in den Sammlungen zu findenden 
nicht immer in allen Einzelheiten übereinstimmt. 

Mahmud zitiert die ahadit oft verkürzt und zudem aus sekun- 
dären Quellen, vornehmlich aus Ibn Hagar al- c Asqalani ' s 
'Bulug al-maram ' , wie ich dies an einigen Stellen bemerkt 
und in den Anmerkungen angegeben habe. 

2. Die hadit- Quellenangaben wurden in den Anmerkungen in 
folgender Weise angeführt : 

al-Bu h ari , Band, Seite, Zeile(n) : nach der Ausgabe von Krehl/ 
Juynboll, 4 Bde., Leiden .1862-19od . (Die Über- 
schrift auf o eder Seite dieser Ausgabe wurde bei 
der Zeilenzählung mitgezählt !) . In einigen Fällen, 
wo ich dies angemerkt habe, wurde zusätzlich nach 
der Ausgabe Bulaq 1315/(1898) zitiert. 

Mus lim , Band, Seite, Zeile (n) : nach der (vorzüglichen, vokali- 
sierten in meinem Besitz befindlichen) Ausgabe von 
A.R. al-Qarahisari und M. C I. az-Za z faranbuliyawi; 

• * 



125 

8 Teile in 4 Bänden, 
Istanbul 1334/1915; Nachdruck Bairut, o ,~J . (In einigen 
Fällen, wo iah dies besonders vermerkt habe, wurde 
auch nach der unvokalisierten Ausgabe Kairo (Misr) 
1327/(19o9) zitiert.) 

at-Tirmi dl, Band, Seite, Nummer: Ausgabe Kairo 13 56/1937-138 2/ 
1962 (mir in 4 Bänden unvollständig vorliegend! ) , 
ed. A.M. Sakir et al . 

at-Tirmid i ( ed.Bulaq) , Band, Seite, Zeile (n) : Ausgabe Bulaq 
1292/(1875) . 

Abu Dawud, Band, Seite, Nummer: Ausgabe in 4 Bdn. , o.O., o.J. 
(Gelegentlich habe iah zusätz lieh andere Ausgaben 
zitiert und dies besonders vermerkt. ) 

an-Nasä* 1 , Band, Seite, Zeile (n) : Ausgabe Bairut, o.J. (ed. 

H.M. al-Mas c udi; 8 Teile; mit Kommentar des Galal- 
addin as-Suyuti) . 

Ibn Mafiah , Band, Seite, Nummer: Ausgabe Kairo 137 2/19 52-1373/ 
19 53 in 2 Bdn. (ed. M.F. c AbdalbaqZ) . 

Ahmad f ibn Hanbai J, Band, Seite, Zeile(n) : Ausgabe Kairo (Misr) 
1313/ (1885) , 6 Bde. (mit Kanz al- c ummäl am Rande). 

al-Muwatta 3 f= Muwatta 3 MalikJ , Band, Seite, Nummer: Ausgabe 

'■■■■ " ■■ • • — — — • • 

Kairo 1951/1370 (ed. M.F. c Abdalbaq1) . 

Quellen, die nur vereinzelt zitiert wurden, sind mit genaueren 
Angaben versehen (al-Baihaqi, ad-Daraqutni, ad-Darimi) . 

3. Gelegentlich konnte ich ahadit nur bei anderen als den von 
Mahmud angegebenen Sammlungen feststellen. 

Wo ich die Stelle einer abweichenden Version oder eines ähnli- 
chen hadit (meist zusätzlich) angegeben habe, habe ich dies 
durch "ähnlich bei...", "siehe auch..." etc. kenntlich gemacht. 

4. In wenigen Fällen konnte ich ahadit nicht verifizieren (durch 
'nicht verifizierbar' kenntlich gemacht) . Es handelt sich dabei 

ausschließlich um hadite aus Sammlungen, die für Wensinaks Con- 
cordance nicht ausgewertet wurden und mir nicht vorliegen; 
namentlich: 



126 



at-Tabara.nl ( 26o/873-36o/971 ) : die Sammlungen ' (al-Mu c gam) al- 

Kabir' 3 ' ( al-Mu c gam) al-Ausat' und ' (al-Mu c gam) as-Sagir'; 
siehe Zirikli 3 al-A c lam 3 III 3 S.121. 

al-Hakim an-Naisaburi (st. 4o5 d.E.): ' al-Mustadrak c ala s-Sa- 

2 

hihain' : sihe EI . III. S.82. 

Ibn Hibban (Abu Hatim Muhammad ibn Hibban al-Busti; st. 3 54/96 5) : 

2 

'Sahih' j siehe EI 3 III 3 S.799. 



• • • 



Ibn Huzaima (Abu Bakr Muhammad ibn Ishaq as-Sulami an-Naisaburi : 
st. 311/924): 'Sahih'; vgl. Zirikll, al-A^lam 3 VI 3 S . 29 . 

Ibn abi Saiba (st. 235/849 ) : 'Musanna f ; vgl. Zirikli 3 a.a.O . 3 
IV 3 S. 118. 

al-Hakim at-Tirmidi (st. oa. 32o/932): ' Nawadir al-usul ' . vgl. 
ZiriklZ 3 a.a.O. 3 VI 3 S. 272. 



Seite 
Anmerkungen zur Übersetzung S. 30-64 
(=Anm. zum Vorwort und dem ersten Abschnitt) : 127 

Anmerkungen zur Übersetzung S. 65 - 77 

(=Anm. zum zweiten Abschnitt) : 143 

Anmerkungen zur Übersetzung S. 78 - 82 
(=Anm. zum dritten Abschnitt) : 149 

Anmerkungen zur Übersetzung S. 83 - 115 
(=Anm. zum vierten Abschnitt) : 152 

Anm. zur Übersetzung S. 116-120 (Schluß) : 176 

Anm. zur Übersetzung S, 121-122 (Fußnote) : 178 



127 



Anmerkungen zur Übersetzung S. 30 - 64. 
(Anmerkungen zum Vorwort und dem ersten Abschnitt) 



1. Sayyid: eigentlich "Herr", "Fürst" (siehe auch Qur 3 an 3:39, 
wo sayyid für Johannes den Täufer gebraucht wird); gemeint 
ist "Vorbild" , der höchste seines Volkes. Robson übersetzt 
sayyid al-mursalin mit "he who is pre-eminent among the 

Messengers" (Robson: Mishkat Al-Masabih, II, S. 1230) ,was die 
Bedeutung vielleicht am besten wiedergibt. Man vergleiche auch 
die Bezeichnung sayyid al-Qur' an für den' Thronvers ' (2:255) 
oder sayyid al-kalam - "das Vorbild der Sprache" - für den 
Qur'an (HI i S.634a: SAIIID). Die Übersetzung "Meister" halte 
ich daher für die angebrachteste (nicht ' Herr ' , da wir 'unser 
Herr' etc. für rabbana etc. übersetzen und auf Gott bezie- 
hen). Siehe auch Anm. 120 auf S.A^ . ^^£^ £$•£%* 

2. Ummi : in der islamischen Tradition verstanden als des Lesens 
und Sahreibens unkundig, oder auch: einem nicht gelehrten 
(d.h. nicht "Schrift-besitzenden" ) Volke zugehörig ; siehe 

HI, S.7 64: UMMI. 

3. Sahb = sahaba, ashab: die Gefährten, die muslimischen Zeit- 
genossen Muhammads , sihe HI, S. 55: ASHAB. 

4. Eine derartige Übersetzung für Wendungen wie yaqulu llahu 
ta c ala ziehe ich Übersetzungen wie "Gott der Erhabene sagt" 
vor . 

5. Zu den ginn (Geister, Dämonen) , für die es kein geeignetes 
deutsches Äquivalent gibt, sihe HI, S.112, EI ,11, S. 546-50: 
DJINN. 

6. c Ibada: (Gottes-) Dienst , Anbetung; vgl. HI, S.178, EI 2 , III, 
S. 647: C IBADAT. 

7. Fuuudat : wörtlich "Emanationen" . 

8. Siehe oben, Anm. 6. 

9. Vielleicht eine Reminiszenz an das "Banner des Lobes" (liwa' 
al-hamd) - das Banner des Propheten Muhammad, unter dem die, 



128 



welche an ihn geglaubt haben, am Tag der Auferstehung ver- 
sammelt werden. (Osmanlica-Türkce Ansiklopedik Büyük Lügat, 
S. 566: Livä-ül Hamd. ) 

10 . Wörtlich: göttlich, HERRliah (rabbani) . 

11. Salawatu llahi c alaihi wa-salamuhu: diese Eulogie - im fol- 
genden meist in der geläufigeren Form salla llahu c alaihi 
wa-sallama: "Gott segne ihn und schenke ihm Heil" - folgt 
in unserem Text fast stets der Nennung Muhammads. Vgl. I. 
Goldziher : Über die Eulogien der Muhammedaner , ZDMG 50,1896, 
S. 92-128. 

12. D.h. keine Religion ohne Gebet. Zur Bezeichnung des Gebe- 
tes als 'Stützpfeiler der Religion' ( c imad ad-din) vgl. im 

hadit Nr. 29 von an-Nawawi' 's "40 haditen" den Ausdruck: 

. — • — 

wa- c amuduhu s-salat : "und ihre (d.h. der Sache) Säule / 
Stützpfeiler ist das Gebet" (al-Arba c in an-nawawiyya, ed. 
M, al-Arnä* ut, S. 6 5; vgl. auch Schacht: Der Islam mit 
Ausschluß des Qor'ans, S. 22, Z. 17). 

13. So wörtlich im Qur 3 an 29:45. 

14. Es handelt sich um eine Volksetymologie , die der Autor wohl 
nur als Wortspiel aufführt. Es ist nicht anzunehmen, daß er 
dies hier als eine etymologische Erklärung verstanden haben 
will, denn als Azhar-Gelehrter muß er wissen, daß SALAT (Ge- 
bet)/ salla (beten) aus der Wurzel S-L-W (sala) abzuleiten 

• • • 

ist, silat (Verbindung ) hingegen von W-S-L (wasala)^ J $-<*«& s <^ ! ~^<-\ / 

15. D.h. selbst im Kriegs falle ist das Gebet eine Pflicht für 
den Muslim; dafür gibt es im Qur 3 an bestimmte Regeln: Sura 
4 : lol-loZ ; man spricht im fiqh von der salat al-h,auf (dem 
Gebet bei 'Furcht'); siehe darüber Sabiq: Fiqh as-sunna,I, 
S. 278-82. 

16. Wa-lan tuhsu: "ihr werdet (dazu) nicht imstande sein". 

17. al-Muwatta 3 , I, S.34, Nr. 36. - Der hadit wird weiter unten 
in abweichender Form wiederholt (S.63 /arab.Text S.55). 

18. Wörtl. "des muslimischen Mannes" (ar-raqul al-muslim) . 



129 



19. Der Reoh.tsgeleh.vte Malik ibn Anas (st. 17 9/795) , auf den 
das Rechtsbuch al-Muwatta' ("der geebnete (Pfad)") zurück- 
geht, aus dem hier mehrfach zitiert wird. S. HI ,S . 4o8ff . 

20. Wörtlich: daß er bei c Umar ibn al-Hattab in der Nacht, da 
dieser erstochen wurde, eingetreten sei... 

21. al-Muwatta 3 , I, S. 39. Nr. 51. 

22. Hadit: Auf Muhammad zurückgeführte Tradition, vgl. HI, S. 
146ff, EI 2 , III, S. 22-29; zur Problematik des hadit vgl. 
I. Goldziher: Muh amme danische Studien, 2. Teil; A. Guil- 
laume: The Traditions of Islam; GAS, I, S. 53-84; G.H.A. 
Juynboll: The Authenticity of the Tradition Literature; 
Th. W.Juynboll: Handbuch des Islamischen Gesetzes, S. 12-22. 

23. D.h. einem Menschen. "Mann" (ragul, imru' ) wird häufig 
in diesem allgemeinen Sinne gebraucht, wobei die Frau 
sicherlich inbegriffen ist. 

24. Beigesellung : Sirk, d.h. Polytheismus, aber bereits jedes 
Gott etwas an die Seite oder an seine Stelle Setzen gilt 
als s"irk; siehe HI, S. 693ff: SHIRK. 

25. Das heißt, das Unterlassen bzw. das Verlassen der Gebets- 
praxis führt zu Sirk und kufr (Unglauben) . - Muslim, I, 

S. 62, Z. 2-3. (Vgl. die Schrift Islamda namaz% terketme- 
nin hükmü von el-Yarbuzi; auch Ibn Qayyim al-öauziyya hat 
ein Buch verfaßt mit dem Titel: Kitab as-Salat wa-hukm 
tarikiha. ) 

26. 'Gut' (hasan) , 'gesund' (sahih) u.a.: Ich habe die termini 
technici zur Klassifizierung der ahadit stets wörtlich 

übersetzt und den arabischen terminus in Klammern hinzu- 

1 9 

gefügt. Siehe zu diesen Begriffen: El ,HI (S . 1 48b-149b ) , EI 

Art.HADITH, ISNAD; Robson: Mishkat Al-Masabih, S. VIII- 

XII; Guillaume, a.a.O., S. 86-88 und Appendix S. 181 f. 

27. Ibn Magah, I, S. 342, Nr. lo79; at-Tirmidi (ed. Bulaq) ,11, 
S. lo3, Z. 24-25. 

28. Tabi c i, d.h. jemand aus der auf die Generation der Sahaba 
(Prophetengefährten) folgenden Generation bzw. jemand, der 
einen sahabi persönlich gekannt oder getroffen hat; s. HI, 
S. 71o (TÄBI C ). 



ISO 



29. D.h. c Umar nahm sich die Predigt des &aqiq so sehr zu 
Kerzen, daß er auch als Verwunderter betete, obwohl 
seine Wunde blutete. 

SO. D. h. im Kitab al-iman seiner hadit -Sammlung al-Gami c 

as-sahih bzw. Sunan £at~Tivmid% J 9 
» • • • — 

31. at-Tirmidl (ed. Bulaq) , II , S. lo3, Z. 27-28. 

Die gleiche Aussage wird auch von Abu Huraira überlie- 
fert, und zwar im Mustadrak von al-Hakim und im Musannaf 
des Ibn abi §aiba (so el-Yarbuzi : Islämda namazi terketme- 
nin hükmü, S. 10). - 

Zum Ausdruck isnad (wörtlich "Stützung" ) , auch: sanad 3 
der die Reihe der Gewährsmänner ( "Überlief ererkette" ) 
eines hadit bezeichnet 3 siehe HI 3 147b unten f 3 EI 3 IV 3 
S. 2o7; I. Goldziher: Muh. Stud. , II 3 S. 6; Th. W.Juynboll: 
Handbuch des Islamischen Gesetzes 3 S. 14 3 18-21. 

(Anmerkungen zum ersten Abschnitt) 

32. Zakat : die jährlich zu entrichtende Pflichtabgabe auf 
Ersparnisse 3 Grundbesitz etc. zugunsten der Bedürftigen; 
wird im Qu? J an sehr oft mit der salat zusammen erwähnt; 
s. HI 3 S. 821 ff. (ZAKAT). Die salat steht dieser Auf- 
zählung zufolge an zweiter Stelle - sofort nach dem 
Glaub ensb ekenntni s (sahada) ! 

33. Zur Pilgerfahrt, hagif, siehe HI, S. 152ff (HADJDJJ ; EI 2 , 

III, 31-38. 

2 

34. Qadar:' die Vorherbestimmung; s. HI, S. 246 (KADAR), EI , 

IV, S. 36S-7 (al-KADA 3 WA 'L-KADAR). 

• • • 

35. Ihsan: eigentlich "recht Handeln, gut machen, verschönern" ; 

* 

ihsan hat durch diesen hadit geradezu auch die Bedeutung 
bekommen "Gott so zu dienen, als ob man ihn sähe" : 
"Allah 3 t, görür gibi ibadet etmek" (Osmanlica-Türkce An- 
siklovedik Büyük Lügat, S. 433b: ihsan). 



131 



36. Muslim, I, S. 29, Z. 1-14; vgl. auch an-Nawawi: al-Arba c 1n, 
ed. al-Arna 3 ut, S. 20 f 3 und Sahaaht: Der Islam mit Aus- 
schluß des Qor' ans 3 S. 16. 

37. D.h. sein Inneres, sein Herz wurde geöffnet. Dieser Bericht 
saheint an Qur* an 94:1 ff anzuknüpfen: "Haben wir dir nicht 
deine Brust geöffnet?..." - Es geht im folgenden um die 
'Himmelfahrt' Muhammads 3 den mi c rag; siehe HI 3 S. So9ff 
(MI C RÄDJ) ; vgl.u. Anm. 54. 

38. Damit sind stets die hadit-Sammler al-Buhari und Muslim 

. — " 

gemeint, deren hadite als sahih (' gesund' 3 d.h. authentisch) 
gelten. (Man darf hier bemerken, daß ein Werk von Taha 
Husain über die ersten beiden Kalifen Abu Bakr und c Umar 

« ■ * 

ebenfalls den Titel "as-Saihan" trägt; vgl. auch ZDMG, 
5o 3 S. 122.) 

39. Die Quelle an der Ka c ba; s. HI, S. 824. 

40. al-Buhari, I, S. 99 3 Z. 6-8 (auch I 3 S. 412 3 Z. 3-5 und 
II 3 S. 335, Z. 13-14). 

41. Ka-lamhi l-basari au hiya aqrabu - vgl. den gleichen 
Ausdruck (nur dort huwa statt hiya) im Qur'än 16:77 - 
ich habe die Wendung daher nach Paret (16:77) wieder- 
gegeben; ganz korrekt wäre: "... oder ganz (besonders) 
kurz " . 

42. Sidrat al-muntaha (auch: as-sidra al-muntaha! ) - vgl. 

Qur* an 53:14 - Paret: "beim Zizyphusbaum am äußersten Ende 
(des heiligen Bezirks?) " ; G. Vitestam: As-sidra (-t ?) al- 
muntaha. Quelques commentaires linguistiques sur des textes 
existants . In: Actes du premier congres international de 
linguistique semitique et chamito-semitique Paris... 1969; 
The Hague, Paris 1974, S. 3o5-8; ferner A. Schimmel: Und 
Muhammad ist sein Prophet, S. 139-154 über den mi c rag . 

43. Mulk ( "sichtbares Reich") und malakut ( "unsichtbare Königs- 
herrschaft") meinen hier die geschaffene Welt - Himmel und 
Erde - bzw. das nicht begreifbare, unvorstellbare Reich 
Gottes jenseits des Geschaffenen. Sowohl mulk als auch 
malakut bedeuten eigentlich 'Herrschaft'; mal akut as-sama- 
wat = 'das Königreich der Himmel' (Mt. 4:17); es handelt 



132 

sich um ein Lehnwort aus dem Syro-Aramäischen malkuta 
JLo'lSoO Reich, Herrschaft. 

44. Dies bezieht sich auf Q 53:9 "fa-kana qaba qausaini au 
adna" - Paret: "und war (schließlich nur noch) zwei Bogen- 
längen (? ...) (entfernt) oder (noch) näher (da)". 

45. Dieser Satz ist schwer verständlich. Ist dies so zu 
verstehen, daß Gottes Gnade usw. (mit dem Menschen her- 
kommend?) diese Orte (in Richtung Gottes) überschreiten 
werde? Wahrscheinlich ist gemeint, daß die Gnade Gottes 
nicht nur den Menschen zur Stufe von "zwei Bogenlängen" 
führen kann, um dann "stehen zu bleiben" , sondern ihn 
vielmehr noch weiterführt bis zur Entfernung "oder noch 
näher (da) ". 

46. Die himmlischen Schreibrohre sind gemeint (wohl der 
Engel, welche die Geschicke bzw. die Taten der Geschöpfe 
aufschreiben? ) . 

47. D.i. Gabriel. 

48. Muslim, I, S.lo3, Z. 9-11. 

49. Der Überlief erer ist entweder Ibn llazm oder Anas ibn 
Malik, die diesen Teil des hadit nach dem Eigenbericht 
Muhammads erzählen; Muslim, I, S.lo3, Z. 11-12. 

50. Vgl. Q 53:16: "Als den Lotosbaum bedeckte, was ihn bedeck- 
te." (Paret entfernt sich hier etwas vom Original; ich 
halte seine Übersetzung der Stelle für sehr gewagt.) 

51. Muslim, I, S. lo3, Z. 18-2o. - Unmittelbar vor diesen 
Zeilen wird in demselben hadit berichtet, wie Gott Muham- 
mad 5o tägliche Gebete auftrug, die er dann auf Mosis 
Drängen hin auf fünf herunderhandelte . 

52. Paret: "Und er gab seinem Diener jene Offenbarung ein." 
Vgl. aber Parets Fußnote! 

53. Sila -siehe dazu oben 5.32 und Anm. 14 (S. 42-<? ). 

54. Mi c rä§ = 'Leiter', 'Treppe', 'Aufstieg' , 'Himmelfahrt' - 
siehe zum mi c rag HI, S. 5o9ff (MI C RADJ) ; A. Schimmel: Und 
Muhammad ist sein Prophet, S. 13 9-1 54 .[c&wAt: /iu,4, 5)^«^;^ ?. 2^ 



133 



55. Bait al-maqdis ("Haus des Heiligtums" ) ist ebenso wie 
al-Quds eine gängige Bezeichnung für Jerusalem, In einigen 
ahadit wird berichtet, wie Muhammad zuerst nach Jerusalem 
reiste (vgl. Q 17:1 und den Artikel ISRA* im HI, S. 227), 
von wo aus er den mi rag begann; daher dieser Ausspruch. 

56. Isti&fa^ - eigentlich: 'Bitte um Fürsprache' - wird hier 
als Synonym zu isti c ana 'Hilfesuchen' , ' Zufluchtnahme ' 
(Wehr) gebraucht: ista&fa^a bi-fulan c ala fulan zn = 
ista c ana bihi c alaihi (al-Mungid) . 

57. Ahmad, V, S. 388, Z. 22f; auch I, S. 2o6, Z. 5. 

58. Die beiden Varianten könnten durch einen Abschreibefehler 
entstanden sein; das Schriftbild legt dies nahe: 
(hazana) O V-^- ~ (hazaba) 



59. Safa c a: Fürsprache, Fürbitte, hier in der Bedeutung von 

'Hilfegesuch' ; Vgl. oben, Anm. 56. 

60. D.h. daß er die Dinge als "gut" beschließen und durch- 
führen möge. 

61. Al-kurub : Nöte, Betrübnisse, Bedrängnisse, Schmerzen. 

62. Die salat gada 3 al-haqa - oder einfach salat al-haqa - 
(ganz wörtlich: 'das Hebet / der Erledigung / des Bedürf- 
nisses') ist selbstverständlich auch ein Thema des fiqh; 
vgl. al-Gaziri: al-Fiqh c ala l-madahib al-arba c a, I, S. 

3 3 5; Kamal: Everyday Fiqh, I, S. 162 f.; Ö.N. Bilmen: 
Islam Ilmihali, S. 2o7 . 

63. Dieses schwerverständliche Zitat des "Imam ad-Dihlawi" 
meint wohl folgendes : Der Sinn der salat qada' al-haqa 
ist es, das Hilfeerbitten von Menschen bei Menschen zu 
beenden, da dieses sie glauben macht, andere als Gott 
könnten ihnen helfen, wodurch ja die Einheit und Einzig- 
keit Gottes - im Bezug auf die Anerkennung Gottes als 
einzigen wahren Helfer - verletzt würde. Daher hat 
Gott den Menschen salat und du a' geschenkt, auf daß 
das Übel der Beigesellung (Sirk) von ihnen versahwinde 
und daß das Eintreffen des von Gott Erbetenen so die 
Einheit Gottes bestätiae. - Bei ad-DihlawZ handelt 



134 



es sich möglicherweise um den als Sah Waliallah (Waliyyulläh) 
bekannten indischen Theologen Ahmad Waliallah ihn "Abdarra- 
hlm ad-Dihlawl ( Uli /l 699-117 6/1762) , der u.a. den Titel 
"al-Imam" trägt ( Abdalhayu al-Hasani: Nuzhat al-Hawätir , 
VI, S. 398 ff); Zirikli: al-A c lam,I ,149 ; EI , II, S. 254 f. 

64. Radiya llahu c anhuma: diese Eulogie wird gewöhnlich den 
Namen der sahaba (s.o. Anm. 3), der Prophetengattinen usw. 
beigefügt . Der Dual ( c anhuma) bezieht sich hier auf den ge- 
nannten Überlief erer c Abdallah sowie auf dessen in seinem 
Namen enthaltenen- Vater Abu Aufa. 

65. Die rak c a (pl. raka c at) -wörtlich: ' (Rumpf-) Beugung ' - ist 
der terminus technicus für eine Gebetseinheit bestehend 
aus Qur 3 anrezitation (im Stehen), Beugung (ruku c ) und der 
zweimaligen Niederwerfung (su$ud); siehe dazu oben, Einlei- 
tung, S. 42,-f . 

66. Al-Karim als Gottesname kommt im Qur J an nur einmal vor: 
82:6; Paret: 'vortrefflich' . 

67. at-Tirmidl, II, S. 344, Nr. 479. 

68. Ibn Magah, I, 441, Nr. 1384. 

69. Der tasahhud, wörtlich 'das Bezeugen' , also das Aussprechen 
des Glaubensbekenntnisses , erfolgt nach jeder zweiten rak c a 
sowie nach der letzten rak c a einer salat; ihm folgt der 
Segen über den Propheten sowie (am Ende des Gebetes) der 
Heilsgruß (taslim, salam) ; siehe S. 93\ (arab. Text S. 86) 
den Text des tasahhud. 

70. Lane (Lexicon, V, S. 21o7b.) erklärt hierzu: " i.e. I ask 
Thee by the properties wherein consists the title of thy 
throne to glory , or_ by the places wherein those properties 
are ( as it were) knit together, properly meaning by the 
glory of thy throne." 

71. "Bei" (min) i.S. von "an einem Ort von"; vgl. W, Fischer: 
Grammatik, § 299 (b). 

y 

72. Gadd: ich übersetze es hier mit 'Majestät' ( c azama - siehe 
ar-Razi: Muhtar as-Sihah, S. 94b, der auch Qur'an 7 2:3 so 



135 



erklärt: gaddu rabbina , ai: c azamatu rabbina; anders da- 
gegen Paret); das Wort hat gewöhnlich die Bedeutung 'Glück'; 
ah-Saukani: Tuhfat ad-dakirin, S. 132 erklärt: ai: al-hazz 
wa-l-gina wa-l- c azama, 

73. Nicht verifizierbar (s.o. S AIS Punkt 4.). 

'"" I — 

74. Die Vokalisierung des Namens (^T >] j^o. ist unsicher (Haddas? ) . 

75. at-Tirmidi (ed. BÜlaq) , II, S. 167 , Z. 12-14. 

76. Salat al-istihara: wörtlich: 'das Gebet der Bitte um die 
richtige Eingebung, um die richtige Entscheidung'. Auch 
dieses bildet ein Thema des fiqh: al-öazirZ, a.a.O., I 3 S. 
335; Bilmen 3 a.a.O. 3 S. 2o7f; HI 3 231 f 3 EI 2 3 IV, S. 259 f 
(ISTIKHÄRA) . - Die salat al-istihara soll vor wichtiaen 
Entscheidungen verrichtet werden 3 und zwar vor dem Schla- 
fengehen (s. Bilmen, a.a.O.); man beachte in diesem Zshg. 
das nächtliche Gebet Jesu vor seiner Apostelwahl (Lk. 6 :12ff) . 

77. Wörtlich: den Vers. 

78. Ahraga: 'herausbringen' i.S. von überliefern. 

79. D.h. an Gabir und seinem Vater c Abdallah, vgl. oben Anm. 64. 

80. al-Buharl, I 3 S. 293 3 Z. 9-17. 

81. Muslim, I, S. 142, Z. 12-14. 

81a. Korah etc.: siehe Q 29:39 u. 4o:24, wo diese drei jeweils 
zusammen erwähnt werden - alle drei Symbolfiguren für Hoch- 
mut (29:39) und Unglaube (4o:24); siehe HI, S. 276 (KARÜN), 
5. 13 5 f (FIR C AWN) und S. 162 (HAMAN); bei Ubayy ibn Halaf 
handelt es sich um einen ungläubigen Zeitgenossen Muham- 
mads; bei Ibn Hisam (ed. Wüstenfeld, I, 2, S. 57 5, Z. 14) 
wird er als c aduwwu llah ('Feind Gottes') bezeichnet (s.a. 
Ibn Ishaq/Guillaume, S. 382). 

82. Ahmad, II, S. 169, Z. 13-15; auch ad-Darinl : Sunan, II, S. 
3ol ganz unten - 3o2, Z.3. 

83. Man beachte den Reim: iman - mZzän - (tamla J än) . 

84. Muslim, I, S. 14o, Z. 8-11. 



136 

85. Auch die mir vorliegende Ausgabe des Sahih Muslim (ed. al- 
Qarahisari) lokalisiert : tuhur; tahur ist wie tahara ein 
Infinitiv (Verbalnomen) zu tahara, tahura 'rein sein'. 

86. Zu diesem Qur 3 anvers wird nämlioh erklärt, iman meine hier 
das Gebet (salat), siehe Tafsir al-Galalain zu 2:143. 

87. Hier saheint das Zitat von an-Nawawi zu Ende zu sein. Der 
Kommentar an-Nawawi' s zum Sahih Muslim, dem dieses Zitat 

• • • 

entnommen sein dürfte, liegt mir nicht vor. 

88. Gurr (fu c l): pl. der Farbbezeiahnung agarr : "mit weißem 
Stirnfleck (gurrat ) ". 

89. Muhaggal : (beim Pferd:) mit (vier) weißen Füßen - auf den 
Menschen übertragen also: mit weißen/hellen Händen und 
Füßen. 

90. al-Buharl, I 3 S. 48, Z. 9-lo; Muslim, I, S. 149, Z. 17f. 

91. Ganz wörtlich: "Hast du gesehen?" Lane: Hast thou considered? 
expression used to arouse attention; meaning teil thou me . . . 
(Lexiaon, III ,998c) ; vgl. diesen Ausdruck im Qur J an 6:46f, 
17:62, wo auch Paret übersetzt : "Was meinst du wohl". 

92. Duhm und buhum (pl.): sowohl adham als auch bahim bedeuten 
'schwarz ' , weshalb ich "ganz schwarz" übersetzt habe. 

93. Vgl. dazu HI, S. 17 2, und EI 2 , III, S. 286a: HAWD. 

94. Muslim, I, S. 151, Z. 16-21. 

95. Vgl. at-TirmidZ, I, S. 4o2, Nr. 2o7 (Zeile 6). 

96. Vgl. at-Tirmidl, IV, S. 697, Nr. 2566. 

97. Hadat bezeichnet die rituelle Unreinheit bzw. die beiden 
Zustände der rituellen Unreinheit und was dazu führt (Aus- 
scheidungen etc.): die kleinere (al-hadat al-asgar) und die 
größere (al-hadat al-akbar) ; siehe Einleitung S. 40 ; HI, 

S. 146a, EI 2 , III, S. 19 (HADATH) . S. auch S. 1*3 , Anm. lo. 

98. Muslim, VI, S. 48, Z. 7-10; al-Buharl, I, 4, Z. 7-9; I, 23, 
Z. 1-4; III, 412, Z. 17-19; IV, 339, Z. 6-7. Von den vielen 
Varianten stimmt keine ganz genau mit Mahmud' s Version ein, 
jedoch entspricht diese genau dem ersten hadit der "arba c in" 



137 

des Imam an-Nawawi, der ihn außerdem auch an den Anfang seiner 
seiner hadit- Sammlung Riyad as-salihin stellte, welche weite 
Verbreitung gefunden hat und auch heute viel benutzt wird; 
sie enthält fast ausschließlich Traditionen über Moral, 
Verhalten, Frömmigkeit , aber kaum rechtliches Material. - 
(an-Nawawi : Riyad as-salihin, ed. M.N, al-Albani. Bairut 
1399/1979, S. 4f.) 

99. Muslim, VIII, S. 11, Z. lof; Ibn Ma§ah, II, S. 1388, Nr. 4143. 

100 . Es handelt sich hier um einen hadit qudsi (="heiliger hadit"), 
der ein außerqur 3 anisches Gotteswort enthält. Vgl. EI , III, 
S. 29. Es gibt eine ganze Reihe solcher ahadit qudsiyya, ja 
sogar Sammlungen, die nur solche 'Gottesworte' enthalten (vgl. 
c Ali al-Qari: al-Ahadit al-qudsiyya - s. Literaturverz. ) ; 

sie spielen besonders in der Mystik eine große Rolle; siehe 
A. Schimmel: Mystische Dimensionen des Islam , S. 67o, die 
eine kleine Liste solcher Traditionen anführt. 

101. Ana agna s-suraka* i e ani ä-8irk : ganz wörtlich: Ich bin 
der entbehrendste der Teilhaber den ( ..S,) Sirk; d.h. Gott 
hat von allen Wesen, die man ihm beigesellt, diese Beigesel- 
lung (Sirk, s.o. Anm. 24) am wenigsten nötig, er ist am 
höchsten darüber erhaben. 

102. D.h. wenn einer eine Tat nicht nur um Gottes willen, sondern 
auch um einer anderen Sache/Person/Gottheit willen tut, so 
hat Gott mit dieser Tat nichts zu tun, vielmehr wurde sie 
für den getan, den er in seiner Absicht Gott beigesellt 

hat . 

103. Ibn Magah, II, 14o5, Nr. 42o2. 

104. Vgl. aber Parets Übersetzung der Stelle, wozu er anmerkt: 
"W. : Steht nicht Gott die lautere Religion (...) zu?" 

105. Zum Begriff iqamat as-salat / aqama s-salat a vql. Brockel- 

• • * ■ 

mann: Iqamat as-salat; Mittwoch: Zur Entstehunqsaeschichte . . , 
S. 16. f Zur iqama i.d. Bed. ' (zweiter) Gebetsruf' , 'Gebets- 
ansage (unmittelbar vor dem Beginn des Gemeinschaftsgebetes) ' 

~~'~T~~ VT a 0„7 TPT^ TTT O 1 ~ C O 7 C 3" dU^. /u-, d ^ dku~. »aj^n t-J;^»^, 

siehe HI, S, 2ol, EI , III, S. lo57. / u „»- „u # n , i , > a «n 

106. Zur qibla siehe HI, S. 324f , EI 2 , V, S. 82-88. 



138 



107 . Allahu akbar - "Gott ist sehr groß" -, der takbir bzw., 
wenn einmalig , die takbira, wird im Gebet zu Anfang ( tak- 
bir at al-ihram) , bei der Beugung (ruku c ) , bei jeder Nieder- 
werfung (sagda) und beim Aufrichten daraus, sowie beim Auf- 
stehen nach dem tasahhud in Gebeten mit mehr als zwei 
raka c at gesprochen. 

108. Zum Weihezustand - ihram - bei der salat siehe HI, S. 2olb; 
der Weihezustand des Pilgers (h.ag'g) hängt damit zusammen, 
siehe HI, S. 199-2ol (EI 2 , III, S. 1052f). 

109. Mit dieser takbirat al-ihram ist die salat eröffnet; Reden, 
Essen, Umherschauen usw. sind verboten, bis man das Gebet durch 
den Heilsgruß (taslim) beendet und so aus dem Weihezustand 
austritt, weshalb das Beendigen des Gebetes auch tah.Hl (d.h. 
Auflösung des Weihezustandes) genannt wird; vgl. Rassoul: As- 
Salah. Das Gebet im Islam, S. 96f; in einem hadit h&ißt es: 
"Der Schlüssel zur salat ist die Reinheit /Reinigung , ihr 
tahrim (= Eintreten in den Weihezustand) ist der takbir, und 
ihre Auflösung (tahlil) ist der taslim (Heilsgruß)" - zitiert 
bei Sabiq: Fiqh as-sunna, I, S. 140 unten. 

110. Ich bin hier sehr stark von Paret abgewichen; seine Übersetzung 
von wa-ma ana mina l-musrikina als "Und ich bin kein Heide" 
gibt m. E. den Sinn nur verzerrt wieder, vgl. jedoch Parets 
Fußnote. Dieser Qur 3 anvers wird (in etwas abweichender Form) 
als du c a 3 nach der takbirat al-ihram gesprochen, ebenso die 
nun folgenden Verse 6:162f (siehe S.^O'L, arab. Text S. 95), 
weshalb sie hier zitiert werden. 

111. Vgl. Q 15:87; oder: "die sieben sich gleichartig wiederholen- 
den..."; (vgl. auch Paret). Siehe hierzu HI, 464f: al-MATHANI. 
Zu "umm al-Qur 3 an" siehe Art. UMM al-KITÄB im HI, S. 7 6of. 

112. Hier ist "antwortet" weqen des hadit-Kontextes sinnvoller als 
"hört" (Paret) für istafiibu. 

112. Al-furqan ist der Qur 3 an (s. HI, S. 13 8a: FURKÄN); gemeint 
ist, daß es weder in den früheren Offenbarungen noch im Qur- 
3 an eine Sura gebe, die der Fatiha vergleichbar wäre. (Vgl. 
auch Anm. 119). - Man beachte hierzu die Diskussion über die 
Frage, ob die Fatiha überhaupt zum Qur 3 an gehöre (Nöldeke: 



139 

Geschmähte des Qorans,I ' ,S*110ff.Goitein (Prayer in Islam, 
S. 83) nennt sie "the suva preceding the Koran"! 

114. at-Tirmidl (ed. Bulaq) , II, S. 143, Z. 22-3o. 

115. Muslim, II, S. 9, Z. 14-2o. 

116. Ni c ma: Gnade, Huld, Wohltat. 

117. Naah der offiziellen ägyptischen Qur 3 anausgab e, welche die 
basmala der Fatiha (sonst nicht!) als Vers Nr . 1 zählt, ist 
dies der dritte Vers. Viele Qur 3 anausgab en zählen jedoch bei 
der Fatiha die basmala wie auch bei den anderen Suren als 
Überschrift , so daß "al-hamdu. . . " Vers 1 ist. 

118. Es handelt sich um den malikitischen Rechtsgelehrten Ahmad 
ibn Muhammad al-Halwati as-Sawi (st. 1241/1825) , der einen 
Super 'komm entar (ha&iya) zum Tafsir al-Galalain verfaßt hat, 
sowie ein exegetisches Werk zu Sura 2-3 (Nur al-bayan wa- 
ruh at-tibyan fi tafsir al-Baqara wa-al c Imran), vgl. GAL, 
Suppl.II, S. 743; ZiriklT: al-A lam, I, S. 246. 

119. Al-furqan (aus dem syroaramäischen purqana \XO'^oQ - "Ret- 
tung" , "Erlösung" ) ; wird aber islamisch-traditionell als 
"Unterscheidung" verstanden. Man vergleiche hierzu auch den 
Beinamen c Umar ibn al-Hattab's: al-Faruq (<syroaram. [_o 0%& 
paroqa = "Erlöser" ) , was als "Unterscheider" , "Entsaheider" 
erklärt wird. (Vgl. HI, S. 138: FURKÄN. ) 

120. Sayyid - siehe dazu oben die Anm. 1 (S.^Z^)j sayyid na (bzw. 
sayyidat na und volkstümliche Formen wie seyyidna, sidi etc. ) 
werden gewöhnlich vor den Namen der Propheten, der sahaba, 
der Prophetengattinnen usw. gebraucht . (Im persisch beein- 
flußten Raum sagt man z.B. Ji/»Cj,<?i\ hazrat-i {türk. : HazretiJ 
Muhammad u. ä. ) 

121. Hier liegt ein Druckfehler vor:^^x^c - die richtige Form 
ist: "< & L .j . n (einen c Amr ibn c Anbasa gibt es unter den 
sahaba nicht!) - es handelt sich um einen bekannten Prophe- 

• • ■ * 

tenqenossen, über den es im Sahih Muslim einen lanqen hadit 

• « • • — 

gibt (Muslim, II, S. 2o8-lo: Bab islam c Amr ibn c Abasa) ;vgl. 
Ibn Hag'ar al- c Asqalan1: Tahdlb at-tahdZb (Beirut 1968), VIII, 
S.69. Dieselbe Person wird unten S.A^(arab. Text S. lo9) 
nocheinmal (richtig ! ) erwähnt. 



140 

122. Vgl. Ahmad, IV, S. 114, Z. 9-lo. - Beachte das Wortspiel : 
islam - yuslim - yaslam - al-muslimun. 

122a. Vgl. S. WS, Anm. Zoo. 

123. Muslim, II, 49, Z. 21 (auch: Ahmad, II, S. 421, Z.7). 

124. Ahl as-suffa: eine Gruppe von Muslimen, in der suffa (einer 

Art Veranda - so A. Schimmel : Mystische Dimensionen, S. ZI, 

52) der Moschee in Madina, die in dieser wohnten oder über- 

o 
nachteten - siehe HI, S. 18b f., EI , I, S.266. 

12 5. Um deine Gefährtenschaft im Paradies - d.h. darum, daß ich 
dein (bzw. du mein) Gefährte im Paradies sei (st). 

126. Muslim, II, S. 52, Z. 4-7. 

127. Maula, d.i. ein freigelassener Sklave, siehe HI, S. 466b: 
MAWLA; vgl. zum Verhältnis zwischen maula und dem, der ihn 
freigelassen hat, den Abschnitt über das Patronat (wala* ) 
bei Th.W. Juynboll : Handbuch des Islamischen Gesetzes ,S . 2o8 . 

128. Muslim, II, S. 51, Z. 21 - S. 52, Z. 2. 

129. Siehe Einleitung S. & ; Anm. 69 auf S.4V+. 

IZo. Dies bezieht sich auf die Frage S. ^? (arab. Text S.28 Mitte) 
"was ist das 'verrichtete Gebet'? - Es ist das Gebet,, wie 
Gott und sein Gesandter (es) wünschen" . 

131. Vgl. hierzu den hadvt auf S.M$ (arab. Text S. 44)! 

132. Der Sufi und Theosoph Muhammad ibn c Ali al-Hakim at-Tirmidl 

• • • — 

(st. Z2o/9Z 2) , um den es sich hier handelt, ist nicht mit 
dem hier oft zitierten Traditionarier Muhammad ibn c Isa at- 
Tirmidl (st. 279/892) zu verwechseln. (Vgl. B. Radtke: al- 
Hakim at-Tirmidi. Ein islamischer Theosoph des Z./9. Jh., 
Freiburg 198o; Zirikll: al-A c lam, VI, S. 272.) 

1ZZ. Nicht verifizierbar. 

134. al-Buharl, I, S. 194, Z. 6-8. 

135. Bei der ersten und zweiten Sache handelt es sich wohl um 
den Befehl Gottes zur Beständigkeit im Gebet (S. 5~£ , 
arab. Text S. 37) bzw. zur Demut dabei (direkt danach). 



141 

136. Tayammum: die rituelle "Waschung" mittels Sand (auch: Stein, 
Erde) anstatt Wasser in bestimmten, Fällen. Vgl. HI , S. 746; 
Sabiq, a.a.O. ,1, S. 76-81; al-GazZrZ, a.a.O. ,I,S. 148-166; 
as-Sarahsi : Kitab al-Mabsut, J. S. lo6-125. 

137. Die hier mehrfach zitierten hadit- Sammlungen (al-Mu c gam al- 
kabir / al-ausat / as-sagir) des Traditionariers at-Tabarani 
(st. 36o/971 ) liegen mir nicht vor; siehe S.AISu. - 414 oben. 

138. Din: Religion, Glaube. Vgl. die ahadit auf S J\1$( arab .Text S. 
7) u. Anm. 25 dazu. 

139. Nicht verifizierbar. 

140. Muslim 3 I 3 S. 142 3 Z. 12-14, Dieser hadit wurde bereits auf 
S.Wl Carab. Text S. 21f) erwähnt. 

141. Dies ist der Anfang des auf S. V**t (arab. Text S. 23) zitierten 
hadit. 

• — 

142. al-Buhärl, I 3 S. 48 3 Z. 17 f ; Muslim 3 I 3 S. 149 , Z. 17f; - 
dieser hadit wurde bereits auf S.^S (arab. Text S. 24) zitiert. 

143. Ahdata = etwas tun 3 das den Zustand der Unreinheit (hadat) 
herbeiführt : dazu gehört das Aufsuchen der Toilette 3 das 
Abgehen von Blähungen und Samenerguß; siehe auch S .434 3 Anm.97. 

144. Eigentlich: "das Gutmachen (ihsan) der Demut" im Gebet; dies 
bezieht sich auf den oben S .^fil (arab . Text S. 21f 3 39) zi- 
tierten hadit 3 in dem es heißt: ". . . (und der) daraufhin die 
Waschung dafür gut durchführt (ahsanal) und (ebenso) die Demut 
darin. " 

145. Eine Anspielung auf Sura lo7 (aus der im folgenden zwei Verse 
zitiert sind) 3 deren erster Vers lautet: "Was meinst du wohl 
von dem, der das Gericht (din!) für Lüge erklärt? " - wobei 
.jedoch unter din das andere din (persischen Ursprungs ) mit 
der Bed. ' Religion' 3 'Glaube' verstanden wurde! 

146. at-TirmidJ (ed. Bulaq) 3 II 3 lo3 3 Z. 7-8. - Zum gihad (oft völ- 
lig verzerrt mit 'heiliger Krieg' wiedergegeben) siehe HI 3 

S. 112 und Juynboll, a.a.O., S. 336-344. 

147. Farraga - (man könnte auch faraga (fariga) qalbuhu lesen: "und 
sein Herz für Gott leer ist", doch farraga(ll)ist vorzuziehen) . 



142 



148. Muslim, II, 2o9, Z. 2of. 

149. Der bekannte Sufi al-Öunaid al-Bagdadi (st. 298/91o) , 
siehe HI, S. 116 und EI 2 , II, S. 6oo (al-DJUNAID) . 

1 So . Da mir die hadit-Sammlunqen von at-Tabarani nicht vorlie- 
gen (s.o. Anm. 137) kann iah diesen hadit nicht verifi- 
zieren. Vgl. jedoch ähnliche hadite bei Ibn Magah, I, 
S. 458, Nr. 1425 und 1426; auch an-Nasä'l., I, S. 232- 
234. . 

151. Nicht verifizierbar. Der hadit wurde in vollständiaer 
Form bereits auf S . £7- (arab .Text S. 38) zitiert. 

151a. D.h. etwas freier formuliert: zwischen ihnen besteht 
(hinsichtlich ihrer geistigen Anwesenheit und Andacht 
im Gebet) ein himmelhoher Unterschied! 

152. Es handelt sich um al-Harit al-Muhasibi (siehe HI, S. 
541f), über dessen Leben, Werk und Gedankenwelt der 
Autor ( A. -H. Mahmud) promovierte : Mahmoud: al-Mohäsibt, 
un mystique musulman religieux et moraliste, Paris 194o. 

153. Vgl. zu den tabi c un (sg. Tabi c , auch tabi c i) Anm. 28 (S.AT-^) 

154. Ahmad, V, 179, Z. 24-26. 

155. Yuridu wagha llahi: vgl. Q 3o:38, 2:272 - "nach dem 
Antlitz (Wohlgefallen) Gottes trachten" ; Parets Über- 
setzung "Gott vor Augen haben" ist mir zu frei. 

155. Nicht verifizierbar. Das Material der Sammlung ad-Dara- 
qutni: Sunan wurde bei Wensinck, Concordance nicht mit- 
verarbeitet. 

157. Die hadit- Sammlung des Ibn Hibban liegt mir nicht vor. 
Vgl. jedoch Ahmad, V, S. 317, Z. 11-13 (auch: Ibn Mag'ah, 
I, S. 448, Nr. 14ol). 

158. Al-Buraq ist das Reittier Muhammads bei seinem mi c raej 
(s. dazu oben S. 35~J8 , Arab . Text S. 12-17, und Anm. 
54 auf S.V1); siehe HI, 84b f, EI 2 ,I, S.131o f: BURAK. 

159. Sura 114. 



143 



Anmerkungen zur Übersetzung S. 65 - 77, 
(Anmerkungen zum zweiten Abschnitt) 



1. Muslim, I 3 156,Z. 5-7. 

2. Es handelt sich um die (mir nicht vorliegende) Traditions- 
sammlung at-Targib wa-t-tarhlb ("Die Wunscherw eckung und 
die Furchteinflößung") des Abu Muhammad c Abdal <L azZm ibn 

c Abdalqawi al-Mundiri, bekannt als al-Hafiz c Abdal CL azZm 

— • • • 

(581/1185 - 656/1258) 3 der auf 5.67- (arab. Text S. 53) er- 
wähnt wird; siehe GAL, I, 367 (161). 

3. Muslim, I, 162, Z.16f (vgl. auch Ibn Magah,! 3 124 3 Nr . 343). 

4. Nicht verifizierbar (s. Anm. 137 auf S.l+l). 

5. Vgl. Anm. 64 auf S.föt . 

6. Istatara: eigentlich: "sich bedecken" 3 "sich abschirmen" ; 
hier ist jedoch "sich reinhalten" gemeint 3 was die Variante 
istanzaha ( c an) "sich (von etwas) reinhalten" im selben 
hadit bei Muslim, I , 166 3 Z. 16 bestätigt . 

7. al-Buhar1,I,346,Z. 19-21 und 66 3 Z.2of 3 IV , 125, Z. 14-16 ; 
Muslim, I, 166, Z. 11-13; at-Tirmidl ( ed.Bulaq) ,1 , 1 5 3 Z . 28-3o. 
- Es ist bemerkenswert 3 daß dieser hadit in allen "sechs 
(kanonischen) Büchern" - al-kutub as-sitta - zu finden ist. 

8. al-Buhar% 3 IV 3 126 3 Z. 6-8. 

8a. al-Hattabi: Eamd ibn Muhammad al-Bustl (319/931 - 386/996), 
Traditionsgelehrter und Dichter; Vgl. az-Zirikli: al-A c lam, 
II, 273; GAL,I,161,165, Suppl.I, 275. 

8b/c. Siehe oben ( \s\tr 3 Anm. 2). 

9. Nicht zu verwechseln mit Abu Bakr 3 dem ersten Kalifen! 

10. Vgl. Ahmad V, 39 , Z . 24-26; al-Buhar1 3 I 3 6 6 ,Z. 9-14 . 

11. Mauquf: ein hadit, der nur auf einen Prophetenge fährten, nicht 
aber auf den Propheten selbst zurückgeführt werden kann. Siehe 
Guillaume: The Traditions, S. 86-88, 181 f; HI, S.148b unten. 
Auch der Begriff mudrag ( "eingefügt" ) ist ein terminus 
technicus der muslimischen hadit-Wissenschaft 3 s. HI 3 ibid. 



144 



12. Mit huffaz (sq. hafiz) sind die führenden Autoritäten der 
hadit-Wissenschaft qemeint; Verl.: al-Hafiz c Abdal c azim 
(oben S. 67- _, arab. Text S. 53 u. Anm. 2 auf S .IH? ) , al-Hafiz 
al-°Asqalani (= Ibn Hagar) etc. 

13. al-Buhari, I, 48, Z. 9f; Muslim ,1 ,149 , Z.17f. - dieser 
hadit wurde bereits auf Seite HSund 5$(arab . Text S. 24 und 
4o) erwähnt. 

14. Muslim. I , 1 51 , Z. 16-21 ; auch dieser hadit wurde schon auf S. 
(f£ (arab. Text S. 24f) zitiert. Vgl. dort die Anmerkungen. 

15. Muslim, I,14o,Z. 8-11; bereits S. *t*4" (arab. Text S.23) zitiert. 

16. Ibn Matfahjl ,lol ,Nr. 277 . Vgl. die Variante zu diesem hadit 
aus Maliks al-Muwatta' auf S.32r (arab. Text S.6). 

Zum Begriff isnad s.u. Anm. 12 auf S . 4$Q . 

17. Vgl. al-Buhar1,I, 54, Z. 3-4; Muslim, I, 16o, Z. 1 6 f; al-Muwatta' , 
I, S.21, Nr. 9. 

18. Fa-aqbala bi-yadaihi wa-adbara: gemeint ist wohl, daß er 
seine angefeuchteten Hände zur Üb er Streichung (mash.) des 
Kopfes zuerst von vorne nach hinten und dann wieder 
zurück führte. 

19. Muttafaq c alaihi, das ich im folgenden stets mit "über- 

einstimmend\üb ersetzt habe" heißt wörtlich: 'darin wird 

übereingestimmt' , 'man stimmt darin überein' ('agreed 

upon'!) - es bezeichnet einen hadit, der sowohl von 

al-Buhari als auch von Muslim in ihre Sahih-Werke (die 
** . . . 

als die authentischsten gelten) aufgenommen wurde. In hadit- 
Sammlungen der späteren Zeit wie z.B. at-Tabrizi ' s Miskat 
al-masabih. oder Ibn Hagars Bulug al-maram werden alle von 
al-Buhari und Muslim (und eventuell von anderen) gemeinsam 
überlieferten ahadit so bezeichnet. 

20. Ahmad, IV ,39 , Z . 28-S . 4o ,Z. 1 . 

21. Druckfehler im arabischen Text S.57,Z.l: statt -^^Ai. ^J ***. Q\ 
muß e s : j^ZXle 4JJ l <-J_^t> & ' heißen! 

22. Ibn Mag* ah, 1,1 53, Nr. 44 9. 



* ergänze: anerkannt" 



145 

23. Im arabischen Text (S. 57, Z. 2) steht falsohl-i.oherwei.se 

j-*^ (= ^Umar), richtig ist J> J * £ ' Amr ! Die Quellen haben 
alle $j£- Amr - siehe folgende Anmerkung. 

24. al-BuharZ,I, 24, Z. 13-16; 39 ,Z.17-2o; 54,1.6-8; Muslim, I ,148 , 
Z. 5-7. 

25. Sayyiduna - siehe zu diesem Ausdruck S.WLi-, Anm.l und S. 
y|2^ »Anm. 12o. 

26. La yuhadditu fihima nafsahu; haddata nafsahu: 'sich etwas 
vornehmen' , hier: 'sich (gedanklich) mit etwas beschäftigen _ 

(was nicht zum Gebet gehört)'. 

27. Wörtlich: 'Diese Waschung ist das reichlichste, was sich 
einer zum Gebet wäscht'. - Muslim, I, 141, Z. 4-lo . 

28.. Muslim, I, 142, Z. 6-10. 

29. Ibn Magah, 1,174, Nr. 521. D.h. wenn eine gewisse Menge 
Unreinheit (z.B. Exkremente) in das Wasser gerät, so daß 
dieses seinen Geruch, Geschmack oder seine Farbe ändert, 
dann ist es nicht mehr rein (tahir), sondern wird unrein 
(naäis) und taugt nicht mehr zur rituellen Reinigung 
(wudu' , gusl usw.); die fiqh-Werke enthalten oft ganz zu 

Anfang Kapitel über (reines und unreines ) Wasser, z.B. 
al-GazIrZ, a.a.O. ,S. 28-45; Sabiq, a.a.O. ,S .17 ff ; Kamal , 
a.a.O. , S. 47 ff ; Bilmen, a.a.O. ,S. 49ff. 

30 . Zum Zahnholz - siwak oder miswak - siehe HI, 517a. 

31. an-Nasa 3 Z,I,lo,Z.9f (auch Ibn Macjah, I, lo6, Nr. 289). 

32. Muslim, I, 151, Z. 2of. (auch Ibn Magah, I,lo5, Nr. 287). 

33. Muslim, I, 152, Z. 15-2o. 

33a. At-tayamun (und - wie im folgenden hadit - at-tayammun) 
meint das Vorziehen der rechten Seite und das Beginnen 
von rechts, also z.B. das Essen, Grüßen etc. mit der rech- 
ten Hand, das Beginnen mit dem rechten Fuß, der rechten 
Hand beim Betreten der Moschee, beim wudu' , beim Ankleiden 
etc. Natürlich hängt damit die Bedeutung von 'gutes Omen' 
und 'Glück' zusammen, die in der Wurzel Y-M-N mit enthalten 
ist, vgl. z.B. yaman: die rechte Seite; yumn: Glück; 



146 

al-Yaman: Arabia felix , das bei einer ORIENTierung nach 
Osten rechts (yamin) liegt, also im Süden (hebr. yamin= 
rechte Seite, Süden); tayammun heißt somit in erster Linie: 
'günstiges Omen, 'gutes Vorzeichen, auch' Segen, 'Erfolg' (Wahr- 
mund). - Das Gegenteil davon ist die linke, nördliche, 
negative Seite - Wurzel S-'-M, S-M-'-L (S-M-L) : 
§a 3 m: Norden, Syrien; Su 3 m: Unheil, böses Vorzeichen (tasa- 
3 um = Pessimismus ) ; hebr. s mol ( bl^Ti^/ ) : linke Seite, Norden, 
arab. Samal/simal : linke Seite, Norden. Die linke Seite, 
der also 'Unheil ' anhaftet, ist für Dinge wie das Reinigen 
der Ausscheidungs— organe, das Ausziehen der Kleidung usw. 
zu benutzen bzw. vorzuziehen, wie im folgenden erläutert 
wird. - Vgl. zum Ganzen: Wellhausen: Reste, S. 2o2; ZDMG 
21, S.Solff; Gesenius: Handwörterbuch unteryry , rn' , Vkw'w • 

34. Muslim, I,S.1S5,Z. 21- S.156,Z.l. 

35. Das Berühren (istilam) des schwarzen Steines an der öst- 
lichen Ecke der Ka c ba gehört als eine sunna zum tawaf (Um- 
laufen) der Ka^ba; siehe HI, S. 743 (TAWAF). 



u 



36. Wa-llahu a c lam : und Gatt weiß es sehr gut! 

37. Sunna: eine in der Gewohnheit (sunna) Muhammads begründete 
empfehlenswerte Handlung oder Handlungsweise wird als 
sunna bezeichnet; siehe HI,7o4b.ff; auch: Th.W . Juynboll : 
Handbuch, S.13, Anm. 2, 

38. Wörtlich: wenn er_ ihr zuwiderhandelt. 

39. Al-fadl: 'der Vorzug'. D.h. das Vorziehen der rechten Seite 
vor der linken bei der Waschung der Hände und Füße ist eine 
sunna, jedoch keine Bedingung für die Gültigkeit des wudu 3 . . 

40. Wörtlich: 'Es hebt die Waschung nicht auf (...)'. Man spricht 
im fiqh von den 'die Waschung aufhebenden (anullier enden, 
ungültig machenden) Dingen' - nawaqid al-wudu 3 ; vgl. Sabiq, 
a.a.O. ,S. 52-56; al-ÖazZrZ, a.a.O., S. 78-88. 

41. Hadat: siehe S.\Z(>, Anm. 97. 

42. Ein Kriegszug gegen einige Gruppen des Stammes Gatafan i.J. 
4 d.H. (Robson: Mishkat, I, S. 296, Fn.l). 



147 

43. Im arab. Text S. 61 steht falsch . . . (J-**-^ <kj\c tj^ - richtig 
muß es lauten: ... ^j^Ji. 2>[ A>A£. ~-J - so Krehl (I 3 57 3 Z.lo) 
und auch die Ausgabe Bulaq 1315,1, S. 52, Z.6! 

44. al-Buhari, I, 57, Z. S-lo. 

45. Ibid. Z. 3-4. - Dies scheint gegen die Meinung gesagt zu 
sein 3 nach welcher durch Lachen im Gebet auch der Zustand 
der rituellen Reinheit beendet wird und der wudu' von neuem 
verrichtet werden muß 3 so namentlich in der hanafitischen 
Rechtsschule; vgl. Kamal 3 a.a.O. 3 I 3 S. 7o. 

46. Solch ein Fall war bei einer leichten Kleidung 3 die viell- 
eicht nur aus losen Tüchern bestand, welche womöglich 
während des Gebetes festgehalten werden mußten 3 durchaus 
denkbar. 

47. D.h. - nach Ibn Hagar -: Ahmad, at-Tirmidi, an-Nasa* i 3 
Abu Dawud und Ibn Magah (Ibn Hatfar al- c Asqalani : Bulug 
al-maram 3 S. 9f); der hadit ist - mitsamt Fußnote - nach 
Bulug al-maram 3 S.21f 3 Nr. 66 zitiert. 

48. Abu Dawud 3 I 3 46 3 Nr. 182; auch: Ahmad, IV, Z. 9f; Ibn 
Mag ah, I 3 163, Nr. 483; at-TirmidZ 3 I, 131, Nr. 85 (siehe 
auch vorhergehende Anm. ) . - Der hadit der Busra bint 
Safwan wird in Bulug al-maram direkt im Anschluß an den 
obigen hadit zitiert; er besagt, daß man den wudu 3 ver- 
richten soll 3 wenn man sein Geschlechtsteil berührt hat; 
er findet sich in al-Muwatta' 3 I 3 S. 42 3 Nr. 58, bei Ibn 
Mafiah, I, 161, Nr. 47 9 3 u.ö. 

49. Muslim, I, 148, Z. 16-17; Abu Dawüd, I 3 44 3 Nr. 173. 

50 . Zur fitra, der natürlichen Art oder Veranlagung 3 siehe 
Q 3o:3o; HI, 137 f; EI 2 , II, S. 931 f. 

51. al-Buhari, I, 73, Z. 2-7 (auch IV, 187, Z. 11-16). 

52. D.h. wohl im Traum - vgl. Muslim, VII ,146 ,Z . 19 , wo es heißt: 

'iah habe heute nacht (al-lailata) . . . gehört'. 

53. al-Buharl, I ,29o 3 Z . 12-15 (auch IV 3 493 3 Z. 8-9 ) ; Muslim, VII 3 
146 3 Z. 17-21. 



148 



54. Gusl - hier mit "Bad", "baden" übersetzt - meint die ritu- 
elle Ganzwaschung, die naah einer 'größeren Verunreinigung ' 
( al-hadat al-akbar - z.B. naah Samenerguß oder, bei der 
Frau, naah Abklingen der Menstruationsblutungen) verrichtet 
wird - am Freitag vor dem Gemeinschaftsgebet gilt sie als 

empfohlen (mustahabb, sunna) - im Gegensatz zur einfachen 

— 2 

rituellen Waschung - wudu 3 . Vgl. HI, 145 und EI , jj ,S.llo4 

(GHUSL) ; Sabiq, a.a.O., S. 64-76; al-ÖazZrr, a.a.O., S.lo5- 

122; Ibn RuSd: Bidayat al-mutftahid, I, S. 44 ff; Kamal, a.a. 

0. ,I,S. 76-83; etc. 

55. Abu Dawüd,I,97 ,Nr.354; at-Tirmidl,II , 369 , Nr . 497. 

56. D.h. er gehörte zu den Gefährten (sahaba, ashab ) des Pro- 
pheten (s. S.AtJr; Anm.3). 

57. Der Tag während des hag§, an dem die Pilger in der Ebene 
c Arafa (auch: c Arafat) verweilen, d.i. der 9. Du l-higg"a - 
der Tag vor dem Opferfest (vgl. die nun folgende Anm. Nr. 59); 
s. HI, S. 54; EI 2 ,I,S.6o4 ( C ARAFA). 

58. Der erste Tag des c id al-fitr (s. HI, S. 195b), das unmittel- 
bar auf den Fastenmonat Ramadan folgt; d.i. der 1. Sawwal. 

59. Der erste Tag des Opfer festes ( c id al-adha, siehe HI, S. 
19 5a-b) , d.i. der lo. Du l-higga. 

60. D.h. im Musnad des Ahmad ibn Hanbai: IV, 78,Z.29-3o. - Die 
meisten ahadit des Musnad werden von Ahmads Sohn ^Abdallah 

• — » 

mit den Worten überliefert : haddatana ^Abdullah: haddatani 
abi: "es berichtete uns c Abdallah: es berichtete mir mein 
Vater (d.i. Ahmad)"; gerade dieser hadit_ wird im Musnad aber 
nicht in d.ieser Form überliefert, weshalb nicht verständlich 
ist, wieso Mahmud dies gerade hier erwähnt; - es ist anzu- 
nehmen, daß er den hadit nach einer sekundären Quelle zitiert 
hat, wie z.B. Ibn Hagars 'Bulug al-maram ' , worin ich den 
hadit jedoch nicht finden kann. 



149 

Anmerkungen zur Übersetzung S. ?8 - 82. 

(Anmerkungen zum dritten Abschnitt ) 



1. Masfiid (woraus über span. mezquita und frz. mosquee das dt. 
Moschee! ) ist nomen looi zu sagada/yasgudu 'sich (im Gebet) 
niederwerfen' - möglicherweise in Anlehnung oder gar Lehn- 
wort aus dem Syroaramäischen; s. HI, S. 423 ff: MAS DJ ID. 

2. Die hadit-Sammling des Ibn Hibban liegt mir nicht vor, vgl. 
aber einen fast identischen hadit bei Muslim, II , 68 ,Z. 8-10 u. 
13-14; ad-Darimi: Sunan, I, S. 323, Z. 17-18. 

3. Fa-dalikumm r-ribat : ribat, wörtl . "Grenzfestung (gegen Feindes- 
land) ", "an den Grenzfestungen zur Bekämpfung des Feindes auf 
der Wache sein" - es ist der Schutz gegen den Feind (den Teu- 
fel?) im übertragenen Sinne, im geistigen Sinne gemeint . 

Zu der Form dali kum (Deixis mit Bezug auf die angeredete Per- 
son, hier 2 .Pers .masc.pl .! ) vgl. Fischer : Grammatik, § 275.2., 
§ 278.1; daher habe ich übersetzt: "... dies ist (euch) die...". 

4. Muslim, I, 151, Z. 13-16, 18-19. 

5. Druckfehler im arab. Text: bei der Formel radiya llahu c anhu 
wurde das Wort AjA< vergessen. (Natürlich könnte man auch 
"rudiya c 'anhu" lesen, doch ist dies keine übliche Eulogie ! ) 

6. D.h. bezeugt (eventuell vor anderen) , daß er ein Gläubiger 
(mu 3 min) ist! 

7. Ya c muru: 'aufsuchen ' - so ist es hier gemeint -, oder auch: 

'instandhalten' so Paret). Bell : "manage" (i.d.Fn.:) "Or visit" . 

8. at-Tirmidl (ed.Bulaq) ,11 ,184 ,S .13-15. 

9. (Vgl. zu diesem Ausdruck S. , Anm. 19) - al-Buhari, I, 17 1 , 
Z. 7-8; Muslim, II, S. 129, Z. 17-18. 

lo . Ahdata/yuhditu: 'etwas tun, das den Zustand der rituellen 
Reinheit aufhebt' , wörtlich: 'hervorrufen' , 'verursachen' ; 
gemeint ist das Aufsuchen der Toilette, aber vor allem ist an 
abgehende Blähungen gedacht, vgl. die Erklärung in einer Paral- 
lelversion bei Muslim (II, 1 29, Z . 1 5) : qultu: ma yuhditu? qala: 



150 



yafsu au yadritu (beides wird erklärt als 'Blähungen abge- 
hen lassen'); zum hadat vgl. S.Al(> , Anm. 97. 

11. al-Buharl, I, 171, Z. 6-7. 

12. Nicht verifizierbar. - Zum terminus isnad (auah: sanad) : 
'Reihe der Gewährsmänner eines hadit', 'Überliefererkette' 
siehe HI ,147b unten f; EI , IV, S. 2o7 ; Goldziher : Muh.Stud. 
II, 'über die Entwiakelung des Hadtth' , S. 6; Th.W. Juynboll, 
a.a.O., S. 14, 18-21. 

13. Die Sammlung des Ibn Hibban liegt mir nicht vor ; vgl. 
jedoch fast dasselbe bei ad-Darimi, Sunan,!, 332, Z. 4-5. 

14. Irsal: die Rückführung eines hadit von einem 'Nachfolger ' 
(tabi c , vgl. S.42.3* Anm. 28) auf den Propheten ohne Nen- 
nung eines vermittelnden sahabi (Prophetenge fährten) ; solch 
ein hadit heißt mursal; vgl. HI, 149a; Robson: Mishkat, S . XII . 

15. at-Tirmid! (ed.BÜlaq) , 1,116, Z. 28-29; Abu Dawüd, 1,124, Nr. 
455. 

16. D.i. Hassan ibn Tabit, der 'Leibdichter' Muhammads. Vgl. 
EI 2 , III, S. 271-3. 

17. Besser als du, c Umar! - damit ist Muhammad selbst gemeint; 
vgl. Ibn Hagar, a.a.O., S. 47, Fußnote 2. 

18. Muslim, VII, 162, Z. 19-2o. 

19. Die Moschee ist nämlich kein Markthaus 1 Dies erinnert an 
Jesu 'Tempelreinigung ' Mt . 21: 12 ff parr. 

20. at-TirmidZ, III, 611, Z.l-2. 

21. Garib: 'fremd' , 'eigenartig ' - bezeichnet einen hadit, der 
in späteren Generationen nur von einer bestimmten Person 
überliefert wurde; vgl. HI, 149; Robson, a.a.O., S. X. 

22. Abu Dawüd, I, 126, Nr. 461. 

23. al-Buhari, I, 293, Z. 19; ähnlich Muslim, II, 155, Z.13f. - 
Vgl. dazu Anm. 284 auf S. ^Tß . 

24. al-Buharl, I, 219 ,Z. 16 f (auch IV, 44o , Z.18f); Muslim, II, So, 
Z.5f; vgl. Abu Dawüd, III, 36o, Nr. 3822. 



151 



25. Muslim 3 II 3 8o 3 Z. 11-12. 

26. Vgl. hierzu S. 4ty 3 Anm. lo . 

27. al-Buhar1 3 I 3 169 3 Z.7-ll; vgl. Ibn Magah 3 I ,258 3 Nr .? '86 ; 
Muslim 3 II 3 122 3 Z. 5 - zum ersten Satz dieses hadit. 

28. Sunan al-huda 3 'die Handlungsweisen der Rechtleitung' - 
wird erklärt als "die Wege der Rechtleitung und dessen, 
was richtig ist" (Randkommentar zu Muslim, II 3 1 24 ) . 

29. Hier ist ein Stück des hadit (Muslim 3 II 3 124 3 Z . 17-19 ) 
ausgelassen! 

Zo . Wa-laqad ra 3 aituna: wörtlich "und ich habe uns bereits 
gesehen" . 

ZI. Muslim 3 II 3 124 3 Z. 14-21. 

Z2/ZZ. Im Text: 3 anna 3 richtig: 3 inna 3 siehe den Text von 
Muslim. 

Z4. Muslim 3 II 3 124 3 Z.llf. 

Z5. Wörtlich: Wer die c isa 3 (-salat) in der Gemeinschaft betet, 

Z6. Wörtlich: und wer die subh (salat ) in der Gemeinschaft 

• • • v 

betet. . . 
Z7. Muslim 3 II 3 125 3 Z. lof. 
Z8. at-Tirmidl 3 I 3 4ZZ 3 Nr. 221. 



152 

Anmerkungen zur Übersetzung S. 83 - 115, 
(Anmerkungen zum vierten Abschnitt) 



1. Ankam (sg. hukm) : Bestimmungen, Regeln, Vorschriften; 
vgl. den Titel des Buches: as-Salat - asrar wa-ahkam. 

2. As-salat, as-salat! Vgl. Mittwoch, Zur Entstehungsge- 
schichte.., S. 25 über den "alten Gebetsruf": 'Dieser 
Gebetsruf wird sich zunächst freilich auf ein ■paar Worte 
beschränkt haben. Etwa as-Salat, as-Salat "das Gebet, 
das Gebet !" ' und den danach zitierten hadit. Vgl. den 
selben Ausruf /Aufruf (während einer Predigt des Ibn 
c Abbas): Muslim, II ,152, Z. 2o; Ahmad, I, 251 , Z. 27 . Nach 
Umm Salama (einer Frau Muhammads) gehörte es zum letz- 
ten Wunsch (Vermächtnis) des Propheten: "as-salat, 
as-salat! " (Ahmad, VI, 29o, Z. 1-2) . 

3. Muslim,II,S. 131,Z.19-S.132,Z. 2; al-Buharl,! , 143 ,Z. 17-19 . 

4. D.h. zwischen den einzelnen Gebeten bzw. zwischen den 
Freitagen, an denen man das Gebet verrichtet. 

5. Muslim, I, 144, Z.7 f. 

6. Oder: 'gottergebenen Mann' (imri 3 muslim ) ; so auch 
S. 404 und 40%. (arab.Text S. 94m. ,95u. ) . 

7. Muslim, I ,142 ,Z .12-14; dieser hadit wurde etwas abweichend 
schon auf S.lfö und S . $%. (arab. Text S.21f,39) zitiert. 

8. La tudamuna : 'euch wird nicht Unrecht getan', d.h. ihr 
werdet alle gleichermaßen die Möglichkeit haben, ihn zu 
sehen. Oder: 

la tudammuna : 'ihr werdet euch nicht (dabei) zueinanderge- 
sellen' (um euch gegenseitig zu bitten: zeige ihn mir!) - 
so der Randkommentar zu Muslim, II ,114 oben. 

9. Wörtlicher: 'euch nicht ein Gebet ... entreißen zu lassen'. 

lo. Muslim, II, S. 113, Z. 21-S. 114, Z. 3; al-Buharl. ,1 ,148 ,Z . 9-12 ; I, 
153, Z. 8-11; IV ,46o,Z.17-2o. 



153 

11. al-Buhärl, III, 337 ,Z. 15 (14-17 ) . 

12. Vgl. hierzu Q 2:238 3 wo besonders das mittlere Gebet 
(= das ^asr-Gebet) eingeschärft wird. 

13. al-BuharZ 3 I,148,Z.7 . 

14. al-Buhar1,I,155,Z.14f; Muslimen , 2o7 ,Z. 13 . 

15. Muslim s II ,S . 2o8 ,Z. lo-12 . 

16. Muslim 3 II 3 S.3o 3 Z.19f. 

17. Kabbara: "er sagte: ' Allahu akbarl ' £=' Gott ist (sehr) 
groß'J" - d.h. er sprach die takbirat al-ihram 3 vgl. S. 
Anm. lo9. 

18. Im arab. Text steht falsch (\ ) für richtig (X)! 

19. Abu Dawüd,I,178,Nr. 665. 

20. Fa-kabbir 3 d.h. sprich die takbirat al-ihram 3 vgl. S ,43§ 3 
Anm. lo9, 

21. al-BuharZ,I,S.195,Z.17-S.196,Z.4, und S . 2o3 3 Z . 2o-S . 2o4 3 
Z. 7; Muslim 3 II 3 ll 3 Z.l-9. 

22. D.h. richte dich nach der Gebetsrichtung (qibla) aus; vgl. 
zur qibla HI 3 324f 3 EI 2 3 82 ff (KIBLA) . 

23. D.h. nach Ibn Hafiar: Bulug al-maram (der hadZt ist von 
dort 3 S. 49 3 Nr. 2o9 zitiert! ) 3 S.9: Ahmad 3 al-BuharZ 3 Muslim 3 
Abu Dawud 3 at-Tirmidi, an-Nasa' i und Ibn Mafiah. 

24. al-Buhari,IV ,2 67 3 Z. 18-21; vgl. auch die vorhergehende Anm. 
(23). Die angeführte Variante des Ibn Mag'ah findet sich 
bei diesem 3 1 3 337 3 Z. 1 . 

25. Kabbara, vgl. oben Anm. 17 (S. 4S3 ). 

26. Bei einem Gebet mit mehr als zwei raka^at steht man nach 
dem Sitzen am Ende der zweiten rak c a 3 während dessen man 
den tasahhud spricht, wieder auf - wobei man 'Allahu akbar' 
sagt 3 und beginnt mit der Rezitation der Fatiha die dritte 
rak e a. Vgl. Einleitung S. 43 . 

27. al-Buharl,I,S.2o2,Z.21-S.2o3,Z. 5; Muslim, II, S . 7 , Z . 1 8-S . 8 3 
Z.l. 



154 



28. Diese beiden Zusätze gehören zu dem hadit auf S. $£ Carab. 
Text S.78u.) 3 sie finden sieh mit diesem zusammen bei Ibn 
Hag'ar 3 a.a.O., S.49, Nr. 2o9 (die Zusätze: Z.6-8 des hadit). 

• • — 

29. Yukabbiru llaha ta c ala. 

30 . Dieser Text ist offensichtlich gekürzt aus dem hadit bei 

an-Nasa'1 3 II 3 S.226 3 Z.l-3; vgl. AbÜDawüd 3 I 3 S.226f 3 Nr,858 3 
sowie Ibn Ha$ar 3 a. a.O. 3 Nr. 2o9 3 8.-lo. Zeile des hadit. 

31. Abu Dawüd 3 I 3 S. 227 3 Nr. 8 59. 

32. Diese beiden Zusätze sind ebenfalls nach Ibn Rag'ar 3 a.a.0. 3 
Nr.2o9 (letzte und vorletzte Zeile des hadit) zitiert, 
dort jedoch "bi-ummi l-Qur 3 an" statt Mahmud: "bi-ummi 
l-kitäb"! 

33. Ma balu (st.constr.): "wie kommt es (daß)" 3 "wie steht es 
mit. . . " 3 "was ist los mit. . . " 

34. Li-yantahunna (Krehls Ausgabe, I 3 194 3 Z. 5 3 und Ausg. BÜlaq 3 
I 3 183 3 Z.2); auch: la-yantahiyanna: Muslim 3 II 3 29 3 Z. 7 3 lo . 

35. Wörtl. "ihre Blicke". 

36. al-Buhar1 3 I 3 194 3 Z.3-5; Muslim 3 II 3 29 3 Z . lof. 

37. Kana (ida kabbara. . . ) sakata: "er pflegte (wenn... ) zu 
schweigen" 3 "er schwieg für gewöhnlich" - die Konstruktion 
kana im Perfekt + Perfekt ist hier nicht als Plusquam- 
perfekt, sondern als eine gewohnheitsmäßige Handlung zu ver- 
stehen; vgl. auch unten: kana (,..) 3 ida §alasa (,..) 3 wa- 
da c a: arab. Text S. 8 5u . 3 u.ö; vgl hierzu Reckendorf 3 Syn- 
tax S. 465(f) . 3 . (Doch auch die Konstruktion mit Imperfekt 
kommt vor: kana. . . 3 ida qama... 3 yukabbiru: arab. Text S. 

79 oben. ) 

38. Vergleiche zu diesem du c a 3 Psalm lo3:12. 

39. Gadd: 'Majestät ' 3 vgl. S . 4%^ 3 Anm. 72. 

40. Muslim 3 II 3 S.98 3 Z. 19-S.99 3 Z. 2. 

41. at-Tirmidl (ed.Bulaq) 3 I 3 5o 3 Z. 31 ; (Muslim?) ; der hadit ist 
zitiert nach Ibn Hagar 3 a. a. 0. 3 S . 5o 3 Hr. 21 3 . - Zu den hadit- 
kritischen termini 'mausul' und 'mauquf : mausul ('ver- 
bunden') ist eine auf den Propheten zurückgeführte Tradi- 



ISS 

tion, mauquf ('angehalten', 'unterbrochen' ) ist ein hadit 3 
dessen isnad bei einem der sahaba endet, ohne bis zum Pro- 
pheten zurückzureichen. Vgl. Robson 3 a. a.O . ,5. XI; Guillaume 3 
a.a.O. 3 S. 86-88, 181. 

42. Fatihat al-kitab = Sura 1. Natürlich handelt es sich hierbei 
nur um die salat; dies gilt nicht für das freie Gebet (du c a*). 

43. Wörtlich: 'eine Früh- /Fehlgeburt' (hida^). 

44. Muslim, II 3 9 3 Z . 1 2-2o . Dieser hadit wurde in etwas verkürzter 
Form bereits auf S. (arab .Text S. 3of.) zitiert. 

45. Muslim 3 II 3 S. 9 3 Z. 9; al-Buharl ,1 3 19o 3 Z.15f '. 

46. Etwas abweichend: ad-Daraqutni 3 Sunan 3 I 3 322 3 Z. 1 . 

m 

47. Abu Dawüd 3 I 3 217 3 Nr. 822; auch at-Tirmidl 3 II 3 117 3 Z.2f. 

48. D.h. dem werden die bereits begangenen Sünden vergeben. - 
al-Buhärl 3 III 3 S.194 3 Z. 5-7. 

49. Abu Dawüd 3 I 3 2oo 3 Nr.7 55. 

50. Muslim 3 II 3 46 3 Z . 2-15 (besonders Z.7f); der Wortlaut ist nach 
al-BuharZ 3 I 3 2o9 3 Z. 89 ! (auch S. 18o 3 Z.18-2o) . 

51. Einmal heißt es: a-ma yahsa/beim anderen Mal: a-la yahSa 
(ma — la) - die Bedeutung ist dieselbe ! 

52. al-Buhar% 3 I 3 181 3 Z.2-4 (vgl. auch Muslim 3 II 3 28 3 Z. 18-21). 

53. Mit dikr ist hier vor allem der Lobpreis Gottes wahrend 
der betreffenden Körperhaltungen gemeint . Dikr bedeutet 
sonst ganz allgemein 'das Gedenken (Gottes) ' 3 ferner auch 
die Rezitation der 'Namen Gottes' etc. Vgl. HI 3 S.95 und 
EI 3 II 3 S. 223-6 (DHIKR) ; zum dikr im tasawwuf siehe A. 
Schimmel, M ystische Dimensionen des Islam 3 S . 238-253 . 

54. D.h. die in dem zitierten Qur' anvers (56:74) implizier- 
ten Lobesworte, den tasbih; man könnte das Suffix -ha 
auch neutrisch auffassen: 'Macht es in eure Beugung'. 

55. Ibn Ma6ah,I,S.287, Nr. 887. 

56/57. 'Gnadenvers ' und 'Vers der Strafe': Qur'anverse, die 

von der Gnade bzw. Strafe Gottes sprechen. Bei der Rezi- 
tation solcher Verse ist es nach diesem hadit ' sunna' , inne- 



156 

zuhalten und um Gnade zu bitten bzw. vor der Strafe bei 
Gott Zuflucht zu suchen. 

58. Abu Dawud, I,23o, Nr .871; (vgl. Muslimen ,186 ,Z. 12, 16-17 ) . 

59. Wörtlich: 'sein nächstes (naheliegendstes) ' . 

60. at-Tirmi<K,II,S.47 (Nr. 261), Z.l-5; vgl. auch Ibn Magah, 
I,S. 287 f,. Nr. 89o. 

61. Dieses 'und' (wa) fehlt in einer weniger verbreiteten Form 
dieses Satzes, welche im hadit (Muslim, Abu Dawud, s.u., 
Anm. 63) als auch in vielen (hanafitischen) Lehrbüchern der 
salat zu finden ist: A. el-Meftüni: Resimlerle. . , namaz 
hocasr,S . 8o; S.Balic: Ruf vom Minarett, S.45; u.a. (vgl. 
auch Sabiq, a. a. 0. , S . 162, Z. Zv . u. , 6 v.u.,- an-Nawawi: al- 
Adkar, S. 43 f) . 

62. 'Dem Wort': im arabischen Text (S.83,Z,2 v.u.) ist zwi- 
schen *\jp und ^„Xj.M—o-'' einzufügen: t^)jP : man wafaqa 
qauluhu qaula l-mala' ikati! Vgl. al-Buhari, I, 2o4, Z. 17 , 
Muslim, II, 17, Z. 8f. 

63. Muslim, II, 17 ,Z, 7-9; al-Buhar1,1 ,2o4 ,Z.16f; Abu Dawud, I, 
224, Nr. 848. - Vgl. den Ausdruck 'was von seiner Sünde 
vorausging ' oben S. $0 (arab .Text S.81 u.) und Anm. 48 
dazu. 

64. Das Haus des Propheten war mit der Moschee in Madina zusam- 
mengebaut, und der Vorhang trennte wohl seine Wohnung vom 
Moscheeraum (= Hof) und war somit gleichzeitig eine Art 
Haustür; vgl. HI, S. 424b (Art. MASDJID) : "Die Moschee war 
der Hof der Wohnungen des Propheten" . 

65. Das ist wohl auf die Krankheit Muhammads zu Ende seines 
Lebens bezogen, als Abu Bakr ihn in der Leitung des öffent- 
lichen Gebetes vertrat; s. HI, S. 7b, oben. 

66. Muslim, II, 48, Z. 5-9 . 

67. Wörtlich: "die Fülle der Himmel und die Fülle der Erde 

und die Fülle dessen, was du danach von einer Sache willst" ; 
vgl. S. 403 (arab. Text S.96). 

68. Muslim: verschiedene Varianten: II, S . 46 , Z . 21-S . 47 , Z. 1 2 , 

69. Ahmad, II, 525, Z. 24f. 



157 

70. Vgl. Anm. 64 auf S . ^J*f . 

71. Wa-rzuqni: d.h. 'schenke mir den Lebensunterhalt' . 

72. at-Tirmidi 3 II ,7 6 3 Nr. 284; die in der Fußnote zitierte 
Version von Abu Dawud findet siah bei diesem 3 I 3 224 3 Nr . 8 5o . 

73. Muslimen, 53 3 Z.llf. 

74. Vgl. zum ta&ahhud S. 43*fr » Anm. 69. 

75. Vgl. zu der Konstruktion "kana 3 ida galasa 3 wada c a" Anm. 
37, S.4S% . 

76. Durah Ausstrecken oder durch Auf- und-ab- bzw. Hin-und-her- 
Bewegen des Zeigefingers - vgl. die Traditionen in Miskat 
al-masabZh. (Ausg. Delhi 1375) 3 S . 7 5,Z. 1-4 3 1 5-18 und Z.2 v. 
u. 3 siehe auch Sabiq 3 a. a.0 . 3 S . 17o 3 Z. 4ff.. 

77. D.h. er schaute nicht nach vorne 3 sondern lediglich auf 
seinen Zeigefinger . 

78. Ahmad 3 IV 3 S.3 3 Z.32f. 

79. Nicht verifizierbar . 

80 . Vgl. zum ta£ahhud S.föHr 3 Anm. 69. 

81. 'Die Ehrenbezeigungen' (tahiyyat) 3 'die Gebete' (salawat) 
und 'die guten Dinge' (tayyibat): 

Die Erklärungen und Übersetzungen dieser Begriffe in diesem 
Zusammenhang sind in den Hand- und Lehrbüchern der salat 
sehr verschieden. As"-Saukani (Tuhfat ad-dakirin, S. 14o) 
zählt die verschiedenen Erklärungsversuche zu diesen Begrif- 
fen auf; so meine z.B. 'salawat' hier die fünf Geb'ete oder 
alle gottesdienstlichen Handlungen ( G ibadat) 3 oder auch die 
Segnungen Gottes. I .Koqasl% (Sünen-i Ebt Davud ve tercemesi, 
II j S. 98 oben) erklärt die drei Begriffe als die c ibadat 3 
die mit der Zunge (tahiyyat) 3 dem Körper (salawat! ) und dem 
Besitz/Geld (tayyibat - also Almosen usw. ) ausgeführt werden. 

82. Al-gama c a 3 also alle Überlief erer : 

al-BuhärZ 3 IV 3 17 6 3 Z. 12-16; Muslim 3 II 3 14 3 Z . 6f und 137 3 Z. 15-18; 
at-Tirmidi 3 II 3 81 3 Nr . 289 ; vgl. die 'malikitischen' Versionen: 
al-Muwatta 3 3 I 3 9o 3 Nr. 53 - S.91 3 Nr. 56 . 



158 

83. Muslim 3 II 3 13 3 Z.15. 

84. Vgl. al-Buhar% 3 I 3 214 3 Z.4f und 215 3 Z.5-6. 
8 5. Muslim 3 II 3 13 3 Z. 18. 

86. Ahmad 3 I 3 376 3 Z. 5f. 

87. Verkürzt zitiert nach at-Tirmidi 3 II 3 S. 82 3 Z. 1-4 . 

88. Die Sura 32 3 gewöhnlich 'as-Sa§da' genannt 3 wird hier 
"alif-lam-mim tanzil (naah den Anfangsworten! ) - as-Sagda" 
genannt; dies, damit sie nicht mit der Sura 41: 

"ha-mim - as-Safida" verwechselt wird. In der offiziellen 
ägyptischen Qur 3 anausgab e heißen die beiden Suren: 
as-Sag"da (32) bzw. Fussilat (41) 3 jedoch heißt letztere 
in Qur' anausgab en aus dem indo-pakistanischen Subkontinent 
"ha-mim - as-Sag"da" 3 siehe z.B. die Ausgabe al-Qur 3 an al- 
c azim (mit Sindhi-Uber Setzung ) 3 Karaci 3 o .J . ; vgl. zu den 
Namen der Suren R.Paret: Der Koran 3 Kommentar und Konkor- 
danz 3 Stuttgart, 1981 3 S. 533-547 3 bes. 539f. 

89. Muslim 3 III 3 16 3 Z. 14-18; Vgl. auch al-BuhärZ 3 I 3 227 3 Z. 8-9 . 

90. Vgl. dazu die Anm. 56/57 auf ' S .4*55. 

91. D-.h. vor dem Vers (?); minha müßte sich auf aya beziehen; 
gemeint ist wohl: vor der in dem Vers angedrohten Strafe. 
Vgl. jedoch S. 9"7 (arab .Text S.83) 3 wo es im gleichen Zusam- 
menhang minhu (bezogen auf c adab 'Strafe ' ) heißt. Man 
könnte das Suffix -ha auch neutrisch auffassen: 'davor'. 

92. Abu Dawud 3 I 3 23o 3 Nr . 871; der hadit wurde vollständiger 
schon S. 9<f (arab. Text S. 83) zitiert. - In der Fußnote 
(2) muß es 4 — l ~*^>- (hassanahu) statt *<A 1 - w,*-^- heißen. 

93. So 3 daß nur die Fußzehen den Boden berührten. 

94. Vgl. die Erklärung hierzu bei a§-Saukani 3 Tuhfa, S.136 3 
Z.8ff. 

95. Muslim 3 II 3 51 3 Z. 8-11. 

96. Qunut = (' Gottergebenheit ' 3 'demütige Ergebung ' - in die~ 
sem Sinne S . 60 unten/ 'arab .Text S.42 u. gebraucht) ist die 
Bezeichnung für ein Bittgebet (du c a 3 ) innerhalb der salat, 



159 



für das mehrere nicht zwingend vorgeschriebene Texte überliefert 
sind; - dao von den Hanafiten in der dritten rak c a des witr-Gebe- 
tes zu rezitierende du c a J (im Urdu du c a-e qunut, im Türkischen 
kunut duasi genannt) findet man in allen hanafitischen Lehrbü- 
chern der salat, z.B. Bilmen, a. a. 0. 3 S. 1 58 ; der hier 

* 

vorliegende Text wird gelegentlich als ' safi^itischer qunut ' 
bezeichnet (Qa c ida bagdadi ma c a qur 3 ani ayat, Lahor u. Kara- 
cZ 3 o.J. 3 S.63) . Vgl. HI 3 S. 345 und EI 2 3 V 3 S.395: KUNÜT. 

97. Witr (= 'ungerade' ) ist die Bezeichnung für eine salat, die 
aus einer ungeraden Anzahl von raka at (vorzugsweise 3 rak. ) 
zu bestehen hat und als letztes Gebet am Abend (im Anschluß 
an die salat al- c isa 3 ) bzw. in der Nacht verrichtet wird. Es 
gilt als sunna 3 bei den Hanafiten jedoch als watfib, obgleich 
nicht als fard (zum Unterschied s.u. Anm. 268). Vgl. al-Gazi- 
r1 3 a.a.O. 3 3.335f 3 Kamal 3 a. a. . 3 S . 146 ; HI 3 S.799. Siehe unten 
S.4M$'(arab.Text S.lo5). 

98. Vgl. S.fäft 3 Anm. 64. 

99. ^Ifä: 'heilen' 3 'vergeben' . Beachte den Reim der Formen 
hadait a - c afait a - tawallait a - a c tait a - qadait a - f c alaik a J 
- wälait a - ta°alait a - und den Zusatz c adait ! 

100. Tawalla: 'übernehmen' 3 'in die Hand nehmen' 3 'sich befassen 
(mit etwas ) ' , 

101. Wörtlicher: 'es wird nicht gegen dich entschieden/v erhängt ' . 

102. Vgl. S.&1 , Anm. 47. - Abu Dawüd 3 II 3 S . 63 3 Nr .1425; at-Tir- 
midl,II,328,Nr,464; an-Nasa'1.,111 , 248 3 Z. 7-lo. 

103. Dies ist dann hinter "ja, wen du beschützt, der ist nicht 
verachtet" einzufügen: al-Baihaqi: as-Sunan al-kubra 3 III 3 
S . 39 3 Z. 3; vgl. auch Sabiq 3 a. a.0 . 3 S. 19 5 . 

104. an-Nasä s Z,III,248,Z.7-lo: der Zusatz (Z.lo) lautet: 
"wa-salla llahu °ala n-nabiyyi Muhammad "! 

105. Muslim 3 V III 3 7 4 3 Z. 17-19; al-Buharl 3 I 3 S .214 3 Z.17 -19 und IV 3 
449 3 Z. 13-16. 

106. D.h. die Sünden, die ich bereits begangen habe, 
lo? . Oder: 'der, der Aufschub gewährt'. 



160 

108. Muslimen , 18 5, Z. 21-186, Z. 2 (auch VIII, 81 , Z . 4-5; ähnlich 
al-Buhar1,I, 284, Z. 8-9) . 

109. Der ' Heilsgruß ' (taslim, salam) beendet die salat; vgl. 
Anm.loß auf S. 1jo ; as-salamu c alaikum (vgl. hebräisch 
Salom Ca, lekäm Q3' 7lJ n\yW ) ist überhaupt der gemeinse- 
mitische Friedensgruß. Salam - 'Heil', 'Unversehrtheit' , 

'Friede ' . 
(llo.) 

111. Abu Dawüd, 1,262, Nr. 997 . 

112. Ganz wörtlich: 'Verstreute Dinge in den Angelegenheiten 
des Gebets ' . 

113. Muhtasiran: ihtasarai 'die Bände an die Hüften legen': 
beim Stehen in der salat hält man die Hände über der 
Brust übereinandergelegt, oder - so in der Malikiyya (Ihn 
Ru&d: Bidayat al-mutftahid, I, S . 137 Mitte) und der !5i c a - 
läßt sie seitlich herunterhängen. Bei der Si^a macht es 
sogar das Gebet zunichte, wenn man die Hände absichtlich 
übereinanderlegt, s. al-Humaini: Zubdat al-ahkam, S.63 ob., 
und Risala-i taudih al-masa 3 il (resale-ye touziho-l-masa 3 el) 
S.277f. mas 3 ala 1129. 

114. Ma c nahu! - nicht mitluhu (mataluhu) wie im arabischen 
Text (S. 9o,Fn. 1 ) steht; vgl. Ibn Hagar, a. a. 0. , S . 4 5, Nr . 
186, wonach der hadit wörtlich zitiert ist; auch die fol- 
genden ahadit sind aus Ibn Hagars Bulug al-maram zitiert! 

115. Muslim, II, 74, Z. 19-21. 

116. Die salat al-magrib , das vierte Gebet, das nach Sonnen- 
untergang verrichtet wird und eigentlich nicht verzögert 
werden sollte: Sabiq, a. a. . , S . lolf; Kamal, a. a. . , S . lo3 . 

117. al-BuharZ, 1,174, Z.15f (ähnlich Muslim, II, 87 , Z . 7 f, auch lof). 

118. al-BuharZ,I,194,Z. 6-8; bereits auf S . $6 (arab.Text S.3B) 
zitiert. 

119. Der Prophet ! Vollständig heißt es nämlich: "qala Anasu bnu 
Malikin: qala li rasulu llahi salla llahu c alaihi wa-sal- 
lama"! - siehe folgende Anm. die Quellenangabe. 



161 

120. Siehe zum tatawwu unten. S. T*® (arab .Text S.lo4) und Anm. 
247 dazu. - Der hadit ist nach Ihn Hafiar ,a. a.O . ,S . 45f ',Nr . 
189 zitiert, wo er jedoch mit dem vorhergehenden hadit 
der c A' isa (s.o.) zusammengefaßt ist. Dieser Satz ist 
stark verkürst aus at-Tirmidi zitiert ! Er lautet vollstän- 
dig : " Ya bunayya , iyyaka wa-' li-ltifata fi s-salati, 
fa-inna ' li-ltifata fi s-s alati halakatun, fa-in kana la 
budda, fa-fi t-tatawwu c i, la fi l-faridati" ! 

Siehe at-Tirmidi, II ,484 ,Z. 4-6 , und die Ausgabe Bulaq 3 I 3 
116 3 Z.6f. 

121. Muslim 3 II 3 29 3 Z. 6-8. - Vgl. den hadit S. ffi (arab. Text S. 
79 u.)! 

122. Muslim, VIII, S. 225, Z.2o-S. 226,1.1; at-Tirmidi (ed.Bulaq) , 
I 3 75 3 Z.12. 

123. Das Wort Sai* un ist hinter fiha einzufügen: vgl. Ihn Hagar, 
a. a.O . 3 S . 42 3 Nr .171 (wonach der hadit zitiert ist); Muslim. 
II s 7o 3 Z. 15. 

124. Takbir 3 was im speziellen Sinn natürlich das Aussprechen 
der Formel ' Allahu akbar' bedeutet, s. S. f38 » Anm. lo? . 

125. Muslim 3 II 3 7o 3 Z.15f; Ahmad, V, 447 3 Z.19f und 448 3 Z.15f. 

126. D.h. das Sprechen der Worte ' subhana llah' ('Gott sei 
gepriesen ') 3 wodurch Männer - Frauen durah Händeklatschen 

den Imam auf eventuelle Fehler bei der salat aufmerksam 
machen, vgl. Rassoul: As-Salah - Das Gebet im Islam 3 S. 
119f. 

127. al-BuharZ,I,3o3,Z.12f; Muslim, II ,27 ,Z. 8-9 und Z. 14-15 
(hier Muslims Hinzufügung) . 

128. Es handelt sich um ein Kind, nämlich um die Enkelin Muham- 
mads, die Tochter seiner Tochter Zainab, wie es im hadit 
weiter heißt: Muslim, II , 7 3, Z. 11 und 15. 

129. al-Buhar1,I ,14o,Z.4-6; Muslim, II , 7 3, Z . lo-l 2 und die darauf- 
folgenden Varianten. 

130. Vgl. Ibn Ha^ar ,a.a.O . ,S .43 , Nr .177 ; Muslim (Ausgabe Misr 
1327) ,1, 2o5, Z. 12f,17f. 



162 



lZoa. Bei Muslim, II , 58 ,Z. 17 f heißt es noah: qala Abu n-Nadr: 
"la adri qala avba c ina yauman au sahran au sanatan" . 
Zur Zahl 4o vgl. F . C. Endres/A. Schimmel: Das Mysterium der 
Zahl, Köln, 1984, S. 26o-267 : "Die Vierzig ist ganz all- 
gemein die Zeit des Wartens und der Vorbereitung . . . " (S. 
262; Unterstreichung von mir) .^ 

131. Al-Bazzar (im arab.Text S.92, Fn.-l steht falsch \^\ r ^ 
statt richtig .| \-J' - siehe Ibn Hagar ,a. a.O . ,S . 44 ,Br . 
179!), d.i. Ahmad ibn c Amr (st.292/9o5), HadZtgelehrter 
mit zwei hadit-Sammlungen namens "musnad" (Zirikli, al- 
A c lam,I ,189 ) j - oder (?) ein anderer al-Bazzar (st.44o H.), 
Kompilator einer hadit- Sammlung namens "Sunan" (vgl. 
Goldziher : Muh. Stud. ,11, 26 5) . 

132. al-Buhär%, I, 138, Z. 15-17 ; Muslim, II ,Z. 16-17 . - Zum Prob- 
lem des Vorbeigehens vor einem Betenden, wenn dieser nicht 
eine 'Abschirmung' (sutra) vor sich hat, siehe HI,7o8 
(SUTRA) und den folgenden hadit. 

133. D.h.: vor sich! 

134. D.h. schlecht gestützt, dem Wortlaut nach verändert. Sie- 
he EI 2 ,111, S. 26a ( HADIT H) ; ferner: Guillaume, a. a. 0. , S . 87 , 
181 (wo falsch: mudtarab ) . 

135. Ahmad, II, 249, Z.lof. 

136. D.h. er sprach diejenigen, die (bzw. soviel wie) Gott ihm 
gerade ins Herz gab. 

137. Ahmad, III, 497, Z.19f; Muslim, II , 155, Z. 4-6 . 

138. Fatima 'die Glänzende' - die Tochter Muhammads; siehe HI, 

o 
127 ff, EI ,11, S. 841-850. 

139. Ibn Magah,I,S.253,Z.14-S.254,Z.2. 

140. Abu Dawüd,II,8 6,Nr. 1522. 

141. Vgl. oben S. $S (arab. Text S. 88 oben). 

142. Waliyyuha (wali) : 'Helfer' , 'Schutzherr ' , 'Freund' . 

143. Ahmad, VI, 2o9,Z. 22-24 ( ähnlich IV ,37 1 ,Z . 9f) . 



^ (130a) Vergleiche auch: .Rescher : Einiges über die Zahl Vierzig , 



in: ZDMG 65 (1911), S. 17-20. ["_>>JU„,j 



163 

144. Muslim, II, 181, Z. 6-8 (vgl. auch II, 179, Z. 3-5 und 182, Z. 
2-5, 17-19; ferner an-Nasa s Z,II ,218 ,Z. 9-11 und Ahmad, I, 
284 , Z. 8-lo). - Weiter unten (S.iQÖ , arab.Text S.99) 
eine andere der zahlreichen Versionen dieses 'Licht- 
du c a 3 s ' . 

145. Vgl. Anm. 64 auf S. 43f. 

146. Fromme Praktiken sind gemeint. Es ist unklar, warum hier 
von "zwei" (Dual!) gesprochen wird. 

147. D.h. wenn ein gottergebener (muslim) Mann diese beiden 
Eigenschaften besitzt (bzw. sich an diese frommen Prakti- 
ken hält) - uuhsihima. wörtl. "aufzählt" -, wird er das 
Paradies betreten. 

148. Wörtlich: 'er -preist Gott... '. 

149. D.h. zehnmal (bzw,- weiter unten: hundertmal) tasbih - 

das Sprechen der Worte "subhana llah" (= 'Gott sei geprie- 
sen') -, zehnmal takbir - das Sprechen der Worte "Allahu 
akbar" (= 'Gott ist sehr groß') - und zehnmal tahmid - 
die Worte "al-hamdu lillah" (= 'das Lob sei Gott'). 

* 

(Vgl. auch Anm. ■&&& auf S . jfä .) 

£29 

150. D.h. die (guten) Taten bzw. der Verdienst und die Vorzüge 
derselben; indem nämlich jedes "subhana llah" etc. 50fach 
vervielfältigt bzw. belohnt wird. 

151. Ya c qidu(-ha) : eigentlich: 'Knüpfen' , 'knoten' ; auch: 'an 
den Fingern herzählen' (Wahrmund: Handwörterbuch, II, 283a) . • 
Jetzt folgt das Wort des Propheten. 

152. Vgl. oben, Anm. 1 5o . 

153. Vgl. den Reim: lisan - mizan. Vgl. S.23,Z.4 im arab.Text 
und Anm. 83 auf S. 4%5 . 

154. Vgl. oben, Anm. 149. 

155. Ihn Mag'ah,I,S.299,Nr.926 (ähnlich Ahmad, II ,2o5,Z. Iff) . 

156. s- \_ A . ^ Jl im arab. Text (S. 94 ,Z. 4 v.u.) ist ein Druck- 
fehler; richtig ist: oLA-s^' - s. al-Buhari ,11 ,2o7 ,Z. 15 , 
auch as-Saukani, a.a.O., S. 1 5o , Z, 15. 

157. Ta c awwada (bi) : ' Schutz /Zuflucht suchen (durch/bei)', 
'sich feien (mittels)'. 



164 

158. Das schwache Greisenalter ist gemeint. Vgl. Q 16 :7o; 22 : 5. 

159. 'Die Strafe des Grabes': c adab al-qabr - auch 'die Versu- 
chung (fitna) des Grabes' (s. S ,4öS,Aof /arab .Text S.98 3 loo) 
Vgl. hierzu EI 2 3 I 3 S.186f ( ADHÄB al-KABR) 3 HI 3 S. 542b. f 
(MUNKAR wa-NAKIR) . 

160. al-Buhar% 3 II 3 2o7 3 Z. 15-18 (vgl . auch, 2oo 3 Z . 13-1 5 und 2ol 3 
Z. 13-15). 

161. Rusd: wörtlich: 'Geradheit des Handelns ' 3 'Rechtgeleitet 
sein ' (Wehr) . 

162. an-Nasä 3 % 3 III 3 54 3 Z.3-6. 

163. Dieser Satz ( yata 3 awwalu l-Qur 3 an ) ist im arabischen 
Text versehentlich verrutscht und zu einer (freilich 
sinnlosen) Kapitelüberschrift geworden (arab. Text S.95 3 
Z.ll)! Vergleiche diesen hadit in den Quellen: 

Muslim 3 II 3 5o 3 Z. 6-7 ; Ibn Magah 3 I 3 287 3 Nr . 889 ; Abu Dawüd 3 I 3 
232 3 Nr. 877 ; auch die arab. -türk. Ausgabe der Sunan Abi 
Dawud von I. Kogasl% 3 II 3 S . 34 3 der y ata 3 awwalu l-Qür* an 
übersetzt 'Kur 3 an' a muvafakat ederdi' (="er pflegte mit 
dem Qur 3 an übereinzustimmen") . Gemeint ist - so der 
Randkommentar zu Muslim 3 a. a.O .- : "indem er das tat 3 was 
ihm darin (im Qur 3 an) befohlen wurde, d.h. im Wort Gottes 
- er ist allmächtig und erhaben! - : (hier folgt Q llo : 3 ) " . 

164. Siehe Anm. 163. 

165. Die im folgenden zitierten Gebete (ad c iya) - bis S. jo3 U. 
(arab. Text S.96 3 Z.3 v.u.) - gehören zu einem einzigen 
hadit. 

166. Vgl. zu hanlf: HI 3 S.165ff; EI 2 3 III 3 S . 16 5f . Der Ausdruck 
ist derselbe wie Q 3:67. 

167. Bis hierher entspricht dieser du c a 3 (in etwa) Q 6:79. 

168. Dieser zweite Teil des du c a 3 s stimmt fast wörtlich mit 
Q 6:162-3 überein. 

169. Labbaika wa-sa c daika; sa c daika heißt (zum Menschen gesagt) 
etwa: 'sei doppelt glücklich' (Wahrmund) 3 'dir sei doppel- 
tes Glück beschieden' . Beachte im folgenden den Reim auf 
-aik (a) ! 



165 

170. A^-Saukani, a.a.O. ,5. 127 erklärt: "man kann durah das 
Schlechte dir (ilaika) nicht nahekommen" . 

171. Ai-Saukani (ibid.) erklärt: "meine Zuflucht und meine 
Zugehörigkeit ist zu dir (ilaika) ". 

(172.) — 

173. Wörtl.: 'die Fülle der Himmel und die Fülle der Erde und 
die Fülle dessen, was zwischen beiden ist, und die Fülle 
dessen, was du von einer Sache danach willst'. Vgl. S . SÜL 
(arab.Text S.84 Mitte). 

174. Wörtl.: 'und sein Gehör und seinen Blick aufgespalten 
(= geöffnet) hat'. 

175. Vgl. Q 23:14. 

176. Vgl. die Anm. lo6-7, S , 4$% ( zu übers. S. $£ /arab.Text S. 
89) zum selben du a 3 . 

177. MusHrn,H 3 185 3 Z. 9-186,1. 2 (auch: at-Tirmidl fed.BulaqJ ,11 , 
251, Z. 11-23) . 

178. Wörtl. 'wenn er von seinem Gebet (hinweg - d.h. austretend) 
den salam gab' , d.h. den Heilsgruß, der das Gebet beendet: 
Vgl. 5./|3g ,Anm.lo9. 

179. Vgl. zur Konstruktion 'kana. . . , ida sallama. . . ,qala ' die 
Anm. 37 auf S. 45 1 * . 

180. Abu Dawüd,II,83,Nr. 15o9j vgl. auch I, 2o2, Z. 12-14 . Der selbe 
Text wurde gerade oben S. A^* (arab .Text S . 9& u. ) als auch 
auf S. 56 (arab.Text S.89 Mitte) zitiert. 

181. Fi duburi ( stat. constr . ) : am Schluß. Damit könnte der letzte 
Teil der salat, also zwischen tasahhud und taslim, gemeint 
sein, wohl eher aber: im Anschluß an die salat, also nach 
dem taslim. 

182. Al- C ibad, "die Knechte (Gottes)" = die Menschen. 

183. Muhlisan: Partzip aktiv zu ihlas: 'aufrichtige Ergebenheit ' , 

'Lauterkeit der Gesinnung ' ; vgl. HI, S. 2olf. und EI ,111, 
S.lo59f: IKHLAS. 

184. Vgl. diesen Ausdruck im Qur* an 55: (27 u.)78; Paret: "der 
Erhabene und Ehrwürdige" . 



166 

185. Hier: al-akbar! 

186. Hier: akbar! 

187. Vgl. Q 3:173. 

188. Abu Dawüd i II t 83 s Nr.l5o8 - (fast genauso: Ahmad 3 IV ,369 3 Z. 25- 
3o) - doch heißt es dort an den drei Stellen mit "Allahu 
(al-) akbar" (arab. Text, S.97 u. 3 je am Ende einer Zeile) 
richtig (jeweils einmal): aJT ^ jj^ l4jjl /: So auoh die 
Sunan AbZ Dawüd-Ausgabe Kairo 137 1 /1952,I 3 S .346 3 Z.21f 3 als 
auch die Ausgabe von Kogasl% 3 II 3 464f (Nr.l5o8). 

189. Der hier beginnende lange du c a 3 geht bis s/i^u. (arab. 
Text S.99 letzte Zeile). 

189a. Wörtlich: 'meine Zersaustheit zusammenbringst' . Beide Aus- 
drücke besagen dasselbe: daß Gott das Leben wieder in 
Ordnung bringen möge. 

190. Vgl. S. / 16 t t' j Anm. 161. 

191. Das vom Autor erklärte Wort ist "ulfa": 'Vertrautheit ' 3 

'Vertraulichkeit 3 'Freundschaft' - hier offenbar i.d. Bed. 
'Vertraute ' , 'Freunde' . 

192. Qada 3 : ' (Vorher- ) Bestimmung ' ; d.h. wohl: 'daß du mir Erfolg 
bestimmst'; man könnte auch übersetzen: 'Iah bitte dich um 
den Erfolg in der Erledigung /Durchführung (der Pflichten 
etc . ) ' . 

193. Vgl. Q 18:lo7 (u.ö. ) . 

194. Beachte auch hier den Reim: qada 3 - Suhada 3 - su c ada 3 - 
a c da 3 ! 

195. Wörtlicher : 'Ich lasse herab (lade ab) auf dich mein 
Bedürfnis' . (Vgl. Psalm 55:23). 

196. Vielleicht ist gemeint: auf der ganzen Welt? Oder: (den 
Seefahrern) auf den Meeren? (Die Wortwahl ist hier natür- 
lich durch den Reimzwang bedingt . ) 

197. D.h. vor dem Herbeiwünschen der Vernichtung. Dies bezieht 
sich auf die Insassen des Höllenfeuers 3 siehe Q 25:13-14; 
84:11 - Paret übersetzt : "ach und weh schreien" ! 

198. Gemeint ist die 'Strafe des Grabes'; siehe S.M>^ 3 Anm. 



167 

159. Beachte auch hier den Reim: umur - sudur - buhur - 
(sa c ir) - tubur - qubuv ! 

199. Habt; d.h. Verbindung? Vgl. Qur> 3 an 3:lo3. - Die Adjektive 
sadld ('fest') und ra&id ( 'vernünftig ' 3 'richtig' ) reimen 
sich auf die folgenden Wörter: wa c id — hulud - suhud - 
sugud - c uhud - xoadud — turid. Diese Ausdrücke sind teils 

qur' anisch 3 so z.B. ar-rukka c as-sugud: 2:125; 22:26 3 und 

, - un j-j,un , - n 
rahvm wadud : ll:9o. 

200. D.h. am Tag der Auferstehung; vgl. Q 5o:2o. 

201. Salm: qaumun salmun = musalimuna ( 'Leute s die Frieden 
schließen' ) 3 man kann auch silm lesen: qaumun silmun = 
dass. ( al-Mungid) . 

202. Auliya 3 3 sg. wali: 'Freund' 3 ' 'Helfer' 3 ' Schützer ' 3 'nahe- 
stehender'. Der Ausdruck "wali Allah" (waliyyullah) 'Freund 
Gottes' bezeichnet den ' Heiligen' 3 besonders im Volksglau- 
ben (z.B. im Türkischen: veli) ; wali Allah ist in der Si c a 
bekanntlich ein Titel c Ali ibn abi Talibs (der sogar im 
adan gerufen werden kann 3 obwohl er kein eigentlicher Bestand- 
teil desselben ist: al-Hu 3 i: Minhag as-salihin 3 I 3 S . 1 59; al- 
Humaini: Risala-i taudih al-masa 3 il 3 S . 227 ,mas 3 ala 919). 

Vgl. HI 3 S. 793b. ff. 

203. Ad-du c ä 3 ! 

204. Wörtlich: 'mache mir groß/gewaltig ein Licht!' 

205. Vgl. Anm. 184 auf S. 4& . 

206. Vgl. Anm. 21 auf S.4S . 

207. Muhammad ibn c Abdarrahman ibn abi Laila (st. 148/7 6 5), siehe 
ZiriklZ 3 VI 3 189. 

208. at-Tirmidl ( ' ed.Bulaq) 3 II 3 25o 3 Z. 2-2o . 

209. D.h.: je 33 Mal "Gott sei gepriesen! " 3 "Lob sei Gott!" und 
"Gott ist sehr groß" sagt - j vgl. S. JoSi Anm. 149. 

210. Muslim 3 II 3 98 3 Z. 13-16. 

211. Oder: 'Zuflucht zu suchen pflegte' ( y at a Q aww adu ) ; vgl. S. 
4(>% 3 Anm. 157. 



168 

212. Vgl. Anm. 158 auf S. 4M. 

213. Vgl. Anm. 159 auf S.Ah'if. 

214. al-Buharl (versah. Versionen) : II 3 2o7 3 Z. 1 5-18 ; IV 3 2oo 3 Z* 
13-15; 2ol 3 Z. 13-15; eine Variante wurde bereits auf S.AO^"-^- 
(arab. Text S.94 u.-95 3 Z. 1 ) zitiert. 

215. Abu DawudjII 3 86 3 Nr.l 522. Eine Variante dieses hadit wurde 
schon S. 400 (arab. Text S.93) zitiert. 

216. D.h. wenn er das Gebet beendet hatte. 

217. Oder: ' (der 3 dem) das Heil (innewohnt) ' - Q 59:23 (vgl. 
Paret) . 

218. Vgl. S.yf6!> 3 Anm. 184. 

219. Er ist einer der Gewährsmänner im isnad dieses hadit; s. 
Zirikli 3 al-A c lam 3 III 3 32o und Goldziher 3 Muh. Stud. 3 II 3 S . 
12. ^\fi> 

220. Wörtlich: 'er sagt' (d.h. der um Vergebung Bittende) ; 
Variante: 'du sagst' (taqulu) Muslim 3 II 3 94 3 letzte Zeile 
und Randnotiz. 

221. Muslim 3 II 3 94 3 Z. 18-21. 

222. Bis hierher identisch mit dem du c a J S. Wi- (arab . Text S. 
loo 3 Z. 3-4) . 

223. Gadd: 'Glück' (auch: 'Maj estät ' - in diesem Sinne S.^A/ 
arab. Text S. 19 Mitte) - vgl. Anm . 7 2 auf S.tät . 

224. Muslim 3 II 3 95 3 Z.9-12. 

225. Vgl. S.iVt 3 Anm. 64. 

226. La haula wa-la quwwata illa bi-llah. Diese oft zitierte 
und ausgesprochene Formel wird kurz als hauqala bezeich- 
net (vgl. basmala 3 hamdala etc . ;vgl. Anm. 229); sie kommt 
im Qur J an nur verkürzt vor (18:39). 

227. Dies ist an "wa-la na c budu illa iyuahu" als hal anzuschlie- 
ßen 3 daher ( Zustands-) Akkusativ . (Vgl. Q 4o:14 3 65 u.ö. - 
Vgl. Paret). 

228. Vgl. Q 4o:14 (Paret!). 



169 

229. Eigentlich: 'zu jauchzen', 'in Jubel auszubrechen' : 
yuhallilu; vgl. hebr. y e hallel : hat lu-yah "preiset 
J 'ahfwej '! " Jedoch wird das Verb hallala im Arabischen 
auch verstanden als 'die Einheit Gottes bekennen' 3 'la 
ilaha illa llah ('Es gibt keinen Gott außer Gott') sagen' 
(ar-Razi: Muhtar as-Sihah, S.697b); hier wurde die Wurzel 
H-L-L mit der Formel la ilaha illa llah, die eben diese 
Konsonanten mehrfach enthält, in Verbindung gebracht, so 
daß daß tahlil = 'la ilaha illa llah sagen' wurde, ana- 
log zu tasbih = ' subhana llah sagen', takbir = ' Allahu 
akbar sagen' und tahmid = ' al-hamdu li-llah sagen' (s.o. 
S. joJj Anm. 149). Beachte auch hailala ( KjSLj^h - ar- 
Razi, a. a. ., S . 697b ) = 'la ilaha illa llah sagen' wie 
hauqala (s.o. Anm. 226), basmala (s. HI, S. 78a) und 
hamdala (s. HI, S . 16 2b. f) . - Das Verb yuhallilu in diesem 

hadit bezieht sich also hauptsächlich auf das in dem zi- 
tierten du c a 3 dreimal vorkommende la ilaha illa llah. 

230. Muslim, II, 96, Z. 8-12. 

231. al-Buhari, I , 217 ,Z. 5-8; vgl. denselben du c a 3 auf S.A^S obgT) 

(arab.Text S. lol,Z. 6-9) . 

232. al-BuhärZ,II,2o7,Z. 15-18; IV , 2oo ,Z. 13-15 und 2ol,Z. 13-15. 
Der hadit wurde bereits S. 4öA (arab .Text S.94 U.-95, Z. 1) 
zitiert. 

233. 'Barmherzigkeit ' (rahma) als Eigenschaft des Propheten: 
vgl. Q 9:128, wo es heißt, daß er "gegen die Gläubigen 
mitleidig und barmherzig" ist. 

234. Wörtlich: 'leicht machen' . 

235. Wörtlich: 'der Schwache und der Kranke und der Alte'. 

236. al-Buhari, I, 183, Z. 12-14; al-Muwatta 3 ,1 ,134 , Nr . 13 ; vgl. 
Muslim, II, 43, Z. 6-7 und nachfolgende Varianten. 

237. Wörtl. 'des Kindes' (-welches sich bei der Mutter in den 
Reihen der Betenden befindet) . 

238. Tagawwaza ( fi s-salati) : '(das Gebet) kurz machen' = 
augaza, haffafa - siehe Randkommentar zu Muslim, II ,43 
oben; diese beiden letzteren Formen kommen ebenfalls in 
diesem Zusammenhang im hadit vor. 



170 



239. al-Buhari,I,184,Z.2of und 185, Z. 2-4. 

240. Mina n-nabiyyi - es wäre zu erwarten: min s alati n-nabiyyi ! 

241. (Vorklassisch: ) 'in "siehe" statt ' innahu; vgl. W.Fischer, 
Grammatik, § 339.2. 

242. al-BuhärZ, I, 184, Z. 16-18. 

243. Salat al-gadat (= salat al-fafir/as-subh); das Gemeinschafts- 
gebet (in der Moschee) ist gemeint. Der Mann beklagt sich 
über den Im am, welcher das Gebet (d.h. vor allem die 
qira' a darin) in die Länge zieht. 

244. Oder: 'abschrecken' , 'unzufrieden machen' . 

245. Wörtlich: 'der Alte, der Schwache und der Notleidende' . - 
Muslim, II, 42, Z. 19-43, Z. 2; al-BuharZ ,1 ,183, Z . 16-2o ; IV, 138, 
Z. 6-9. 

246. Vgl. Muslim, II ,32 ,Z. 14-15 und die darauffolgenden Varian- 
ten; auch al-Buhari ,111 ,454 ,Z.2o . 

247. Salat at-tatawwu c , d.h. die freiwillige, supererogative 
salat. Das Wort ist in diesem Sinne mit nafila identisch, 
Vgl. HI, S . 568 f. (besonders 569a). Zum tatawwu c gehören die 
aus zwei oder vier rak c a bestehenden Gebete vor und/oder 
nach dem fünfmaligen P flicht ( fard) -Gebet - man nennt diese 
gewöhnlich sunna-Gebete : z.B. sunnat az-zuhr -, dann das 
witr-Gebet (vgl . S . \5$ » Anm. 97), das nächtliche Gebet 
(qiyam al-lail, tahagcfud - vgl. HI,S.712f), das tarawih- 
Gebet in den Ramadannächten (HI, S. 728b), das Gebet am 
Vormittag (salat ad.-d.uha) , die salat al-istihara (vgl. 
S.^ZyU. Anm. 76 auf S. 435" J u.a. Vgl. Sabiq, a.a.O. ,S. 
181-219; al-GazZrl, a.a.0.,S.326ff; Th.W. Juynboll, a.a.O., 
S.89ff. 

248. Nawafil: vi. zu nafila - tatawwu c ; s. vorhergehende Anm. 
(247). Freiwillig verrichtete Gebete sind gemeint. 

249. Wörtlich: 'in ihrem anderen Teil'. 

250. Vgl. S. fäfr , Anm. 64. 

250a. D .h. ich habe im Gedächtnis behalten, daß er folgendes zu 
tun ■pflegte. 



171 



251. D.h. ein aus zwei raka c at (s. 5.13t" j Anm. 65) bestehendes 
freiwilliges Gebet vor dem Pflicht ( fard) -Gebet (4 raka c at) 
des Mittags (zuhr); entsprechend das folgende. 

252. Al-magrib - d.h. nach dem 'Gebet des Sonnenuntergangs ' (= 
das 4., Abendgebet) . 

253. Al- C is'a 3 - d.h. nach dem fünften und letzten Pflichtgebet 
des Tages. 

254. Vor dem Morgengebet: (salat) al-gadat (vgl. S ,^0 3 Anm.243) . 

255. Hafsa war Ehefrau Muhammads und als Tochter von c Umar ibn 
al-Hattab Gleichzeitig die Schwester (oder Halbschwester? ) 
des Überlief erers dieses hadits ^Abdallah ibn c Umar . Sie 
starb im J. 45 d.E. im Alter von 6o Jahren. Vgl. EI ,157; 
EI 2 3 III 3 S. 63-65. 

256. al-Buhar1 3 I 3 29 6 3 Z. 2o-297 3 Z. 2; vgl. Muslim 3 II 3 1 62 3 Z. 11-13; 
Ahmad 3 II 3 99 3 Z. 4-5 und loo 3 Z. 19-21. 

257. Hier ist das freiwillige Gebet in der Mitte der Nacht gemeint 
(nicht die verpflichtende salat al- c iSa* ) , also der 'qiyam 
al-lail' oder (=) 'tahagcfud'; vgl. EI 3 S.712 (TAEADJDJUD) ; 
Sabiq 3 a. a.O . ,199ff; al-Gaziri 3 a. a.O . 3 S .335; Th.W .Juynboll 3 

a. a.O. 3 S. 9off. 

258. D.h. im Monat al-Muharram 3 dem ersten Monat des arabisch- 
islamischen Mondkalenders (hiermit ist besonders an das 
c asura 3 -Fasten zu denken); vgl. EI 3 54of (al -MUH ARE AM) 3 und 
EI, 59 u. EI 2 , I, 7o5 ( C ASEÜRA>). - Muslim, III , 169 3 Z . 9-12 . 



259. Je zwei und zwei Gebetseinheiten (raka c at) . 

260. Fa-autir : 'so mache (die gerade Anzahl der verrichteten 
raka c at) ungerade' : d.h. schließe mit dem wit?-Gebet; 
siehe den folgenden Abschnitt über die salat al-witr . 

260a. Muslim 3 II 3 172,Z. 9-11; at-Tirmid1,II , 3oo 3 Nr . 437 . 

261. D.h. du sprichst nach jeder zweiten rak c a den taslim (vgl. 
S-438 j Arm. lo9). 

262. Diesen Zusatz von Ahmad kann ich nirgends finden. 

263. Muslim, II ,174 ,Z.13. 



172 

264. Vgl. S. / IS9 , Anm. 97; HI , S. 799 (WITR). 

265. Haqq: 'Pflicht', 'Schuld'. 

266. Abu Dawud,II,62,Nr.l422; Ihn Ma§ah, 1,376, Nr.ll9o; 
an-Nasa 3 1,111, 239, Z. 1-2. 

267. Abu Dawüd,II,62,Nr. 1422. 

268. Es sei also zwar "erforderlich" (haqq), die salat al-witr 
zu beten, aber nicht absolut obligatorisch (watfib) wie die 
'fünf Gebete'. Es wurde bereits bemerkt, daß der witr bei 

den Hanafiten als wagib gilt, jedoch nicht als fard. (vgl. 
S. ^S$ 3 Anm. 97); während bei den Hanafiten ein Unterschied 
zwischen fard und wafiib gemacht wird - (Unterlassen des 
fard zieht jenseitige Strafe nach sich, Unterlassen des 
wagib jedoch nur die Vorenthaltung der Fürsprache Muham- 
mads am Jüngsten Tag! Vgl. al-Gaziri, a. a. 0, , S . 23 5f, 239 ) - 
sind diese beiden Begriffe in den übrigen sunnitischen 
madahib Synonyme; s. HI, 127a (FARD) und 799b (WITR),Z. 
5-15; Goldziher: Die Zähiriten S.66ff über die "fünf Kate- 
gorien" der Gesetzeswissenschaft. 

269. D.h. aus seinem Haus zu uns in die Moschee heraus; vgl. 
hierzu Anm. 64 auf S .4JT6 . 

27 . Wörtlich; 'als die roten der Weidetiere/Kamele (na c am) ' . 
Vgl. zu diesem Ausdruck al-Buhari ,11 ,23 5 ,Z. (12-) 17 : "Bei 
Gott! Daß durch dich ( c Ali) ein einziger Mann rechtgelei- 
tet werde ist besser für dich als rote Kamele (humr an- 
na c am ! "; derselbe Ausdruck bei A.Th. Khoury : So sprach der 
Prophet, S. 173, Z, 2 v.u. - Rote Kamele scheinen den Ara- 
bern der wertvollste Besitz gewesen zu sein. Vgl. einen 
ähnlichen Ausdruck weiter unten (S .W^Ü-'/arab .Text S. lo6): 
"besser als die diesseitige l-Ielt und (alles) was in ihr 
ist. " 

271. D.h. in der Zeit, die... 

272. at-TirmiaH,II ,314 ,Nr .452; Abu Dawüd, II , 61 , Nr . 1418 ; Ibn 
Ma§ah 3 I, 3 6 9f. , Nr . 116 8 . 

273. Tatawwu" - vgl. S. tyO , Anm. 247. 



173 

274. Al-fagr: dies beze-iah.net z.B. bei den Malikiten die beiden 
supererogativen raka c at vor dem fard-Morg engebet , welches 
dann salat as-subh heißt (vgl. z.B. al-Qairawani : Matn ar- 
Risala, S.37, Z.H.); doch bezeichnet salat al-fagr auch 
das far d-Morg engebet (s. Q 24:58): HI ( SALAT ) , S . 63 8a Mitte; 
Kamali a.a.O., S. lo2. 

27 5. al-Buhar1,I ,294 ,Z.2of; Muslim, II, 1 6o , Z. 11-13. 

276. Vgl. Anm. 274; hier könnte aber auch das fard-Gebet gemeint 
sein. 

277. at-Tirmidl,II,275,Nr.416. 






278. (Salat) ad-duha. Siehe Sabiq, a. a.O . , 2o8ff; al-Gaziri, a. a.O . , 
S. 332. 

279. Muslim, II, 157, Z. 2-3, 5, 7; Ahmad, VI, 14 5, Z. 20 f u. 168, Z. 8-9. 
2 8o. Frau Muhammads. 

281. Es handelt sich um freiwillige (nafila) raka c at, die vor 
(und nach) dem fard-Mittagsgebet verrichtet werden. 

282. D.h. Gott macht ihn für das Feuer (der Hölle) haram (ver- 
wehrt), so daß dieses ihn nicht berühren wird. - Abu Dawud, 
II, 23, Nr. 1269; at-Tirmidl,II , 29 2 ,Nr . 427 . 

283. at-Tirmidl,II,296,Z.l . 

284. Diese beiden beim Betreten einer Moschee zu verrichtenden 
raka c at heißen (salat) tahiyyat al-masgid - '(das Gebet der) 
Begrüßung der Moschee'; vgl. al-öaziri, a.a.O . ,332 ff '. 

285. al-Buhari,I, 293, Z. 18-19 . - Dieser hadit wurde bereits auf 
S. %Q (arab .Text S.69) zitiert. 

286. Haqq (genauer: ) 'ihren Anspruch' , d.h. das, was ihnen zu- 
steht. 

287. Nicht verifizierbar. 

288. An-nafila (= at-tatawwu c ) : die freiwillige Mehrleistung, 
das supererogative Gebet; vgl. S.*t** , A.nm. 247. 

289. Al-farida (= al-fard al-maktuba) : dies bezieht sich nur 
auf die fünf täglichen Pflichtgebete und (bei gegebenen 
Bedingungen) die salat al-$umu c a - über letztere der näch- 
ste Abschnitt. 



174 

290. Al-maktuba: 'das vorgeschriebene (Gebet)' - al-farida 
('das Pflichtgebet' ) . - al-BuharZ,I, 189, Z. 19 (vgl . auch IV, 

139,Z.5f und 423,Z.lof; Muslim, II ,188 3 Z. 14; Abu Dawüd, 1,274, 
Nr. lo44) . 

291. Zum gemeinschaftlichen Gebet am Freitagmittag (anstelle 
der salat az-zuhr) - der salat al-gumu c a - siehe Q 62: 9 f; 
HI 3 115f und EI 2 ,II 3 S.S92f. (DJUM C A); C.H. Becker: 'Zur 
Geschichte des islamischen Kultus' und 'Die Kanzel im Kul- 
tus des alten Islam' in: C.H. Becker: Islamstudien, S . 4 So- 
5oo; E. Mittwoch, a. a.O ., S . 27-41; al-Gaziri, a. a. 0. , S . 374- 
4o3; Sabiq, a.a.O. 3 S. 295-317; Th.W.Juynboll, a.a.O. 3 S. 
85-89. 

292. Igtasala: 'die Ganzwaschung (gusl) vornehmen ' ; zum gusl 
am Freitag siehe S. 7^ (arab.Text S.63J; und Anm.54 auf S. 

293. Wörtlich: '(etwas) von Parfüm (tib) berührt ' . 

294. As-sakina: die innere, von Gott kommende Ruhe und Würde. 
Das Wort bezeichnet vor allem auch das 'Wohnen, die Geaen- 
wart Gottes' (s. auch Q 48:4 u. 18; 9:26 u.a.; auch im 
hadit, z.B. Nr. 36 der "Arba^in an-Nawawiyya" ', wo es heißt, 
daß die sakina auf die gemeinsam den Qur s an Vortragenden 
und Studierenden herabsteigt) ; über die Herleitung der 
sakina von der hebr. s e kina und die verschiedenen Bedeu- 
tungen siehe HI, S. 634. 

295. Indem er z.B. einen Sitzplatz sucht o.a. 

296. D.h. wenn der Imam kommt und dann die Ansprache (hutba) 
hält, während derer stilles Zuhören geboten ist. - "bis 
er betet": d.h. bis der Imam (im Anschluß an die hutba) 
das gemeinschaftliche Freitagsgebet leitet. 

297. Vgl. 5.0^ ( a rab. Text S.39,Z.8) und S. #3 (arab.Text S. 
75, Z.9-lo). 

298. Ahmad, V,42o,Z. 26-28 (ähnlich al-BuhärZ,I, 231 , Z . 5-7 ) . 

299. Sugüd, vgl. S . $Lh( arab . Text S.85) und S. £3-5"5" (arab.Text 
S .34-36) ; Einleitung, S.A*» 



175 

Zoo. Ganz wörtlich: "Das nächste, was der Knecht seinem Herrn 
ist 3 ist wahrend er sich (gerade) niederwirf 't /im Zustand 
der Niederwerfung verharrt; so macht viel die Bitte!" 
Da der Mensch im Zustand der Niederwerfung und Ergebenheit 
Gott besonders nahe ist, soll er sich hierbei des Bittge- 
betes (du c a 3 ) befleißigen: siehe S. $0+} 3$ 'A^O^AOA (arab . 
Text S. 83, 87u., 93u. , 94 oben). 

301. Ahmad, II, 421, Z. 7 f; Muslim, II, S . 49 , Z. 2o-S . So , Z . 1 . - Dieser 
hadit wurde verkürzt schon auf £. -5 *f (arab. Text S. 35) zi- 
tiert. 

302. Wörtlich: 'in der Mitte der hinteren Nacht 1 , d.i. das letz- 
te Drittel der Nacht (vgl. den hadit bei Robson: Mishkat, 

S . 2 55 unten) . 

303. at-Tirmidl ( ed.Bulaq) ,11 ,277 ,Z . 2of. 

304. Zu 'Meister ' ( sayyid) , 'ungelehrt' (ummi) und 'Gefährten' 
(sahb) siehe S.AZr 3 Anm. 1-3. 



176 

Anmerkungen zur Übersetzung S. 116-120 (Schluß) . 



1. c Ilag': wörtl. 'Behandlung ' . 

2. Hala c : 'Unruhe', 'Ungeduld'; 'Angst', 'Schrecken'; 

siehe im folgenden Qur 3 anvers (7o:19): "kleinmütig" (Paret), 
"ungeduldig" (Henning ) , "avid (of gain) " (Bell) für halu c . 

3. Halu : kleinmütig , oder: 'unruhig', 'ungeduldig', 'ängst- 
lich' - siehe Anm. 2 . Al-Baidawi erklärt: s"adid al-hirs, 
qalil as-sabr (von heftiger Gier, wenig geduldig ) . 

4. Wörtl.: "(so ist er) knausrig". 

5. Paret: "und dabei Ausdauer haben". 

6. Oder: 'Unsittliahkeit ' : su 3 al-huluq ("böse, unfreundliche 
Gemütsart"- Wehr). 

(7.) — 

8. Der Anfang dieses Qur 3 anvers es (22:4o) ist hier ausgelassen; 
es ist interessant, hier zu erwähnen, daß darin Einsiedler- 
klausen, Kirchen, Synagogen (?/= salawat! - siehe Einleitung , 
S. o ) und Moscheen (Kultstätten: masag" id) - erwähnt werden. 

9. Paret: "Macht geben". 

10. Vgl. auch S. 446 (Q 31:17); das Gebieten dessen, was recht 
ist, und das Verbieten dessen, was verwerflich ist (al-amr 
bi-l-ma c ruf wa-n-nahy c ani-l-munkar) zählt zu den Pflichten 
der Gläubigen. In der Si c a gehört es zu den religiösen Grund- 
pflichten wie Gebet, Fasten etc.; so hat es in fiqh-Komvendien 
seinen Platz unter den c ibadat; vgl. al-Humaini : Zubdat al- 
ahkam (S. I06 ff), wo es zwischen h.atfg' und zakat behandelt 
wird; s. auch al-Hu 3 i : Minhag" as-salihin, S.369 ff. 

11. Wörtlich: "Und es ist Von den Mitteln des (Für-) Bittens (is- 
tiSfa , vgl. S. 39 /arab.Text S. 17; Anm. 56 auf 5.133 ) zu 
Gott. . ." 

12. Vgl. zu dieser Person HI,S.365ff; EI 2 ,V,S.811ff (LUKMAN). 

13. So Paret, der zum folgenden Qur 3 anvers vermerkt: Wörtlich: 
"Das ist etwas von der Entschlossenheit der Angelegenheiten( ? ) " . 



177 

14. Vgl. Anm. lo . 

15. (Nisa* a) habibihi l-mustafa: d.h. die (Ehe-) Frauen Muhammads ; 
von diesen finden in unserem Text drei Erwähnung: c A'is'a 
(vielfach zitiert) , Hafsa (S.4A0 3 und die dazugehörige Anm. 
255) und Umm .Hablba (S.4^3). 

16. Die zakat, welche im Qur 3 an fast stets in Verbindung mit der 
salat erwähnt wird; vgl. c Abdalbaqi: al-Mu c gam al-mufahras s 
S. 231 f - siehe auch oben S. Afätb-yAAB /fi'^fe Mntfev». 

17. Die innere Unreinheit; Paret: "die (heidnische ) Unreinheit 
(ri$s)". 

2 

18. Ahl al-bait, vgl. hierzu (33:33) Parets Fußnote ! , ferner EI , 

I,S. 257 f. 

19. Paret merkt an: "Oder: dürfen auf eine Ware hoffen, die 
nicht wertlos (eigentlich: unverkäuflich) werden wird". 

20. Hier liegt eine recht moderne Formulierung vor: 

min atimali wa-a^maqi ma dakarahu. . . ! Korrekter (bzw. 

klassisch) müßte man sagen: 

min afymali ma dakarahu. .. . wa-a c maqihi! Vgl. Fischer, Gram- 
matik § 145c. und die Anm. 2. 

21. Tusalli lillahi; zu salla li- vgl. Einleitung S . Z& . 

22. Wörtlich: Jedes (Wesen) weiß sein Gebet (salat!) und seine 
Lobpreisung (tasbih.) . 

23. Beachte, daß das Buch nach der basmala mit'al-hamdu lillah' 
("Lob sei Gott!") und dem Segen über den Propheten beginnt 
(S. 30J und hier ebenso schließt . 

24. Sayyid, vgl. S.42/P 3 Anm. 1. 

25. Vgl. Anm. 23. 

26. AI al-bait : die Familie des Propheten ist damit gemeint; vgl. 
"die Leute des Hauses" (ahl al-bait) im Qur 3 an 33:33 - oben 
S.4i* zitiert (dazu Anm. 18 auf dieser Seite). 

27. as-sahaba, vgl. S. 45** . Anm. 3. 

28. at-tabi c un (Singular tabi c , tabi z 1) , Vgl. S .4.%% 3 Anm. 28. 



178 
Anmerkungen zur Übersetzung S. 121-122 (Fußnote) 



C - - - - - 

1. D.i. Mahmud ihn Abdallah al-Alusi (st . 1 27 0/1 8 54 ) , Faqih 

und Mufassir : Verfasser eines berühmten Qur 3 ankomm entars 
(tafsir) namens 'Ruh. al-ma ani'. Siehe EI ,1,5.425; Zirik- 
ll,VII, S.176. 

2. Vgl. zu Ibn Haldün: EI 2 ,II,S. 419 f. 3 EI 2 ,111, S . 825-831 
(IBN KHALDÜN) . 

3. Zur Quelle und Übersetzung der beiden' nun folgenden Ibn 
Haldun-Zitate s.u. Anm. 7. 

V 

4. loh habe barzah hier mit ' Grabes welt ' übersetzt; es handelt 
sieh umd die Zeit bzw. den Zustand des Menschen zwischen 
seinem Tod und dem Jüngsten Tag, in der bzw. in dem der 
Mensoh gegebenenfalls der 'Strafe des Grabes ' (vgl.S.Av' , 
Anm. 159) erliegt; vgl. HI,S.77 und EI 2 ,I,S.1071f. (BARZAKH) . 

5. Vgl. Q 37:8; 38:69 - Paret: "der oberste Rat (der Engel)". 

6. Fitra - vgl. Q 30:30; HI, S. 137 f. (FITRA) . 

7. Die beiden Zitate stammen aus Ibn Halduns "Muqaddima" . loh 
gebe hier die entsprechenden Stellen der Muqaddima- Aus g ab e : 
"Muqaddimat Ibn Haldun" (vokalisiert) , Bagdad, o.J., sowie 
der Übersetzung derselben von Franz Rosenthal (London 1958) 
an: 

Das erste (kürzere) Zitat (arab .Text, S . 14 ,Z . 6-8 der Fußnote) : 
Muqaddima, S. 9 6, Z. 15-17 ; Rosenthal, I, S . 19 5 (Ende der 4. Zeile 
v.u. "The...") bis S.196, Z.2 ( " . . . aotuality . " ) . Das 

zweite (längere) Zitat (arab . Text, S . 14, Z . 9 der Fn. - S.15): 
Muqaddima, S . 97 , Z . 24-S . 98, Z . 1 0; Rosenthal, I, S . 198 Mitte bis 
S.199 Mitte ( " . . . outlook. " ') . 

loh habe die Übersetzung allein aufgrund der Fußnote (im arab. 
Text,S.14f) angefertigt; die entsprechenden Stellen in der 
Muqaddima und bei Rosenthal konnte iah erst nach Erstellung 
der Übersetzung ausfindig machen. 

Diese Zitate können im Einblick auf unser Thema - das Gebet - 
als zweitrangig betrachtet werden. 



179 



IV ZUSAMMENFASSUNG UND VERGLEICH 



180 



Vorbemerkung zu 'Zusammenfassung und Vergleich' 

Ich fasse im folgenden den Inhalt des soeben in der Übersetzung 
vorgelegten Buohes knapp zusammen, wobei iah zu verschiedenen 
Stellen (graphisch durch leichtes Einrücken abgesetzt) die 
Aussagen und Kommentare der europäischen Islamwissenschaftler, 
die über die salat gearbeitet haben, vergleiche. 
Meinem Ziel, dieser Zusammenfassung einen fortlaufenden Ver- 
gleich mit den Darstellungen des Themas aus gelehrter europäi- 
scher Feder zur Seite zu stellen, glaube ich so weit wie nur 
möglich nahegekommen zu sein, doch stellten sich hierbei folgende 
Probleme, die ich hier kurz skizzieren möchte: 

Wie schon in der Einleitung (S. 11 ) dargelegt, stellt das Buch 
Mahmuds weder eine wissenschaftliche Studie dar, noch ist es 
eine Gebetslehre oder gar ein Rechtsbuch. Es enthält tatsäch- 
lich keine vollständige Beschreibung der salat noch der einzel- 
nen sie betreffenden Gesetzesvorschriften; sie fragt auch nicht 
nach der historischen Entstehung und Entwicklung der salat (zu 
der auch ein muslimischer Würdenträger anhand der religiösen 
Quellen Aussagen machen könnte) . Die vorliegende Schrift ist 
vielmehr als eine Anregung für den muslimischen Beter gedacht, 
welcher seine salat - wieder, oder überhaupt erst - verstehen 
und bewußt verrichten will; sie setzt die Bekanntschaft mit den 
Grundregeln der salat (Gebetszeiten, Anzahl der raka c at, Ablauf 
einer rak c a etc.) voraus. Außerdem will sie zur Vertiefung der 
Frömmigkeit anleiten, indem sie zu verschiedenen Arten des 
super er ogativen Gebetes (nawafil , tatawwu c ) auffordert sowie 
zur Übung des dikr und du c a* innerhalb und in unmittelbarer 
Umgebung der salat. 

Da die gelehrten europäischen Darstellungen des Themas, auf die 
ich gleich näher eingehen werde, jedoch vielmehr systematisch 
beschreibender Natur sind, als auch immer wieder die Frage nach 
der Geschichte der salat aufwerfen, bieten sich hier wenige Ver- 
gleichspunkte mit der Schrift Abdalhalim Mahmuds . Ferner ist 
die Erörterung des religiösen Sinns, den ein gläubiger Beter in 
seiner salat sucht oder findet, kaum wissenschaftlich zu 'unter- 
suchen' , vielmehr entzieht sich ein solcher einer wissenschaft- 
lichen Bewertung (vgl. dazu Wensinck, Art. SALAT, Abschn. V, in 
HI, EI 1 !). 



181 



Es fällt auch auf, daß Mahmud den Freitagsgottesdienst nicht 
bespricht (dieser wird nur in einigen zitierten ahadit erwähnt) , 
während dieser bei den abendländischen Gelehrten auf reges In- 
teresse gestoßen ist, worüber die Studien von Becker, Mittwoch, 
Goitein u.a. Zeugnis ablegen. 

Wo Mahmuds Text (in meiner Zusammenfassung ) nun wirklich Ver- 
gleichspunkte bot, habe ich die Ansichten und Forschungsergeb- 
nisse europäischer Gelehrter dazu angeführt und belegt. 
Stellenangaben: 

SALAT f I-V J = Wensinck: Art. SALAT in EI und HI £ Abschnitte 

i • 

I-V J. 
Mittwoch = E. Mittwoch: Zur Entstehungsgeschichte des isla- 
mischen Gebets und Kultus. 
Goitein = F. Goitein: Das Gebet im Qor'an. 

Watt/Welch = W.M. Watt/ A.T. Welch: Der Islam, I (S. 262-299) . 
Juynboll = Th.W. Juynboll: Handbuch des Islamischen Gesetzes 
(S. 66-93). 
(Die Angabe "a.a.O." erspare ich mir.) Siehe genauere Angaben im 
Literaturverzeichnis . Weitere Autoren/Werke werden mit genaueren 
Angaben genannt. 

Ich möchte hier noch kurz auf die wichtigsten Studien zum Thema 

salät aus der Feder der europäischen Gelehrten eingehen. 

Die Hauptquellen sind die ebengenannten Studien von MITTWOCH, 

GOITEIN, WATT/WELCH und JUYNBOLL; dazu kommt Wensincks Artikel 

SALÄT in der EI bzw. im HI; außerdem die im HI enthaltenen Arti- 

kel 

adhän, dhikr, djum c a, du c a', fatiha, ghusl, hadath, c ibadat, c id, 

ihram. ikama, ikhlas , imam, istikhara, istiska' , khutba, kibla, 

kira"*a, kunüt, masdjid, mihrab, mikat, musalla, nafila, niya, 

ratib, salam, sutra, tahadjdjud, tahara, tarawih, tayammum, witr, 

wudü 3 und einige andere (meist von Wensinck oder Juynboll) . 

Ferner sind zu erwähnen: S.D. Goitein: Prayer in Islam; Becker: 
Zur Geschichte des islamischen Kultus; die beschreibenden Darstel- 
lungen von Lane: Manners and Customs ,1 ,S . 7 6-lo7 , und Calverley: 
Worship in Islam (die Einleitung zur Übersetzung von al-Gazzalis 
Abhandlung über die salät im Ihva J ) und einige andere Darstel- 
lungen. 
Auf die muslimische salat gehen auch Heiler: Das Gebet, und Ohm: 



182 

Die Gebetsgebärden der Völker ein. Ein gelegentlich zitierter 
Vortrag von M. Grünert "Das Gebet im Islam" (Prag , 1910; siehe 
z.B. Pfannmüller: Handbuch, S. 248, 251 ! ) ist derart oberflächlich 
und ungenau, teilweise sogar so fehlerhaft, daß ich ihn nicht zur 
wissenschaftlichen Literatur rechnen kann. 

Ich möchte zudem anmerken, daß (so Wensinck,EI , IV, S . 1 06a, unten, 
und Watt/Welch, S. 264 oben; s.a. Lech: Geschichte des islamischen 
Kultus, I. 1 . ,S. XI) eine vollständige Geschichte der salat noch 
aussteht. Lech hat mit dem eben in Klammern erwähnten ersten Teile 
des ersten Bandes seiner "Geschichte des islamischen Kultus" (s. 
Literaturverzeichnis ) damit begonnen, diese Geschichte zu schrei- 
ben; dieser erste Teil - über das Ramadan-Fasten - liegt seit nahe- 
zu zehn Jahren vor, doch scheint kein weiterer erschienen zu sein. 

Bevor ich nun zur Zusammenfassung mit Vergleich komme, möchte ich 
noch ganz kurz den Inhalt des Artikels SALAT in d. EI /HI skiz- 
zieren: 

Wensinck geht (Abschnitt I) zunächst auf die Bedeutung und die 
Etymologie des Begriffes salat ein, beschreibt ihren frühesten 
Zustand wie er aus dem Qur* an ersichtlich ist und aus den im 
hadZt vorliegenden Nachrichten rekonstruiert werden kann. Beson- 
ders die eigentliche Einführung der salat sowie ihre tägliche 
Anzahl zur Zeit Muhammads werden erörtert. (II) Darauf geht er 
auf die Verpflichtung zur salat, die Vorbedingungen und ihren Ab- 
lauf ein, worauf er (III) die nicht-ogligatorischen Gebete, 
besonders den taha$g*ud, untersucht. (IV) Auf die Darstellung des 
gemeinschaftlichen Gebetes folgen Bemerkungen zu besonderen For- 
men der salat wie die Gebete bei Naturereignissen, auf der Reise 
und die Totensalat (welche drei Mahmud nicht einmal erwähnt!). 
(V) Der letzte Abschnitt behandelt die Bedeutung der salat nach 
der muslimischen Literatur (hadit, Mystik). 



183 
Zusammenfassung und Vergleich 



(Die Zahlen (1) , (2) usw. am linken Rand beziehen sich auf 
die im arabischen Text fettgedruckten Überschriften der 
einzelnen Absätze, die in der Übersetzung ebenso nummeriert 
wurden. ) 

(Vorwort) 

Mahmud legt zunächst kurz dar, daß Gott alle Wesen geschaffen 
habe, damit sie ihm dienten, und allen Geschöpfen die ihnen 
angemessenen Arten des 'Gottesdienstes ' vorgeschrieben habe, 
wobei der Sinn desselben sei, daß die Geschöpfe sich durch 
ihn vervollkommneten, um so Gott begegnen zu können; das gan- 
ze Leben sei schließlich zum Gottesdienst zu gestalten. Das 
rituelle Gebet - die salat - sei das Mittel zur Verbindung mit 
Gott, welches von allergrößter Wichtigkeit für den gläubigen 
Muslim sei und dessen Unterlassung dem Unglauben gleichkomme. 
Hierzu wurde verschiedentlich bemerkt, daß die strenge 
Theorie, nach der jemand, der die salat absichtlich ver- 
nachlässigt, als kafir anzusehen sei, mit der Praxis we- 
nig oder nichts zu tun hatte, wie auch, daß tatsächlich 
nur wenige Muslime sich an die Gebets-praxis hielten. 
Siehe SALÄT,II u. V ; S.D. Goitein: Prayer in Islam, S. 73; 
Juynboll, S. 70f. 

(Erster Abschnitt) 
Der erste Abschnitt handelt von der salat als der wichtigsten 

c ibada des Islams, die nach der Tradition anläßlich des mi c ra^ 
zur Pflicht gemacht wurde, sowie vom Nutzen, den Vorzügen, den 
Voraussetzungen und der aufrichtigen, andächtigen Verrichtung 
der salat. 

• 

(1) Ein bei Muslim überlieferter hadit zeigt, daß die salat als 
die zweite der fünf Grundpflichten des Islams nur der lahada, 
dem Glaubensbekenntnis , nachsteht . 

(2-3) Nach der islamischen Tradition wurde Muhammad eines Nachts 
in den Himmel erhoben - es handelt sich um den mi^rag" - und er- 
reichte die höchstmögliche Stufe in der göttlichen Gegenwart, 
wo Gott selber ihm die Verpflichtung zum fünfmaligen Gebet of- 



184 

fenbarte, das absofort das Mittel de? Verbindung zwischen 
Gott und dem Gläubigen sein sollte, ja sozusagen der Aufstieg 
(mi c räg) des Gläubigen zu ihm. 

Ein wichtiger unter den wenigen möglichen Vergleichspunk- 
ten sind die Auffassungen über die Entstehung des salat. 
Mahmud erwähnt lediglich den mi c ra^ als das Ereignis, wel- 
ches den Beginn der Verpflichtung zum fünfmaligen Gebet 
darstellt (man datiert den mi^rag 1 gewöhnlich in die letz- 
te mekkanische Phase des Wirkens Muhammads) , woraus Mah- 
mud aber sicherlich nicht ableiten will, es habe die sa- 
lat vorher nicht gegeben, denn diese bestand schon sehr 
früh, wie Qur' anstellen (75:31; 70:22f; lo?:4f; 74:43; 
108:2) als auch zahlreiche Traditionen belegen: siehe den 
Abschnitt über die Vorschrift des Gebetes zu Anfang der 
Sendung des Propheten bei Ibn Eilam (übers. Guillaume S, 
112f)! Nach der Ansicht der europäischen Orientalisten 
wurde die salat zwar schon sehr früh geübt, aber erst all- 
mählich voll ausgebildet und zur allgemeinen Pflicht ge- 
macht. Wie die salat nun im Einzelnen entstanden ist, ob 
sie sich an die jüdische t^pillä anlehnt, oder eher vom 
( syrisch-) christlichen Gemeindegottesdienät abhängig ist, 
darüber bestehen unterschiedliche Meinungen. Insbesondere 
über die Entstehung der Gebetszeiten (waren es zur Zeit 
des Todes Muhammads schon fünf Zeiten oder noch nicht?) 
sowie der Anzahl der einzelnen raka c at ist man sich nicht 
einig. Die wichtigsten Studien hierzu: Goitein, bes. S. 27- 
40; Mittwoch, bes. S. 5-13; Becker : Zur Geschichte des islam. 
Kultus; SALAT 3 I; Watt/bielch, S . 264-27 8 . 
(4) Das Gebet sei - so Mahmud - insbesondere eine Möglichkeit, 
Gott um Hilfe anzuflehen und bei ihm Zuflucht zu suchen. Vor 
allem durch die salat fqada'J al-hatfa könne der Mensch zu Gott 

• • * 

beten, um ihm dabei seine Nöte vorzutragen; die Formen und zu 
sprechenden ad c iya (Bittgebete) sind dem hadit zu entnehmen, 
und die Erhörung gilt als gesichert. 

(5-6) Das 'Gebet der Reue' sowie das 'Gebet um die rechte Einge- 
bung ' , durah welche der Betende aufrichtige Reue zeigt bzw. in 
seiner Ratlosigkeit Gott um die rechte Leitung bittet, werden 
ebenfalls im hadit empfohlen. 

(7) Schließlich bewirkt das Gebet, wie es im hadit heißt, Sün- 



185 

denv er gebung und Rettung am Tag der Auferstehung . 

(8) Zu den Voraussetzungen zur Verrichtung einer gültigen salat 
gehört in allererster Linie die rituelle Reinheit, welche als 
die 'Hälfte des Glaubens' bezeichnet wird; sie ist vor allem als 
Reinigung von innerer Befleckung zu verstehen und hat (so zwei 
hadzte) zur Folge, daß die sich Reinigenden am Tag der Aufer- 
stehung mit leuchtenden Flecken am Körper erscheinen werden, als 
Zeichen der Reinen. 

Nach Mittwoch' (S. 14 ) sind die islamischen Reinheitsvor- 
schriften sehr von denen der mis'na abhängig (obgleich die- 
se in der jüdischen Praxis später -außer Übung kamen). Man 
denke auch an die Reinheitsvorschriften des Zoroastrismus , 
dessen Einfluß (im bezug auf die Gebetszeiten jedenfalls - 
so Goldziher: s. SALAT, I; Mittwoch, S . 13 ; Juynboll ,S. 67 ) 
möglich bzw. wahrscheinlich ist. Doch auch den vorislami- 
schen Arabern waren rituelle Reinigungsvorschriften bekannt, 
was mit Dämonenglauben und animistischen Vorstellungen zu- 
sammenhängen soll; siehe El, Art. WUDU* . 
Der Gebetsruf gehört ebenfalls zu den der salat vorhergehenden 
Dingen; den Gebetsrufern habe der Prophet Vergebung und schönen 
Lohn im Jenseits versprochen. 

(9) Die Würde des Gebetes erfordere die Reinheit des Körpers, der 
Kleidung und der Gesinnung (niyya) , auf die es letztendlich an- 
kommt; sie besteht in der rechten Absicht, allein Gott mit laute- 
rem Herzen zu dienen. 

Die niyya ist - so Mittwoch (S.16) - mit der kawwana (der 
'Gesinnung ' , dann auch der 'Frömmigkeit 1 ) im Judentum zu 
vergleichen. 

(10) Das Gebet ist zu 'verrichten' ; diese Verrichtung - iqama -, 
welche in zahlreichen Qur 3 anversen impliziert ist, wird gedeutet 
als die Abhaltung der salat in der rechten Weise, d.h. "so wie 
Gott und sein Gesandter es lieben". 

Hierzu vergleiche man Brockelmanns Studie über den Begriff 
iqamat as-salat; Mittwoch (S.16) hat darauf hingewiesen, 
daß die Haupthaltung der salat das Stehen ist (qama/qiyam, 
wovon aqama / iqama) , was der ebenfalls stehend zu verrichten- 
den jüdischen t e pilla entspreche, die ja geradezu c amida 
"das Stehen" genannt werde! 
Man hat sich bei der Verrichtung des Gebetes ganz und gar auf 



186 
Gott einzustellen, was z.B. in qur 3 ani sehen Versen zum Aus- 
druck komme, welche (wie weiter unten gezeigt wird) als er- 
öffnende Bittgebete (ad c iya) gesprochen werden können. 
Die erste Sura - al-Fatiha: "die Eröffnende" - ist der 
erste und zentrale Teil der salat. Der Autor zitiert ahadit , 
denenzufolge diese Sura einzigartig, in früheren Offenbarungs- 
schriften nicht dagewesen ist. Die Fatiha ist ein Zwiegespräch 
zwischen Mensch und Gott, bei dem letzterer dem Betenden auf 
jeden Satz antwortet, wie ein hadit nach Muslim anschaulich 
erläutert; es folgen einige exegetische Bemerkungen zu den 
ersten Versen dieser Sura, besonders zu den Gottesnamen ar- 
Eahman und ar-Rahim. 

Zur Rezitation der Fatiha, die nur am Morgen und abends/ 
nachts laut, tagsüber (zuhr, c asr) aber leise zu erfolgen 
hat, vergleicht Mittwoch (S.17) die Rezitation des £ e ma c 
im jüdischen Morgen- und Abendgebet (nicht jedoch nach- 
mittags; so aus Deuteronomium 6:7 abgeleitet! ) ; Goitein 
bezeichnet die Fatiha als eine liturgische Dichtung, die 

# 

von Anfang an die salat hauptsächlich ausgemacht habe; s. 
Goitein, S. 135-145 und in seinem späteren Aufsatz "Prayer 
in Islam" S. 82f. 
Im Anschluß an die Rezitation folgen Rumpfbeugung (rukü c ) und 
Prosternation (sufiüd) als Zeichen der Demut und Unterwürfigkeit 
unter Gott, wie sie schon von den 'vormuhammadani sehen' Recht- 
schaff enen geübt wurden. 

Wensinck, SALAT (I) bemerkt zur Demut: "Die Salat ist eine 
Äußerung der Demut..., welch letztere in der ganzen helle- 
nistischen Welt als die dem Menschen der Gottheit gegenüber 
am meisten geziemende Haltung gilt." (HI, 637a). Die Beu- 
gung und die Prosternation sind auch im jüdischen und im 
christlichen Gottesdienst bekannt. Mittwoch, S . 17 ; SALAT ,11 . 
Der sug'ud der Körperglieder, der ja den Höhepunkt einer rak c a 
ausmacht, muß begleitet sein von der inneren Prosternation, der 
'Niederwerfung des Herzens ' ; diese äußerliche und innerliche 
Anbetung machen das wahre Beten aus. Der sug'ud ist sichtbares 
Zeichen des islam = der 'Hingabe' an Gott und der 'Unterwerfung ' 
unter seinen Willen, welche zur Annäherung an Gott führen. Der 
Gottesdiener ist - so der hadZt - während der Prosternation 



187 

Gott besonders nahe, weshalb man sieh dieser Übung viel be- 
fleißigen solle. Das Gebet endet mit der Bezeugung des Glau- 
bens (ta'iahhud) und dem Heilsgruß. 

Auch, das jüdische Gebet hat einen Friedenswunsch als 
letzte b e räkä der t^pilla (Mittwoch, S. 18 ) und der christ- 
liche Gottesdienst schließt ebenfalls mit einem Friedens- 
gruß wie etwa "Gehet hin in Frieden! " . Vgl. auch S.D. 
Goitein: Prayer in Islam, S . 80 , nach dem der Friedensgruß, 
je einmal nach rechts und nach links gesprochrn, schon 
in talmudischer Zeit das jüdische Gebet beschloß. 
Die Verrichtung der salat hat rechtzeitig und regelmäßig zu 
erfolgen, das ganze Leben soll von ihr durchdrungen sein. Auf 
die Betonung der demütigen Haltung als ein Bestandteil frommen 
Betens folgen zwei Bemerkungen über die Vollziehung der Wa- 
schung (wudu 3 ) mit Sand bei Wassermangel - den tayammum - und 
die Tatsache, daß das Gebet auch im Kriegsfalle zu verrichten 
ist, was beides auf seine unbedingte Wichtigkeit hindeute. 

Zum tayammum vergleicht Wensinak (HI, 746) eine talmudi- 
sche- Erlaubnis zur Benutzung von Sand statt Wasser für 
die rituelle Reinigung sowie den Bericht über eine 
christliche Taufe mittels Sand. - Zum Gebet im Kriegs- 
falle ist zu bemerken, daß bei Gefahr und auf der Reise 
ein aus vier raka c at bestehendes Gebet auf zwei rakacat 
verkürzt wird; letzteres ist nämlich die ursprüngliche 
Anzahl , wie sie auch im Freitagsgebet und der salat al- 
istisqa* etc. noch vorhanden ist, wo eine Erweiterung 
auf vier raka c at nicht (mehr) stattfand; so Mittwoch, S .1 9 . 
(11) Im folgenden wird wiederholt, daß Religion (d.h. Islam) 
ohne salat nicht möglich sei. Wer letztere aber einhalte, für 
den bewirke sie Sündenvergebung, ja sie halte ihn auch von 
'Abscheulichem und Verwerflichen' ab, wie es im Qur 3 an heißt. 
Die Wichtigkeit der Reinigung wird nocheinmal betont und vor 
allem die 'schöne Ausführung ' (ihsan) derselben sowie die 
'schöne Ausführung ' der Demut, der Niederwerfung etc., was 
die Demut bzw. Niederwerfung 'des Herzens' meint. 
Der Autor betont die Wichtigkeit festgelegter Gebetszeiten, 
die für jeden Gläubigen verbindlich seien, ohne Rücksicht auf 
den geistigen Rang eines Menschen; dies bestätige auch ein 



188 

— — . V 

Sufx wre al-Gunai,d. 

Daß die salat von den frühen Sufis sehr hoch geschätzt 
wurde, später jedoch gegenüber dem dikr u.a. etwas zurück- 
trat, stellen Wensinck, SALAT, V, und A. Schimmel: Mysti- 
sche Dimensionen, S. 215-223 fest. 
(12-13) Die Demut (hu§ü e ) im Gebet, über welches von allen Taten 
des Menschen am Jüngsten Tag zuerst Gericht gehalten werde, 
wird weiter hervorgehoben: die Konzentration auf das Gespräch 
mit Gott ist nicht vereinbar mit der Abwesenheit der Gedanken 
während des Gebetes, denn der Mensch hat - so Mahmud - nur das 
von seiner salat, wobei er auch geistig anwesend ist. 

(Zweiter Abschnitt) 

Der zweite Abschnitt enthält fast ausschließlich hadit-Material 
über die Waschung (wudu 3 ), das, was davor und während derselben 
zu beachten und empfohlen ist, die Dinge, die sie anullieren 
und schließlich die Ganzwaschung am Freitag und an den Festen. 

(1-8) Vor der Beschreibung der im Qur 3 an gebotenen rituellen Rei- 
nigung werden einige Aussagen aus dem hadit zitiert, die die 
rechte Art und Weise des Aufsuchens des Aborts betreffen; darauf 
folgen Besahreibungen des wudu 3 aus dem hadit. 

(9-10) Das Reinigen der Zähne mithilfe des siwak sowie das Begin- 
nen von rechts zählen zur sunna beim wudu' . 

(11-12) Gewisse Dinge anullieren die rituelle Reinheit, andere wie- 
derum nicht; die zu reinigenden Körperstellen sind gründlich und 
vollständig zu waschen. 

(13-15) Es gilt als verdienstvoll, vor dem Schlafengehen den wudu 3 
zu vollziehen, als auch, nach jeder vollzogenen Waschung eine 
salat zu verrichten. Die rituelle Ganzwaschung (gusl) ist für 
den Freitag und die Festtage empfohlen. 

(Dritter Abschnitt) 

HadZt -Material über die Gebetsstätten und die gemeinschaftliche 

salat. 

(1) Es gilt als verdienstvoll, Moscheen - d.h. Gebetsstätten - zu 
errichten, dem Gemeinschaftsgebet in ihnen beizuwohnen, auch in 
der Nacht, und sich dort so viel wie möglich zum Zwecke des Ge- 
betes aufzuhalten 

(2) Moscheen sollten -so die ahadit - wohlriechend gemacht und 



189 
saubergehalten werden; man hat sieh gebührend zu verhalten, 
indem man beim Eintreten eine 'Begrüßungs-salat' verrichtet 
und sich ■***>- nicht nähert, falls man zuvor Zwiebeln o.a. ge- 
gessen hat. Das Rezitieren von Gedichten ist in der Moschee 
gestattet, der Handel jedoch nicht. 
(3) Das Gemeinschaftsgebet gilt mehr als das alleinverrichtete; 
es wird sogar dringend davor gewarnt, der gemeinschaftlichen 
salat fernzubleiben, sei es auch in der Morgenfrühe oder in 
der Backt. 

(Vierter Abschnitt) 

Der vierte Abschnitt, der wiederum fast nur aus ahadit be- 
steht, zerfällt in zwei Teile: (a) über die Wichtigkeit und 
Art und Weise des Gebetes; (b) über einige grundsätzliche 

Verhaltensregeln beim Gebet; anschließend zahlreiche ahadit 
über die Bittgebete Muhammads bei der salat, über die Frau in 
der Moschee, sowie über die verschiedenen Arten des freiwil- 
ligen Gebetes (tatawwu c ) . 

(a:l-4) Es werden verschiedene Aussagen des hadit aufgeführt, 
die einmal mehr das Gebet als Mittel zur Vergebung der Sün- 
den hervorheben; besonders das Frühgebet sowie das C asr-Gebet 
("vor Sonnenuntergang") , welches auf keinen Fall versäumt wer- 
den sollte, werden betont und Zeiten genannt, zu denen nicht 
gebetet werden soll, nämlich zwischen dem Morgengebet und 
dem Sonnenaufgang sowie zur Zeit desselben, zwischen dem c asr- 
Gebet und dem Sonnenuntergang sowie während desselben und 
schließlich zur Zeit des Sonnenhöchststandes . 

Zur salat al- c asr: diese ist - so die europäischen Ge- 

t • 

lehrten - in MadZna zwischen die beiden schon vorher be- 
stehenden Gebete am Morgen und am Abend getreten, wodurch 
- nach jüdischem Vorbild- drei Gebetszeiten entstanden 
(doch bestehen auch hierüber unterschiedliche Ansichten) , 
vgl. SALAT, I; Mittwoch, S . 11-13; Goitein,S.38f., u.a. 
Juynboll,S.9o, nimmt an, daß das Verbot, zu den angegebe- 
nen Zeiten die salat zu verrichten (zumindest nicht nafi- 
la-Gebete) , den Sinn habe, das Fortleben heidnischer 
Bräuche zu verhindern. 
(5-7) Das Gerade-Ausrichten der Reihen beim Gemeinschaftsgebet 



190 

sowie das zur Ruhe Kommen in den einzelnen Gebetshaltungen und 
das Senken der Blicke gehören zur 'Verrichtung' des Gebetes. 

Das Geradeausrichten der Reihen wurde auch beim Gottesdienst 
der syrischen Kirche verlangt, wie Brockelmann (Iqamat as- 
salat, S . 31 5f) nachweist. 
(8-22) Der Autor zitiert im folgenden ahadit, die sich auf den 
Ablauf des Gebetes beziehen: 

Über die Wichtigkeit der Rezitation der Surat al-Fatiha, die den 
zentralen Gebetstext darstellt, ohne den das Gebet keine Gültig- 
keit hat, und das 'amln' (Amen) -Sagen, das übereinanderlegen der 
Hände bei der Qur' anrezitation in der salat, über die Rumpfbeu- 
gung (ruku c ) und die Niederwerfung (sug"ud) sowie das Bittgebet 
(du c a* , dikr) dabei; schließlich einige ahadit über das Ausführen 
des 'Glaubenszeugnisses' (ta^ahhud) am Ende der zweiten rak'-a 
bzw. /und am Ende einer salat. Weitere Traditionen beschreiben 
die Qur s anrezitation am Freitagmorgen, den qunut im witr-Gebet 
und den das Gebet beschließenden Heilsgruß (taslim) . 
(b:23) Mahmud zitiert zu Beginn des zweiten Teiles des vierten Ab- 

t 

Schnitts Traditionen über verschiedene die salat betreffende 
Dinge: danach ist das Beten mit den Händen an den Hüften unan- 
gebracht; die salat al-magrib soll hinausgeschoben werden, wenn 
gerade das Essen aufgetragen wird; das sich Umwenden im Gebet 
wird als 'Diebstahl des Satans' getadelt, und es wird ein zwei- 
tes Mal dazu geraten, die Blicke zu senken, sowie das Gähnen 
und Reden während des Gebetes zu unterlassen. Bei eventuellen 
Fehlern im Gebet darf man den Imam durch einen kurzen tasbih 
(so die Männer) oder durch Klatschen (dies für die Frauen) 
hierauf aufmerksam machen; dieser darf beim Gebet sogar ein 
Kind halten; 

Wensinck (SALAT, II) meint in einer solchen Erlaubnis 
einen früheren, weniger streng geregelten und daher freie- 
ren Zustand in der Entwicklung der salat zu erblicken. 
Da niemand direkt vor einem Betenden vorbeigehen soll, wird da- 
zu geraten, sich beim Gebet mittels eines Gegenstandes abzu- 
schirmen. 

Auch diese Abschirmung (sutra) hat nach Mittwoch (S.15) 
eine Parallele im Talmud, andererseits deutet Wellhausen 
(Reste , 158) sie als Schutz vor dämonischen Einflüssen; 
siehe HI (SUTRA); Juynboll, S. 84. 



191 

(24) Die zahlreichen nun folgenden ah.ad.it enthalten auf Muham- 
mad zurückgeführte Gebete (adkar, ad c iya) , die man vor, nach 
der salat und in den einzelnen Positionen derselben sprechen 
kann. 

Hierzu ist die Ansicht Goiteins (S. 77-79) anzuführen, daß 
die im hadit überlieferten Gebete Muhammads (alle?) ' un- 
echt' seien (was an sich ein Problem der hadit-Kritik 
ist); die von Muhammad und seiner Gemeinde gesprochenen 
Gebete (adkar, ad e iya) seien vielmehr die im Qur 3 an ent- 
haltenen; diese sind ja das eigentliche Thema seiner Dis- 
sertation "Das Gebet im Qor'än" (S. 54 bis Schluß). 
Bei den von Mahmud zitierten ad^iya/adkar handelt es sich um 
Bitten und Gnade und Vergebung , Gebete um Hilfe zum besseren 
Gottesdienst } um Gottesfurcht und Herzensreinheit; Zufluaht- 
nahme (isti c ada, ta c ' awwud) vor dem Geiz, der Feigheit, den Ge- 
brechen des Alters und vor dies- und j enseitiger Versuchung und 
Pein; Lobpreisungen Gottes und Demutsbezeigungen; auffällig ist 
der in zwei verschiedenen Formen aufgeführte Licht-du c a* . Eini- 
ge dieser ad c iya werden mehrfach oder mit Varianten aufgeführt; 
manche bestehen aus festen Formeln wie "la ilaha illa llah", 
der hauqala usw. 
(25-26) Aus weiteren Überlieferungen geht hervor, daß der Vorbe- 
ter die Alten, Schwachen etc. nicht durch in die Länge Ziehen 
des Gebetes überbelasten darf, als auch, daß es Frauen grund- 
sätzlich erlaubt ist, in die Moscheen zu gehen, 

wozu man die Fußnote bei Juynboll, S.81 vergleiche. 
(27-37) Die restlichen Traditionen beziehen sich auf die freiwil- 
lige salat (nafila, tatawwu c ) , vor oder im Anschluß an die täg- 
lichen Pflichtgebete, besonders aber in der Nacht, an deren 
Ende das witr-Gebet stehen sollte. 

Wensinck (SALAT, III) nimmt an, daß die nichtobligatori- 
schen Gebete teils erst nach Muhammads Tod aufgekommen 
seien, teils aber schon zu dessen Lebzeiten in den Hinter- 
grund getreten seien, wie das Gebet in der Nacht (tahafig'ud) , 
das sich - so Wensinck - an entsprechende asketische Übungen 
des syrischen Mönchtums anschließt; siehe dazu HI, Art. 
TAHADJDJJJD; Goitein,S . 27 ff ; Juynboll ,S .90 f . - Zur salat 
al-witr bemerkt Juynboll (S.91), daß die Vorliebe für un- 
gerade Zahlen (witr = 'ungerade f Zahl J ' ) sich auch in 



192 
anderer Einsicht im Islam wie in anderen Religionen 
bemerkbar mache-, vgl. HI, Art. WITR. 
Im folgenden werden bestimmte nafila-Gebete beschrieben: die 
nafila vor und nach einzelnen Pflichtgebeten, das Vormittags- 
gebet und das Gebet beim Betreten einer Moschee. Ein hadit 
empfiehlt das Pflichtgebet in der Gemeinschaft, die nafila 
aber zuhause zu verrichten; am Freitag gilt es als verdienst- 
voll, sich ordentlich zurechtgemacht und würdevoll zur Mo- 
schee zu begeben, ein nafila-Gebet zu verrichten und dann der 
hutba des Imams zu lausahen, auf die die gemeinschaftliche 
salat al-g'umu^a folgt. 

Die gemeinschaftliche salat mit vorausgehender Ansprache 
(hutba) am Freitag war Thema eingehender Studien euro- 
päischer Islamwissenschaftler; besonders die beiden Auf- 
sätze Beckers ("Die Kanzel. .. " und "Zur Geschichte. .." ) 
sind zu nennen, der darin die christliche Messe als Vor- 
bild des Freitagsgebetes annimmt, sowie die Studie Mitt- 
wochs ("Zur Entstehungsgeschichte. .." ), der im Gegensatz 
zu Becker an jüdischen Einfluß denkt (Sabbathgottes- 
dienst) . 
(Schluß) 

Im Schlußkapitel läßt der Autor nocheinmal den Qur* an mit 
mehreren Zitaten zu Wort kommen, welche die Beständigkeit und 
den Nutzen der salat erwähnen, als auch die salat der Früheren, 
die salat als Quelle der Hilfe, als Reinigung etc. Ein ab- 
schließender Qur 3 anvers erwähnt den Lobpreis und die salat (!) 
aller Geschöpfe. 



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201 

AI- Salat . (Ein englischsprachiges Lehrbuch der salat. 3 zusammen- 
gestellt von M.A. Raj'put und Rasa H. Rizwani. ) Karachi, 1980. 
as-Sarahsi, s"amsaddin: Kitab al-Mabsut . Kairo, 1324. 
Sarwar , Ghulam: Islam, beliefs and teachings , London 1400/1980 . 
ah 1 '-£ 'au kanZ , Muhammad ibn c Ali: Tuhfat ad-dakirZn bi- c iddat al- 
hisn al-hasin min kalam sayyid al-mursalin. Kommentar (sarh) zu 
Ibn al-ßazari: e Iddat al-hisn al-hasin. Bairut, o.J. 
as-Sawwäf, Muhammad Mahmud: Kitab Ta c lZm as-salat. Kairo 1390/1970. 

-: (Übersetzung des vorangehenden Titels:) The Muslim Book of 

Prayer. Kuwait, o.J. 

Schabestari , M. Modjtahed: Das Gebet. Hamburg, 1397/1977 . 
Schacht , Joseph: Der Islam mit Ausschluß des Qor'ans. (Religions- 
geschichtliches Lesebuch, Bd. 16). Tübingen, 1931. 

: Art. WUDÜ' in der Enzyklopädie des Islam, IV, S . 123 f. = Hand- 
wörterbuch des Islam, S. 800. 

Schall , Anton (Hrsg.): Fremde Welt Islam. Einblicke in eine Welt- 
religion. Mainz, 1982. 
Schimmel , Annemarie: Das Mysterium der Zahl - siehe: F.C. Endres . 

„• Mystische Dimensionen des Islam, Köln, 1985. 

: Und Muhammad ist Sein Prophet . Köln, 1981. 

Schmiede , H. Achmed: Das islamische Gebet (Namaz Hocasi,) . Gestaltet 

von H.A.Schmiede nach A.H. Akseki:lavrularvmiza Din Dersleri. 

Ankara, 1986. 

Sezgin , Fuat: Geschichte des arabischen Schrifttums . Band I 

(Qur* anwissenschaften. Hadit. Geschieht e.Fiqh. Dogmatik. Mystik. ) 

Bis ca. 430 H. Leiden, 1967. 

Shad , Abdur Rehman: The Prescribed Islamic Prayers. Lahore, 1979. 

Soymen, Mehmet: Kleiner islamischer Katechismus. Übersetzt von 

— 2 

H.A. Schmiede. Ankara, 1982. 

Spitaler , Anton: Die Schreibung des Typus öduo im Koran. Ein Bei- 
trag zur Erklärung der koranischen Orthographie. In: WZKM 56, 
1960, S. 212-226. 

Symbolik des Islam. Tafelband von J.C. Bürgel und F. Allemann. 
(Symbolik der Religionen, Bd. XX). Vgl. auch Rudi Paret : Symbolik. 
at-TabarZ, Abu Ga c far Muhammad ibn (ÜarZr: Kitab Ta'rih ar-rusul 
wa-l-mulük. Annales. Ed. M.J.de Goeje.15 Bde. Leiden, 187 9-1901. 
Tafsir al-Galalain siehe: al- Galalain . 



202 

at-TibrlzZ, WalZaddln Muhammad ibn c Abdallah al-Hatib: Mis'kat 

al-masabZh. Delhi, 137 5 H. (Vgl.: Robson: Mishkai.) 

at-Tirmidl, Abu c Isä Muhammad ibn c Isa: al-£ami c as-sahih (=) 

as-Sunan. Ed. A.M. Sakir, M.F. c AbdalbaqZ et al. 4 Bde. Kairo, 

1356/1937-1382/1962 (4 Bde. unvollständig! ) . 

(Im Kommentar stets als "at-Tirmidl" zitiert!) 

: Sahlh al-Imam... at-Tirmidl. 2 Bde. Bulaq, 1292/(1875) . 

• . • _ ~ _ _ 

(Im Kommentar als "at-Tirmidi (ed. Bulaq) " zitiert. 
Tornauw, Niaolaus von: Das Moslemische Recht aus den Quellen 
dargestellt. Leipzig, 1855. 

Die Transliteration der arabischen Schrift in ihrer Anwendung 
auf die Hauptliteratursprachen der islamischen Welt. Denk- 
schrift dem 19. internationalen Orientalistenkongreß in Rom. 
Leipzig, 1935. 

Vitestam ,G. : AS-SIDRA (-T ?) AL-MU NT AHA. Quelques commentaires 
linguistiques . In: Actes du premier aongres international de 
linguistique semitique et chamito-semitique, Paris 1969. The 
Hague, Paris, 1974; S. 305-308. 

Wahrmund , Adolf: Handwörterbuch der neu-arabischen und deutschen 
Sprache. 3. Ausgabe. Nachdruck, Beirut, 1985. 

Watt , W.Montgomery und Welch , Alford T.: Der Islam, I. Mohammed 
und die Frühzeit - Islamisches Recht - Religiöses Leben. 
Stuttgart, 1980. 

und Marmura , Michael: Der Islam, II. Politische Entwicklungen 

und theologische Konzepte. Stuttgart, 1985. 

Wehr , Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der 
Gegenwart. 5. Auflage. Wiesbaden, 1985. 

Wellhausen , J.: Reste arabischen Heidentums. Gesammelt und er- 
läutert von J. Wellhausen. Zweite Ausgabe, Berlin, 1897. 
Wensinck , A.J.: Animismus und Dämonenglaube im Untergrunde des 
jüdischen und islamischen Gebets. In: Der Islam, IV, 1913. S.219- 
235. 

; Concordance et indices de la tradition musulmane. Les 6 

livres. le musnad d ' al-Darimi. le muwatta' de Malik, le musnad 
de Ahmad ibn Hanbai. (al-Mu c §am al-mufahras li-alfaz al-hadit 

• • • 

an-nabawl. ) Bd. 1-7. Par A.J. Wensinck (et al.). Leiden, 1933-69. 

.• A Handbook of Early Muhammadan Tradition. Alphab etically 

arranged, by A.J. Wensinck. Leiden, 1927. 



203 

; Art. SALAT in der Enzyklopädie des Islam, IV ,S .103-112 

und im Handwörterbuch des Islam, S. 636-645. 

Außerdem folgende Artikel Wensinok s im Handwörterbuch des Islam: 

IHR AM, KHUTBA, KIBLA, KUNÜT, MIKAT, MUSALLÄ, NAD£IS, NÄFILA, 

NIYA, rätib, sa djdj äda, subha, sunna, sutra, taha djdj ud, TARA- 

WIH, TAYAMMUM, WITR. 

Who's who in the Arab World . Seventh Edition. 1984-1985. Hrsg. 
Gabriel M. Bustros. Beirut, 1984-5. 

Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes . Wien, 1887ff. 
Wiesel , Heinrich: Achmed ibn Tajmtja. Das Buch des frommen 
Wortes. Gebete der Mohammedaner. (Diss.) Berlin, 1914. 
Wright , W. : A Grammar of the Arabic Language. Third edition, 
revised by W.R.Smith and M.J.de Goeje. Cambridge, 19 86 , 
el- Yarbuzi , Muhammed Ebu Said: Islämda namazi terketmenin 
hükmü. Namur, 14 04 H. 

WZKM siehe: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. 
az- ZabZdl , Muhammad ibn Muhammad al-Murtada: Tag* al- c Arüs. 10 
Bde. BÜlaq, 1307/8. 
ZDMG = 

Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaf t. Leip- 
zig (ab Nr. 98: Wiesbaden) , 1847 ff. 

Zettersteen , K. V. : Ein Handbuch der religiösen Pflichten der 
Muhammedaner in Aljamia. In: Le Monde Oriental, 1 5/1921 , S. 1-174. 
az-ZiriklZ, Hairaddln: al-A c lam. Bd. 1-8. Beirut, 1980. 



Ot~ AlU-^^ ^^yk lri. u^«^ /-WwU-, 




A^juw All, iyeti 



Einige Notizen und Dokumente, die 
in der ursprünglichen Magisterarbeit 
nicht enthalten waren 



ANHANG 



(A) 



Nachzutraaende Anmerkungen, 



Zu S. 7u. "ghasalaat" und S, 21, Anm. 14: 

Vergleiche im Deutschen: achel n ( < jidd. y>\?N achten "essen" 

< hehr, nj Vzw ) 

schachten (< jidd. ponv» schechten 

————— i / 

"schlachten" ', wohl < inf. ä e hot 

3 - . , 



Vergleiche auch -pers. 
und indonesisch: 



>schechet; hebr . -^ z>nw ^ ) 



aeschächtet 



malochen (von ilDbt/ü ) 
vermiesen (von DWD>miesJ 



verschachern (von'i ~ y i'D\u' ) 
( 



geguslt u.a. bei mir 
belegt, s. Türkei-Buch, S. 57 ,Z. 3 ! ) 

fahm idan Oj^ 

raqsidan ^>J^mJij 
ber doa "beten" 
men doa kan "für jm. beten" 

(s. "BETEN", S. 84) 



Zu S. 7, Z. 4 v.u. (Anm. 15a): 

(Hier sollte eine Anm. 15a angefügt werden:) 
"Du c a > (türkisch dua, dua; /^albanisch dua;7 bosnisch dova) 
heißt eigentlich 'Ruf (siehe z.B. Q 2:171). Du c a' -Literatur 
siehe im Literaturverz . unter: 'Abdalg'awad, Ates, Balic, 
Goitein, Hamidi, Khoury , Mahmud, Meier, Nawawi, Saukani, 
Wiesel . 

Zu S. 2o, Anm. 2 (salla) - auch zu Anm. lo5 auf S. 137: 

Zu salla, adda s-salata, aqama s-salata vergleiche man 
C. Padwick: Muslim Devotions , S. 6, Anm. 2. 



Zu S. 2o, Anm. 5: 

Ein ähnliches Durcheinander herrscht im Sidur Sefat Emet 
(Siddur s^pat '* mät, Basel 19 80): 



(B) 



das Kaddisch (79,126), das_ T?\y (14, V), das V V H (2o3) 3 
das T)\D)3^2-)H (V), die Schemone Esre (41) =f= das r^ (276), 

aber: die_ JT^ (u. pl. die DV^ - V), die_ nona (V), 
die nn'm -ir>q ('S? 7 ;, der v>rripn -p-tN ^57;. 



Zu 5. 2o 



i4nm. 



i/ber Ö^Uo vgl. auch GAPh 3 I, 186 f. 

Zu S. 21, Anm. 12: 

Das Paschto-Wort Imondz (= namaz) wird in der Gegend um Hazro 

(Nähe Tarbela, NW-Pakistan) rnuz ( J,_^ ) ausgesprochen. 

(Mündliche Mitteilung der Einwohner von Sinka.) 
Das Tamil kennt ein Wort, das speziell das islamische Gebet, nicht 

aber das der Hindus und der Christen bezeichnet: ^ ^ 

torugai Qtßn (W€S)85 (im sog. "Arabisch-Tamil" : ° \Jj=±> -> • 

Zu Anm. 23 auf S. 22: 

Vergleiche zur Frage nach der Verwendung einer nicht-arabischen 
Sprache in der salat: S. Bali6: Ruf vom Minarett , S. 45 und 
S. 257, Anm. 146,' außerdem al-Gazirl, a. a. 0. ,1, S . 23o oben: 
Nach den S r afi c 'lten und HanbalZten ist die Rezitation der Surat 
al-Fatiha in der salat nur arabisch statthaft, während jedoch 
die HanafZten demjenigen, der die Fatiha nicht rezitieren kann, 
erlauben, eine andere Sprache zu verwenden, wobei das Gebet 
gültig bleibt: man c a§aza c ani l-^arabiyyati yaqra* bi-gairiha 
mina l-lugati l-uhra, wa-salatuhu sahiha. (S. 23o u. ) 
Arfesob^ A^uu AI«'-. T** V? ^-/ ? - ^^ ("• 55H )- 

Zu 5. 23, Anm. 28: 

Ein Foto, auf dem u.a. auch c AbdalhalZm Mahmud zu sehen ist, 
findet sich in Islam und der Westen 2/1982, S. 2o . 

Zu S. 23, Anm. 31 : 

Islam und der Westen 1/1982, S. 15c: Muhammad c Abdarrahman Bisar 
starb am 8. 3. 1982. 



Zu S. 127, Anm. I.- 
Vergleiche zum Begriff sayyid folgende ahadit: 
Die Leute sagten zum Propheten: "Du bist unser Herr (sayyid) " , 
worauf er antwortet: "der Herr (sayyid) ist Gott!" (MM, 4724); 



(C) 

Muhammad nennt seinen Enkelsohn Hasan einen sayyid (Buhari, 
Ausg. Khan, V,S. 66, Nr. 89) . 
Ein Sklave darf (zu seinem Herrn) nicht "mein Herr", (rabbi) sagen, 
vielmehr soll er "mein Meister" (sayyidl) sagen; Variante: 
nicht "mein Meister" (sayyidl) , sondern "mein Patron" 
(maulaua) - MM, 4593. 

Zu S. 128, Anm. 4: 

Nach A. Schimmel, Mystische D., S. 215 verbanden schon frühe 
Mystiker 8 diät mit der Wurzel wasala. 

Zu S. 132, Anm. 54: 

"Frühe islamische Asketen und Mystiker betrachteten das Ritual- 
gebet, dem Propheten folgend, als eine Art Himmelfahrt, als 
mi c räj, die sie in die unmittelbare Gegenwart Gottes führte." 
(A. Schimmel, Mystische Dimensionen, S. 215). 



Zu Seite 162, Anm. 130a & Fußnote 

die Zahl VIERZIG betreffend: 



Die Zahl 40 kommt viermal im Qur 3 an vor, zweimal arbaHna 

lailatan (2:51, 7:142) und zweimal arba c ina sanatan (5:26, 

46:15). 

Nach Ibn Ishaq wurde Muhammad im Alter von 40 Jahren von 

Gott gesandt (Guillaume: Life of M. , S. lo4). 

(Das Jahr 40 nach der hi§ra ist das Todesjahr c Ali's!) 

Vergleiche zur Zahl 40 weiter: 

A. Schimmel: Und Muhammad ist Sein Prophet, S. lo5; 

diess. : Mystische Dimensionen, S. 726; 

Wilhelm Heinrich Röscher: Die Zahl 40 im Glauben, Brauch 
und Schrifttum der Semiten, Leivzig 19o9; 

Stanley Brandes: Um Vierzig. Lebensalter oder symbolische 
Zahl (159 S.), Weinheim und Berlin (Quadriga Verlag) 1987; 
(? Otto Beiz: Das Geheimnis der Zahlen;) 
Rescher : Sachindex , S. 50f. 

(Meine Anmerkungen in Qubrusi: Meer der Barmherzigkeit, 
ganz hinten) ; 
Man beachte auch, daß die Gesamtzahl der raka c at aller 
verpflichtenden (fard, wagib) und super erogativ'en (sunna, 



(D) 

mandub, mustahabb) Gebete, die man an einem Tag verrichtet, 
nach der hanaf Tuschen Rechtsschule 40 raka c at ist: 

morgens mittags nachmittags abends nachts 



2 4 4-4 

2 4 4 3 4 { FARD 




r sunna 

2 / nach 

l fard 

3 f witr 



insgesamt : 40 

Vgl. Soymen: Kleiner isl. Katechismus , S. 46, und 
As-Salah - Das Gebet (v. Denffer/Siddiq ) , S. 7, u.a. 

Interessant ist, daß man in Indonesien glaubt, daß Eidr die 

(nach äaf. u. hanbal. Recht - siehe al-Öaziri , HI, 

,Everyday Fiqh.-.-f erforderliche Mindestzahl von 40 Betenden 
hei der salat al-gumu" a mit seinen Leuten vervollständigt , wenn 
dies noch nicht der Fall ist* (Ahtarnäma, S. 165!); dabei beachte 
man daß der ab g ad- Zahlwert des Namens Eidr (Hadir) 
( _2x^ - C ~ 60 ° + U° = 80 ° + J - 20 ° ) ~ 160 ° ~ 40x40 ist! 

//Mi'-f-J <{■£''((: V/o« A<rd>'*is ^vlo^i'n L !] cum S^^^ir-M.) 



Abdalhalim Mahmud 



nach "Who 3 s who in the Arab World. 1984-1985. " 

und dem Schreiben von Muhammad Kamal Isma il y al-Azhar, 

. , , / , ,c -,- -1 i o- 17.12.14o8h 

Direktor der (al-) alaqat al- amma v.-^j — qJ — 19 8 8m ' 



'Ägyptischer Theologe. 

1910 geboren in Bilbeis ( i^j^—^-JL» ); genauer: dem Dorf/ 

Landgut a Izbat Abu(l) Ahmad (heute; Qaryat as-salam) , 
das dem Bezirk Bilbeis untersteht. Bilbeis liegt in 
der Provinz aS-Sarqiyya; ca. f (4 5? ) / ( 100? ) ~]km nord- 
östlich von Kairo. " Tand 55~\<va ! 

Ausbildung an der Azhar und Universität Paris. (Doktorat bei 
Louis Massignon. ) 

Divlome: B.A., M.A. 

1941-51 Professor für Philosophie an der Azhar. 

1951-64 Professor für Psychologie. 

1964-67 Dekan des 'College of Religion' . 

1968-69 Generalsekretär der 'Islamic Research Academy ' . 

1970 WakZl al-Azhar. (= Unterstaatssekretär für Azhar- 

Angelegenheiten) . 

(im gl. J. ?) Minister für Azhar- Angelegenheiten. 

1973 Saih al-Azhar ( ' Großschaikh' der Azhar) > _als Nach- 

folger von Dr. Muhammad Muhammad al-Fahham (1969-73) . 

1978 verstorben in Kairo. Nachfolger: (1979) Dr. Muhammad 

Abdarrahman Bisar (? - ^ l ■/*-< \ ) . 

Seit 1982 ist Üad al-Haqq a Ali %ad al-Haqq (geb. 1917) ^aih 
al-Azhar . 



(Adresse der Public Relations /al-° 'alaqat al- amma/ der Azhar:) 

idarat al-azhar. 

al- a alaqat al-°amma. 

al-azhar . 

al-qähira. 

g'umhüriyyat misr al-° arabiyya. 



ABDULHAMID 



r 



ABDÜLHAIJM MAHMUD 

( i^=t. pJWlox ) 

(1910-1978) 
Ezher §eyhi, mutasawif. 



~i 



J 



Misir'in $arkiyye viläyetinin BilbTs ka- 
sabasina bagli Ebühamd köyünde dog- 
du. Ezher mezunu olan babasi, Mu- 
hammed Abduh'un talebesidir. ilk tah- 
silini ve häfizligini köyündeki mahalle 
mektebinde tamamladi. 1923 yilinda 
Kahire'ye giderek Ezher'in orta kismina 
girdi. 1928'de liseden, 1932'de Ezher 
Üniversitesi'nden mezun oldu. Hocala- 
nndan Mustafa Abdürräzik'm tesiriyle 
felsefe ve tasawufa ilgi duydu. Talebe- 
lik yillannda Müslüman Gencler Der- 
negi'nde (Cem'iyyetü $übbäni'l-Müsli- 
mln) Ahmed Muhammed el-GamrävF- 
nin konferanslanna devam etti. Ezher' - 
deki hocalan arasmda en cok etkilen- 
diklerinden biri de Muhammed Ferid 
VecdFdir. 

1932'de Fransa'ya giderek felsefe 
tahsili yapti. "Häris b. Esed el-Muhäsi- 
br konulu teziyle doktor unvanini aldi 
(1940). Fransa'dan dönünce Kahire'de 
oturmakta olan Rene Guenon (Abdülvä- 
hid Yahyä) ile tanisti. Ezher Üniversite- 
si'nin Arap Dili ve Edebiyati Fakültesi'n- 
de psikoloji okuttu. 1951 yilinda ayni 
üniversitenin ilähiyat (UsülüddTn) Fakül- 
■ tesi'ne felsefe hocasi, 1 964'te de dekan 
oldu. Dana sonra Ezher bünyesindeki 
isläm Arastirmalan Akademisi'ne (Mec- 
ma'u'l-Buhüsi'l-islämiyye) önce üye, son- 
ra genel sekreter tayin edildi. 1970'te 
Ezher seyhi yardimciligi, bir ara Vakiflar 
ve Ezher bakanligi yapti. 1973 Martinda 
Ezher seyhligine getirildi. Vefatina ka- 
dar (17 Ekim 1978) bu görevde kaldi. 

Abdülhalim Mahmud, ilähiyat Fakül- 
tesi dekani iken özellikle bu fakültede 
okuyan Misirli talebelere Kur'än-i Ke- 
rTm'i ezberleme mecburiyetini getirdi. 
isläm Arastirmalan Akademisi'nde gö- 
rev yaptigi sirada kuruma zengin bir 
kütüphane kazandirdi ve islämT ilimler- 
de ana kaynaklann nesredilmesine ön- 
cülük etti. Vakiflar bakani oldugu dö- 
nemde häfiz yetistirmek üzere yurt ca- 
pmda binden fazla müessese ac±i. Ayni 
dönemde Afrika'nin en eski camii olan 
Fustat Mescidi'ni onartti ve Misir'da bin 
bes yüz kadar yeni cami insasini ger- 
Ceklestirdi. Ezher seyhi iken Ezher'e 
bagli bir radyo istasyonu kurdurarak 
devamli Kur'än-i Kerim yayini yapilma- 




Abdülhalim 
Mahmud 



sini sagladi. isläm aile hukukunun yü- 
rürlükten kaldinlmasi galismalarma kar- 
si cikti ve Bat medenT kanununun yü- 
rürlüge girmesini önledi. Ezher'in itiba- 
nni arttirmak ve Ezher seyhinin proto- 
koldeki yerini basbakan seviyesine ci- 
karmak üzere cali§malarda bulundu; bu 
teklif onun ölümünden sonra kanun- 
lasarak yürürlüge girdi. Altmis kadar 
eseri^olan Abdülhalim Mahmud, $äze- 
liyye tarikatina mensuptu. Bu yüzden 
eserlerinin büyük bir kismi tasawufla 
ilgilidir. 

Ba;hca Eserleri. al-Mohasibi, un mys- 
tique musulman religieux et moralis- 
te idoktora tezi, Paris 1940). Bu eserin 
Arapcasi Üstäzü's-sä ' irin el-Häris b. 
Esed ei-Muhdsibf'dir (Kahire 1973). ei- 
Tasawuf z inde ibn Sinä (Kahire 1965); 
et-Tasawufü'1-islämi (Kahire 1968); 
el-M.edresetü.'s-^äzüiYyetü'1-hadise ve 
imämuhä Ebü'l-Hasen e§-§äzili (Kahi- 
re 1968); et-Tevtddü'1-hälis evi'1-isläm 
ve'l-'akl (Kahire 1974); Felsefetü Ibn 
Tufeyl (Kahire 1965); et-Tefkiml-felse- 
fi fi'1-lsläm (Kahire 1968); Evmbä ve'l- 
Isläm (Kahire 1972); er-Resül (Kahire 
1965, 1966): es-Sünne li tärihihä ve fi 
mekänetihä (Kahire 1967); Delä'ilun- 
nübüwe ve mu'cizätü'r-Resü] (Kahire 
1973); Ebü Zer ve'$-§üyü c iyye (Kahire 
1975); el-isläm ve'$-§üyü c iyye (Kahire 
1975). Fransizca'dan ahläkT ve felseff 
konularda bazi tercümeleri de bulunan 
Abdülhalim Mahmud, aynca din ve iba- 
det konulanyla ilgili yirmiye yakin eser 
iie, aralannda Süfyän es-Sevrl, Abdullah 
b. Mübärek, Zünnün el-Misri. Bäyezld-i 
Bistäml, Bisr el-HafT, Ebü Bekir es-$ibl! 
ve ibrähim b. Edhem'in de bulundugu 
bircok mutasawif ve älimin biyografisi- 
ni kaleme almis ve bu eserlerinin hepsi 
basilmistir. 

Abdülhalim Mahmudun yalniz ba$i- 
na veya baskalanyla birlikte nesirleri- 



ni yaptigi eserlerden bazilan da sunlar- 
dir: MuhäsibFnin er-Ri c dye li-hukü- 
killäh'i (Kahire 1958); Birünfnin el-Fel- 
sefetul-Hindiyye'si (Kahire 1958); Ke- 
läbäzFnin et-Ta c armf H-mezhebi eh- 
li't-tasawufu (Kahire i960); Serräc'in 
el-Lüma'i (Kahire 19601; Harräz'in Ki- 
täbus-Sidk'i (Kahire 1973, 1985); Kusey- 
rFnin er-iüsäiefü'i-Kujeyriyye'si (Kahi- 
re 1966); Gazzäi'fnin el-Münkizu mi- 
ne'd-dalän (Kahire 19671; KädT Ab- 
dülcebbär'in ei-Mugnf si (Kahire 19661; 
SühreverdFnin "Avärifü'i-ma'ärifi (Ka- 
hire 1971); ibn Atäullah'in Letä'iful- 
minen'i (Kahire 1974, 19851: Zerrük'un 
§erhu Hikemi ibn 'Atä'illäh'i (Kahire 
1969, 1985); Ibn Abbäd'm Gaysul-me- 
vähib fi serhi'l-Hikemil- c Atä 'iyye'si 
(Kahire 1970). 

BlBÜYOGRAFYA : 

ibrähim el-Ba'si. §ahsiyyätlslämiyye-mu- 
'äsira, Kahire 1390/1970, I, 185-220; All Ab- 
dülazlm. Me$ih.atü'l-Ezher rnünzü infS'ihä 
halte'bän, Kahire 1979, II, 287-461 ; Abdülha- 
lim Mahmud, Häziht hayäti, Kahire 1985; §ü- 
yühu'l-Ezher[n%x. Vezäretu l-i'läml. Kahire. ts.; 
el-Ezherü'f-$erff fi 'tdihi'l-elft. Kahire 1403/ 
1983, s. 262; Ali Abdülaztm. "'Abdülhalim 
Mahmud kemä c areftüh", Meceltetü'IEzher. 
LH/6, Kahire 1400/1980, s. 1117-1122; Mu- 
hammed Selebi. "'Abdülhalim Mahmud", a.e.. 
L1II/7 (1401 •■ 19811. s. 1250-1260; H. Kämil 
Yilmaz. "§eyhu'l-Ezher Prof. Dr. Abdülhalim 
Mahmud", ilim ue Sanat, XIII IMayis-Haziran 
1987). s. 91-93. m 

Inl H. Kämjl Yilmaz 



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Ramadan 1406 n. H. - Mai 1986 n. Ch. 
Ramazan 1406 Hicri - Mayis 1986 Miladt 



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Ramadan 1406 n. H. - Mai/ Juni 1986 n. Ch. 
Ramazan 1406 Hicri - Mayis/Haziran 1986 Miladt 









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27 Ramazan (4 Haiiran 1986 Carsamba Ak^ami): Kadir Gecesi 
27. Ramadan (Mittwoch 4. Juni 1986 am Abend): 
Lailatu'1-Qadr 



Abkürzungen 

a.a.O am angegebenen Ort 

Anm Anmerkung 

Bd Band 

bspw beispielsweise 

bzvv beziehungsweise 

d.h das heißt 

Ed./ed Editor/edited 

EI Encyclopedia of Islam 

etc et cetera 

f/ff folgend /folgende 

Fn Fußnote 

ggf gegebenenfalls 

Hg./hg.v Herausgeber /herausgegeben von 

Ibid ibidem = ebendort 

iSv im Sinne von 

J Jahr 

K Koran 

Lex.isl Lexikon der Islamischen Welt 

m.a.W mit anderen Worten 

Muw Muwäfaqät 

m.w.H mit weiteren Hinweisen 

op.cit opere citato, 'in the work quoted' 

o.J ohne Jahr 

o.O ohne Ort 

p./pp page/pages 

PI Plural 

S Seite 

s siehe 

SEI Shorter Encyclopedia of Islam 

Sing • ■ • Singular 

sog sogenannt/e/en/er 

s.v sub verbo 

u.a unter anderem/en 

ubi cit where cited 

Übers Übersetzer/übersetzt 

vgl vergleiche 

vol volume 

Z B zum Beispiel